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Inflation: Preise sollen weiter steigen – Rekord bei Preiserwartungen

Regale im Supermarkt

Die Inflation in Deutschland liegt aktuell bei 4,9 Prozent. Und der Preisdruck hält an. Die logisch nachvollziehbare Preiskette läuft auf Hochtouren. Dank explodierender Energiepreise hat die Verarbeitende Industrie steigende Kosten. Diese muss sie letztlich an ihre Abnehmer weitergeben, und die wiederum an ihre Endkunden in den Supermärkten, Baumärkten, Restaurants usw.

Dass die Inflation weiter rollt, darf man auch anhand der heutigen Veröffentlichung des ifo-Instituts annehmen. Demnach planen die Unternehmen in Deutschland ihre Preise weiter anzuheben. Ihre Preiserwartungen für die nächsten drei Monate stiegen laut einer aktuellen Befragung im Januar auf 46 Punkte, einen neuen Höchststand nach 44,7 Punkten im Dezember. Laut Aussage von ifo geben die Unternehmen die gestiegenen Kosten für Energie sowie bei der Beschaffung von Vorprodukten und Handelswaren an ihre Kunden weiter. Dies werde bis auf die Verbraucherpreise durchschlagen.

Die Inflation wird laut ifo daher noch eine Zeitlang über 4 Prozent liegen. Für das Jahr 2022 hat ifo deshalb die Inflationsprognose auf 4 Prozent angehoben nach 3,3 Prozent im Dezember. Die sehr hohen Umfragewerte bei den Preiserwartungen ziehen sich durch alle Wirtschaftszweige. Besonders hoch lagen sie im Großhandel mit 60,3 Punkten, gefolgt vom Einzelhandel (57,7) und der Industrie (55,6). Einen neuen Höchststand erreichten die Dienstleister mit 41,9. Das Baugewerbe lag bei 41,5.

Diese Saldenwerte bei den Preiserwartungen geben an, wie viel Prozent der Unternehmen ihre Preise erhöhen wollen. Abgezogen wird der Prozentwert derer, die ihre Preise senken wollen. Wenn alle befragten Unternehmen beabsichtigten, ihre Preise zu erhöhen, läge der Saldo bei plus 100 Punkten. Würde alle ihre Preise senken wollen, läge er bei minus 100. Der Punktwert von 46 ist also bereits eine Nettozahl.

Erwartungen für Preisanhebungen üben Druck auf die Inflation aus



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