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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

Indizes

Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt – eine Umkehrung dieser Redewendung vollzog sich gerade an der Wall Street. Wie lange kann das gutgehen?

Was sich gerade an der Wall Street vollzieht, ist schon sehr ungewöhnlich – es passt irgendwie nicht zusammen!

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Was sich gerade an der Wall Street vollzieht, ist schon sehr ungewöhnlich, wie es Markus Fugmann in seinem Marktgeflüster gestern anhand einiger technischer Indikatoren schon dargelegt hat.

Ich würde dies hier gerne noch mit weiteren Signalen untermalen, auch auf mittlere Sicht und zugleich auf das Dilemma hinweisen, welches Fed-Chef Jerome Powell mit seiner Kehrtwende erzeugt hat.

 

Wirtschaftszahlen und das Sentiment

In meiner Morgenkolumne vom 31. Januar (Die Entscheidung der Fed – und was an den Börsen wirklich zählt) habe ich auf die Bedeutung des monetären Faktors hingewiesen. Billiges Geld treibt die Aktienmärkte mehr als Wirtschaftszahlen, aber dies hat natürlich seine Grenzen. Die dovishe Wende der US-Notenbank hat die großen US-Indizes seit den Dezembertiefs um 15% nach oben gepusht, in erster Linie auch durch die Korrektur von Schieflagen großer Investoren. Aber mittel- und langfristig zählen nun mal die Gewinne der Unternehmen (nachdem diese vorher durch billiges Geld gepusht wurden).

Die Berichtssaison hat vor ihrem Ende bisher eine Gewinnquote für Q4 (2018) von 12% ergeben, mit schwachen Ausblicken und Gewinnsteigerungen für Q1 (2019) von 0% – Stagnation. Es dominiert am Markt also der Glaube des Wiederaufflammens des Wachstums im 11. Jahr des Wirtschaftszyklus. Die Wall Street befindet sich gerade in der 7. Woche steigender Kurse.

Diese Hoffnung zeigt sich auch im Sentiment der Anleger. Der Fear&Greed-Index ist von panischen 3 Punkten im Dezember auf Gier-Niveau von 65 Punkten gesprungen. Der Volatilitätsindex (VIX) hat allein seit Jahresbeginn um 40% auf 15 Punkte nachgegeben, ein Zeichen von großer Sorglosigkeit (complacency), wie es Markus Fugmann immer auszudrücken pflegt. Aber am meisten erstaunt mich der Baltic Dry Index, der die Frachtraten der großen Wirtschaftsgüter auf den großen Schifffahrtsrouten misst. Fast eine Drittelung seit Juli 2018, in welcher Ecke soll, um Himmels Willen, das große Wachstum stattfinden? Ca. 90% des Welthandels werden auf diesem Wege eingeleitet und er gilt als Frühindikator, allerdings mit einem Vorlauf von 8 bis 12 Monaten.

 

Das Fed-Dilemma

 

Nach dem so genannten Kommunikationsgau vom 3. Oktober, als Jerome Powell im Bewusstsein einer überaus starken US-Konjunktur mit rekordhohen Aktienindizes das volle geldpolitische Bremsmanöver angekündigt hatte (Zinsanhebungen bis ins Jahr 2020 plus automatische Bilanzreduzierung), folgte das genaue dovishe Gegenteil Ende Dezember. Die Märkte jubeln.

Was aber passiert, wenn sich die Prognose von Finanzminister Steven Mnuchin bewahrheitet, der gerade erst verkündete: „Der Ausblick für die US-Wirtschaft für das Jahr 2019 ist ziemlich stark.“ Dann muss die Fed die Zinsen weiter anheben, sonst ist jede Glaubwürdigkeit perdu. Und wenn die US-Wirtschaft stärker in die Knie geht, trotz des Steuerstimulus, was ist dann erst in den anderen Regionen los, wenn der große Player weniger nachfragt?

In diesem Zusammenhang ist auch ein gestriges Interview mit der letzten Fed-Chefin Janet Yellen bemerkenswert „möglicherweise ist der nächste Schritt der Fed eine Zinssenkung!“

Der aktuelle Notenbankchef ist wohl in beiden Zinspolitik-Statements etwas über das Ziel hinausgeschossen.

 

Fazit

 

Es passt irgendwie nicht zusammen. Die sich abschwächende Weltkonjunktur, der Konjunkturoptimismus der US-Regierung sowie der Ökonomen im Mainstream, die gesenkten Ausblicke der Unternehmen, dazu eine Fed, die optimistische Aussagen zum Wachstum macht, aber gleichzeitig ihre Geldpolitik so ausrichtet, als ob man einen Abschwung verhindern möchte – und die Kursanstiege an den US-Börsen.

Wenn man nur die Entwicklung der Wall Street linear fortschriebe, müssten wir bereits in wenigen Wochen neue All Time Highs sehen – nach ca.20% Gewinnwachstum der Unternehmen in 2018 und einer erwarteten Stagnation in Q1!

Die Märkte haben das Positive eingepreist, eine Lösung im Handelsstreit, eine wachsende Konjunktur und eine dovishe Fed. Ein Widerspruch. Selbst wenn eine Konsenslösung im Zollstreit im Miniformat kommt, die Trump in seiner gewohnten Art als persönlichen Erfolg verbuchen kann, könnten die Börsen so reagieren: Buy the rumours, sell the facts.

Kurzfristig bin ich auch der Meinung, dass die 200-Tage-Linie beim S&P 500 (2741) die entscheidende Marke darstellt. Sollte es nach mehreren Versuchen nicht darüber hinausgehen, warten die Rechenprogramme auf ihren Verkaufseinsatz. Ich bin nur auf die dann nachgereichte, zumeist banale Begründung gespannt!

 

Pure Euphorie
Von I, Luca Galuzzi, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1884158

4 Kommentare

4 Comments

  1. Michael

    7. Februar 2019 10:14 at 10:14

    Buy the rumours, sell the facts, das dürfte zumindest an den FOREX-Märkten zutreffen. Denn wie sonst ließe sich die plötzliche USD-Stärke seit dem Tag der dovishen 180°-Wende sonst erklären, die einer Dollarstärke eigentlich diametral gegenübersteht?
    Obwohl, gehört Notenbank-Geschwafel nun zu den rumors oder den facts? Wenn irgendein unbekannter Insider Gerüchte verstreut, sind das sicherlich rumors. Wenn der FED-Chef dovishe Aussagen macht, sind es offensichtlich facts, obwohl faktisch nichts passiert ist. Wenn nun eine Zinsänderung eintritt, sind das dann besonders harte Fakten, oder rumoren dann schon wieder die Gerüchte, wie es weitergehen könnte?
    Es ist schon eine komplizierte Geschichte mit der Börsenlogik und -weisheit 😉

    • Wolfgang M.

      7. Februar 2019 10:33 at 10:33

      @Michael. Das mit dem „sell the facts“ habe ich eher auf die Hoffnung auf das Zustandekommen eines kleinen Trumpdeals mit China bezogen. Die Fed-Kommunikation ist wieder eine andere Geschichte. Aber auch da gilt, wenn eine prognostizierte Zinsänderung eintritt, wird das Ereignis oft verkauft.
      Gruß

      • Michael

        7. Februar 2019 11:19 at 11:19

        @Wolfgang M., ich weiß, mein Beitrag war eher ironisch-augenzwinkernd gemeint 😉 Denn es ist ja keine Zinsänderung eingetreten (das wären dann ja facts), aber Gerüchte sind es streng genommen ja auch nicht, wenn es von hochoffizieller Seite kommt. Und der USD stieg an (was jederzeit nachvollziehbar ist), als Mr. Powell seinerzeit zum Fürst aller Falken mutierte und steigt nun wieder recht raketenartig seit den dovishen Aussagen (was weniger nachvollziehbar ist).

        • Moritz

          7. Februar 2019 12:00 at 12:00

          Zusammenfassend kann man sagen: Da passt zur Zeit so einiges nicht zusammen. Solche Zustände halten allerdings nicht ewig an und werden korrigiert.

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Finanznews

Erste Gewitterwolken? Marktgeflüster (Video)

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Nach den gestrigen starken Zahlen von Microsoft und Facebook sah zunächst alles nach einer Fortsetzung der Rally an den Aktienmärkten aus. Aber dann heute Nacht ganz schwache Zahlen aus Südkorea, die die globalen Konjunktursorgen wieder in den Vordergrund rückten, verstärkt vor allem nach den ganz schwachen Zahlen der global agierenden US-Konzerne 3M und UPS. Chinas Aktienmärkte weiter unter Druck nach der Absage Pekings an weitere Stimulusmaßnahmen, daher fehlt derzeit auch die „China-Rampe“. Der Dax dagegen hält sich weiter im Bereich der 11300er-Marke, einer der großen Gewinner ist die Deutsche Bank nachd er Absage der Fusion mit der Commerzbank. Nun warten die Märkte auf die Zahlen von Amazon (wir berichten ab 22Uhr darüber bei finanzmarktwelt.de)..

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Von David87hercules – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=40827571

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Anleihen

Interview mit Bernd Lucke über den „Systemausfall“ der Politik

Ein Gespräch mit dem einstigen Parteorsitzenden der AfD, Bernd Lucke, über die Reform-Unfähigkeit der EU – und über die Medien

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Um den einstigen AfD-Parteivorstizenden Bernd Lucke ist es zuletzt deutlich ruhiger geworden. Nun aber hat er das Buch „Systemausfall. Europa, Deutschland und die AfD: Warum wir von Krise zu Krise taumeln und wie wir den Problemstau lösen“ vorgelegt (Sie können das Buch hier direkt vom Verlag bestellen!). Wir sprechen mit ihm über die Reform-Unfähigkeit der EU – und über die Medien, die nach Ansicht von Lucke eine Mitverantwortung dafür tragen, dass die AfD eine rechte Partei geworden ist.

 

1. finanzmarktwelt.de: Sie beklagen in Ihrem Buch „Systemausfall“. Europa, Deutschland und die AfD: Warum wir von Krise zu Krise taumeln und wie wir den Problemstau lösen“ ein massives Versagen der Politik, eben einen „Systemausfall“. Was meinen Sie damit?

Bernd Lucke: Mit „Systemausfall“ bezeichne ich den Ausfall eines staatlichen Sicherungssystems. Der Begriff „Kontrollverlust“ setzt ja voraus, dass man eine Situation oder eine Problematik ursprünglich unter Kontrolle hatte. Folglich hat es ein Sicherungssystem gegeben, das diese Kontrolle gewährleistete. Der Ausfall dieser jeweiligen Sicherungssysteme fand lange vor den eigentlichen Krisen statt – beispielsweise in der Eurokrise oder bei der Flüchtlingsproblematik. Aber natürlich gibt es in der EU auch Bereiche, die funktionieren. Der Binnenmarkt oder die Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität sind sinnvolle Aufgaben für die EU!

 

2. finanzmarktwelt.de: Sie behaupten in Ihrem Buch, dass Deutschland eigentlich ein gut funktionierender Staat sei, der aber zu viele Kompetenzen an die EU abgegeben habe und dadurch in Schwierigkeiten geraten sei. Ist es nicht aber doch so, dass Beispiele wie das Flüchtlingschaos sowie der sogenannte Diesel-Skandal zeigen, dass auch Deutschland „Systemausfälle“ erlebte?

Bernd Lucke: Was den Diesel betrifft, haben Sie völlig recht! Da haben viele Bundesregierungen tief geschlafen. Zum Beispiel hat man das Verbot der Abschalteinrichtungen nicht überprüft und man hat sich von der EU einen wissenschaftlich unbegründeten Grenzwerte für Stickstoffdioxid aufschwatzen lassen. Beides geht aber darauf zurück, dass die EU überhaupt Kompetenzen in diesem Bereich erhielt. Und so kommt es jetzt zu dem bizarren Vorgang, dass eine der wichtigsten deutschen Industrien ohne vernünftigen Grund im Kern zerstört wird. Der Dieselmotor ist doch ein leistungsstarkes, klimafreundliches Antriebsaggregat! Und Bundesregierung und EU tun alles, um diesen Motor zu ruinieren und die Elektromobilität zu fördern, obwohl sie weniger Leistung ermöglicht und die Technologieführerschaft in den USA und in China liegt.

 

3. finanzmarktwelt.de: Sie fordern, dass die Staaten der EU eine echte Wahlmöglichkeit haben müßten, etwa die, aus der Eurozone auszutreten bzw. den Euro zu verlassen. Warum gibt es diese Wahlmöglichkeit, Grundprinzip eigentlich jeder Demokratie, in der Realität der Eurozone nicht?

Bernd Lucke: Die Verantwortlichen haben kein Austrittsrecht aus dem Euro zugelassen, weil sie nicht wollten, dass gegen die Euro-Mitgliedschaft eines Staates spekuliert werden kann. Hier wollte man ein klares Signal setzen. Aber die Spekulation bricht sich dann eben woanders Bahn, etwa bei Staatsanleihen. Und daraus entsteht ein neues Problem, weil besonders die Banken der Südländer der Eurozone mit den jeweiligen Staatsanleihen ihrer Länder vollgesogen sind und damit einer Staatsinsolvenz gleich auch noch eine Bankenkrise folgt. Das ist viel schlimmer als ein Euroaustritt. Nun hat die EZB am Symptom rumgedoktert und Billionen Euro an Staatsanleihen aufgekauft. Aber auch wenn diese Käufe über den Sekundärmarkt getätigt wurden, waren sie eine verbotene monetäre Staatsfinanzierung. Sie diente nicht dem Allgemeinwohl, sondern schröpfte die Sparer zugunsten der überschuldeten Staaten.

 

4. finanzmarktwelt.de: Halten Sie die EU für reformfähig?

Bernd Lucke: Mit Blick auf die derzeitigen EU-Verantwortlichen, muß man klar sagen: nein! Man wurstelt sich durch, und versucht immer an den Symptomen zu kurieren, statt an die Ursachen zu gehen. Man denkt nicht nachhaltig, weder bei der Staatsverschuldung noch bei der Flüchtlingspolitik noch zum Beispiel bei der Finanzierung der Alterssicherungssysteme. Staaten, die in Schwierigkeiten kommen, sollen eben von anderen Staaten finanziert werden. Das ist ein kurzfristiges Kalkül, bei dem man hofft, dass es für die laufende Wahlperiode schon irgendwie gut gehen wird. Dabei gibt es durchaus Politiker, die Probleme auch nachhaltig angegangen sind, etwa Bill Clinton, der zwischen 1992 und 1998 die Neuverschuldung der USA deutlich senken konnte. Auch Margaret Thatcher in Großbritannien und Poul Schlüter in Dänemark haben sich ähnliche Meriten erworben – und es hat ihnen sicherlich nicht geschadet!

 

5. finanzmarktwelt.de: Sie waren nun einige Jahre im Europaparlament – welche Erfahrungen haben Sie dort gemacht?

Bernd Lucke: Grundsätzlich: das Europaparlament ist zahlenmäßig viel zu groß und beschließt zu viel. Oft haben die Abgeordneten gar keine ausreichende Kenntnis von der Sachlage, weil enorme Mengen an Gesetzen geradezu durchgepeitscht werden. Schon daher kann ich Slogans wie den der SPD „Europa ist die Antwort“ nicht nachvollziehen.
Dazu kommt: das Europaparlament ist zwar zahlenmäßig sehr groß, aber es sind faktisch kleine Zirkel, die die maßgeblichen Entscheidungen treffen! Da kungelt die EU-Kommission mit den Fraktionsvorsitzenden von Christdemokraten, Grünen, Liberalen und Sozialdemokraten und die Abgeordneten sollen es dann abnicken.
Natürlich gibt es einige Aufgaben, die bei der EU besser aufgehoben sind als bei den Nationalstaaten, aber es gibt auch viele Aufgaben, wo genau das Gegenteil der Fall ist. Deshalb bräuchten wir eine bessere Balance zwischen EU und ihren Mitgliedsstaaten, denn die EU ist, anders als die SPD es uns weismachen will, nicht der Heilsbringer für alles und jedes.

 

6. finanzmarktwelt.de: Die AfD war ihrem Kern nach eine Euro-kritische, wirtschaftsliberale Partei. Ab wann habe Sie gemerkt, dass rechte Strömungen immer dominanter werden?

Bernd Lucke: Das war ein gradueller Prozess seit Mitte 2014, aber ein Schlüsselmoment war Anfang 2015, als ich im Bundesvorstand die Aufnahme von Götz Kubitschek in die AfD widerriefen ließ. Für mich war Kubitschek anfangs ein unbeschriebenes Blatt gewesen, aber als ich seine Schriften las, war mir klar: Der gehört nicht in unsere Partei! Doch nach unserem Beschluss zeigte sich an zahlreichen schriftlichen Protesten, wieviele Anhänger Kubitschek bereits in der Partei hatte. Er hatte sein Gift schon in viele Kanäle getröpfelt.

 

7. finanzmarktwelt.de: Viele Medien haben Sie in die rechte Ecke gestellt und damit diskreditiert. Wie haben Sie das erlebt?

Bernd Lucke: Das war eine schlimme Erfahrung, damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet! Gleich in der Frühphase der AfD wurde von manchen Medien ein regelrechtes Zerrbild der Partei gezeichnet. Dabei hatten wir damals noch überhaupt kein Problem mit Rechten, das kam erst später. Dieses „in die rechte Ecke stellen“ hat dann paradoxerweise den Rechtsruck der AfD maßgeblich gefördert: Denn gemäßigte Parteimitglieder zogen sich zurück, weil sie berufliche Schwierigeiten oder Konflikte im Freundeskreis fürchteten, während hartgesottene Rechte sich durch die Presseberichte angezogen fühlten. Und dagegen kann man nichts machen. Gegenüber Meinungsmache in den Medien ist man völlig machtlos. Leider hat das die Fehlentwicklung der AfD maßgeblich befördert.

 

8. finanzmarktwelt.de: Ist Ihr Buch „Systemausfall“ als eine Art „politisches Vermächtnis“ zu verstehen?

Bernd Lucke: Nein! Ich bin quicklebendig und trete deshalb ja auch bei der Europawahl als Spitzenkandidat der LKR (Liberal-Konservative Reformer) an! Das Buch ist vielmehr eine Einladung, mal ernsthaft zu argumentieren. Denn die Probleme, die wir haben, sind so tiefgreifend, dass man sie wirklich nicht mit einem Plakatslogan, einem Flugblatt oder einem Tweet bei Twitter erledigen kann. Es gibt ja Menschen, die sehr stolz auf die deutsche Kultur sind, aber wenn man sich unsere Wahlkämpfe anschaut, muss man sich eigentlich in Grund und Boden schämen. Irgendwo in der Tiefe wird man dann das Niveau finden. Das wollte ich mit meinem Buch ein wenig heben. Und wenn mir sogar ein Hans-Werner Sinn schreibt, dass er aus dem Buch viel Neues gelernt hat, scheint mir das ja einigermaßen gelungen zu sein.

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Indizes

Rüdiger Born: Dax, Dow, Euro, Öl

Veröffentlicht

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Der Dow will nicht so laufen wie S&P und Nasdaq. Die Abwärtsbewegung ist eher im Fokus. Nach oben ist grundsätzlich in den Indizes eine Ermüdung zu sehen. Auch finden Sie im Video kurz meine aktuelle Einschätzung zu Euro und Öl. Den jeweiligen „Trade des Tages“ können Sie kostenfrei hier einsehen.

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