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Kryptowährungen: Bitcoin zwischen zwei wichtigen Marken, dazu eine Krypto-Pleite und ein Krypto-Diebstahl

Die Kryptowährungen traden momentan im Niemandsland. Alle fragen sich: War das die große Korrektur? Können wir jetzt wieder drauf hauen und die Kurse nach oben treiben? Seit Tagen beherrschen fast…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Kryptowährungen traden momentan im Niemandsland. Alle fragen sich: War das die große Korrektur? Können wir jetzt wieder drauf hauen und die Kurse nach oben treiben? Seit Tagen beherrschen fast nur noch regulatorische Bestrebungen von Regierungen die Nachrichtenlage rund um Kryptowährungen. Aber was sagt das Chartbild?

Kryptowährungen warten auf Impuls

Nehmen wir uns an dieser Stelle mal nur den Bitcoin vor. Mit momentan 8613 Dollar hat man ein klein wenig Luft zur kleinen Unterstützung bei 7800 Dollar (untere Linie im Chart). Kann sie nicht halten, ist der Chart frei bis runter bis auf das Tief bei 6000 Dollar vom 6. Februar. Auf der Oberseite gibt es (wie gesagt, für die Chartisten) einen Widerstand um die 10.000 Dollar. Nicht nur, dass das eine schöne runde Marke ist. Nein, im Chartbild (lange obere Linie) erkennt man hier eine wichtige Marke, die es zu überschreiten gilt. Überläuft der Bitcoin-Kurs das gestrige Zwischenhoch bei 9.000 Dollar, sieht es kurzfristig gar nicht mal so schlecht aus auf dem Weg Richtung 10.000 Dollar.


Der Bitcoin-Kurs seit 14. Januar.

Ethereum und Ripple

Die Kurse von Ethereum und Ripple verlaufen ganz grob gesagt in den letzten Tagen im Chartbild ähnlich wie der Bitcoin. Es braucht jetzt einen kleinen Schub, um einen Anlauf auf den größeren Widerstand von Anfang Februar nehmen zu können. Dann sähe es wieder deutlich besser aus für die Bullen!

Der Diebstahl

Am Freitag gab die relativ kleine Krypto-Handelsplattform „BitGrail“ bekannt, dass ihr 17 Millionen Einheiten der Kryptowährung „Nano“ (Kürzel XRB) gestohlen wurden, was einem Wert von 160 Millionen Euro entsprach. Das war wie gesagt am Freitag. Seitdem gibt es kein Lebenszeichen von BitGrail. Nichts zum Diebstahl, nichts zu Entschädigungen, gar nichts. Die Krypto-Szene vermutet derzeit, dass dieser Anbieter diesen Diebstahl wohl nicht überleben wird, weil man möglicherweise zu klein und nicht finanzkräftig genug ist um diesen Geldbetrag an die Kunden erstatten zu können.

Aus einem Chat zwischen BitGrail und den Nano-Betreibern soll angeblich hervorgehen, dass BitGrail Nano vorwirft, dass der Nano technische Schwächen aufwies, was ein Angreifer ausnutzte. Dadurch habe die Möglichkeit zur Initiierung von Double Payments bestanden. Auch habe es weitere Probleme gegeben, und angeblich hätten die Entwickler von Nano sich wenig kooperativ gezeigt. Was interessiert es letztlich den Anleger, wenn er womöglich seine verlorenen Kryptowährungen (in diesem Fall Nano) nicht erstattet bekommt? Noch steht es nicht fest, aber eine Pleite von BitGrail wird derzeit vermutet.

Die Pleite

Die Verleihplattform mit selbst gebastelter Krypotowährung „Davor Coin“ und eigener Blockchain wirkt in der Nachbetrachtung eher wie ein plumpes Schneeballsystem. Geldeinlagen sollten verliehen werden. Nachdem zu wenig neue Einlagen von Anlegern dazu kamen, und neue Konditionen verkündet wurden, wollten plötzlich zu viele Anleger auf einmal ihr Geld aus dem Projekt herausziehen, und quasi ihre „Davor Coins“ los werden. Was ist die Folge, wenn alle gleichzeitig eine Währung (oder „Recheneinheit“) verkaufen wollen, aber keine Käufer auf der Gegenseite zur Verfügung stehen?

Es ist wie im echten Leben. Der Kurs fällt ins Bodenlose. In diesem Fall ging er runter von 180 auf 0,50 Dollar in 20 Tagen. Sehr viele Krypto-Investoren haben de facto alles verloren, was sie in diesen Coin gesteckt hatten. Vielleicht hätte man hier nur etwas genauer hinschauen sollen? So wurden iPhones an Investoren verschenkt, und es gab auf der Seite der Anbieter sogar einen Rechner, wo man seine Profite kalkulieren konnte. Auch wurde Anlegern versprochen sie könnten aus 1000 angelegten Dollars in nur 200 Tagen 6000 Dollar machen. Wenn etwas zu einfach und zu schön aussieht, dann ist da wohl oft ein Haken an der Sache!

Hier von den Betreibern ein Tweet und auszugsweise ein Statement:

https://twitter.com/DavorCoin/status/961208115290132481

There is no doubt for us that the DAV value has been negatively affected by our lending program because the crypto-environment has dramatically changed recently. We did everything possible to protect our platform and our amazing community. However, DAV price still went from $180 to $0.5 in 20 days.
As a result, we have decided to change our strategy and to end our lending program that has become the only reason why DavorCoin is decreasing in value. Most users are no longer interested in investing in lending platforms, moreover, they are increasingly concerned about legal issues.

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Marc Friedrich

Der Bestsellerautor Marc Friedrich spricht in seinem aktuellen Video „Der größte Vermögenstransfer der Geschichte“ über viele aktuelle Kapitalmarktthemen. Vor allem geht es um die große Anfeuerung von bestimmten Assetklassen, verursacht durch die immer größeren Gelddruck-Orgien der Notenbanken.

Marc Friedrich mit 5 Investment-Ideen

Im späteren Verlauf des Videos spricht Marc Friedrich seine fünf Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade an. Auffällig dabei ist, dass die Kategorien Aktien und Immobilien nicht dazu gehören. Eben diese Assetklassen haben die letzten Jahre massiv von der Geldschwemme der Notenbanken profitiert. Marc Friedrich präferiert Gold, Silber, Bitcoin, Minenaktien und Diamanten. Gut, es sind doch Aktien vertreten, aber nicht als Gesamtkategorie, sondern nur weil es um Firmen geht, die Rohstoffe aus dem Boden holen.

Knappe Güter bevorzugen

Marc Friedrich spricht auch ganz konkret an, warum diese Ideen nach seiner Meinung die besten Investment-Ideen der nächsten Jahre sein sollen. Sie würden andere Assetklassen in der nächsten Dekade des „Vermögenstransfers“ outperformen. Sie seien (und das ist ein wichtiger Aspekt) begrenzt durch die Natur (Edelmetalle) oder durch die Mathematik (Bitcoin). Tja, und in der Tat, andere Assets wie das Fiat-Geld auf Bankkonten kann beliebig stark vermehrt werden. Je mehr Geld, desto stärker der Verwässerungseffekt, und desto stärker womöglich in Zukunft der Vertrauensverlust der Bürger in das Finanzsystem? Und alles was in seiner Menge limitiert ist, wird immer begehrter?

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Eine mögliche höhere Volatilität im Dax um die 13.000 Punkte wird im folgenden Video besprochen. Ebenso bespricht Manuel Koch mit einem Experten die Aussicht, dass sich der Bitcoin als zusätzlicher Sicherer Hafen neben Gold etablieren könnte. Notwendig sei ein grundsätzliches Vertrauen der Anleger in die Technik des Produkts, so der Experte. Auch werden im Video Empfehlungen der trading-house Börsenakademie zu den Aktien von Apple und Visa besprochen und im Detail erläutert.

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Bitcoin: Kommt der echte Konkurrent aus China?

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Symbolbild für den Bitcoin, der nur elektronisch existiert

Es gibt tausende verschiedene Kryptowährungen, doch keine kann es bis heute mit Bitcoin aufnehmen. 65 Prozent der gesamten Marktkapitalisierung von mehr als 5.500 Kryptowährungen entfällt auf Bitcoin. Doch in China, wo ohnehin schon ein enormer Marktanteil auf digitales Bezahlen mittels Handy-Apps entfällt, entsteht jetzt eine Kryptowährung, die es mit Bitcoin aufnehmen könnte, ohne mit Bitcoin viele Gemeinsamkeiten zu haben.

Bitcoin und Co. sind bei Chinas Machthabern verpönt, da sie schwer zu kontrollierende Kapitalflüsse darstellen. Da es keinen freien Kapitalverkehr zwischen China und der Welt gibt und auch im Inland am besten alle Zahlungsflüsse kontrolliert werden sollen, standen Kryptowährungen lange auf der Abschussliste. Mining-Farmen galten sogar als im Land unerwünschte Branchen, Farmen wurden ab Januar 2018 geschlossen und Bitcoin selbst wurde ab Dezember 2013 schrittweise verboten. Ab September 2017 ist der Betrieb von Tradingplattformen für Kryptowährungen untersagt.

Inzwischen hat sich die Meinung etwas geändert. Bestehende Kryptowährungen sind noch immer verpönt. Doch die Staatsführung hat erkannt, dass Kryptowährungen wie Bitcoin perfekt nachvollziehbare und bis in alle Ewigkeit gespeicherte Zahlungsmittelflüsse abbilden, wenn bekannt ist, wem welche Wallet gehört. Staatlich kontrollierte Kryptowährungen wären somit das perfekte Überwachungsinstrument.

Chinas Bitcoin-Alternative heißt DCEP

Daher hat sich die Stimmung in der Führung inzwischen merklich gewandelt. Im November 2019 fand sogar ein Blockchain-Gipfel in China statt. Ziel ist die Erforschung und Entwicklung einer eigenen, chinesischen Alternative zu Bitcoin. Inzwischen begann bereits ein Pilotprogramm in vier Städten mit einer digitalisierten Version der staatlichen Währung Renmbini, genannte DCEP. Für die chinesischen Bürger entfallen dabei alle Vorteile, die klassische Kryptowährungen bieten, ohne dass die staatliche Kryptowährung dafür im Tausch neue Vorteile gegenüber zum Beispiel Bitcoin böte. Eine digitalisierte Form der staatlichen Währung können die Menschen schließlich bereits mit zum Beispiel Alipay oder WeChat nutzen.

Um die neue staatliche Währung unter die Menschen zu bringen, bedient sich die Regierung daher eines Tricks: Staatliche Leistungen werden in der neuen Kryptowährung ausgezahlt, was die Menschen dazu zwingt, diese neue Währung auch einzusetzen. Damit hat die Regierung auch die Möglichkeit, die neue Kryptowährung im Rekordtempo zu einem global unerreichten Marktanteil zu verhelfen. In letzter Konsequenz könnten z.B. Steuerzahlungen als Kryptowährung gefordert werden, was dann jeden chinesischen Steuerzahler zwänge, die Währung nicht nur einzusetzen, sondern auch einzunehmen.

In China ist die Bevölkerung bereit für digitale Zahlungsabwicklung

Schon ohne staatlichen Zwang werden 16% des chinesischen Bruttoinlandsprodukts mit Alipay und Co. abgewickelt, also privaten Handy-Apps. Mit staatlichem Zwang ließe sich der Anteil des digitalen Renminbi sicherlich auf noch deutlich größere Anteile heben. Damit bestünde für China dann auch die Möglichkeit, internationale Transaktionen ohne die Nutzung westlich dominierter Systeme wie Swift oder den Umweg über den US-Dollar abzuwickeln. Schon heute können chinesische Touristen in Westeuropa mit chinesischen Apps bezahlen. Künftig könnten zum Beispiel auch vom Westen sanktionierte Staaten wie der Iran auf die chinesische Bitcoin-Alternative umschwenken.

Ziel des digitalen Renminbis ist, dass er ohne Bankkonto auskommt. Die Wallet ist in diesem Fall das Konto. Noch immer gibt es in China 225 Millionen Menschen ohne Bankkonto. Gleichzeitig gibt es aber mehr Mobilfunkverträge als Einwohner. Die chinesische Bitcoin-Alternative wäre insofern ein Entwicklungsprogramm, das hunderten Millionen Menschen erstmals Zugang zu einem kontoähnlichen Produkt böte.

DCEP hat wenig Gemeinsamkeiten mit Bitcoin und Co.

Mit den von Krypto-Fans propagierten Vorteilen einer Kryptowährung hat DCEP natürlich fast nichts mehr gemeinsam. DCEP ist vollständig staatlich kontrolliert, die Geldmenge ist prinzipiell unbegrenzt und es gibt keine Blockchain. Insofern hat DCEP mehr mit Handy-Payment-Apps gemeinsam als mit Bitcoin und Co.

Sollte sich DCEP jedoch durchsetzen, stünde die Frage im Raum, wozu es die technisch deutlich aufwendigeren Kryptowährungen überhaupt noch braucht. Zweifelsohne verbrauchen die meisten Kryptowährungen Unmengen an Strom, um die kryptographischen Berechnungen durchführen zu können, die für den Betrieb der Blockchains erforderlich sind. Am Ende könnte also eine digitale Währung, die mit Kryptowährungen kaum etwas gemeinsam hat, den Stern der Kryptowährungen zum Sinken bringen.

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