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Markus Krall und Marc Friedrich über den großen Kollaps ab 2020

Claudio Kummerfeld

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Crash, Kollaps, Verschwörungstheorie, Weltuntergang. Ja, man weiß es. Bestimmten Kommentatoren und Experten wird nachgesagt, quasi vom Crash-Szenario zu leben, und seit Jahren einen Kollaps herbei zu beten, der bisher nicht eingetreten ist. Aber Obacht! Wir möchten Sie bitten das folgende Gespräch zwischen Marc Friedrich und Markus Krall auf jeden Fall anzuschauen. Es werden zahlreiche interessante Fakten genannt.

Die Argumentation von Markus Krall ist bestechend, warum ab 2020 die Banken vor einem Kollaps stehen sollten. Ob es nun gerade das Jahr 2020 sein muss? Wir wissen es auch nicht. Aber inhaltlich ist seine Argumentation nachvollziehbar. Denn Ende 2020 rutschen laut Markus Krall jede Menge Banken über die Ertrags-Erosion (keine Zinsmarge mehr) in die roten Zahlen, und das Bankensystem fängt an „am Eigenkapital zu erodieren“. Und zu viele Zombie-Kredite hätten sich dank der Nullzinsphase und Geldschwemme in Bankbilanzen angesammelt. Durch die Banken trete dann eine Kreditrationierung ein.

Markus Krall über Vorsorge und Ausblick

Laut Markus Krall wurde das aktuelle geldpolitische Experiment, welches die Notenbanken derzeit durchführen, in der Vergangenheit schon diverse Male ausprobiert. Und es sei jedes Mal gescheitert. Er nennt dafür auch Beispiele. Das Problem der aktuellen Situation sei die aktuelle Größenordnung. Friedrich und Krall sind sich einig, dass man vor dem größten Crash aller Zeiten stehe.

Was wird nach einer solchen Krise passieren? Krall bietet politische Aussichten, und gibt auch konkrete Vorschläge, wie sich der Anleger jetzt auf das Crash-Szenario vorbereiten kann. Im Kern sind sich Krall und Friedrich einig, dass die Notenbanken schuld seien am (möglicherweise) bevorstehenden großen Zusammenbruch. Ob man ihre Meinung teilt oder nicht. Das Video sollte man sich auf jeden Fall anschauen.

Markus Krall über den großen Kollaps - dank der EZB?
Führen die Notenbanken die Welt in den Kollaps? Grafik: DonkeyHotey – Planet of the Euros – Cartoon CC BY 2.0

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    bernd feurich

    12. Juni 2019 12:40 at 12:40

    Hallo,
    meine Frage wäre, wo soll ich die Edelmetalle Lagern ? Wenn das Goldverbot kommen würde, so soll man ja mein Schließfach gegen meinen Willen öffne können. Wäre ein Konto in Tschechien sinnvoll, oder würde die Politik nicht auch auf diese Staaten Druck ausüben? Reicht es, aus ein Konto bei Interaktiv Broker zu haben, auch wenn das Referenzkonto in Deutschland ist?
    Vielen Dank

    • Avatar

      Columbo

      12. Juni 2019 15:59 at 15:59

      Warum immer diese Goldverbot-Paranoia? Man kann in einer schweren Krise ja generell Vermögen enteignen oder besteuern? Zu Roosevelt‘s Zeiten machte ein Goldvebot Sinn, aber heute? Wer hält den heute Gold? Eine verschwindende Minderheit, warum sollte man es verbieten?
      Wenn die Banken Markus Krall-mäßig crashen, hätte ich mehr Angst um mein ETF-„Sondervermögen“ in den Depotbanken.
      In der Argentinienkrise, als die Banken wieder öffneten, konnte die Goldbesitzer ihr Gold gemütlich aus dem Schließfach holen und verkaufen.
      Erstaunlich ist für mich, wie wenig Ernst Markus Krall genommen wird. Gerade mal zwei Kommentare.
      Eigentlich müßten wir ja nur mehr diskutieren, wie wir 2020 unsere kleinen und großen Vermögen retten werden, aber „es wird schon nicht so schlimm kommen“(Wenn ich das schon höre).
      Mich jedenfalls machen die Aussagen von Krall ziemlich depressiv, zu Recht, wie ich meine.

  2. Avatar

    Beobachter

    12. Juni 2019 18:29 at 18:29

    @ Columbo, wegen Krall bin ich gleicher Meinung.Ist er der Einzige der die noch nie dagewesene Schieflage
    benennen darf? Man hat eben lieber die Prediger der „EWIGEN HAUSSE“. Der längst fällige Fall der Börsenkurse wird oder muss doch mal für mal durch Notenbank- provozierte Short-Squeezes ausgebremst werden. Dadurch hat man eigentlich die altbekannten Crash-Propheten weggemobbt. Aus Erfahrung haben die Schönwetter- Analysten noch nie eine grössere Baisse vorausgesehen.
    Bei der letzten Krise haben anscheinend Computerprogramme die Baisse verstärkt. Diesmal könnten die Algos ( die nicht denken können) an der überschiessenden Hausse mit späterem Fall eine Rolle spielen.

  3. Avatar

    Razor

    12. Juni 2019 20:16 at 20:16

    Brillant!
    Marc Friedrich und Markus Krall sind die fähigsten und letzten Realisten in diesem Wahnsinn.
    Danke für den Link.

  4. Avatar

    Incamas SRL- Asuncion / Paraguay

    20. Juni 2019 22:09 at 22:09

    Die Mittelschicht stellt mit 47,5 Prozent hierzulande die größte Bevölkerungsgruppe dar. Demnach zählen jene dazu, die Einkünfte um das mittlere Einkommen der Gesellschaft erzielen.

    Exakt ausgedrückt: Bei 80 bis 150 Prozent des Mittelwerts, sprich: bei einem Single zwischen 1440 bis 2710 Euro netto im Monat. 32,9 Prozent der Bevölkerung liegt darunter, 19,5 Prozent darüber. Stirbt der Mittelstand, stirbt auch die soziale Marktwirtschaft. Und stirbt die soziale Marktwirtschaft, stirbt auch die Demokratie! Nicht zu vergessen, dass die hiesige Mittelschicht mitunter hoch verschuldet ist.

    Wenn Sie jetzt vielleicht meinen, das ist etwas zu krass formuliert, muss ich Sie leider eines Besseren belehren. Werfen Sie nur mal einen Blick in die Geschichte. Denn die Bürger haben ihre Rechte erst erworben, als sie finanziell weitgehend unabhängig waren.

    Außerdem lehrte die Geschichte, dass der Sprung vom Entwicklungsland auf eine höhere Stufe von niemand anderem als der Mittelklasse der Bürger, also dem Mittelstand, angetrieben wurde und wird! Immer weniger Menschen können sich etwas auf die sprichwörtliche „hohe Kante“ legen, um Altersarmut zu entrinnen.

    Und immer mehr Menschen kommen in Schwierigkeiten, überhaupt am sozialen und kulturellen Leben teilnehmen zu können (etwa Rentner, Alleinerziehende, Geringverdiener etc.). Das alles rüttelt an den Grundfesten unserer Demokratie. Einer, der verhindert, dass Menschen sozial aufsteigen können ist – der Staat! Und zwar durch die Besteuerung der Arbeit.

    Oder was halten Sie davon, dass Sie als Single über 40 Prozent Ihrer Arbeitseinnahmen abgeben müssen und nachher nicht mal mehr wissen, wie Sie die völlig überteuerte Miete zahlen sollen?

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Börse: Chancen und Risiken – welche Anlageklassen werden boomen?

Redaktion

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Die Börse hat den Corona-Crash scheinbar überwunden – die Aktienmärkte handeln an Allzeithochs, den Notenbanken sei Dank! Wie aber geht es nun weiter, mittel- bis langfristig?

„Die Börse ist gut drau und geht davon aus, dass alles gut wird“, sagt der ehemalige Hedgefundmanager Florian Homm. Dieses Mantra aber sei gefährlich und risikoreich, so Homm. Angesichts der Bewertungen an der Börse seien die Perspektiven eher mau: selbst wenn die Aktienmärkte im besten Fall 4% pro Jahr weiter steigen würden, bestünde die Gefahr, dass diese Zugewinne durch eine steigende Inflation zunehmend aufgefressen würden.

Homm analysiert in folgendem Video verschiedene Anlageklassen: Edelmetalle, Rohstoffe, Nahrungsmittel, Kryptowährungen, Anleihen und Aktien. Was dürfte in den nächsten Jahren am besten funktionieren? So oder so: „Wir befinden uns in einer spannenden, hochriskanten Dekade“, sagt Florian Homm. Aber angesichts der finanziellen Repression gehe aber eben kein Weg an der Börse vorbei, so Homm. Dabei zeigt er fünf Szenarien auf:

An der Börse geht angesichts der finanziellen Repression kein Weg vorbei

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Aktiensplit bei Tesla – folgen andere bald nach?

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Es ist Thema in vielen Wirtschaftsteilen der Medien – der Aktiensplit von Tesla und die extreme Kursreaktion eines Automobilherstellers, der schon zuvor fast so viel wert war wie alle Autoproduzenten Europas. Passt natürlich auch ins Schema von Elon Musk, der einen gigantischen Optionsvertrag besitzt, der ihm beim Erreichen hoher Werte in punkto Marktkapitalisierung Zuteilungsrechte eröffnet, die es so noch nicht gegeben hat. Zig-Millionen an Aktien in Stufen bis zu einem Unternehmenswert von 650 Milliarden Dollar, wie im Artikel vom 24. Juli dargelegt.

Der Aktiensplit zum Monatsende

Durch den exponentiellen Anstieg der Aktie von Tesla von 400 Dollar zu Jahresanfang bis auf fast 1800 Dollar, Mitte Juli und in sechseinhalb Monaten, war nicht nur ein Fahnenstangen-Chart entstanden, der nach Korrektur schreit, sondern auch ein psychologisches wie auch praktisches Problem entstanden. Für Millionen Kleinanleger, vor allem die vielen Neuen des Jahres 2020, war das Papier einfach zu teuer. Claudio Kummerfeld hat gestern die Wirkung der Fünftelung des Aktienpreises in einem Artikel beschrieben. Und es hat funktioniert. Am Tag nach der Ankündigung, einen Aktiensplit zu machen, erreichte die Aktie im New Yorker Handel 1585 Dollar und schloss bei 1554 Dollar, sagenhafte 13 Prozent im Plus, obwohl sich fundamental deshalb schon rein gar nichts geändert hat. Bei Beurteilung der Börsenreaktion von Tesla muss man aber die besondere Situation bei diesem Highflyer berücksichtigen. Einer der „meistgeshorteten“ großen Titel, bei dem die Leerverkaufsquote schon einmal 25 Prozent des Free Floats ausmachte. Zuletzt waren es immer noch über 10 Prozent oder 14 Millionen und da kann jede positive Meldung einen Pain Trade auslösen, in Form der berüchtigten Short Squeezes.

Nichtsdestotrotz gibt es Anleger, die keine Aktien mögen, weil sie optisch sehr teuer wirken. Als ob eine Deutsche Bank mit 8 Euro attraktiver wäre als eine Allianz mit 180 Euro.

So hatte kürzlich erst die Ankündigung von Apple, einen Aktiensplit von 4 zu 1 zu planen, Furore gemacht.

Ende August gibt es dann viermal so viele Papiere des wertvollsten Unternehmens der Welt. Statt etwa 455 Dollar wie am gestrigen Tag würde das Papier dann nur noch etwas mehr als 110 Dollar kosten. Die angekündigte Aktiensplit hatte selbst bei einem Wert mit einer Marktkapitalisierung von über 1,9 Billionen Dollar große Wirkung und ließ den Kurs nachbörslich um sechs Prozent in die Höhe schnellen. Diese Reaktion macht Anleger neugierig und man hält Ausschau nach Titeln, die optisch teuer sind und wo sich das Management zu so einem Schritt entscheiden könnte. Nach Ansicht von Experten sollten Aktien, die für einen Aktiensplit in Frage kommen, zwei Bedingungen erfüllen: Sie müssten in der letzten Zeit stark nach oben gegangen sein und die Aktien sollten über 400 Dollar kosten.

Welche Werte könnten dem Beispiel folgen?

Angesichts der „Anomalie“ einer folgenden Kurssteigerung infolge von optischen Psychotricks könnte es nicht verkehrt sein, nach Titeln Ausschau zu halten, die extrem gestiegen und extrem hohe Kurswerte aufweisen. Da fällt einem natürlich sofort Amazon ins Auge, die Online-Aktie, die es bereits zum Schnäppchenpreis von 3100 Dollar gibt. Wann wird sich Jeff Bezos zu diesem Schritt entscheiden, schließlich wurde die Aktie in diesem Jahrhundert auch noch nicht gesplittet? Immer wieder unglaublich anzusehen, die Entwicklung dieses Wertes, der im Crash des Jahres 2001 auf unter 10 Dollar gefallen war. Dann gibt es natürlich noch weitere FAANG-Aktien, die die großen Renner des Jahres waren: Alphabet mit über 1500 Dollar, Netflix mit über 450 Dollar, aber auch andere bekannte Titel wie BlackRock (580 Dollar), Adobe (450 Dollar), Nvidia (460 Dollar) oder der sehr teure und auch in Deutschland bekannte Online-Reisekonzern Booking.com mit über 1800 Dollar. An Auswahl mangelt es nicht.

Wie ist es in Deutschland?

Natürlich kennen wir hierzulande auch den Aktiensplit, vor einem Jahr war es der Sportartikelhersteller Puma, der seine Aktien gezehntelt hatte. Vor Kurzem war es die Medizintechnikfirma Eckert und Ziegler. Aber auch die großen Werte aus dem DAX wie BASF, Beiersdorf, Eon, Fresenius, SAP oder Siemens haben ihre Anteilsscheine schon geteilt, aber das ist schon viele Jahre her. Optisch richtig teure Werte gibt es derzeit nicht im Dax, aus dem MDax ragt der Küchenhersteller Rational mit seinem 600 Euro Kurswert hervor. Aber wer weiß, deutsche Unternehmen ahmen nicht selten angelsächsischen Gepfogenheiten nach und schließlich befindet sich unser Leitindex auch in seiner Mehrheit in ausländischen Händen.

Fazit

Tesla hat strategisch nachgemacht, was Apple bereits vor Monatsfrist erfolgreich vorgemacht hat: Die teuerste Firma der Welt hat bereits vier Mal einen Aktiensplit durchgeführt, der fünfte ist für Ende August angekündigt und hat zu den gewohnten (positiven) Kursreaktionen geführt. Ohne die Splits würde die Aktie des Börsengiganten Apple heute bereits 24.000 Dollar kosten. Für viele Kleinanleger unhandelbar. Dass es dennoch anders geht, zeigt die Aktie von Warren Buffett, Berkshire Hathaway.

Diese kostete bei seiner Übernahme der Firma im Jahre 1965 unter 20 Dollar und heute in der Ur-Form als A-Aktie ungesplittet etwa 318.000 Dollar, eine Performance von über 2 Millionen Prozent, allerdings in einem für Normalanleger unvorstellbar langem Zeitraum. Geschadet hat es der Performance der Aktie auf lange Sicht nicht, weil zu guter Letzt die Fundamentaldaten zählen.

Kurzfristig ist ein Aktiensplit immer ein kleiner Kursturbo, auch wenn sich fundamental nichts ändert. Und für Trader eine lohnende Angelegenheit, wenn es gelingt….?

Wie ein Aktiensplit die Kurse von Apple und Tesla treibt

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Handelskrieg, jetzt Internetkrieg zwischen USA und China?

Markus Fugmann

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Der Kampf um die globale Dominanz begann mit dem Handelskrieg, nun aber entwickelt sich die Auseinandersetzung zunehmend zu einem Krieg um das Internet. Der Bann der Trump-Administration non TikTok, vor allem aber von WeChat zeigt, wie sich die Auseinandersetzung nun immer mehr in den digitalen Raumm verlagert. Nun versuchen Apple und andere US-Konzerne durch Lobbyarbeit den Bann zu verhindern – denn vor allem für Apple geht es um viel: ohne WeChat würden die Verkäufe von iPhones im zweitwichtigsten Absatzmarkt kollabieren..

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