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Netflix-Quartalszahlen: Ein Desaster – Aktie crasht 23 Prozent

Netflix auf Computer schauen - Beispielbild

Soeben wurden die Netflix-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier zeigen wir die wichtigsten Eckdaten.

Der Umsatz liegt bei 7,87 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 7,16/Erwartungen 7,93). Im aktuell laufenden Quartal soll der Umsatz bei 8,05 Milliarden Dollar liegen.

Der Gewinn liegt bei 3,53 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 3,75/Erwartungen 2,89). Im laufenden Quartal erwartet man 3,00 Dollar.

Die Zahl neuer Abonnenten liegt bei -0,20 Millionen (erwartet +2,5). Für das laufende Quartal gibt man aktuell die Zielmarke von -2,0 Millionen neuen Abonnenten aus – hier lagen die Erwartungen aber bei +2,4 Millionen.

Die Netflix-Aktie notiert aktuell nachbörslich mit -18 Prozent. Zwar übertrifft der Gewinn die Erwartungen. Aber das ist völlig egal in diesem Fall. Denn die Abo-Zahlen sind ein Schock. Rückläufige Abo-Zahlen, und dann noch diese Erwartung von -2 Millionen Abos im aktuell laufenden Quartal – das ist ein Desaster.

Netflix erwähnt in seinem Kommentar zu den Quartalszahlen die rückläufigen Abos von -0,2 Mio bei Erwartungen von +2,5 Mio Abos. Wir hatten heute Nachmittag bereits darüber spekuliert. Würde der Rückzug von Netflix aus Russland Anfang März ein dickes Loch in die Abo-Zahlen reißen? Hier dazu das Unternehmen: Die Einstellung des Dienstes in Russland und die Abwicklung aller bezahlten Mitgliedschaften in Russland wirkte sich mit -0,7 Mio Abos auf die bezahlten Netto-Neuzugänge aus. Ohne diesen Effekt hätte es netto +0,5 Millionen Abos gegeben.

Die größte Herausforderung für das Mitgliederwachstum ist laut Netflix die anhaltend schwache Akquisition in allen Regionen. Auch die Mitgliederbindung war im Vergleich zur Prognose leicht rückläufig, obwohl sie weiterhin auf einem sehr gesunden Niveau sei. Die jüngsten Preisänderungen entsprächen weitgehend weitgehend den Unternehmenserwartungen und seien deutlich umsatzsteigernd. In der Region EMEA (-0,3 Mio. bezahlte Netto-Neuzugänge, bzw. +0,4 Mio. ohne den Russland-Effekt) verzeichnete Netflix im März eine Verlangsamung des Geschäfts in Mittel- und Osteuropa im März, zeitgleich mit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine. Bezahlte Netto-Neuzugänge in LATAM beliefen sich auf -0,4 Mio. Ähnlich wie in den letzten Quartalen glaube man, dass eine Kombination von Kräften einschließlich der makroökonomischen Schwäche und der Preisänderungen das Mitgliederwachstum gebremst haben.

Also: Der Ukraine-Krieg hat mit zu diesem Desaster beigetragen, aber er war nicht alleine dafür verantwortlich!

Update 22:17 Uhr: Das nachbörsliche Minus in der Aktie hat sich auf -23 Prozent vergrößert.



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1 Kommentar

  1. Tesla wird uns morgen wieder einem weiteren Märchen überraschen. Einmal werden wir noch wach dann hat uns Elon etwas mitgebracht.

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