Anleihen

Kurzmeldung: Target2-Verbindlichkeiten Griechenlands schiessen hoch, Bitte um Zahlungsaufschub von IWF abgelehnt

Von Markus Fugmann

Die Target-2-Verbindlichkeiten Griechenlands sind erneut massiv gestiegen. Lagen sie am 14.April noch bei 91,15 Milliarden Euro, so meldete die griechische Zentralbank soeben, dass die Forderungen auf nun 96,4 Milliarden Euro hochgeschnellt sind. Im März waren es noch lediglich 76 Milliarden Euro gewesen (siehe dazu unseren Artikel „Target2-Salden senden Warnsignale„). Zu große Ungleichgeewichte der Target2-Salden sind ein Signal für Stress im Finanzsystem – man darf vermuten, dass die Target2-Forderungen der Bundesbank nach oben schnellen (Zahlen liegen hierfür noch nicht vor).

Unterdessen steigen die Renditen (=Risikoprämien) für griechische Staatsanleihen heute erneut stark an, nachdem die „Financial Times“ berichtet, dass Griechenland den IWF um Zahlungsaufschub gebeten habe – was dieser jedoch abgelehnt habe:

„Greek officials have made an informal approach to the IMF to delay repayments of loans, but were told that no rescheduling was possible.“ (zitiert nach DOWJONES Newswires)

Die Rendite für die dreijährige Staatsanleihe Griechenlands liegt nun bei 27,5% – das ist ein Anstieg im Vergleich zum Vortag um 338 Basispunkte (3,38%). Griechenland muss dem IWF am 12.Mai 763 Millionen Euro überweisen, am 05.Juni 351 Millionen Euro, am 16.Juni werden dann noch einmal 576 Millionen Euro fällig.



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1 Kommentar

  1. ….ach, das ist doch alles kein Problem, das gleicht sich doch angeblich alles aus…..man muß halt nur immer fest daran glauben…..

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