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Aktien

Kontraindikator? Deswegen sieht Goldman die Tesla-Aktie bei 225 Dollar

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Wer ironisch unterwegs ist, der könnte die folgende Empfehlung als Kontraindikator ansehen, weil die Bank (so sagen es „böse“ Börsianer) eigentlich nur vom vermeintlich tollen Ruf lebe die Nummer 1 der Wall Street zu sein. Oft genug liegt sie aber mit ihren Einschätzungen übelst daneben. Also zur Sache. Goldman Sachs ist ganz aktuell der Meinung man müsse das Kursziel für die Tesla-Aktie auch weiterhin bei 225 Dollar belassen, und erneuert seine Verkaufsempfehlung. Das ist immerhin ein immenser Abstand zum aktuellen Kurs von 344 Dollar.

Die Aktie ist davon heute bislang wenig beeindruckt und fällt nur um 1%. Zwar würden die Umsätze im laufenden Quartal noch ansteigen. Aber Anfang 2019 werde die staatliche Förderung in den USA für E-Autos halbiert. Daher sollten dann auch die Verkaufszahlen schwächeln. Außerdem glaubt Goldman, dass die Konkurrenz um BMW, Daimler und VW nächstes Jahr massiv in die Gänge kommt mit Konkurrenzprodukten. Oben drauf erwähnt man noch, dass das letzte sensationell gute Quartalsergebnis von Tesla auch Sondereffekte beinhaltet habe. Mit 312 Millionen Dollar Gewinn war es übrigens das beste Ergebnis in der Firmengeschichte, und das dritte positive Quartal überhaupt für Tesla.

Morgan Stanley ist übrigens auch wenig optimistisch für die Tesla-Aktie. Sie könnte nun an einem „Emerging Peak“ angelangt sein in Sachen Stimmung und Aktienkurs, so Morgan Stanley. Man wiederholt seine neutrale Einstufung für Tesla und auch sein Kursziel von 291 Dollar. Auch das sind immerhin noch 53 Dollar unter dem aktuellen Kurs. Man glaube nicht, dass die Investoren annehmen, dass Tesla schon selbst tragend sei, also durchgehend in der Gewinnzone bleiben kann.

Man zweifle daran, dass Tesla wirklich in der Lage sei Auslandsmärkte wie China und Europa in vollem Umfang zu erreichen. Wir meinen: Gerade China stellt zunehmend ein Problem dar, vor allem jetzt, wo man in China massiv gegen US-Produkte trommelt im Zuge des Handelskriegs. Wir haben Tesla auch schon mehr als einmal kritisch beäugt. Elon Musk gelang es jahrelang mit haarsträubenden Ausreden Zeit zu gewinnen, bis er es jüngst doch noch schaffte in die Gewinnzone zu kommen. Wird er die nächsten ein, zwei Quartale versagen und wieder ins Minus rutschen? Oder wird er mal wieder alle Kritiker überraschen?

Tesla-Aktie seit 2015
Im Chart sieht man den Verlauf der Tesla-Aktie seit 2015.

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Aktien

Stahlhersteller in der EU: Ab Juli droht die massive Verschärfung der Krise!

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Stahlhersteller in Europa ächzen eh schon seit Jahren unter der massiven Überproduktion vor allem in China. Die führte dazu, dass dortige Stahlhersteller zu Dumpingpreisen enorme Mengen ihrer Erzeugnisse auch nach Europa verkauften. Das drückte natürlich auf die Preise, und sorgte mehr und mehr für eine Verschärfung der Stahlkrise in Europa.

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Und dann kam Donald Trump. Er führte für die USA Importzölle auf Stahlerzeugnisse ein. Die logische Folge: Die Stahlproduzenten, die nun nicht mehr konkurrenzfähig in den US-Markt liefern können, suchen sich andere Absatzmärkte. Und da war natürlich vor allem Europa interessant. Aber letztes Jahr ergriff die EU Gegenmaßnahmen. Sie führte ein Kontingent ein. Demnach konnten übliche Importmengen auch weiterhin normal in die EU eingeführt werden (hier unser damaliger Kommentar zu dem Thema).

Zusatz-Importmengen werden seit letztem Sommer mit 25% Importzoll belegt. Die deutsche Wirtschaftsvereinigung Stahl hat jüngst moniert, dass die „im vergangenen Jahr auf den Weg gebrachten Schutzklauseln die Stahlindustrie in Europa bislang nicht vor massiven Handelsumlenkungen als Folge der US-Stahlzölle schützen konnten“. In 2018 seien die Stahlimporte in die EU um 11 Prozent auf ein neues Rekordniveau von 45 Millionen Tonnen gestiegen, während sie in den USA um 13 Prozent gesunken seien. Weiter im Zitat:

Hinzu kommen unzulänglich ausgestaltete Länderquoten und zahlreiche Schlupflöcher, die den beabsichtigten Schutzeffekt untergraben. Zugleich habe sich die konjunkturelle Lage in der Stahlindustrie erheblich eingetrübt. „Die europäischen Institutionen müssen nun dringend handeln, um nachhaltigen Schaden von der Stahlindustrie in Deutschland und Europa abzuwehren. Die Last des US-Protektionismus dürfe nicht auf dem Rücken der Stahlunternehmen in Europa abgeladen werden“, so Kerkhoff weiter.

Ab Juli soll das Zollkontingent für Stahlimporte in die EU um 5% erhöht werden. Stahlhersteller außerhalb der EU sollen also mehr zollfrei in die EU verkaufen dürfen als bisher. Diese zusätzliche Aufweichung der „EU-Safeguards im Stahlbereich“ sei unverantwortlich, so der Stahlverband. Durch die geplante Erhöhung der Kontingente ab Juli 2019 würde die Schutzwirkung der Maßnahmen „vollends“ verloren gehen! Ein weiterer Anstieg der Importe würde bei sinkender Nachfrage unmittelbar zu Lasten der heimischen Industrie gehen, so der Verband.

Aktuell äußert sich der Chef der Salzgitter AG ähnlich im Interview mit der WiWo. So sagt er, dass die „moderaten“ Schutzmaßnahmen der EU ihre stabilisierende Wirkung offensichtlich verfehlt hätten. Die durchschnittlichen Importe der ersten vier Monate 2019 lägen 62% über dem auch schon hohen Importvolumen von 2014. Die im globalen Stahlmarkt errichteten Handelshemmnisse hätten wie befürchtet zu einer massiven Umleitung der Warenströme (Richtung EU) geführt, so Salzgitter-Chef Heinz Jörg Fuhrmann. Die geplante Erhöhung der Importquoten dürfe es nicht geben.

Kurz-Fazit: Der Stahlhersteller in Europa, die eh schon jahrelang zu kämpfen hatten, werden nun wohl noch stärker unter dem Handelskrieg leiden. Was das für Stahlaktien bedeutet? Das überlegen Sie sich bitte selbst!

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Markus Koch LIVE zum Wall Street-Start: China, Micron, Fedex

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Markus Koch spricht im aktuellen LIVE-Video zum Start an der Wall Street. Der Handelskrieg und der bevorstehende G20-Gipfel steht im Vordergrund. Aber er bespricht auch vor allem die FedEx-Zahlen.

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Giovanni Cicivelli: Ausblick auf Dax, EURJPY, und zahlreiche Aktien

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An dieser Stelle zeige ich euch einen kurzen Ausblick auf mein heutiges ausführliches Video. Short-Marken für den Dax nenne ich genau so wie eine konkrete Forex-Idee. Auch gibt es heute zahlreiche Aktien-News. Wollt ihr das ausführliche Video sehen, dann meldet euch einfach hier an. Es ist kostenfrei!

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