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ifo Index mit tiefstem Stand seit 2012 – „Anzeichen für Rezession mehren sich“

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Der ifo-Index (wichtigstes deutsches Konjunkturbarometer) für den Monat August wurde soeben vermeldet – er liegt bei 94,3 Punkten (Prognose war 95,1 Vormonat war 95,7). Das ist der tiefste Stand seit Ende 2012!

Die aktuelle Lageeinschätzung liegt bei 97,3 (Prognose war 98,6; Vormonat war 99,4).

Die Geschäftserwartung liegt bei 91,3 (Prognose war 91,5; Vormonat war 92,2).

Dazu ifo (Herr Wohlrabe): „Anzeichen für Rezession mehren sich“; „maximal Stagnation“ zu erwarten bei deutscher Wirtschaft; Industrie in Rezession, Dienstleistung zieht jetzt nach; im Handel rutscht Indikator in negativen Bereich; Bau hat leicht nachgegeben; neue Eskalation im Handelskrieg von Umfrage noch nicht erfaßt; Lage in Autoindustrie aufgehellt, bei Chemie und Maschinenbau weitere Verschlechterung

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Verbraucherpreise Eurozone Oktober – Energie zieht den Durchschnitt weiter nach unten

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Die Verbraucherpreise für die Eurozone für den Monat Oktober wurden soeben in ihrer ausführlichen Fassung veröffentlicht. Sie steigen wie erwartet um 0,7% nach 0,8% im September. Die Steigerungsrate wird immer schwächer! Die Energiepreise innerhalb der Verbraucherpreise ziehen den Gesamtschnitt brutal nach unten. Energie liegt bei -3,1% im Jahresvergleich, nach -1,8%, -0,6% und +0,5% in den Vormonaten. Lebensmittel können den Schnitt ein wenig stabilisieren mit +1,5%. Italien liegt in der Gesamtrate nur noch bei 0,2%, und Griechenland sogar schon bei -0,3%. Hier weitere Details von Eurostat im Wortlaut:

Die niedrigsten jährlichen Raten wurden in Zypern (-0,5%), Griechenland (-0,3%) und Portugal (-0,1%) gemessen. Die höchsten jährlichen Raten wurden in Rumänien (3,2%), Ungarn (3,0%) und der Slowakei (2,9%) gemessen. Gegenüber September ging die jährliche Inflationsrate in fünfzehn Mitgliedstaaten zurück, blieb in acht unverändert und stieg in fünf an. Im Oktober kam der höchste Beitrag zur jährlichen Inflation im Euroraum von Dienstleistungen (+0,69 Prozentpunkte, Pp.), gefolgt von Lebensmitteln, Alkohol und Tabak (+0,29 Pp.), Industriegütern ohne Energie (+0,07 Pp.) sowie Energie (-0,32 Pp.).

Verbraucherpreise Eurozone

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Aktuell: Deutsches BIP 3. Quartal veröffentlicht – sehr wichtig!

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Soeben wurde das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das 3. Quartal veröffentlicht. Im Vergleich zum Vorquartal steigt es um 0,1% (erwartet -0,1%). Im Vergleich zum Vorjahresquartal steigt es um 1,0% (erwartet 0,9%). Auch interessant: Nach aktuellen Berechnungen auf Basis neu verfügbarer statistischer Informationen ging das BIP im 2. Quartal 2019 um 0,2 % zurück und damit um 0,1 Prozentpunkte stärker als zuletzt gemeldet.

Deutsches BIP Grafik

Hier einige Detailaussagen der Statistiker im Wortlaut:

Positive Impulse kamen im 3. Quartal 2019 im Vorquartalsvergleich (preis-, saison- und kalenderbereinigt) nach vorläufigen Berechnungen vor allem vom Konsum: Die privaten Konsumausgaben waren höher als im 2. Quartal 2019, und auch der Staat steigerte seine Konsumausgaben. Während die Exporte gestiegen sind, blieben die Importe etwa auf dem Niveau des Vorquartals. Außerdem wurde mehr in Bauten investiert als im Vorquartal. Dagegen sind die Investitionen in Ausrüstungen im Vergleich zum Vorquartal gesunken.

Im Vorjahresvergleich stieg das preisbereinigte BIP um 1,0 %. Bereinigt um den Kalendereffekt ergibt sich ein Anstieg von 0,5 %, da im 3. Quartal 2019 ein Arbeitstag mehr zur Verfügung stand als ein Jahr zuvor. Im 2. Quartal 2019 war das preisbereinigte BIP im Vergleich zum Vorjahr nach neuesten Berechnungen um 0,1 % niedriger (kalenderbereinigt: +0,3 %), im 1. Quartal 2019 um 0,9 % höher (kalenderbereinigt: +1,0 %).

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Konjunktur: Deutschland morgen offiziell in Rezession?

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Seit Anfang 2018 geht es abwärts mit der deutschen Konjunktur. Es ist alles eigentlich schon eine ausgemachte Sache: Wirtschaftsinstitute, Ökonomen und Analysten rechnen überwiegend mit einer Schrumpfung des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland in den Quartalen zwei und drei des Jahres 2019. Morgen um 08:00 Uhr wird es offiziell durch das Statistische Bundesamt bekanntgegeben. Nach den letzten Daten der Konjunktur scheint die Sache nicht jedoch mehr ganz so sicher.

 

Deutsche Konjunktur: Die Hoffnungszeichen der Gegenwart

Nachdem das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal um 0,1 Prozent geschrumpft war, genügt im dritten Jahresabschnitt nur ein kleiner Rückgang und Deutschland hätte sie, die technische Rezession. Die entscheidende Frage ist: Konnte der Dienstleistungssektor, der Konsum und die Lage am Bau nochmals die bereits seit einem Jahr andauernde Flaute im Produktionssektor übertünchen? Wie stark sind die negativen Abstrahleffekte von der Industrie auf die Binnenkonjunktur gewesen?

Dabei gibt es erste Hoffnungsschimmer, auch vonseiten der Industrie.

Im September waren die Exporte überraschend um 1,5 Prozent gewachsen, man war von einem leichten Plus von 0,4 Prozent ausgegangen. Zudem wurde das Export-Minus im August von minus 1,8 auf minus 0,9 Prozent im Nachgang korrigiert. Ebenfalls im September waren auch die Auftragseingänge in der Industrie überraschend stark gestiegen, nämlich gleich um 1,3 Prozent. Hier hatten die Ökonomen lediglich mit einem leichten Plus von 0,1 Prozent gerechnet. Vor allem aus dem Autosektor kamen positive Impulse für die Konjunktur, wie die überraschend guten Q3-Zahlen der drei großen Autobauer in der aktuellen Berichtssaison andeuten.

All das ist auch ablesbar an den Ifo-Exporterwartungen der Industrie: Der Indikator, der seit 2017 fast ununterbrochen gefallen ist, zeigte zuletzt eine deutliche Gegenbewegung. Der Gesamtindex hat sich auch seit zwei Monaten stabilisiert.

Weitere Signale: Der ZEW-Index mit seinem Anstieg im Oktober auf minus 2,1 Punkte von minus 22,8 im September, nachdem dieser Erwartungsindex von Analysten für die Konjunkturentwicklung im Juli schon bei minus 44,1 Punkten gelegen hatte.

Ein weiteres Indiz für eine aber gerade laufende Stabilisierung ist das DIW- Konjunturbarometer, welches sich bei 90,2 Punkten von Q3 auf Q4 nicht mehr verschlechtert hat.

Der Konsum, die große Stütze der Konjunktur

Die große Hoffnung liegt natürlich im Konsum. Dazu auch der Bericht von gestern „Konjunktur: Der Konsumrausch an Weihnachten“, in dem die mögliche Steigerung des Weihnachtsgeschäfts um drei Prozent auf 103 Milliarden Euro betrachtet wird. Denn, nicht nur in den USA ist der Konsum die entscheidende Größe für das Bruttoinlandsprodukt. In Deutschland macht er auch rund die Hälfte des BIPs aus, die Industrie kommt etwa auf ein Drittel. Daraus speist sich auch die Hoffnung der Konjunkturoptimisten, nämlich die, dass der Konsum so lange durchhalten möge, bis sich der Industriesektor wieder gefangen hat.

 

Fazit

Wenn die Rezession offiziell durch das Statische Bundesamt bestätigt wird, war sie öfters kurstechnisch schon vorbei, so wie in den Jahren 2003 und 2009/10. So stiegen die Aktienkurse auch schon das ganze Jahr über, befeuert von 100 Zinssenkungen weltweit im Jahr 2019. Allerdings haben wir noch gar keine richtige Rezession, nur eine technische – und die große Rezession kann im Jahr 2020 durchaus noch kommen. Natürlich setzt dies eine weitere Abschwächung der Weltwirtschaft infolge des Handelsstreits oder ein Absacken des Konsums voraus – vielleicht infolge eines Zinsanstiegs am Kapitalmarkt (in den USA).

Es gibt aber ein weiteres Szenario, welches in den letzten Jahrzehnten eine statistische Signifikanz erfahren hat. Da der Aktienmarkt immer in Konkurrenz zu den Renditen und Gewinnen am Rentenmarkt steht, verhält er sich langfristig auch zu deren Performance. Der Aktienmarkt bekam dabei immer eine kleine Zusatzrendite (im Durchschnitt der Jahre betrachtet). Allerdings ist nach 35 Jahren fallender Zinsen kein echter Kursgewinn für den Rentenmarkt mehr neben dem Kupon zu erzielen. Die Zinsen stehen seit geraumer Zeit in Deutschland an der Nullmarke. Oder anders ausgedrückt: Die Aktienmarktrendite lag stets etwas über der Rendite der Langläufer, über 50 Jahre in etwa im Verhältnis inflationsbereinigt bei 5 zu 4 Prozent.

Das würde aber auch bedeuten, dass abseits eines möglichen Aktiencrashs die Rendite am Aktienmarkt über eine sehr lange Phase im sehr niedrigen einstelligen Prozentbereich verharren könnte.

Irgendwie ist dieses Szenario gar nicht so abwegig. Denn welche Rendite hätte denn ein Daxanleger seit 2015 erzielt, per annum – vor viereinhalb Jahren lag der Dax auch schon über 12300 Punkten?

Kurzum: eine Zukunftsvision, die gerade Gold-Fans freuen würde. Keine Zinsen am Rentenmarkt, kaum Rendite am risikoreichen Aktienmarkt, dazu eine weitere Schwäche der Produktivität, das Demografieproblem mit immer mehr Menschen, die sparen müssen und dann vielleicht noch etwas Inflation – eigentlich fast schon eine Empfehlung für das gelbe Edelmetall.

Die deutsche Konjunktur stabilisiert sich derzeit auf niedrigem Niveau

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