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Ukraine: So schlecht steht es um die Wirtschaft derzeit wirklich…

Redaktion

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Von Claudio Kummerfeld

Die gestern veröffentlichten aktuellsten Daten der „National Bank of Ukraine“ zeigen diverse wirtschaftliche Kennzahlen mit Stand April 2015. Eine Analyse: So schlecht steht es um die Wirtschaft derzeit wirklich…

Ukraine Präsident Poroschenko
Präsident Poroschenko bekommt die Misere nicht in den Griff.
Foto: Claude Truong-Ngoc/Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Industrieproduktion in der Ukraine

Verständlicherweise geht die Industrieproduktion durch die Krimkrise und vor allem durch den Bürgerkrieg im Donbass (wo die Schwerindustrie sitzt), stark zurück. Zu beachten ist der kontinuierliche Rückgang der Produktion, der auch schon vor dem Krimkrieg begann. Von Dezember 2014 auf Januar 2015 gab es nochmal einen kräftigen Einbruch im Index von 89,9 auf 78,7 Indexpunkte.

Ukraine Industrieproduktion
Daten: National Bank of Ukraine

Spareinlagen

Die Spareinlagen der Bevölkerung schrumpfen dramatisch, zu sehen in dieser Übersicht. Gerade das letzte Quartal 2014 zeigt einen erschreckenden Einbruch.

Ukraine Spareinlagen
Daten: National Bank of Ukraine

Inflation und Geldmenge

Ukraine Geldmenge und Inflation
Daten: National Bank of Ukraine

Der unten dargestellte Inflationsindex zeigt eine massive Preissteigerung an. Korrespondierend dazu explodiert die im Land zirkulierende Geldmenge um 50% (Landeswährung Hryvnia) wie auch die Bilanz der „National Bank of Ukraine„. In den letzten 10 Jahren ist ihre Bilanz um sagenhafte 562% gewachsen.

Ukraine Notenbank Bilanz
Daten: National Bank of Ukraine

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt der Ukraine weist Jahr für Jahr kräftige Defizite auf, die über Schulden finanziert werden müssen. Allein in 2014 belief sich das Defizit auf 72 Milliarden Hryvnias (3,1 Milliarden Euro). Nicht viel mag man meinen, aber für die Ukraine ein jährlich hart ins Land zu schleppender Brocken. Geld vom internationalen Anleihemarkt oder von der EU muss her. Und es fließt – alle paar Monate gibt´s derzeit von der EU neue Gelder.

Ukraine Staatshaushalt

Zinsen

Die „National Bank of Ukraine“ war wg. der hohen Inflation gezwungen die Zinsen immer weiter hochzuschrauben. Die letzten großen Schübe kamen in den letzten Monaten dazu. Kein gutes Zeichen. Auf so einem Niveau riecht es stark nach Staatsbankrott und/oder Währungsreform. Aber wir wollen natürlich nichts heraufbeschwören. Europa und die USA werden wohl nicht ihr Gesicht gegenüber Wladimir Putin verlieren wollen, dass man seinen „neuen Partner“ hat fallen lassen.

Ukraine Notenbank Zinssätze
Daten: National Bank of Ukraine

Dies war nur ein Teilausschnitt aus dem aktuell veröffentlichten Datenmaterial. Aber allein schon beim Betrachten diesen Kennzahlen stellt sich die Frage: Wie will man unter diesen Voraussetzungen die Hilfskredite der Europäischen Union (wir berichteten heute früh über die jüngste Tranche) zurückzahlen? Wie sollen Verbraucher ohne Vermögen konsumieren? Wie sollen Unternehmen bei drastisch rückläufiger Produktion Steuern zahlen? Bei diesen Daten kann man mit einer sehr großen Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die harten Euros direkt für die laufenden Staatsausgaben draufgehen und sofort weg sind.

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    KK

    26. Mai 2015 17:49 at 17:49

    Ist das die Wirkung von Soros‘ schen Investitionen ? Vmtl. auch über manipulierte Schulbücher, wie damals in Russland ?

    Oder wohin sind die angeblichen Riesenbeträge, die Soros humanitäre Bildungsoffensiven verausgabt hätten, denn geflossen – jedenfalls nicht in die Schulspeisung … ?

    Rätselhaft, dieser Menscheitswohltäter, dem man vor einigen Jahren auch an den Schweizer Hochschulen nicht aus dem Weg gehen konnte, da überall schriftliches Propagandamaterial herumgeboten wurde.

  2. Avatar

    Chris

    26. Mai 2015 17:51 at 17:51

    Die Ukraine&Griechenland ist genau das,was die total verblödete €u in ihrem Florence-Nightingale-Anfall(wir retten alles&jeden)gebrauchen kann.Ausgang höchst ungewiss!

  3. Avatar

    Chris

    26. Mai 2015 18:03 at 18:03

    Der ukrainische Schokoladenprinz,der es unserer geliebten Führerin,so sehr angetan hat,bettelt,wie ein Heiratsschwindler um Kohle!Die ,verblendete 59-jährige sieht ihre letzte Chance auf Mutterschaft(geht ja seit neuestem bis 65)in fruchtbaren Verhandlungen mit dem Sarottirussen!Angie,ich gönne es dir,nur verrate mein Land nicht weiter,als bisher schom geschehen.

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Aktuelle Daten von ifo und IAB: Krise am Arbeitsmarkt schon überwunden?

Claudio Kummerfeld

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Wurde die Krise am Arbeitsmarkt schon überwunden? Schaut man auf das heute veröffentlichte Beschäftigungsbarometer des ifo-Instituts (basiert auf 9.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes), dann ist die Lücke, die am Arbeitsmarkt ab März durch die Coronakrise gerissen wurde, fast schon wieder geschlossen. Der Indexwert des Barometers lag im Februar (dem letzten Monat vor der Coronakrise) bei 97,8 Indexpunkten. Im Tief waren es im April 86,4, und jetzt im September sind es wieder 96,3 Punkte. In der folgenden Grafik sieht die V-förmige Erholung noch nicht so richtig komplett aus, weil schon vor der Coronakrise ein Abschwung am Arbeitsmarkt in Gange war, und zwar bereits seit dem Jahr 2018! Diesen langsamen Abstieg sieht man gut im Chart, der bis zum Jahr 2015 zurückreicht. Das ifo-Institut sagt aktuell, Zitat:

Immer mehr deutsche Unternehmen nehmen Neueinstellungen ins Visier. Die wirtschaftliche Erholung spiegelt sich mehr und mehr auch in der Beschäftigung wider. In der Industrie konnte das ifo-Barometer seinen Aufwärtstrend fortsetzen. Insgesamt werden jedoch immer noch eher Mitarbeiter entlassen als eingestellt. Die Dienstleister planen mehr Personal einzustellen, insbesondere die IT-Dienstleister. Im Handel hat das Barometer einen deutlichen Sprung nach oben gemacht. Auch im Bauhauptgewerbe planen die Unternehmen nun, ihr Personal aufzustocken.

ifo Langfristgrafik zur Entwicklung am deutschen Arbeitsmarkt

IAB zeigt Baromter für Arbeitsmarkt im positiven Bereich

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute sein Arbeitsmarktbarometer für September veröffentlicht. Es ist im September um 1,7 Punkte auf 100,1 Punkte gestiegen. Erstmals seit Beginn der Coronakrise liegt der Frühindikator des IAB damit nicht mehr im negativen Bereich. Hier weitere Aussagen der Forscher im Wortlaut:

Besonders die Arbeitslosigkeitskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers konnte zulegen: Sie stieg gegenüber dem Vormonat um 3,1 Punkte auf 102,2 Punkte. Dies deutet auf sinkende Arbeitslosigkeit in den nächsten Monaten hin. „Ein halbes Jahr nach dem Shutdown verbessern sich die Aussichten, Arbeitslosigkeit wieder abzubauen“, sagt Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“. Eine Rolle spiele dabei aber auch, dass Corona-bedingte Sondereffekte wie die starke Verringerung von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen in den kommenden Monaten nachlassen dürften.

Die Verbesserung der Beschäftigungskomponente des Frühindikators fällt moderater aus: Sie stieg im September gegenüber dem Vormonat um 0,4 Punkte auf jetzt 98,0 Punkte. „Der Arbeitsmarkt hat sich gefangen, derzeit wird weniger entlassen als vor der Krise“, so Weber. Die schnelle Erholung der Wirtschaft nach der Aufhebung vieler Corona-Beschränkungen und der Umsetzung umfangreicher staatlicher Stabilisierungsmaßnahmen habe den Abwärtstrend gestoppt. Verzögerte Insolvenzen und die in vielen Staaten steigenden Infektionszahlen stellten aber Risiken dar. Zudem hätten sich aktuell viele Personen vom Arbeitsmarkt zurückgezogen, und die Zuwanderung, die über Jahre das Arbeitskräftepotenzial deutlich erhöht hatte, falle derzeit weitgehend aus.

Grafik des IAB zeigt Optimitmus für den Arbeitsmarkt

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Arbeitsmarkt nach Corona: Mehr Staatswirtschaft, weniger Industrie

Redaktion

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Büro-Arbeitsplatz

Verschwörungstheorie? Oder nur eine Vermutung? Das „übliche“ neo-liberale Gelaber, welches den Staat verteufelt, und vor noch mehr Staat warnt? Nein, offizielle staatliche Aussagen vom heutigen Tage zeigen, dass am deutschen Arbeitsmarkt in die Staatswirtschaft deutliche Stellenzuwächse erleben wird, während produzierende Betriebe nicht nur jetzt, sondern auch in 2021 weiter Stellen abbauen wird.

Staatswirtschaft im Aufwind, Industrie im Rückzug?

De facto heißt das: Die Angestellten in der Privatwirtschaft müssen (insgesamt gesehen) durch Steuern und Abgaben immer mehr, mehr und noch mehr erwirtschaften und abführen, damit die immer größere Zahl der Arbeitsstellen im Rahmen der Staatswirtschaft auch bezahlt werden kann! Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute ihre Prognose für den deutschen Arbeitsmarkt für die Jahre 2020 und 2021 veröffentlicht. Und genau aus diesen Aussagen geht folgendes hervor, auszugsweise im Wortlaut:

Die Zahl der Arbeitslosen steigt laut der IAB-Prognose im Jahresdurchschnitt 2020 um 440.000, im Jahr 2021 könnte sie wieder um 100.000 zurückgehen.

Im Produzierenden Gewerbe gab es insbesondere im zweiten Quartal 2020 einen deutlichen Stellenabbau, der auch 2021 anhalten wird. Im Jahresdurchschnitt 2020 fallen hier 160.000 und 2021 nochmal 60.000 Stellen weg.

Beschäftigungszuwächse erwarten die IAB-Forscher dagegen vor allem im Bereich „Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit“ (jeweils +190.000 in beiden Jahren).

Wird man im Detail die Neueinstellungen bei Staat und öffentlichen Betrieben (zusammen nennen wir das mal die „Staatswirtschaft“) durchgehen, dann wird man im Einzelfall sicher sagen: Ja, diese neue Stelle ist sinnvoll, und die auch, und die auch, und die da… ja dieser neue Job bei dieser Behörde ist auch notwendig. Zum Beispiel mehr Polizisten, mehr Lehrer, mehr Personal für die Gesundheitsämter, mehr Personal für den Zoll für die Kontrollen bei Schwarzarbeit und Einhaltung der Vorschriften bei Fleischbetrieben, mehr Sozialarbeiter etc. Und so könnte man die Liste sicher endlos fortsetzen.

Nur irgendwer muss all das ja auch bezahlen, zusätzlich zu der immens steigenden Staatsverschuldung, die irgendwann ja auch irgendwer mal bezahlen soll. Unterm Strich, da darf man sich sicher sein, wird es heißen: Wir müssen leider, leider die Steuern erhöhen. Geht eben nicht anders? Oder wird man anstatt die Steuern raufzuschrauben, eher auf indirekte Steuern und Sozialabgaben setzen? Was der Bürger nicht so offensichtlich sieht, tut auch nicht so sehr weh?

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Baugewerbe mit Einbruch bei den Auftragseingängen – kein Grund zur Sorge!

Claudio Kummerfeld

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Baugewerbe mit Rückgang bei den Aufträgen

Das deutsche Baugewerbe verzeichnet einen Rückgang der Auftragseingänge. Krise? Weit gefehlt, so möchten wir meinen. Wie heute offiziell vermeldet wurde, sind die Auftragseingänge im Juli im Vergleich zu Juni um 5,6 Prozent gesunken, und im Vergleich zu Juli 2019 um 4,9 Prozent. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2020 sank der reale Auftragseingang im Baugewerbe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent. Warum diese Rückgänge noch kein Problem sind? Nun, die Aussagen der Statistiker deuten dies an.

Denn der Auftragseingang im Juni 2020 war aufgrund von Großaufträgen ungewöhnlich hoch ausgefallen. Und der Auftragseingang im Juli 2019 war der höchste jemals in einem Juli gemessene Wert. Von daher war es für den Juli 2020 auch schwer, im Vergleich zu diesem Rekord-Ausgangswert noch mal eine Steigerung hinzulegen. Und aktuell darf man ja auch noch ergänzen, dass im Zuge der Coronakrise verständlicherweise einige wirtschaftliche Abläufe wie Bauaufträge oder Bauanträge bei Ämtern verschoben werden oder sich verzögern. Wenn man das bedenkt, dann sind diese Auftragsrückgänge im Baugewerbe noch eher mild ausgefallen. So schreiben die Statistiker vom Statistischen Bundesamt auch Zitat „Gründe für diese negative Entwicklung sind neben möglichen Einflüssen der Corona-Pandemie auch das sehr hohe Niveau des Vorjahres“.

Die am Anfang des Artikels genannten Prozentveränderungen waren real, saison- und kalenderbereinigt gerechnet. Die nominalen Veränderungen fielen noch viel kleiner aus. Der Auftragseingang im Baugewerbe betrug im Juli 2020 rund 7,5 Milliarden Euro. Das waren nominal (nicht preisbereinigt) 2,5 % weniger gegenüber dem Höchststand im Juli 2019. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken die Auftragseingänge in den ersten sieben Monaten 2020 nominal um 0,5 %.

Grafik zeigt Verlauf der Auftragseingänge im Baugewerbe

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