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ifo Konjunkturprognose aktuell – Verschiebung des Wachstums

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Das ifo-Institut hat soeben seine Konjunkturprognose veröffentlicht. Darin wird ein Teil des Wirtschaftswachstums zeitlich quasi nach hinten verschoben. ifo sieht für das laufende Jahr 3,3 Prozent Wachstum und damit 0,4 Prozentpunkte weniger als noch im März. Dafür erhöht man die Vorhersage für das kommende Jahr um 1,1 Punkte auf 4,3 Prozent. Kurzfristig dämpfend wirken laut ifo vor allem die Engpässe bei der Lieferung von Vorprodukten. Die an sich kräftige Erholung, ausgelöst durch die Öffnungen, verschiebe sich etwas weiter nach hinten, als man noch im Frühjahr erwartet hatte. Die Kosten der Coronakrise für die Jahre 2020 bis 2022 würden sich auf 382 Milliarden Euro belaufen. Dabei werde angenommen, dass die deutsche Wirtschaft in der Zeit mit durchschnittlich 1,2 Prozent im Jahr gewachsen wäre.

Mit der kräftigen Erholung dürfte die Zahl der Kurzarbeiter, die noch 2,3 Millionen im Mai betrug, laut den aktuellen ifo-Aussagen rasch sinken und kommendes Jahr ihr Vorkrisenniveau erreichen, das bei etwa 100.000 lag. Die Zahl der Arbeitslosen dürfte demnach etwas langsamer zurückgehen von 2,70 Millionen (5,9 Prozent) im vergangenen Jahr auf 2,65 (5,8 Prozent) in diesem und 2,40 Millionen (5,2 Prozent) im kommenden Jahr. Die Zahl der Erwerbstätigen dürfte leicht steigen, von 44,82 Millionen auf 44,86 in diesem Jahr und auf 45,42 im kommenden Jahr.

Die Inflationsrate soll sich laut ifo vorübergehend beschleunigen, von plus 0,6 Prozent im vergangenen Jahr auf plus 2,6 Prozent in diesem Jahr. Dazu sollen vor allem höhere Energiepreise und die Wiederanhebung der Mehrwertsteuer beitragen. Danach soll sich der Anstieg der Verbraucherpreise wieder abflachen auf plus 1,9 Prozent im Jahre 2022.

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Das Finanzierungsloch des Staates weitet sich laut ifo im Wahljahr 2021 zunächst noch geringfügig aus auf 150,4 Milliarden Euro, von 149,2 im vergangenen Jahr. Im kommenden Jahr werde es voraussichtlich kräftig zurückgehen auf dann nur noch 49,6 Milliarden Euro. Das hänge aber ab vom Wahlergebnis.

Der deutsche Außenhandel soll laut ifo deutlich zulegen mit plus 10,4 Prozent der Exporte in diesem Jahr nach minus 9,4 Prozent in 2020 – und sogar plus 11,4 Prozent der Importe nach minus 8,4 Prozent im Vorjahr. 2022 sollen die Zuwächse kleiner ausfallen, plus 5,6 Prozent der Exporte und plus 7,3 Prozent der Importe. Daher soll der viel kritisierte Überschuss der deutschen Leistungsbilanz von 231 über 206 auf 184 Milliarden Euro schrumpfen. Das sind 7,0 und 5,8 sowie 4,9 Prozent der Jahreswirtschaftsleistung. Damit wäre er erstmals seit Jahren unter der Marke von 6,0 Prozent, die die EU für kritisch hält.

Grafik zeigt Details der ifo Konjunkturprognose



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1 Kommentar

  1. Wenn ich aktuellen Preissteigerung bei den Rohstoffen „sehe“, dann erscheint mir die prognostizierte Inflationsrate schon sehr „ambitioniert“.
    Ob die aktuelle US-Politik unseren Export beflügelt, bleibt sicherlich abzuwarten…hoffen wir es

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