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Norwegische Krone: Augen auf, ab Februar steigende Käufe der Notenbank

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die norwegische Krone sollte man ab Montag genauer im Auge behalten. Die norwegische Notenbank gab nämlich heute bekannt ab Montag aus seinen Öl-Einnahmen in Devisen täglich 900 Millionen Kronen zu kaufen (94 Mio Euro). Im Dezember lag man noch bei 500 Mio Kronen pro Tag. Wenn die Cash-Überschüsse der Regierung aus Ölverkäufen größer seien als das Haushaltsloch, würde die überhängende Summe in den Staatsfonds fließen, so die Notenbank. Wenn die Öl-Einnahmen das Defizit nicht decken sollten, werde man Devisen vom Staatsfonds abziehen um das Defizit auszugleichen. Man tue dies im Auftrag der Regierung.

Was hat das zu bedeuten? Geht es der Notenbank primär um eine Stützung für die norwegische Krone, da sie schon genug abgewertet hat? Der Euro ist gegenüber der Krone seit 2013 enorm gestiegen von 7,50 auf 9,48. Möglich. Oder, was man auch vermuten darf, möchten norwegische Regierung und Notenbank jetzt schon mal Cash in Landeswährung anhäufen für einen weiteren ökonomischen Stimulus für die norwegische Wirtschaft? Auch ist wahrscheinlich, dass das Haushaltsloch weiter steigt durch sinkende Steuereinnahmen, höhere Arbeitslosigkeit und somit höhere staatliche Ausgaben – hierfür bräuchte man dann mehr Kronen.

Anfang der Woche erst hatte das norwegische Finanzministerium gesagt die Regierung sei bereit zu handeln, falls notwendig. Klingt irgendwie nach „EZB-Slang“, oder? Also pumpen pumpen pumpen, richtig? Geld in die Wirtschaft, staatliche Beschäftigungsprogramme, Bildungsoffensive? Nichts zu tun wäre in Norwegens Lage sicherlich das Verkehrteste. Letztes Jahr gingen in Norwegen 50.000 Arbeitsplätze verloren, davon 30.000 im Energiesektor (Öl und Gas). Rechnet man das mal hoch auf die Bevölkerungszahl in Deutschland, wären letztes Jahr 740.000 Arbeitsplätze verloren gegangen.

Wie werden sich die erhöhten Käufe der Notenbank auf die norwegische Krone auswirken? EURNOK hat im Vergleich zu EURUSD oder GBPUSD natürlich nur ein minimales Handelsvolumen, daher darf man gespannt sein, was kontinuierliche Käufe der Notenbank für den Kurs der Krone bedeuten.

Euro vs Norwegische Krone
Euro vs. NOK seit 2013.

Die norwegische Notenbank dazu heute offiziell:

„Norges Bank will sell foreign exchange on behalf of the government equivalent to NOK 900 million per day in February 2016. Norges Bank purchases foreign currency from the State’s Direct Financial Interest (SDFI) each month. If the government’s net cash flow from petroleum activities exceeds the non-oil budget deficit, some of the foreign exchange purchased from the SDFI is transferred to the Government Pension Fund Global (GPFG). Norges Bank sells the remaining amount in the market. If the government’s net cash flow from petroleum activities is insufficient to cover the non-oil budget deficit, foreign exchange will be transferred from the GPFG to cover some of the budget deficit. Norges Bank will then sell foreign exchange from the GPFG, as well as the foreign exchange from the SDFI, in the market. Norges Bank performs this task on behalf of the government.“

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Biden sei dank: Märkte glauben an die große Rettung – Risiko war gestern

Claudio Kummerfeld

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Joe Biden tritt heute sein Amt als US-Präsident an. In Windeseile wird er sich offenkundig daran machen sein 1,9 Billionen US-Dollar schweres Stimulus-Paket durch den US-Kongress zu bekommen. Die dortige Mehrheit ist zwar hauchdünn. Aber die Märkte sind frohen Mutes. Woran man das sieht? Schauen wir auf den folgenden Chart im Tweet. Er zeigt die Rendite für US-Schrottanleihen (Junk Bonds). Dies sind Anleihen, bei denen das Ausfallrisiko besonders hoch ist. Da Anleger für ein hohes Risiko entschädigt werden wollen und müssen, erhalten sie höhere Renditen als Inhaber von (vermeintlich sicheren) Staatsanleihen. Die Rendite fungiert hier also als Risikoprämie.

Die Höhe der Risikoprämie zeigt an, für wie ausfallgefährdet der Markt diese Anleihen hält. Je höher die Rendite, desto höher ist in den Augen des Kapitalmarkts das Risiko, dass die begebende Firma dahinter pleite geht, und somit die Anleihe nicht zurückzahlen kann. Im Chart sehen wir seit dem Jahr 2010 den Verlauf der Rendite bei US-Schrottanleihen. Zum Start der Coronakrise im März 2020 schoss die Rendite von 5 Prozent auf über 11 Prozent in die Höhe. Und danach beruhigte sich die Lage wieder, aktuell auf nur noch 4,13 Prozent – ein Rekordtief! In den letzten Monaten kamen die Impfstoff-Hoffnungen auf. Und jetzt seit einigen Tagen wird der große Stimulus in den USA immer konkreter. Wie gesagt, Joe Biden wird heute vereidigt. Und wie seine neue Finanzministerin Janet Yellen gestern klar machte, wird man die US-Volkswirtschaft kräftig mit Geld fluten.

Und wie sie sagte, sei das kräftige Schuldenmachen im Augenblick wichtiger als der Blick auf eine zu hohe Staatsverschuldung. Die müsse man zwar später mit höheren Unternehmenssteuern wieder abbauen, aber kurzfristig müsse man sich stark neu verschulden und die Konjunktur anfeuern. Und ja, der Kapitalmarkt scheint fest daran zu glauben, dass somit die Schrottunternehmen weiterhin im Spiel bleiben, und ihre Schulden weiterhin bedienen können. Wenn nur genug frisches Geld vom Staat kommt, geht die Party also weiter? Dieser Chart zeigt es jedenfalls an. Die Risikoprämie sinkt immer weiter, auf wie gesagt ein Rekordtief von nur noch 4,13 Prozent.

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Blick nach Deutschland

Aber schauen wir auch mal nach Deutschland. Hier sehen wir im folgenden Langfristvergleich seit dem Jahr 2010, wie die Rendite für deutsche Staatsanleihen immer weiter fällt, und der Dax (orange) immer weiter steigt. Das immer weiter sinkende Zinsniveau (in Deutschland dank hoher Bonität deutliche Negativrendite) treibt die Anleger in Aktien, Immobilien etc. Aktuell notieren die Aktienmärkte an ihren Allzeithochs. Heute hat auch der deutsche Staat mal wieder für 30 Jahre laufende Anleihen verkauft, mit einem Bruttovolumen von 1,5 Milliarden Euro. Die Nachfrage lag bei einem Volumen von 1,79 Milliarden Euro.

Und (wie gesagt 30 Jahre Laufzeit) die Emissionsrendite lag bei minus 0,13 Prozent, nach minus 0,06 Prozent im November. Immer weiter sinkende Zinsniveaus, immer mehr Stimulus – da wird die Lücke doch gut aufgefangen oder besser gesagt aufgefüllt, die Corona gerissen hat? Und diese Rettungsorgie wird vor allem in den USA kräftig weiter gehen, davon darf man ausgehen. Und so könnte man glatt sagen, dass „Risiko“ bei Anleihen irgendwas war, dass man mal kannte – aber heute gibt es das nicht mehr?

Chart zeigt Vergleich von Dax gegen Anleiherenditen

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Achtung: Korrektur voraus – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Stimmung auf dem digitalen Börsenparkett ist prächtig. Wir haben überhaupt nicht genug Geld, um alle die großartigen Titel des internationalen Kurszettels kaufen zu können, so eine verbreitete Empfindung.

Das sind einige der Zutaten dieser Euphoriewelle, die bereits seit einigen Monaten über die Aktienmärkte hinwegrollt.

Fokussierung auf wenige Trendbranchen: Die Hausse verkürzt sich zunehmend auf einige wenige Titel aus einigen Trendbranchen wie Wasserstoff oder E-Mobilität. Das waren zuletzt etwa die Favoriten auf der Privatanleger-Plattform Tradegate: NEL ASA, Plug Power, Xiaomi, Tesla und Ballard Power.

Es ist ein Warnsignal, wenn eine Hausse nur noch auf den Schultern weniger Aktien liegt. Gesund ist eine Hausse immer dann, wenn sie von möglichst vielen Aktien aus unterschiedlichen Branchen getragen wird.

Kauf zu jedem Preis: Typisch ist dabei, dass die Anleger derzeit bereit sind, für eine „geile“ Aktie jeden Preis zu bezahlen. Die Bewertung interessiert nicht mehr, solange der Titel einer Trendbranche zuzurechnen ist. Typisch ist auch, dass man diese Aktien nicht erst in einer Woche haben will, sondern jetzt sofort. Folglich verzichten immer mehr Anleger auf die Bestimmung eines Kauflimits und fassen stattdessen billigst zu.

In der Folge erleben wir immer öfter prozentual zweistellige Kursanstiege auf Tagesbasis, ohne dass eine Nachricht aus dem Unternehmen vorliegt. Zu Deutsch: Die Kursanstiege sind in der Regel nicht mehr fundamental begründet.

Am Ende entsteht ein gewaltiger Sog, dem wir uns kaum noch entziehen können. Selbst Profis fallen dann um, werfen ihre bewährten Strategien über…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Experte: Finger weg von Deutsche Bank und Commerzbank

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Andre Stagge über Commerzbank und Deutsche Bank

Der Börsenexperte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) rät als Langfristinvestment ganz klar ab von Aktien wie Deutsche Bank und Commerzbank. Ausführlich bespricht er die Krise der Banken, und warum 2021 wohl kein gutes Jahr für sie werden wird. Auch wenn die Kurse auf den ersten Blick günstig zu sein scheinen. Eine Welle an Kreditausfällen könnte nun anstehen. Das Thema der faulen Kredite, die auch schon vor der Coronakrise da waren, aber jetzt noch deutlich ansteigen dürfen, besprechen wir oft auf FMW (siehe zum Beispiel hier). Andre Stagge geht aktuell darauf näher ein, und bietet eine Art Gesamtüberblick auf die Lage der Bankenbranche in der Krise.

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