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Merkwürdige Warnung vor Trading mit CFDs, Forex und Binären Optionen

Dass der Handel in den Kategorien Forex, CFDs und Binäre Optionen besonders riskant ist, dürfte inzwischen kein Geheimnis mehr sein. Umso verwunderlicher ist da aktuell die an die breite Öffentlichkeit…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Dass der Handel in den Kategorien Forex, CFDs und Binäre Optionen besonders riskant ist, dürfte inzwischen kein Geheimnis mehr sein. Umso verwunderlicher ist da aktuell die an die breite Öffentlichkeit und vor allem an Privatpersonen verfasste Warnung aus Malta. Die kleine Insel ist EU-Mitglied und in einem kleineren Rahmen, aber ähnlich vom Standing her eine Art Offshore-Finanzplatz wie Zypern. Gerade kleine Brokerfirmen, die nach lascher Regulierung suchen, und versuchen Kunden zu hohen Handelsumsätzen zu bewegen, fühlen sich natürlich tendenziell hier wohler als in Deutschland oder Frankreich.

Die Finanzaufsicht „Malta Financial Services Authority“ (MFSA) hat einen Text veröffentlicht, wonach man „noch einmal“ explizit auf die hohen Risiken für Privatinvestoren hinweisen möchte, die diese Produkte mit sich bringen. Dies tue man auch vor dem Hintergrund der Warnung der EU-Finanzaufsicht ESMA (European Securities and Markets Authority), die darauf hinweise, dass Anbieter aus diesem Bereich oftmals fragwürdig gegenüber Privatkunden werben würden. Die angesprochenen Kunden würden die Risiken, die Komplexität und den spekulativen Charakter von Forex, CFDs und Binären Optionen oft nicht verstehen.

Diese Angebote ausschließlich über Webseiten ohne jegliche Anlageberatung hätten zu „signifikanten Nachteilen und Verlusten“ bei Kunden geführt. Auch würden nicht lizensierte Anbieter diese Produkte anbieten. Man habe Befürchtungen, dass Privatanleger zunehmen Opfer von Betrügereien werden. Privatanleger sollten sich doch bitte ausführlich mit diesen Produkten beschäftigen und sich über die Risiken beraten lassen. Dazu haben wir von FMW eine Meinung.

Natürlich ist es immer bedauerlich für jeden einzelnen Trader, wenn er Geld an der Börse oder in außerbörslichen Derivaten verliert. Aber wenn diese Tatsache extrem schlimm, verwerflich und schützenswert ist, dann müsste man in der EU ja ebenso sämtliche großen etablierten Onlinebroker und Direktbank-Töchter von großen Banken (Comdirect etc) stark in ihren Tätigkeiten einschränken. Denn auch sie geben mit voller Absicht keinerlei Beratung, was ja das Konzept von Direktbanken ist. Ebenso mit voller Absicht verzichten Anleger mit Konten bei Direktbanken auf jegliche Art von Beratung oder Unterstützung, da sie alles alleine und unbeeinflusst entscheiden wollen.

Wie auch bei Direktbanken finden auch bei kleineren Onlinebrokern Risikoaufklärungen und Hinweise statt. Diese werden aber online offeriert. Wenn der Kunde über die Infotexte auf einer Broker-Webseite nur schnell rüber-scrollt, und dann auf den „Gelesen & Verstanden“-Button klickt, liegt das im Rahmen seiner eigenen Verantwortung, so meinen wir es zumindest! Und betrügerische Anbieter, die gibt es immer und überall. Die müssen natürlich bekämpft werden. Das aber ist eben Sache der Aufsichtsbehörden. Für unbedarfte Privattrader ist es immer schwieriger seriöse von unseriösen Anbieter oder gar Betrügern zu unterscheiden. Die alles entscheidenden Web-Auftritte von Betrügern sind inzwischen technisch immer besser aufbereitet. Wenn die Aufsichtsbehörden den Markt bereinigen wollen, dann müssen sie eben als „Aufsichtsbehörde“ handeln und diese Betrüger dingfest machen.

Die MFSA im Original-Wortlaut:


Notice addressed to the general public, namely to retail investors, regarding

the sale of speculative products [Contracts for Difference; Binary Options; Forex and other speculative products] and their associated risks.

The Malta Financial Services Authority (“MFSA”) wishes to once again alert the general public, in particular retail investors, regarding the high risks associated with investments in contracts for difference, binary options, forex and other highly speculative products.

The European Securities and Markets Authority (“ESMA”) has stated that these type of products give rise to investor protection concerns, mainly due to the marketing strategies of the firms selling the products and the manner in which they are presented to retail investors who may not understand their highly risky, complex and speculative nature. These products are often advertised via online platforms and are sold without investment advice which has resulted in significant detriment and loss to retail investors. Unauthorised and unregulated entities are also offering these products which is of particular concern as it significantly increases the risk for investors who may become victims of fraudulent scams.

The MFSA strongly advises investors and potential investors to exercise caution and be vigilant when seeking to invest in these speculative products and to ensure that the provider is duly authorised to offer services in relation to these products. Consumers should also seek professional investment advice and ensure that they have thoroughly understood the risks involved prior to investing in these complex instruments.

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    asyoulike

    3. März 2017 15:57 at 15:57

    Moin, moin,
    wie kann man auch einen Broker aus Malta, Zypern und Co. wählen. Wo soll da noch Sicherheit vorhanden sein? Wie schnell man aber auch in der BRD sein blaues Wunder erleben kann, wurde bspw. durch die Neuimex belegt. Alleine das Risiko in den im Artikel genannten Produkten ist hoch, dann noch die Potenzierung des Ganzen durch einen „Wackel“-Broker, nein Danke!

  2. Avatar

    Gerhard

    4. März 2017 17:44 at 17:44

    Warnung!!!
    Abkassiert und Gedemütigt!
    Möchte Alle Trader warnen sich mit „Option 888“ einzulassen!!! (Binäre Optionen)
    LG. P.,G.

  3. Avatar

    Mike Hempel

    5. März 2017 09:46 at 09:46

    Hallo,

    ja, da gibt es leider viel zu viele. Der letzte quasi seriöse Broker aus Zypern hat sein Angebot so verändert das es nicht mehr möglich ist dort leicht Geld mit High Yield(350% Optionen) Geld zu verdienen. Dort letztes Jahr um die 50000 € abgeräumt. Mein Konto das auf meinen Namen läuft wurde allerdings gesperrt und auch nicht ausgezahlt. Mittlerweile ist das bei fast allen Zypern Brokern so(Sperrung).

  4. Avatar

    Mike Hempel

    5. März 2017 09:47 at 09:47

    24 Option ist gemeint

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Lieber Börsianer,

da stimmen Sie mir sicherlich zu. Die Stimmung an den Börsen hat sich im Oktober eingetrübt. Vor allem das europäische Infektionsgeschehen schlägt uns aufs Gemüt. Auch im Alltag werden wir die Folgen nächstens wieder alle ganz gegenständlich spüren, wenn Deutschland in den Lockdown light geht. Das nämliche Bild bei unseren Nachbarn. In Wien werden derzeit ähnliche Maßnahmen vorbereitet, um die zweite Covid-Welle zu brechen. In Frankreich gelten sogar wieder harte Ausgangssperren. Man darf dort zur Arbeit und zum Einkauf fahren. Ansonsten gilt: Rien ne va plus.

Da überrascht es nicht, dass der DAX südwärts läuft und derweil auf Wochensicht über 8 % eingebüßt hat. Ähnlich wie im vergangenen Februar und März sind auch die Ölpreise wieder massiv rückläufig und verlieren zur Vorwoche rund 9 %. US-Aktien halten sich noch recht wacker, aber auch hier sehe ich Gefahr im Verzug.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich mache jetzt hier nicht den Pessimisten. Gleichwohl halte ich es für ratsam, kurzfristig in unseren Depots die Cashquoten zu erhöhen und den ein oder anderen Titeln zu veräußern, um dann am Ende zu günstigeren Kursen wieder in den Markt zurückzukommen.

Diese Taktik dürfte etwa bei dem Wasserstoff-Titel Ballard Power reizvoll sein, denn hier kündigt sich ein scharfer Ausverkauf an. Schauen wir uns zunächst einmal die letzten Zahlen aus dem zweiten Quartal an. Das kanadische Unternehmen meldete einen Umsatz in Höhe von 25,8 Millionen USD. Das entspricht einem recht vernünftigem Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal in Höhe von 9 %. Den Verlust konnte man spürbar eingrenzen, gleichwohl hat das…..

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