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Märkte aktuell im Fokus: Commerzbank, britisches Pfund und türkische Lira

Das britische Pfund erlebt heute gegen den US-Dollar und gegen den Euro einen Schwächeanfall. Als Grund dafür benennen Devisenhändler und…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Das britische Pfund erlebt heute gegen den US-Dollar und gegen den Euro einen Schwächeanfall. Als Grund dafür benennen Devisenhändler und britische Medien, dass diverse Parteigänger von Theresa May mit ihrer jüngsten Rede vor der Partei alles andere als zufrieden waren. Angeblich sollen 30 Abgeordnete aus ihrem eigenen Lager bereit sein sie in den nächsten drei Tagen zum Rücktritt aufzufordern. So unwahrscheinlich ist das gar nicht mal, denn ihre Position war nach den letzten Parlamentswahlen ziemlich geschwächt.

Auch zweifeln viele Beobachter, ob sie überhaupt irgendeine Art von Strategie bei den Brexit-Verhandlungen mit der EU hat. Sie sagte zwar jüngst, dass man auf alle Eventualitäten vorbereitet sei, aber so richtig glauben will ihr das offensichtlich niemand. Die Chance, dass May bis Jahresende aufgrund des Drucks aus der eigenen Partei zurücktrete, liege bei 50%. Wegen dieser Unsicherheit spekulieren Forex-Trader momentan gegen das Pfund – denn die Frage ist, was nach May kommen würde. Boris Johnson, oder gleich Neuwahlen? Ausgang ungewiss!

EURGBP stieg heute von 0,8880 auf 0,8930. GBPUSD verlor heute von 1,3230 auf 1,3130.


Der Euro gegen das Pfund seit gestern früh.

Commerzbank

Wie viele Gerüchte gab es in der Vergangenheit, dass die Commerzbank von finanzkräftigen großen Banken aus dem Ausland übernommen wird? Wegen der Kartellprobleme war ein Kauf durch die Deutsche Bank stets ausgeschlossen. Zuletzt gab es Gerüchte, dass die französische Großbank BNP Paribas die Commerzbank kaufen wolle. Diese Gerüchte erhalten heute einen neuen Schub. Laut „Le Canard Enchainé“ würde Präsident Macron diesen Deal gerne sehen. Diesen Bericht hat heute der französische Regierungssprecher bestätigt. Es sei gut, wenn die BNP Paribas sich auch dem deutschen Markt und einer „so wichtigen Bank“ wie der Commerzbank zuwende.

Wie man in Finanzkreisen munkelt, geht es in einem ersten Schritt um den 15%-Anteil der deutschen Bundesregierung, den man seit der Teil-Verstaatlichung der Commerzbank immer noch hält. Verkauft der Bund, käme die BNP Paribas somit ganz bequem an einen ersten Sockel-Anteil an der Commerzbank. Angeblich soll die Bundesregierung die Franzosen als Käufer vorziehen. Das scheint derzeit eh in Mode zu sein. Erst kürzlich fusionierten Siemens und Alstom ihre Zugsparten.

Nur warum eigentlich diese Tendenz nach immer mehr großen Playern, egal in welcher Branche? Hat man nichts aus der Finanzkrise gelernt? Je größer, desto systemrelevanter. Das gilt für Banken, aber auch andere Branchen. Geht die CoBa an die Franzosen, bleibt letztlich nur noch eine große Bank in Deutschland übrig, und die wäre dann die absolute totale völlige Systemrelevanz im deutschen Finanzwesen (ja, die Deutsche Bank ist gemeint). Also, warum denn überhaupt die CoBa verkaufen liebe Frau Merkel? Die Aktie steigt heute jedenfalls um 2,4%

Türkische Lira

Der Euro ist gegen die türkische Lira kurz davor einen charttechnischen Durchbruch zu schaffen. Wie man im folgenden Chart (EURTRY seit Ende 2014) gut sehen kann, wurde die Schwelle bei 3,48 letztes Jahr geknackt, und der Kurs konnte zügig weiter ansteigen. Anfang 2017 und im August gab es zwei Mal Allzeithochs des Euro gegen die Lira um die 4,20 herum. In den letzten Wochen (zweiter Chart seit Ende September) hat der Devisenmarkt mehrere Anläufe genommen weiter über diese Marke zu laufen. Bislang ohne Erfolg (aktueller Kurs 4,1932). Aber gelingt es doch, ist charttechnisch wieder der Weg nach oben frei. Derzeit ist Präsident Erdogan ja ziemlich ruhig, von daher muss es in Kürze nicht zwingend zu einem Durchbruch kommen. Aber wer diesen Durchbruch als interessantes Trading-Szenario sieht, sollte den Kurs im Auge behalten.

Ein Kommentar

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  1. Avatar

    Pupsi

    5. Oktober 2017 19:35 at 19:35

    Die BNP lebt nur dank französischne Staatsgeldes.
    So will Macron Deutschland zwingen die BNP weiter zu subventionieren.
    So dämlich sind nur Deutsche Flachdenker.

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Klarer Trend: Die Risiken nehmen weltweit zu – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist in dieser Frage eigentlich Ihre Meinung? Wird die Welt, wird unser Lebensumfeld nicht pausenlos gefährlicher? Denken Sie einmal an den Klimawandel oder an die Corona-Pandemie! Oder stellen Sie sich einmal vor, in Deutschland fällt das Internet nur für zwei Stunden aus? Die Konsequenzen für unser digitalisiertes Leben wären verheerend. In den Städten würden die Verkehrsleitsysteme kollabieren, viele Ampelanlagen würden nur noch blinken, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Tatsächlich aber ist unser Leben nicht gefährlicher als früher. Auch zu Kaisers Wilhelms Zeiten kannte die Menschheit schon Naturkatastrophen, Finanzkrisen oder etwa Krieg und auch Terrorismus.

Trotzdem haben wir in den letzten Jahren einen fundamentalen Wandel erlebt, der für uns alle, für Unternehmen und sogar für Staaten eine neue bisher unbekannte Risikodimension bedeutet.

Ein plattes Beispiel: Wenn vor hundert Jahren der Busch in Kalifornien brannte, was er auch damals schon tat, wurden einige Blockhütten vernichtet. Wenn dort heute Waldbrände wüten, sind Städte und große Unternehmensanlagen im Milliardenwert bedroht. Und das ist der springende Punkt: Die Gefahr war immer schon da, nur das Risiko des erheblichen Vermögensverlustes war weit geringer.

Heute sind durch eine Wetterkatastrophe, eine Pandemie oder auch eine Finanzkrise immer gleich Milliardenwerte bedroht. Vor diesem Hintergrund haben sich schon Ende des vergangenen Jahrhunderts Dienstleister oder Unternehmen mit der Risikoanalyse befasst. Ein bekanntes Unternehmen dieser Branche ist etwa der US-Risikoanalyst Moody´s, der sein Geld vorwiegend in der Finanzbranche verdient. Daneben bieten Unternehmen wie SAP, Oracle oder IBM verschiedene punktuelle Risikomodelle für Ihre Unternehmenskunde an.

Alle diese Unternehmen rechnen US-Investoren dem „Global Risk Market“, also dem Markt für Risikoanalyse zu. In Europa ist dieses spannende Segment leider noch wenig bekannt und etwas unterbelichtet. Das ist schade, denn dieses Segment wächst seit Jahren ganz erheblich und vor allem sehr stetig, wie Sie sich sicherlich ausmalen können.

Warum diese Aktie praktisch immer steigt

Mein persönlicher Favorit aus diesem Marktsegment ist ein US-Unternehmen, dass seine Wurzeln ursprünglich in der Versicherungsbranche hat. Damals schlossen sich die großen US-Versicherer und Warren Buffett zusammen, um quasi eine eigene Risikoabteilung zu gründen, da Versicherungsrisiken zunehmend schwieriger zu kalkulieren waren. Das Unternehmen sammelte zunächst Daten und entwickelte schließlich ein einzigartiges Prognosemodell, damit Versicherungsrisiken prognostizierbar wurden.

Heute arbeitet der Risikoanalyst auch für Banken und zählt ausnahmslos alle westlichen Kreditkarten-Unternehmen zu seinen Kunden. Wir alle haben in der Finanzkrise erfahren, was passiert, wenn Finanzdienstleister ihre…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Tesla: Elon Musk enttäuscht, Aktie fällt – bald schon Schnee von gestern?

Claudio Kummerfeld

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Innenansicht eines E-Autos von Tesla

Gestern gab es neben der Hauptversammlung auch den so groß erwarteten „Battery Day“ bei Tesla (hier dazu der gestrige Video-Kommentar eines Analysten). Kurz gesagt: Es war eine Enttäuschung. Analysten erwarteten für gestern von Tesla die Verkündung einer Batterie, die 10 Jahre oder länger halten könnte. Und es wurden konkrete Ziele für Kostensenkungen erwartet.

Tesla-Chef Elon Musk enttäuscht

Was Elon Musk verkündete, war einmal mehr gut verpackt seine Art von Marketing. Etwas Großes und Wundervolles ankündigen, was sich beim genaueren Hinschauen doch eher als Luftnummer entpuppt, als weit entfernter Traum, der noch gar nicht konkret greifbar ist. Genau so könnten BMW oder VW ihre neuesten noch weit entfernten E-Auto-Pläne hier und heute als Sensation verkaufen. Tesla will nämlich ein E-Auto für 25.000 Dollar bauen. Man versprach in den nächsten Jahren die Batteriekosten mit neuen Technologien und Verfahren um die Hälfte zu reduzieren, und so ein erschwingliches E-Auto anbieten zu können. Aber, so Elon Musk, die Voraussetzung für ein 25.000 Dollar-Auto von Tesla sei nun mal die drastische Kostensenkung bei den Batterien, und das könne man erst in drei Jahren erreichen!

Was für eine Enttäuschung. Die Tesla-Aktie verlor am gestrigen Handelstag 5,6 Prozent, und dann ab 22 Uhr nachbörslich nochmal 6,9 Prozent. Dieses nachbörsliche Minus hat sich abgeschwächt auf aktuell nur noch -4,8 Prozent, und jetzt in der ganz frühen Vorbörse liegt die Aktie bei 403 Dollar.

Tesla-Chef Elon Musk sagte gestern auch, dass es dem Unternehmen in 2020 sehr gut gehe. Man werde trotz schwieriger Umstände wahrscheinlich ein Wachstum zwischen 30-40 Prozent hinlegen. Tesla halte am Jahresziel fest, rund 500.000 E-Autos zu verkaufen. Das wäre eine Steigerung von 36 Prozent im Jahresvergleich. Und das in einer Zeit, wo die „alten“ Autohersteller arg unter der Coronakrise leiden.

Zur großen Tesla-Show gehört wohl auch, dass sich Elon Musk wie gestern geschehen von seinen Fans (die natürlich auch Aktionäre sind) per Hupkonzert abfeiern lässt. Denn HV/Battery Day fanden Corona-bedingt auf einem Open Air-Gelände statt, wo die Anwesenden in ihren Tesla-Autos saßen, und die Tesla-Offiziellen oben auf einer Bühne standen. So eine Show sieht man bei den staubigen Veranstaltungen von Daimler, BMW und Co wohl nicht. Es mag wohl auch dieses hippe, jugendliche Spaß-Image sein, dass Tesla den Erfolg bringt – sei es auch nur ein gefühlter Erfolg.

Blick auf die Aktie

Wird die Tesla-Aktie diesen aktuellen Rückschlag wegstecken? Gut möglich. Denn man schaue auf den folgenden Chart. Man sieht hier den Kursverlauf der Aktie seit Mai – hier wurde der jüngste Aktiensplit schon voll berücksichtigt. Seit Mai gab es einen Anstieg in der Tesla-Aktie von 163 auf über 500 Dollar. Dann der jüngste Rückschlag auf 330 Dollar, wo alle Welt schon an den großen (längst überfälligen?) Crash der Aktie glaubte. Und jetzt sind wir wieder bei 400 Dollar. Man sollte die streng gläubige Gefolgschaft von Elon Musk nicht unterschätzen.

Chart zeigt Kursverlauf der Tesla-Aktie seit Mai

Hier in voller Länge von gestern die Hauptversammlung mit „Battery Day“ von Tesla, die mehr als 270.000 Menschen live verfolgten.

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Markus Koch im Interview mit Dr. Jens Ehrhardt – Markt war überkauft

Redaktion

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Markus Koch spricht im folgenden aktuellen Interview mit Dr. Jens Ehrhardt über die aktuelle Börsenlage. Dr. Ehrhardt ist der Meinung, dass die Börse zuletzt überkauft war, und dass die Kurse deswegen gerade zurückkommen. Das Thema Optionen spielt dabei eine wichtige Rolle. Angesprochen werden im Interview technische wie auch fundamentale Faktoren.

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