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Krypto-Währungen

Krisen-Staaten: Wenn die Inflation drückt, bastel Dir eine Kryptowährung

Redaktion

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Venezuela hat es vorgemacht, andere Krisen-Staaten folgen nun! Gerade erst hatte Venezuela einfach mehrere Nullen von seinen Geldscheinen gestrichen in der Hoffnung die desaströse Lage im Land in den Griff zu bekommen. Die Inflation hat man damit nicht aufgehalten. Sie liegt längst völlig unmessbar irgendwo um 1 Million Prozent. So wirklich genau kann das niemand mehr messen.

Um die „neue“ Landeswährung stabil aussehen zu lassen, beschloss man in Venezuela sie an die neu geschaffene staatliche Kryptowährung „Petro“ zu koppeln. Die wiederum ist an den Ölpreis gekoppelt. Aber auch das hilft nicht. Eigentlich hatte man in Venezuela angedacht, dass zunehmend wichtige Zahlungen über diese neue staatliche Kryptowährung laufen sollen. Damit versuchte man wohl einen Ersatz für die eigene wertlose Papierwährung zu bauen, und international ein Zahlungsmittel zu finden, vorbei an den US-Sanktionen.

Bislang scheint das alles nicht wirklich zu funktionieren. Denn offenbar ist es so: Eine Kryptowährung, die letztlich von einem Staat begeben wird, verkörpert das Kernproblem für die Krypto-Anleger. Denn sie wollen sich ja unabhängig von staatlichem Einfluss machen, in dem sie eine nicht staatliche kontrollierte beziehungsweise regulierte Recheneinheit als Währung nutzen.

Der Iran versucht es auch

Wie auch immer. Der Iran will nun auch seine eigene staatliche Kryptowährung einführen, obwohl man noch vor Kurzem massiv gegen nicht staatliche Kryptowährungen vorgegangen war, zum Beispiel durch die Blockierung von Krypto-Webseiten und die Blockade durch iranische Banken. Jüngst verkündete Irans Präsident Rouhani die Schaffung einer eigenen staatlichen Kryptowährung.

Der Iran wird gerade vom US-Dollar-Zahlungssystem ausgeschlossen, und verliert somit de facto den Zugang zum globalen Finanzsystem. Mit einer eigenen Kryptowährung will man laut offiziellen Aussagen den neuen US-Sanktionen etwas entgegensetzen und iranische Zahlungen ins Ausland und aus dem Ausland in den Iran erleichtern. Der Versuch dies über eine Kryptowährung zu erreichen, ist nachvollziehbar.

Aber es ist mehr als fraglich, ob ausländische Handelspartner eine iranische Kryptowährung wirklich als werthaltiges Zahlungsmittel anerkennen. Der Petro in Venezuela hat bisher auch die Krise im Land nicht stoppen können. Es geht wie immer um Vertrauen. Wenn Anleger und ausländische Märkte kein Vertrauen in den Emittenten haben, was nützt dann statt einer FIAT-Währung eine Kryptowährung?

Das Streben der beiden Ländern nach einer Kryptowährung hat ganz klar nichts mit einer Zuwendung hin ins digitale Zeitalter zu tun. Bei beiden geht es darum US-Sanktionen sowie der massiven Abwertung der eigenen Währung zu entfliehen. Dazu versucht man einfach eine Art Ersatz zu finden, der im Ausland akzeptiert wird, und nicht gleich wieder in die Wertlosigkeit abdriftet.

Kryptowährung
Symbol-Bild für echtes Krypto-Mining (Schürfen von Kryptowährungen). Foto: Alexandr Gromov (CC BY-SA 4.0) – Ausschnitt aus Originalfoto

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Bitcoin

Bitcoin: ein gigantisches Ponzi-Schema? Und was ist mit Gold?

Markus Fugmann

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Ist Bitcoin – im Gegensatz zu Gold – eine Art Ponzi-Schema? Das hatte der ehemalige Hedgefonds-Manager Jesse Felder in einem Artikel postuliert: Bitcoin sei ein reines Spekulationsobjekt, eine Blase, von der vor allem jene profitierten, die früh eingestiegen seien. Es habe – anders als Gold – keinen inneren Wert und sei auch kein wirkliches Zahlungsmittel:

„Ponzi schemes can work out great for early adopters. But that doesn’t make bitcoin, in any shape or form, a good investment or even a store of value, especially for those late to the game.“

Weil es als Zahlungsmittel praktisch komplett unbedeutend sei, habe Bitcoin eben im Gegensatz zum Fiat-Geld keinerlei Funktion als Währung:

„Because bitcoin provides neither “safety of principal” nor “an adequate return” it therefore can only be considered speculative. Furthermore, because bitcoin is not used as a medium of exchange nor provides any store of value, I can’t view it as a currency alternative either.“

Bitcoin – alle Fragen bleiben offen

Die durch den Kursanstieg immer euphorischeren Fans der Kryptowährung reagierte naturgemäß erbost – „Bitcoiners are crying foul“, wie es in einem Erwiderungs-Artikel hieß. So stimme der Vorwurf von Felder nicht, wonach Bitcoins durch forks wie Bitcoin Cash oder Bitcoin Gold doch vermehrbar sei:

„Bitcoin believers rely entirely on the idea that bitcoin is limited in supply making it far more attractive than fiat currencies that are being printed like mad by central bankers around the world. However, bitcoin has already hard forked several times, multiplying the number and type of bitcoins in circulation“.

Fakt ist: Das stimmt natürlich, allerdings sind diese Forks eben doch eine Art von Inflation durch die Schaffung stets neuer Kryptowährungen. Bitcoins gibt es nur in begrenzter Menge, aber es gibt potentiell unendlich viele Kryptowährungen.

Fakt ist jedoch ist auch, dass Bitcoin als Zahlungsmittel derzeit praktisch (noch?) keine Rolle spielt. Mithin steht die Frage, ob es sich hier wirklich um eine Währung handeln kann, noch aus. Das sagt Robert Vitye in einem Interview mit Florian Homm – bei Gold sei das dagegen seit vielen Tausend Jahren der Fall, es habe sich als Wertspeicher durchgesetzt. Gleichwohl seien dezentrale Geld-Systeme grundsätzlich gut, aber die „Feuertaufe“ bei Bitcoin stehe eben noch aus, sagt – aus unserer Sicht zurecht – Robert Vitye:

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Ist Bitcoin - im Gegensatz zu Gold - ein Ponzi-Schema?

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Bitcoin

Wie tendieren die Aktienmärkte? Inflation im Anflug? Ideen zu Bitcoin und Gold

Claudio Kummerfeld

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Wie tendieren die Aktienmärkte? Darüber spricht im folgenden Video Manuel Koch mit Andre Stagge. Besprochen wird auch der Smart Money Flow Index, in dem Andre Stagge wichtige Signale für den Markt erkennt (mehr Details dazu hier). Er sieht auch eine aufkommende Inflation anhand stark steigender Lohnkosten in den USA. Die Auswirkungen auf die Märkte sind auch Thema im Video.

Auch besprochen werden von Manuel Koch zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bitcoin sei ein Kauf per Market Buy-Order. Gold sei ebenfalls ein Kauf, aber mit einer Stop-Buy-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Bitcoin

Bitcoin-Kurs steigt kräftig an – Marc Friedrich über die Gründe

Redaktion

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Bitcoin Symbolbild

Der Bitcoin steigt gerade kräftig an. Was ist hier los? Erst mal ein kurzer Blick zurück zum Start der Coronakrise. Im März stürzten Aktienmärkte und der Goldpreis deutlich ab. Die Investoren brauchten Cash, um zum Beispiel Margin Calls bei gehebelten Börsengeschäften bedienen zu können. Auch der Bitcoin wurde abverkauft um an Cash zu kommen. So fiel der Kurs im März von 9.700 auf 5.100 Dollar. Aber seitdem stieg der Kurs kräftig in die Höhe.

Aktuell notiert Bitcoin bei 18.220 Dollar. Noch Anfang dieser Woche notierte die weltweit bekannteste Kryptowährung bei 16.000 Dollar (Markus Fugmann berichtete am letzten Freitag). Der Chart zeigt den Kursverlauf der letzten fünf Jahre. Marc Friedrich hat vor 14 Stunden ein Video über die bekanntes Kryptowährung veröffentlicht mit dem Titel „Die größte Investmentchance aller Zeiten“. Er bespricht hier den rasanten Kursanstieg. Aber alleine seit Erstellung seines Videos ist der Kurs schon wieder um mehr als 1.000 Dollar gestiegen. So rasant läuft aktuell die Kurssteigerung im Bitcoin.

Mögliche Gründe für den Kursanstieg im Bitcoin

Doch was ist der Grund für den aktuellen Hype? Laut Marc Friedrich fungiere Bitcoin bei vielen Anlegern auch als Schutz vor Inflation, weil die Menge erzeugbarer Bitcoins anders als bei Papiergeld begrenzt ist. Auch biete diese Kryptowährung eine Art Schutz gegen die Gelddruck-Orgien der Notenbanken (frei von uns so formuliert). Die Nachfrage steige viel stärker als die Anzahl vorhandener Bitcoins.

Und wichtig scheint auch zu sein: Laut Marc Friedrich gibt es derzeit immer mehr Nachfrage und positive Meinungen von Profi-Investoren über den Bitcoin. Die Hausse nährt die Hausse? Gilt dieses Sprichwort derzeit für diese Anlageklasse? Auf einmal wollen alle dabei sein, aus Angst Kursanstiege zu verpassen? Und man springt dann auch noch auf den fahrenden Zug auf, und dann steigt der Kurs noch viel schneller? So ein Game läuft niemals endlos weiter, was man schon vor ein paar Jahren sehen konnte. Vielleicht steht diesem Asset eine grandiose Zukunft bevor – aber pausenlos nur noch steigende Kurse, das dürfte wohl eine Illusion sein.

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Chart zeigt Kursverlauf des Bitcoin in den letzten fünf Jahren

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