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Inflation: Das zentrale Thema für das Börsenjahr 2021!

..aber es gibt viele Argumente gegen dauerhaft steigende Preise!

Inflation ist das Thema schlechthin für die Börse im Jahr 2021

Inflation, Inflation, Inflation: In nahezu keinem Wirtschaftsbericht fehlt derzeit ein Hinweis auf die Sorge über den Einfluss einer überschießenden Teuerung in der Volkswirtschaften. Bei der letzten monatlichen Umfrage der Bank of America gaben die befragten Großinvestoren sogar an, dass sie diese als größte Gefahr für die Börsen in diesem Jahr ansehen. 35 Prozent sahen dies als das Damoklesschwert an. Hierzu ein paar konträre Überlegungen.

Inflation – was an der Börse bekannt ist…

..richtet in der Regel keine großen Schäden mehr an. Vor allem, wenn sich Marktteilnehmer eine längere Zeit darauf einstellen können. Zwar steigen derzeit die Erwartungen an eine Phase der Inflation an den Märkten, aber bis zu einem Level von vier Prozent dürfte dies für die Aktienmärkte keine große Gefahr darstellen. Dazu müsste es schon Alternativen geben, zum Beispiel die Anlage in rentable Anleihen.

Ich denke das Gespenst der Hyperinflation, welches medial die Runde gedreht hat, dürfte vom Tisch sein. 50 Prozent Preisanstieg, in einem Monat ja, aber über einen längeren Zeitraum? Bei Öl hatte man dies schon von April auf Mai 2020 gesehen und bei Lumber in jüngster Vergangenheit. Aber der ganz große Basiseffekt resultiert aus dem Frühjahr 2020 – und diese Jahresfrist läuft bald ab. Und es gibt Signale aus dem Bereich der Rohstoffe.

Aus dieser Jahresübersicht sieht man schön das Tief im April letzten Jahres und den jüngsten Knick bei der Aufwärtsbewegung.

Rohstoffe und Inflation

Das in allen Medien zitierte Bauholz (Lumber) ist gestern schon den achten Tag in Folge gefallen – und notierte bereits 31 Prozent unter seinem Maihoch.

Die Idee mit der Hyperinflation 2021 könnte der Irrtum des Jahres werden. Bereits jetzt zeigen die zukünftig fällig werdenden Kontrakte auf Rohstoffe Backwardation, also tiefere Preise in 2022 an. Zusätzlich dürften die Förderkapazitäten bei Rohstoffen sowie die Transportkapazitäten auf allen Ebenen massiv in die Höhe gefahren werden, so dass es bald ein Überangebot geben wird, eben wie es im Frühjahr 2020 einen Nachfragemangel gegeben hat. (Ausnahme schwierige Produktionsausweitungen wie bei Chips). Der typische Schweinezyklus auch schon auf kurze Sicht. Nichts anderes zeigen die ersten Rohstoffkontrakte an.

China, wieder der entscheidende Faktor?

Nach der Finanzkrise hat das Reich der Mitte mit einem riesigen Infrastrukturprogramm die Welt aus ihrer Krise heraus geholfen, mit der Folge, dass auf dem Höhepunkt sogar eine Millionenstadt ohne künftige Bewohner fertig gestellt war. Aber was gibt es seit einigen Wochen und Monaten aus China zu hören? Der Kreditimpuls lässt nach, die Regierung möchte den Rohstoffboom einbremsen.

Inflation und Chinas Kreditimpuls

Wenn der mit Abstand größte Abnehmer von Commodities einen Gang zurückschaltet, woher dann die Zuversicht für einen neuen Superzyklus?

In diese Richtung deuten auch die chinesischen Aktienindizes, die seit ihrem Hoch im Februar schon deutlich nachgegeben haben.

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1 Kommentar

  1. Avatar

    Ein sensationeller Artikel von Herrn Müller, der fundiert eine Ansicht begründet, die äußerst plausibel erscheint. Sie läuft dem allgemeinen Tenor entgegen und stellt dadurch meines Erachtens für den Investor eine besondere Chance dar. Müller hat mit seinen weitsichtigen Kommentaren schon öfter richtig gelegen und viele verblüfft. Für mich haben sich seine Sichtweisen schon sehr ausgezahlt! Weiter so!

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