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Marktgeflüster: Was kommt danach?

Markus Fugmann

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Von Markus Fugmann

Die Märkte sind sich schon sicher und preisen eine Vereinbarung zwischen Griechenland und den Gläubigern ein. Aber selbst wenn es so kommt, stellt sich die Frage, was danach kommt. Und hier droht Gegenwind vor allem aus China, nachdem die Aktienmärkte crashten und etwa 100 Millionen Menschen innerhalb von knapp drei Wochen über drei Billionen (also 3000 Milliarden!!) Dollar weniger zur Verfügung haben als vor dem Crash. Das wird tiefe Spuren in der Konjunktur hinterlassen – die Dimensionen sind weitaus bedeutender als alles, was mit Griechenland zu tun hat.
Der Dax zündet ein Feuerwerk, die US-Märkte sind etwas verhaltener, später spricht noch Janet Yellen. Es stimmt etwas nicht mit den Märkten..

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4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Chris

    10. Juli 2015 19:09 at 19:09

    Ich bin schon ca.25Jahre im Geschäft,heisst an der Börse aktiv,sei es privat oder auch als Mitglied im Anlageausschuss eines Investmentclubs.Zur Zeit wird mir klargemacht,dass das keinerlei Wert hat.Ein Staat,welcher 40 jahrelang,nach der Militärdiktatur,nicht imstande ist funktionierende Strukturen aufzubauen,sich mit kriminellen GS-Bankern&blinden Wirtschaftsneurotikern,in eine Starkwährung eingeschmuggelt hat,ist doch tatsächkich in der Lage Weltweit bedeutende Indices permanent um 1000 Punkte,Woche für Woche steigen oder fallen zu lassen!Es braucht mit Sicherheit keinen weiteren Beweis,wie kaputt die internationalen“Finanzmärkte“(was ist das überhaupt&kann das weg?)mittlerweile sind!Wahlweise schwadronieren die Finanzschmierfinke:Der Grexit ist ein Nonevent,eingepreist,beherrschbar oder abschreckende Strafe für eventuelleNachahmungstäter,wie Podemos,5-Stelle,Lega Nord,Front National,die wahren Finnen&Geert Wilders!Ohne Länderfinanzausgleich,gegen den CSU&CDU im Inland gerade klagen,geht da mal gar nichts.Das zeigt die Schizophrenie dieser Missgeburtswährung am deutlichsten!

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    Tom

    11. Juli 2015 08:17 at 08:17

    Ihre Aussage:
    „Und hier droht Gegenwind vor allem aus China, nachdem die Aktienmärkte crashten und etwa 100 Millionen Menschen innerhalb von knapp drei Wochen über drei Billionen (also 3000 Milliarden!!) Dollar weniger zur Verfügung haben als vor dem Crash. Das wird tiefe Spuren in der Konjunktur hinterlassen – die Dimensionen sind weitaus bedeutender als alles, was mit Griechenland zu tun hat.“

    Diese Aussage ist leider komplett falsch! An der Börse kann man schlicht kein Geld vernichten! Es findet nur einen neuen Besitzer! Heisst, wenn nun 100 Millionen Menschen 3 Mrd. verloren haben, es andere gewonnen haben! Daher, wieso sollte das Geld fehlen? Nur ein anderer hat es.. der gesamte Aktienmarkt hat den Wert der ursprünglichen Emission der Papiere. Nachher ist nur noch Handel. Kauf jemand eine Aktie für 1000 und bringt so Geld in den Aktienmarkt, verkauft im Gegenzug ein anderer diese Aktie für 1000 und nimmt das Geld vom Markt wieder raus! Reines Nullsummenspiel!

    Auch die immer wiederkehrenden Aussagen, wie es fliesst nun Geld in den Aktienmarkt, ist die dümmste Aussage, die man nur machen kann! Es geht schlicht nicht! Wenn Geld in den Aktienmarkt fliesst, geht es durch andere automatisch in der genau gleichen Grössenordnung wieder raus. Den Aktienmarkt vergrössern kann man nur durch Neu-Emissionen, oder AK-Erhöhungen durch die Unternehmen.. sonst geht das nicht. Was viel schneller wächst ist der Anleihemarkt, Staaten nehmen täglich x-Mrd. neue Schulden auf, oder die Derivateblase.. die ist unendlich! Daher, wo fliesst das neu geschöpfte Geld der Notenbanken hin? Nicht in den Aktienmarkt, denn der kann nicht wachsen, sondern eben in Anleihen und Derivate. Daher, im Derivatemarkt kann Geld vernichtet werden, eben, wenn z.B. die Derivate wertlos verfallen usw. Am Aktienmarkt ist das nicht möglich, nur wenn ein Unternehmen Pleite geht, sich von der Börse zurückzieht oder eigene Aktien zurückkauft und im Gegenzug vernichtet.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      11. Juli 2015 09:05 at 09:05

      @Tom, ich muss Sie da leider korrigieren: Sie sagen, an den Aktienmärkten kann kein Geld vernichtet werden – genau das aber ist in China passiert! Die Chinesen haben – statt etwa Kühlschränke oder Waschmaschinen Aktien gekauft. Diese Aktien sind jetzt deutlich weniger wert, damit haben diejenigen, die Aktien gekauft haben, jetzt weniger Geld. Das Geld haben aber nicht die chinesischen Banken – sie haben Kredite gegeben an Konsumenten, die Aktien gekauft haben, jetzt sind eben diese Kredite ausfallgefährdet, die Zocker haben Schulden bei den Banken. Kann die Bank das Geld nicht eintreiben, ist es auch für die Bank weg.
      Auch das von Ihnen angeführte Beispiel des Derivatemarktes ist falsch: verfällt das Derivat wertlos, hat es hier wirklich die Bank(also der Emittent des Derivats; in der Regel hedgen sich die Banken oder matchen die Überhänge von Käufern und Verkäufern). Das einzige Beispiel, in dem Ihre These stimmt, ist der Future-Markt: hier ist wirklich der Gewinn des einen der Verlust des anderen. Für alle anderen Märkten, also auch beim Aktienmarkt, gilt dies eben nicht!

  3. Avatar

    Janus

    11. Juli 2015 11:59 at 11:59

    Natürlich wurde an der Börse in China Geld vernichtet, wenn auch nur zum grossen Teil virtuelles. Haben 10 Menschen die Aktie X zu 5 Euro gekauft und sie wird dann von anderen hochgekauft,haben die ersteren Buchgewinne. Und klar kommt dann nicht jeder Aktionär zu diesem hochgekauften Preis heraus, wenn alle verkaufen. Also die zuletzt eingestiegen sind sitzen dann auch Verlusten, ohne das andere Gewinne haben, wenn die Aktien z.B. wieder auf 5 Euro sinkt :-)
    Mit den hohen Bewertungen hat man ja auch mehr konsumiert, man hatte ja Werte im „Rücken“, die jetzt wegfallen.Da wirds auch einige mit richtig Geld erwischt haben, die fallen als Käufer von VWs und Audis dann schonmal aus…

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Netflix und Tesla bringen gute Laune

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Netflix hat gestern Abend tolle Zahlen geliefert, und bei Tesla gibt es ein neues hohes Kursziel.

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Börse: Die Stimulus-Schecks und der große Börsen-Hype

Wiederholt sich das Muster an der Börse aus der ersten Corona-Welle? Damals stiegen Kleininvestoren ein, und nun kommen neue Schecks!

Wolfgang Müller

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Was sich im letzten Sommer durch die großzügigen Schecks der US-Regierung zur Unterstützung der Arbeitslosen an der Börse gezeigt hat, wiederholt sich mit den 600 Dollar-Schecks seit Jahresanfang in verschärfter Form. Man zockt mit dem staatlichen Geld immer zügelloser, in Pennystocks und in Optionen. Jetzt kommt bald die Aufstockung auf 2000 Dollar durch die Biden-Regierung – wird dies der Höhepunkt der Manie der Börse?

Börse: Corona und die Generation RobinHood

Es war ein großes Thema im Coronajahr 2020, die allein schon beim Neobroker RobinHood auf 13 Millionen, vorwiegend junger Anleger angewachsene Schar neuer und junger Investoren, die ihre Freizeit genutzt haben, um nahezu gebührenfrei an der Börse zu zocken. Zunächst mit den großen Aktien aus dem „Stay-at-Home-Umfeld“, Apple, Amazon, Alphabet, Microsoft, Nvidia, oder Zoom und natürlich Tesla. Aber da dies so gut geklappt hatte, dann auch mit Hebelprodukten aus dem Optionsbereich. Was die Stillhalter dazu genötigt hatte, teure Aktien zur Absicherung auch noch nachzukaufen, Stichwort Gamma-Absicherung. Die Hausse nährte ständig die Hausse. Dies ist natürlich den großen Häusern in den USA nicht verborgen geblieben. Goldman Sachs holte sich die Liste der meist nachgefragten Aktien bei den Billigbrokern und bei den Favoriten der Hedgefonds – und siehe da, die Lieblinge der RobinHoodies schlugen die Benchmark und die Profis um Längen.

2020: S&P 500, plus 16 Prozent – Hedgefonds plus 40 Prozent – und die RobinHooder plus 80 Prozent. Dies ist natürlich nicht die Performance der Depots, sondern die Berechnung der Performance der Favoriten.

Das neue Thema Pennystocks

Das Jahr 2021 entwickelt sich in Teilbereichen noch extremer als das Jahr 2020. Die jungen Spekulanten hatten bemerkt, dass sich nach den Wahlen im November und der großen Impfstoffstory ein Favoritenwechsel ergeben hat, weg von Big Growth und Value, hin zu kleinen Nebenwerten. Überaus deutlich ersichtlich an der Performance des Russel 2000, der allein von Anfang November bis dato von 1520 auf 2150 Punkte gestiegen ist. Ein Index, wohlgemerkt, in dem sich so viele Titel befinden, die gar keine Gewinne machen, seit Jahren „Zombies“ genannt. Manch erfahrener Börsianer wird sich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben, angesichts der Kurssprünge einiger kleiner und eigentlich unbekannter Aktien aus dem Feld der Pennystocks.

Das extremste und am meisten zitierte Beispiel ist eine Firma aus der Medizintechnik, Signal Advance. Infolge einer Verwechslung aufgrund eines Musk-Tweets: „Buy Signal“ hatte sich der Pennystocks schlicht verdreiundzwanzigfacht. Nicht ganz so extrem, aber immerhin auch schon mit 120 Prozent plus, notierte GameStop, eine Firma aus der Videobranche. Ob Energiesektor, Elektromobilität, Wasserstofftechnologie, Solar oder sogar Aktien, die sich der Pleite genähert haben, Hauptsache billig, dann wird damit herumgezockt.

Das Volumen der gehandelten Billigaktien hatte bereits im Dezember die Billionengrenze erreicht.

Stimuli, oder die staatliche Quelle für das Zocken

Wie bereits angedeutet, viele Anleger hatten anscheinend nur darauf gewartet, dass der Staat ihnen endlich die lange erwartete Unterstützung mittels der 600 Dollar-Schecks zusandte. Der Beweis für diese Annahme ist der Anstieg des Handelsvolumens bei Pennystocks – Over the counter (OTC), also außerbörslich, der sich nach dem Erhalt der Schecks glatt fast versechfacht hatte.

Was bedeutet dies für die nahe Zukunft? Der neue US-Präsident hat letzte Woche sein 1,9 Billionen Dollar schweres Stimulusprogramm angekündigt, welches noch der Billigung durch den Kongress bedarf.

Eine Aufstockung um 1400 Dollar und es könnten weit über 100 Millionen Amerikaner in den Genuss der staatlichen Stimulus-Schecks geraten.

Wird sich das Verhalten der neuen Generation Anleger ein weiteres Mal wiederholen und das Geld unmittelbar wieder an der Börse landen, bei Werten, von denen unsereins noch gar nichts gehört hat?

Ein nochmaliger kurzfristiger Boom?

Daran sieht man einmal mehr, warum statistische und saisonale Annahmen stets mit Vorsicht zu genießen sind. Jedes Jahr, jeder Zyklus ist anders und bietet ständig Überraschungen. Wer hätte vor einem Jahr daran gedacht, dass kleinste Anlegergruppen mit staatlicher Stütze einen Einfluss auf die Kurse an der Börse ausüben können?

Fazit

Wieder ein Zeichen für eine Bubble an der Börse, die aber wie immer erst dann festgestellt wird, wenn sie geplatzt ist? Jede Übertreibung ist anders als die vorherige und die aktuelle Phase ist durch Umstände befördert worden, die es in dieser Kombination auch noch nicht gegeben hat. Die Notenbanken haben durch ihre Marginalisierung des Zinses den Aktienmarkt zu einer dominanten Anlageklasse gemacht, dann haben die neuen Broker die Handelsgebühren abgeschafft und das Handeln mit ganz niedrigen Beträgen möglich gemacht und zuletzt hat Vater Staat auch noch das nötige Spielgeld zur Verfügung gestellt, ungewollt. 2020 war es die Arbeitslosenunterstützung, die in manchen Staaten über 4000 Dollar pro Monat betragen hat, mehr als der Arbeitnehmer mit seiner Arbeit verdienen konnte. Dann kamen die 600 Dollar-Schecks und jetzt die nochmalige Aufstockung durch die neue US-Regierung.

Was mich wieder einmal in meiner These bestätigt, wann der Rally an der Börse sehr deutlich der Stecker gezogen werden könnte: Wenn die Wirtschaft ohne staatliche (Not-)Versorgung läuft, das Zinsniveau nur ein wenig weiter ansteigt und zusätzlich den jungen Zockern die staatlichen Schecks verwehrt werden.

Der Einfluß der Stimulus-Schecks auf die Börse

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Netflix-Quartalszahlen: Nutzerwachstum deutlich besser als gedacht, Aktie +11 Prozent

Claudio Kummerfeld

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Netflix auf Computer schauen - Beispielbild

Soeben wurden die Netflix-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier zeigen wir die wichtigsten Eckdaten.

Der Umsatz liegt bei 6,64 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 5,47/Erwartungen 6,6). Im aktuell laufenden Quartal soll der Umsatz bei 7,1 Milliarden Dollar liegen.

Der Gewinn liegt bei 1,19 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,30/Erwartungen 1,39). Im laufenden Quartal erwartet man 2,97 Dollar.

Die Zahl neuer Abonnenten liegt bei 8,51 Millionen (erwartet 6,5). Für das laufende Quartal gibt man ganz aktuell die Zielmarke von 6 Millionen neuen Abonnenten aus.

Netflix sagt aktuell, dass man keine externe Finanzierung mehr benötige, und über Aktienrückkäufe nachdenke. Das und das Nutzerwachstum lassen die Aktie gut da stehen. Sie steigt aktuell nachbörslich um 11 Prozent!

Grafik zeigt Netflix-Quartalszahlen im Detail

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