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Immobilien: Aktuelle Daten perfekter Mix für aktuell dramatischen Preisboom!

Claudio Kummerfeld

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Hausbau Beispielfoto

Wie bekommt man Preise für Immobilien immer weiter nach oben? Die aktuellsten Daten von vorgestern bis heute Mittag bieten einen guten Mix, um dies hinzubekommen. Widmen wir uns zunächst heute früh veröffentlichten Daten vom Statistischen Bundesamt. Hierbei geht es um die genehmigten Wohnungen für den Zeitraum Januar-September 2019 im Vergleich zu Januar-September 2018. Die Genehmigungen sind um 1,9% rückläufig. Es werden zwar neue Wohnungen genehmigt, aber halt weniger als vor einem Jahr. Noch wichtiger: Bei der wichtigsten Unterkategorie dieser Statistik, den Genehmigungen für Wohngebäude „mit 3 oder mehr Wohnungen“, liegt der Rückgang sogar bei 3,4%. Also ist das Angebotswachstum nicht mehr vorhanden, sondern rückläufig!

Weniger neue Genehmigungen für den Bau bei Immobilien

Gewaltige Nachfrage nach Immobilien

Erst vorgestern verkündete die Bundesbank als Teil ihres Monatsberichts (Details hier), dass die Kreditvergabe für den Kauf und Bau neuer Wohnungen und Häuser immer noch gewaltig ist, selbst auf diesem extrem hohen Preisniveau. Die Jahreswachstumsrate der Kredite an private Haushalte lag im letzten letzten Quartal 4,2%, und damit 0,5 Prozent höher als vor einem Jahr.

Und das trotz den hohen Preisen? Ja, denn für Bau- und Kaufwillige sind die Zinsen verführerisch. Denn Die Bundesbank erwähnt auch, dass das aktuelle Niveau für Bauzinsen auf einem Rekordtief liegt. Und wie wir gestern bereits schrieben, wird die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) diesen Trend wohl noch befeuern. Denn ab nächstem Jahr will man wohl Negativzinsen auch für Immobilienkredite ausgeben. Noch ist nicht klar, ob die Banken auch wirklich letztlich diese KfW-Konditionen an ihre Endkunden weiterreichen. Aber die Kreditzinsen für den Erwerb von Immobilien könnten nächstes Jahr wohl noch weiter in den Keller gehen.

Preise für Immobilien steigen explosionsartig immer weiter an

Angebotswachstum eingeschlafen und sogar rückläufig. Gleichzeitig sinkende Zinsen und hohe Kreditvergabe. Die Nachfrage wird also angeheizt bei einem eingeschlafenen Angebot. Ein nicht perfekter, aber sehr guter Mix, damit die Preise für Immobilien immer weiter ansteigen. Das Ergebnis zeigt der heute Mittag ganz frisch veröffentlichte Europace Hauspreisindex, der auf Daten tatsächlich durchgeführter Immobilien-Transaktionen basiert. Der Boom bei Immobilien geht ungebremst weiter. Europace übertitelt seine aktuelle Meldung mit „Kein Ende in Sicht, Hauspreise steigen weiter“.

Schon die Steigerungsrate bei den Preisen im Vergleich von September zu Oktober ist mit +1,5% atemberaubend. Im Jahresvergleich ist es egal ob man auf Eigentumswohnungen, neue Häuser oder Bestandshäuser schaut. Die Wachstumsrate liegt immer grob um die 10%. Der Gesamtschnitt liegt bei 9,57%. In den Vormonaten lagen die Jahressteigerungsraten bei 9,91% und 9,56%. Was für ein Wahnsinn! Hier einige Detailaussagen von Europace im Wortlaut:

Auf der einen Seite steigen die Hauspreise, auf der anderen stagniert die Anzahl an Immobilien-Eigentümern. Das belegt ein aktuelles Gutachten des Institutes der deutschen Wirtschaft zum Thema „Sozio-ökonomische Determinanten der Wohneigentumsbildung“. Demnach verzeichnet Deutschland mit unter 50 Prozent eine recht geringe Eigentümerquote im internationalen Vergleich. Gleichzeitig, so das Gutachten, drängen die Menschen weiter in die Städte und darüber hinaus nun auch ins Umland, wo sich das Preisniveau schnell an Stadtverhältnisse angleicht. Wie sich diese Entwicklung auf die Hauspreise in den kommenden Monaten auswirken wird, schätzt Stefan Kennerknecht, Vorstand der Europace AG, folgendermaßen ein: „Das geringe Angebot bestimmt weiterhin den Markt, daran wird sich so schnell nichts ändern. Wir gehen eher davon aus, dass die Preissteigerung in den kommenden Monaten noch weiter anziehen wird.

Europace Hauspreisindex - Boom bei Immobilien geht weiter

Europace Detaildaten

3 Kommentare

3 Comments

  1. Pingback: Meldungen vom 20.11.2019 – Teil 2 | das-bewegt-die-welt.de

  2. Avatar

    BrettonWood

    20. November 2019 13:49 at 13:49

    Hier sieht man den Niedegang des Geldes am deutlichsten! Der Nutzen von Wohnen bzw dem Dach über dem Kopf zu haben ist immer der gleiche, trotzdem steigen die Preise (oder fällt der Wert des Geldes) jedes Jahr um 10% krass….nichts ist so austauschbar wie wohnen ich kann nie am zwei Orten wohnen, es zeigt wie weit sich die Finanzwelt von der Realität entfernt hat, Nutzen & Preis sind kompkett entkoppelt und wohl alleine durch Spekulation getrieben, muss mir bald überlegen mein Haus zu verlaufen und in Südostasien oder Bulgarien etwas zu kaufen….auch bei uns sind die Raten unglaublich was vor 10 Jahren für 450-550‘ über den Tisch ging steht heute für 1.4 mio am Markt….mein Haus 2016 gekauft hat schon über 40% Wertzuwachs (Schweiz) gestört….

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    alex

    20. November 2019 15:28 at 15:28

    „Und wie wir gestern bereits schrieben, wird die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) diesen Trend wohl noch befeuern.“

    Wie hatte der geschätzte Bundesminister bereits am Freitag in seinem wie immer sehr treffend und herrlich satirisch formulierten Wort zum Börsensonntag geschrieben? „Über die KfW-Förderbank pumpen wir künftig auch die letzten Heißluftreserven in die Immobilienblase, um auch die letzten verbliebenen Altersvorsorgeprodukte in reine Energie aufzulösen.“

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Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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EZB: Auf der Spur der wahren Gründe für das große Gelddrucken

Claudio Kummerfeld

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Die EZB-Zentrale in Frankfurt

Wir alle hören es seit Jahren und nehmen es zur Kenntnis. Offiziell betreibt die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik (Zinsen und Anleihekäufe), um die Inflation von der Null-Linie in Richtung 2 Prozent zu bekommen. Und Bürger und vor allem Unternehmen sollen durch die Banken in der derzeitigen Krise günstige Finanzierungsbedingungen erhalten. Daher flutet man alles und jeden mit Notenbank-Euros, und die Banken können dem braven Mittelständler noch günstigere Kredite anbieten? So kommt die Wirtschaft in Schwung, und letztlich auch die Inflation? So geht natürlich die offizielle Story. Und tatsächlich?

Viele Beobachter der EZB-Politik behaupten oder meinen erkannt zu haben, dass es Frau Lagarde und vorher Mario Draghi in Wirklichkeit darum ging, mit günstigen Finanzierungskonditionen und mit massiven Anleihekäufen die Südländer in der Eurozone am Leben zu erhalten. So wolle man die Eurozone als Konstrukt zusammenhalten. Auch wir bei FMW haben uns in den letzten Jahren diverse Mal zu diesem Thema geäußert. Nach der gestrigen PK von Christine Lagarde ist uns der Kommentar von Dr. Jörg Krämer aufgefallen, dem Chefvolkswirt der Commerzbank. Man kann ihn also ruhig als seriöse Quelle bezeichnen.

EZB hält Bedingungen für Südländer günstig

Er hat seinen Kommentar betitelt mit der Headline „Was Günstige Finanzierungsbedingungen wirklich bedeuten“. Er zielt auch auf die oberflächlichen Gründe der EZB ab, nämlich Kreditkunden in der Wirtschaft zu günstigen Konditionen zu verhelfen. Es sei interessant zu beobachten, wie stark Christine Lagarde das Konzept der „günstigen Finanzierungsbedingungen“ betont habe. Sie folge dabei einem „holistischen Ansatz“ und habe verschiedene Zinsen im Blick – etwa die für Kredite an Unternehmen oder private Haushalte. Tatsächlich aber (so Jörg Krämer) dürfte es der EZB aber vor allem darum gehen, die Renditeaufschläge der Anleihen der besonders hoch verschuldeten Staaten zu begrenzen. So lasse sich beobachten, dass die EZB im Rahmen ihres PEPP-Programms immer dann mehr Staatsanleihen kaufe, wenn die Risikoaufschläge steigen (siehe Grafik). Zitat Jörg Krämer:

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg habe ein EZB-Vertreter gesagt, dass die EZB sogar bestimmte Höchstwerte für die Risikoaufschläge einzelner Staatsanleihen bestimmt habe. Offenbar sieht es die EZB als ihre Aufgabe an, die Währungsunion zusammenzuhalten, solange die hoch verschuldeten Staaten nicht ihre Hausarbeiten machen und damit latent die Existenz der Währungsunion gefährden.

Endet diese Politik der EZB, wenn das Corona-Aufkaufprogramm PEPP Anfang 2022 endet? Nein, Jörg Krämer glaubt, dass das Aufkaufen auch danach weitergeht, optisch eben nur über ein andere Vehikel. Die EZB werde dann das „normale“ Kaufprogramm namens APP aufstocken, und zwar von 20 auf 30 bis 40 Milliarden Euro pro Monat. Begründen dürfte sie dies unter anderem mit einer merklich unter zwei Prozent liegenden Inflation. Und ja, so möchten wir von FMW anmerken: So läuft es schon seit Jahren. Die Inflation, die ist einfach zu niedrig, deswegen muss man Billionen an Euros drucken und immer weitere Teile der Anleihemärkte aufkaufen. In Wirklichkeit will man, so nehmen wir es auch an, nur weiterhin gewährleisten, dass Italien, Griechenland, Spanien und Co sich so günstig wie nur irgend möglich immer weiter verschulden können.

EZB kauft mehr Anleihen um Spreads zu senken

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So sichern Sie Ihr Depot optimal ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktienmärkte eilen von einem Rekord zum nächsten. Das Virus wühlt zwar weiterhin, und tatsächlich eilt auch die Anzahl der Covid-Neuinfektionen weltweit von einem Rekord zum nächsten. Wir vertrauen allerdings auf die Kraft des Impfstoffes und sehen die Volkswirtschaften dieser Welt nächstens befreit.

Bei so viel Euphorie beschleicht allerdings den ein oder anderen Börsianer ein ungutes Gefühl. Sie haben also das Bedürfnis Ihr Depot, Ihre Buchgewinne einmal zumindest teilweise abzusichern. Im Folgenden erkläre ich Ihnen, welche drei goldenen Regeln Sie berücksichtigen müssen, damit die Absicherung auch wirklich greift.

Das Absichern oder Shorten eines Depots ist kein Hexenwerk. Allerdings sind wir als Börsianer natürlich eher geeicht auf steigende Kurse und Chancen. Mit anderen Worten: Shorten zählt bei den meisten von uns nicht zur ersten Begabung.

Das sind die drei goldenen Regeln:

– Fassen Sie immer punktuell und kurzfristig zu!
– Definieren Sie Ihren Depotschwerpunkt und vergessen Sie Einzelaktien!
– Legen Sie eine prozentuale Absicherungsquote fest!

Was sagen uns diese Regeln konkret?

Zu 1. Ein Short – ganz gleich ob als Optionsschein, Short-ETF oder Zertifikat – ist kein Pkw-Anschnallgurt, den wir fortwährend zur Anwendung bringen. Erfolgreiches Shorten verlangt eine kurzfristige Marktmeinung. Solche Instrumente kaufen wir immer punktuell und lediglich für wenige Wochen oder Monate. Andernfalls verzichten wir auf Geld und Rendite. Dabei sind weniger die laufenden Kosten eines Short-ETFs oder eines Optionsscheins das Problem. Sondern: Shorts – egal in welcher Form – bringen uns Verluste, wenn der Markt entgegen unserer Prognose doch steigt. Zudem fehlt uns das Kapital für den Short auf der Aktienseite. Zu Deutsch: Ein unsauber gesetzter Short wird schnell zum doppelten Renditekiller.

Zu 2. Das ist offensichtlich: Wenn von 20 Ihrer Depotpositionen 15 aus dem DAX stammen, sichern Sie nicht gegen den S&P 500 oder NASDAQ-Index ab, sondern natürlich gegen den DAX. Als kluger Börsianer kennen Sie den Schwerpunkt Ihres Depots und erwerben dazu passend einen Short. Ganz wichtig: Vergessen Sie…..

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