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Nukleinsäure des Coronavirus ausserhalb menschlicher Körper in China entdeckt

Laut chinesischen Experten können Handy-Bildschirme, Computertastaturen, Wasserhähne und andere Haushaltsgegenstände das Virus indirekt übertragen

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Wie die „Global Times“ berichtet, wurde in Guangzhou, Haupstadt der Provinz Guangdong mit ca. 11,5 Millionen Eiwohnern, die Nukleinsäure des Coronavirus ausserhalb menschlicher Körper entdeckt. Damit wird wahrscheinlicher, dass das Coronavirus nicht nur durch zwischenmenschlichen Kontakt übertragen werden kann, sondern auch durch die Nutzung von Gegenständen, die zuvor Infizierte genutzt hatten.

Dazu schreibt die „Global Times“ (übersetzt nach deepl.com):

„Es wurden neue Wege zur Übertragung des Coronavirus gemeldet, und die Virusnukleinsäure wurde außerhalb des menschlichen Körpers nachgewiesen, was in der Öffentlichkeit die Besorgnis auslöste, dass das Virus auf unbekannte und unentdeckte Weise übertragen werden könnte.

Wissenschaftler haben Coronavirus-Nukleinsäure an der Türklinke eines staatlichen Patientenhauses in Guangzhou gefunden, der erste Fall eines neuartigen Coronavirus, der außerhalb des menschlichen Körpers entdeckt wurde, berichtete Guangzhou Daily am Montag.

Handy-Bildschirme, Computertastaturen, Wasserhähne und andere Haushaltsgegenstände könnten das Virus indirekt übertragen, sagten Experten.

Ein Mann aus der nordostchinesischen Provinz Jilin, der am Montag mit dem Coronavirus infiziert wurde, berichtete von seinen Erfahrungen und sagte, er habe dasselbe Mikrofon bei einem Treffen im Januar mit einem anderen infizierten Patienten benutzt.

Abgesehen von Atemtröpfchen und Kontaktübertragungen wurde bei einem 40-jährigen Mann aus der nordchinesischen Autonomen Region Innere Mongolei, der im Obergeschoss eines infizierten Patienten lebt, am Samstag ebenfalls eine Coronavirusinfektion diagnostiziert.

Die Person hat keine klare Kontaktgeschichte mit Menschen aus anderen Städten, Patienten oder wilden Tieren und war nie auf einem Markt, wie die örtliche Gesundheitsbehörde am Sonntag mitteilte.

Die Netizens (FMW: chinesishe Internet-Nutzer) waren besorgt, dass der Patient aus der Inneren Mongolei durch Toiletten- oder Lüftungsgeräte infiziert worden sein könnte.

Experten hatten davor gewarnt, dass das neuartige Coronavirus durch das Verdauungssystem übertragen werden könnte, da sie 2019-nCoV-Nukleinsäuren in Stuhl- und Rektalabstrichen von Patienten gefunden hatten, und die Gesundheitsbehörden hatten vorgeschlagen, die zentrale Klimaanlage abzuschalten, wenn Coronavirus-Patienten gefunden werden.

Der Fall lenkte die Aufmerksamkeit auf einen Fall während des SARS-Ausbruchs im Jahr 2003 – In der Wohnanlage Amoy Gardens in Hongkong verbreiteten sich aerosolierte Fäkalien über die Rohrleitungen von Stockwerk zu Stockwerk und infizierten über 300 Menschen mit dem Virus, hieß es in Berichten.“

Wenn sich diese Erkenntnisse bestätigen sollten, dürfte die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus deutlich zulegen – auch ausserhalb Chinas durch Lieferungen von Produkten aus dem Reich der Mitte (weltweit enthalen ca. 20% aller Produkte aus China gelieferte Elemente). Auch für die Aktienmärkte wäre das keine gute Nachricht..

 

In Guangzhou wured die Nukleinsäure des Coronavirus ausserhalb eines Menschen entdeckt

Die Skyline von Guangzhou

By jo.sau – Flickr, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=39440016

 

11 Kommentare

11 Comments

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    stranger123

    4. Februar 2020 11:24 at 11:24

    Stark! Das beweist meine Vermutung, dass Corona-Virus „nicht von schlechten Eltern“ ist, und es steht auf dem Spiel wesentlich mehr als Finanzmärkte, nämlich die ganze Menschheit.

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    Übelkeit

    4. Februar 2020 11:25 at 11:25

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    Sven

    4. Februar 2020 11:28 at 11:28

    Dann muss die nächste Geldspritze etwas größer ausfallen.
    Wie gesagt Buy-the-Dip

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    BrettonWood

    4. Februar 2020 11:33 at 11:33

    „Der im Obergeschoss eines Infozierten Patienten wohnte“ ? Wirklich ? Das würde ich zugerne mal sehen…ich wusste das fie Pkatzverhätlnisse nicht Europäisch sind…zum Glück wohnen in meinem Obergeschoss nur eigene Organe und keine fremden Menschen 😂😂😱

    Ansonsten sit der Text wohl eher für die weniger gebildteten Gedacht….Schmierinfeltionem galten von Amfamg an als Wahrscheinlich…den News Wert fällt schwer zu erkennen…

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    BrettonWood

    4. Februar 2020 11:36 at 11:36

    Ergänzung, nur weil man es an einer Türklinke gefunden hat, (Notabene eines Spitals) heisst doch nicht es könnte Tagellang auf einem Paket überleben…also das scheint mir nun Panikmache zu sein…

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      stranger123

      4. Februar 2020 12:06 at 12:06

      Der Fall lenkte die Aufmerksamkeit auf einen Fall während des SARS-Ausbruchs im Jahr 2003 – In der Wohnanlage Amoy Gardens in Hongkong verbreiteten sich aerosolierte Fäkalien über die Rohrleitungen von Stockwerk zu Stockwerk und infizierten über 300 Menschen mit dem Virus, hieß es in Berichten.“

    • Avatar

      Burberg

      4. Februar 2020 12:58 at 12:58

      Na, vielleicht nicht an einem Paket, aber vielleicht schön schnuckelig verpackt und geschützt IN einem Paket.

    • Avatar

      Emilia

      15. Februar 2020 17:04 at 17:04

      Liebe Mitmenschen, egal ob neue o.alte Erkenntniss, Fakt ist das in großen Supermärkten weiterhin Lüfter/ Limanlagen Handtrockner laufen Hab es oft schon laut gesagt, doch dumme Menschen lachen.
      Das gleiche gilt beim Essen- Imbiss, Bäcker
      usw. KRANKHEITEN WERDEN DURCH MANGELNDE hygiene, Geld Putzlappen usw. Anfassen danach direkt das offene Essen. Ich esse seit Jahren nix unverpacktes, war noch nie wirklich krank während die ach so schlauen jämmerlich krank sind. Genauso überträgt sich Krebs wenn melanome (mit gegessen) werden. Wird über Verdauung in Blutbahn geschleust.

  6. Avatar

    Faktist

    4. Februar 2020 13:46 at 13:46

    Pharmawerte stehen vor 90% Korrektur!!! Es werden keine Heilmittel bzw. Medikamente benötigt!!! Man kann jetzt alles mit GELD heilen!!! Also unbegrenzte Mittel!!! Einfach beim Frühstücken eine paar Scheine auf Brot mit verarbeiten!!! Wie EASY ist den diese Welt geworden!!! Alles nur noch einfach!!!

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      Jan Der Umweltschützer

      4. Februar 2020 14:19 at 14:19

      Mann kann nicht alles mit Geld heilen, man kann aber die wirtschaftliche Schäden mit Geld eindämmen☝️
      Was verstehen Sie den nicht?

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    Schmidthaler

    5. Februar 2020 07:08 at 07:08

    Ihr wundert euch, so sieht der moderne Krieg aus
    Wenn trifft es meistens
    Die Armen, schwachen
    Bedankt euch bei allen Regierungen
    So lang Geld und Menschen regiert, macht euch Keine Hoffnungen das es besser wird.

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Inflation voraus? Erst deflationärer Schock, dann Hyperinflation?

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Stehen wir infolge der Coronakrise vor einem Schub der Inflation – vielleicht gar vor einer Hyperinfaltion? Notenbanken und Regierungen pumpen bekanntlich derzeit Billionen in die Wirtschaft und die Märkte, und es stellt sich die Frage, ob dieser Liquiditäts-Tsunami dann zwangsläufig eine Inflation auslösen muß!

Die Antwort auf diese Frage lautet: sehr wahrscheinlich wird die Inflation deutlich ansteigen! Wichtig aber ist für Investmententscheidungen vor allem das Timing: wir erleben derzeit einen Cash Crunch, die Geldumlaufgeschwindigkeit nimmt dramatisch ab, weil viele Firmen und Selbständige derzeit keinerlei Umsatz generieren und erst einmal nur warten können, bis die beantragten oder noch zu beantragenden Kredite dann auch wirklich eintreffen. Aber diese Kredite sind ja nur ein Pflaster, dass die fehlenden oder deutlich geringeren Umsätzen von Millionen von Firmen und Menschen nicht annähernd wird ersetzen können. Daher wird absehbar weniger konsumiert, man hält das Geld zusammen – Cash ist King!

Wann kommt die Inflation?

In einem solchen Umfeld entsteht keine Inflation – es ist vielmehr in den nächsten Wochen und Monaten ein deflationärer Schock zu erwarten. Es hat ein Prozeß der Enthebelung begonnen – wer etwa kurz vor der Coronakrise in hohem Maße fremdfinanziert eine extrem teure Immobilie in einer deutschen Großstadt gekauft hat, der wird in Schwierigkeiten geraten – schon weil in dem deflationären Schock zu erwwarten ist, dass die Immobilienpreise fallen werden (derzeit finden faktisch keine Transaktionen mehr statt im Immobilien-Bereich – lediglich vor längerer Zeit begonnene Transaktionen werden noch vollendet).

Aber später – wann ist natürlich die Gretchenfrage – wird die Nachfrage wieder anziehen, wenn das Coronavirus einigermaßenim Griff ist. Produktion von Bereichen, die zuvor nach China oder andere Länder ausgelagert worden sind, werden wieder zurück geholt (eine Deglobalisierung). Dafür braucht man Menschen, Maschinen und Arbeitskräfte. Dann trifft die Nachfrage auf die immense Liquidität der Notenbanken und Regierungen, gleichzeitig wird es aufgrund der Coronakrise in einigen Bereichen Lieferschwierigkeiten geben – mit der Folge, dass die Preise für Güter und Waren wohl deutlich steigen werden.

Kommt eine V-Erholung (schnelle Herstellung des alten Niveaus), oder eine U-Erholung (langsamere Erholung)? Oder ist es doch ein „L“ – also eine fortgesetzte Depression?

Thomas Mayer – einst Chefvolkswirt der Deutschen Bank und nun bei Flossbach von Storch tätig – über die weiteren Perspektiven für Deutschland und die Weltwirtschaft, für die Zukunft des Euro und mit Aussagen zur Frage, ob wir eine Inflation oder gar eine Hyperinflation bekommen werden:

Kommt die Inflation - oder gar die Hyperinflation?

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Grundeinkommen für Spanien – Auftakt in die große Abwärtsspirale?

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Spanien will Grundeinkommen einführen

Mit dem Grundeinkommen ist das so eine Sache. Aktuell will die spanische Regierung es schnellstmöglich einführen. Die spanische Wirtschaftsministerin Nadia Calviño hatte die Pläne gegenüber dem spanischen Sender La Sexta am Sonntag geschildert. Man habe die Ambition dieses Instrument als Dauerzustand und strukturelles Instrument einzuführen. Ein Grundeinkommen zu fordern ist einfach – und verführerisch. Denn damit kann man Millionen von Menschen glücklich machen und für sich gewinnen.

Aber wer so etwas einmal ins Rollen bringt, hat ein Problem. Wir wollen mal einen Vergleich zur aktuellen Lage in Russland ziehen. Wladimir Putin hat im Zuge der Coronakrise die Unternehmen in Russland dazu verpflichtet, trotz Shut Down weiterhin alle Gehälter zu zahlen. Aber gleichzeitig scheint es keine staatliche Hilfen für Unternehmen zu geben. Was also vordergründig eine tolle Sache für die Arbeitnehmer zu sein scheint, bringt im Hintergrund eine Lawine ins Rollen, die man nicht sehen will – aber diese Lawine wird zwangsläufig sichtbar, wenn die Unternehmen massenweise pleite gehen, weil sie einfach kein Geld mehr auf dem Konto haben.

Irgendwie muss ein Grundeinkommen refinanziert werden

Aber zurück zum Grundeinkommen. Hier ist der Mechanismus ähnlich, dass man vordergründig etwas Tolles macht, dass hintenrum dadurch aber immense Probleme erschaffen werden. Das „bedingungslose“ Grundeinkommen einzuführen, bei dem als Gegenleistung nichts erwirtschaftet werden muss, kann nur zwei Dinge bedeuten. Entweder unendlich viel Geld drucken über die EZB und dann an den spanischen Staat weiterreichen – das wird als Dauerzustand aber etwas schwierig. Oder man muss zur Gegenfinanzierung die Steuern für den Mittelstand, für die Besserverdiener und die Reichen drastisch erhöhen. Nur dann haben die alle kein Interesse mehr in Spanien tätig zu sein und dort ihr Einkommen beziehungsweise Vermögen zu versteuern. Und zack, man hat letztlich eine immense Flucht von Kapital und Fachkräften raus aus Spanien. Denn wer hat schon Lust vielleicht 60, 70 oder 80 Prozent Steuern zu zahlen?

Diese Zahlen werfen wir jetzt mal einfach so in den Raum als fiktive Größenordnungen. Denn wer ein Grundeinkommen ohne Gegenleistung finanzieren will, muss ja irgendwoher das Geld dafür reinholen in die Staatskasse. Die Motive der aktuellen Regierung in Spanien mögen gut sein. Denn in Ländern, die kein umfassendes Sozialsystem haben wie in Deutschland (Hartz4, Kurzarbeit uvm), da geht es wirklich um Hunger und Obdachlosigkeit, wenn dank der Coronakrise die Leute nicht in der Lage sind Geld durch Arbeit zu verdienen. Und gerade für Spanien gilt: Man ist auf den Tourismus angewiesen. Nicht nur, aber der Tourismus ist ein sehr wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Und wenn man davon ausgeht, dass die Touristen aus Deutschland und Großbritannien nicht gleich wieder ab Mai in Massen nach Spanien fliegen, dann kann man für Spanien viel mehr als für Deutschland oder Frankreich von einer heftigen Rezession ausgehen, bei der viele Menschen nichts haben, wovon sie sich etwas zu Essen kaufen können. Ein Grundeinkommen einzuführen, ist da natürlich der radikalste Schritt. Das linke Minderheits-Kabinett in Madrid ist auf die Stimmen konservativer Basken angewiesen. Eine wacklige Nummer. Aber denkbar wäre es das Grundeinkommen für Spanien durchzubekommen, wenn Millionen Spanien vor dem Nichts stehen.

Langfristig extrem schädlich für eine Volkswirtschaft

Kurzfristig wäre so ein Grundeinkommen natürlich eine tolle Sache. Aber es ist anzunehmen, dass die Rechnung dafür in den nächsten Jahren nach und nach präsentiert wird. Egal wie man es dreht und wendet. Verschenkt der Staat Geld ohne Gegenleistung, muss er es über stark steigende Steuereinnahmen finanzieren. Dies wird die gesamte Wirtschaft, die Gastronomen, die Facharbeiter und die Besserverdiener massiv belasten. Auch wenn man jetzt sagen könnte, dass „die da oben“ sowieso endlich mal kräftig zur Kasse gebeten werden sollten. Die Konsequenz wäre unausweichlich. Zunehmend viele Facharbeiter, Gastronomen, Mittelständler etc können die Lust verlieren in Spanien etwas zu leisten, und sich verabschieden. Entweder man schließt sein Geschäft, wandert aus, oder entlässt Mitarbeiter weil die Steuerlast zu hoch ist und man sparen muss, oder hört als Unternehmer auf an Innovationen zu basteln – weil der Staat danach einen Großteil des Ertrags abgreifen würde. Der kurzfristige Segen durch das Grundeinkommen wäre in Zukunft eine heftige Hypothek für Staat und Volkswirtschaft.

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Fratzscher: „Hyperinflation kein Problem, EZB kann sofort reagieren“

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Angst vor der Zukunft? Kommt die Inflation oder sogar Hyperinflation?

Schauen wir in die nahe Zukunft, und sehen die Hyperinflation anrollen? Wird es so kommen? Kritische Kommentatoren wie Markus Krall, Marc Friedrich, Max Otte etc besprechen dieses Thema nicht erst seit einigen Tagen, sondern haben auf diese Gefahr auch schon letztes Jahr ausdrücklich hingewiesen. Nur der Auslöser für die Rezession, Deflation und die darauf folgende Hyperinflation wisse niemand. Jetzt kennen wir ihn alle – es ist die Coronakrise. Aber wird die Inflation wirklich kommen, oder sogar die Hyperinflation?

Die vorhin besprochenen Kommentatoren haben verdammt gute Argumente für ihre Erwartung einer Hyperinflation (mehr Details nachlesen zum Beispiel hier oder hier). Grundsätzlich geht es darum, dass in den nächsten Monaten sehr viel neu gedrucktes und von Staaten in die Volkswirtschaft gepumptes Geld auf weniger Warenangebot treffe. Dies löse die Inflation aus. Im folgenden Video sehen wir ein aktuelles Interview mit Marcel Fratzscher, dem Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Er ist grundsätzlich bekannt dafür, dass er kein Problem mit hohen Staatsschulden hat, und dass er ein Fan davon ist die Nachfrageseite staatlich zu stimulieren.

Keine Angst vor der Hyperinflation

Die Deutschen haben eine Phobie vor Inflation und Schulden, so sagte es Marcel Fratzscher im Video (bitte ab Minute 9:30 anschauen). Seine Aussagen sind interessant, auch wenn man seine Argumente kritisch betrachten kann! In Sachen Hyperinflation und stark zunehmender Staatsverschuldung könnten wir in Deutschland wirklich entspannt sein, so Fratzscher. Dies sei für uns das geringste Problem und die geringste Sorge. Eine zu hohe Staatsverschuldung sehe er nicht (Anmerkung: Wieso nicht? Der Staat macht doch gerade jede Menge neue Schulden).

Deutschland sei solide, und der deutsche Staat habe immer wieder gezeigt, dass er Schulden auch schnell abbauen könne, wie in den letzten Jahren geschehen (Anmerkung: Dass man das vor allem wegen der abgeschafften Zinsen und sogar Negativzinsen bewerkstelligen konnte, erwähnt er nicht). Bei einer eintretenden Hyperinflation könnten die Notenbanken sehr schnell reagieren. Falls es wirklich zur Inflation käme, so wäre dies ein Luxusproblem. Denn es bedeute, dass die Wirtschaft anlaufe, dass die Nachfrage durch die Decke gehe, und dass das Angebot nicht nach käme. Viel Geld jage dann wenig Güterangebot. In dem Fall könne die EZB über Nacht reagieren, und mit Reverse Repos und anderen Instrumenten diese Liquidität wieder einsammeln, so Marcel Fratzscher. Unsere Anmerkung: Aktuell scheint auch sowieso erstmal kräftig Deflationsgefahr anzustehen (hier mehr dazu).

Deflation und Depression sei ein viel schlimmeres Risiko als Hyperinflation, so die Meinung von Marcel Fratzscher! Auch wichtig ist für ihn zu erwähnen, dass die deutsche Wirtschaft von offenen Grenzen lebe. Nationale oder sogar regionale Egoismen in dieser Krise seien schädlich. Italien und Spanien müsse geholfen werden, auch in unserem deutschen Eigeninteresse (Waren ins Ausland verkaufen). Die Binnennachfrage in Deutschland müsse angekurbelt werden. Deutschland könne sich anders als nach der Finanzkrise 2008 diesmal nicht darauf verlassen, dass für die deutsche Industrie aus dem Ausland nach der Coronakrise wieder zügig massenweise Aufträge kommen würden. Es müsse in Deutschland ein Konjunkturprogramm nach der Krise aufgelegt werden, um Konsumenten und Unternehmen zu entlasten. Auch der Staat müsse investieren.

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