Aktien

Marktgeflüster: Auflösung nach unten

Von Markus Fugmann

Das Seitwärtsgeschiebe der letzten Woche löst sich nun offenkundig nach unten auf: maue US-Konjunkturdaten, dennoch Anzeichen anziehender Inflation in den USA bringen die US-Märkte unter Druck, während in Europa die Sorge um Griechenland weiter dominiert. Neu hinzu gekommen aber ist Spanien, das einen Linksruck erlebt hat und bei den Wahlen im November eine ähnliche Regierung wie Syriza in Griechenland bekommen könnte. Das belastet den Bankensektor, der sich mit spanischen Staatsanleihen vollgesogen hat.
Der Euro fällt (aber wenn sich der Abverkauf an den Aktienmärkten fortsetzt, ist die Wende nahe), Öl fällt, Gold fällt, nur der Dollar steigt..



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1 Kommentar

  1. Alle (in Worten: alle) Versuche einer Währungsunion unter souveränen (!) Staaten sind historisch gescheitert. Kein einziger gelang jemals, konnte es nicht, wie jeder weiß.
    Es lassen sich nun einmal die Menschen in 19 so verschiedenen Volkswirtschaften, Mentalitäten und rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen nicht allesamt über einen Kamm scheren. Derart viele Unterschiede sind nicht mit ein paar Vertragsbedingungen zu Milliardenkrediten zu bürsten.

    Es ist infantil-naiv und hoffnungsgläubig-dumm, davon auch nur einen Tag lang auszugehen.
    EU-Kommission, -Rat und nationale Regierungen bis in die Parlamente jedoch wollten es um jeden Preis sein – und darauf ihre Politik zur Gemeinschaftswährung gründen.
    Augen zu und durch, schien die Devise und scheiterte, wie an finalen Zuckungen bei EZB, Kommission und nationalen Politiken täglich zu beobachten.

    Die Mediterranen leiden an Austerity und folgender politischer Radikalisierung ohne jemals Aussicht auf Besserung haben zu können.
    Die Nordlichter opfern Wohlstand und Ersparnissen bis in viele Folgegenerationen ohne jede Hoffnung auf Besserung.

    Zwar kann gewissenlose Politik ein paar Menschen auf Ewig betrügen. Sie vermag auch alle Menschen eine Zeitlang zu überlisten.
    Noch nie aber konnte selbst kriminellste Politik trotz aller Mühen alle Menschen auf Ewig hintergehen, auch jetzt beim verzweifelten Festhalten am blutleeren Euro nicht.

    In USA verlangt Shiller soeben den Hike im Juni, um ein weiteres Anwachsen der QE- und ZIRP-bedingten Blasen endlich ansatzweise zu beenden, denn vor allem darauf käme es nun an.
    Auch hier: Meine Rede seit langem.

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