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Immobilienboom Teil 2 und 3: Bautätigkeit mit massiven Wachstumsraten

Abgesehen von den fertigen Wohnungen bestätigen ganz aktuelle Daten über die reine Bautätigkeit, dass der Immobilienboom wirklich existiert und weitergeht. Für März 2017 zeigen die Auftragseingänge für das...

FMW-Redaktion

Der Immobilienboom geht weiter. Erst gestern berichteten wir von der Zahl der fertig gebauten neuen Wohnungen in Deutschland, bei dem die Zuwachsrate in 2016 gegenüber 2015 bei 12,1% lag, so hoch wie seit 12 Jahren nicht mehr. Das Volumen des Bauüberhangs, also die Differenz zwischen Baugenehmigungen und fertigen Wohnungen, liegt in Deutschland derzeit auf einem 18 Jahreshoch.

Abgesehen von den fertigen Wohnungen bestätigen ganz aktuelle Daten über die reine Bautätigkeit, dass der Immobilienboom wirklich existiert und weitergeht. Für März 2017 zeigen die Auftragseingänge für das deutsche Bauhauptgewerbe ein Plus von satten 5,6% gegenüber März 2016. Im 1. Quartal 2017 stiegen die Auftragseingänge gegenüber dem 1. Quartal 2016 um 4,6%.

Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe in Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen lagen im März 2017 nominal mit rund 7,3 Milliarden Euro um 13,4% höher als im März 2016. Ein höherer Auftragseingang in einem März war zuletzt vor 22 Jahren erreicht worden (1995: 7,5 Milliarden Euro). Im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2016 stiegen die Auftragseingänge in den ersten drei Monaten 2017 nominal um 9,8%.

Neben den deutschen Auftragseingängen im Baugewerbe für März bestätigt auch die tatsächliche Bautätigkeit im Baugewerbe in der Gesamt-EU einen europaweiten Immobilienboom. Gegenüber März 2016 stieg die Produktion im Baugewerbe im März 2017 in der Gesamt-EU um 3,7%. In der Gesamt-EU ist der Anstieg um 3,7% auf eine Zunahme der Bautätigkeit im Hochbau um 3,8% und im Tiefbau um 3,3% zurückzuführen.

Deutschland liegt bei +6,6%. Spanien, dass sich beim Arbeitsmarkt und der Konjunktur ja eigentlich gerade kräftig erholt, liegt bei -5,0%. Erstaunliche Wachstumsraten im Jahresvergleich legen Slowenien (+41,5%), Ungarn (+33,2%) und Polen (+13,0%) hin. Wie bei den fertiggestellten Wohnungen dürfte auch bei den Auftragseingängen und der eigentlich Bautätigkeit der Boom für Deutschland vor allem von den neu errichteten Flüchtlingsunterkünften herrühren, wie die gestrigen Daten des Statistischen Bundesamtes eindeutig belegen.




Quelle: Statistisches Bundesamt / Eurostat



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