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Märkte

Öl – nach dem Unterschreiten der Unterstützungszone

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Von Market Scanner

Heute blicken wir zurück auf die Analyse zum US WTI Rohöl mit Status 07.11.2014 (http://finanzmarktwelt.de/oel-wie-kann-es-weitergehen-6330/) und die seither eingetretene Entwicklung.

Zum Status von US WTI Öl am 07.11.2014 wurde ausgeführt:

„Kombiniert man nun die Kursentwicklung entsprechender an der NYMEX gehandelter Spread-Kontrakte zu einem Endloskontrakt seit dem Jahre 2010 ergibt sich das folgende Bild, aus dem ersichtlich wird, dass sich im Bereich der Hochs und Tiefs des Frontmonats an den jeweiligen Widerstands- bzw. Unterstüt-zungszonen auch Wendepunkte bei den Spread-Kontrakten herausbildeten. Aktuell sind wir beim laufenden 1-Jahres-Spread-Kontrakt im historischen Kontext bereits sehr weit gelaufen, der Front-Monat befindet sich in einer massiven Unterstützungszone und die Rentabilität von Fracking-Projekten ist bei weiter sinkenden Ölpreisen in Frage gestellt. Diese Punkte zusammen lassen ein länger dauerndes Absacken des US WTI-Front-Monats unter die Unterstützungszone als weniger wahrscheinlich erscheinen als eine Stabilisierung mit nachfolgendem erneutem Anstieg der Preise (auch die impliziten Volatilitäten der 2016er Optionskontrakte sind erstaunlich stark gestiegen). Vielleicht steht schon als Folge gewaltiger Infrastrukturprojekte in China und seinen Nachbarn für die Folgejahre ein Auslöser für die Kehrtwende vor der Tür (http://thebricspost.com/ im Allgemeinen und auch http://thebricspost.com/china-india-launch-new-asia-infrastructure-bank/).“

Was ist in nun der Zwischenzeit bei der Kursentwicklung des US WTI Öls geschehen?

Es gab in der Zwischenzeit nach dem Bericht der OPEC (http://www.opec.org/opec_web/static_files_project/media/downloads/publications/WOO_2014.pdf – zum Vergleich für 2013 http://www.opec.org/opec_web/static_files_project/media/downloads/publications/WOO_2013.pdf), der gegenüber der 2013 abgegebenen Prognose entgegen anderslautenden Berichten keine Senkung sondern eine Steigerung von Nachfrage und Angebot sah (siehe nachfolgende Graphiken), am 14.11.2014 einen Bericht der International Energy Agency (https://www.iea.org/media/omrreports/fullissues/2014-11-14.pdf), der einen Anstieg der globalen Ölversorgung konstatierte und am 27.11.2014 eine Konferenz der OPEC, in der keine Produktionskürzungen vereinbart wurden und somit (gegen das Eigen-Interesse des Kartells) einer Beschleunigung des Preisrückgangs der Weg bereitet wurde. Natürlich zeigten dann auch die Rohstoff-Währungen Schwäche, allen voran der Rubel.

In der abschließenden Graphik wurde die Untersuchung des Ölpreises mitsamt der aktuellen Backwardation- bzw. Contango-Situation auf die Jahre ab 2007 ausgedehnt. Den größten Teil der Zeit seit 2007 oszillierte der Spread für WTI Öl im Bereich von +5 (Backwardation) und -5 (Contango). Extremwerte auf beiden Seiten waren stets Vorboten anstehender mittelfristiger Trendwenden beim WTI-Öl. Nachdem nun die Unterstützungszone auf Wochenschluss-Basis nach unten verlassen wurde, sollten längerfristige Long-Engagements erst wieder in Betracht gezogen werden, wenn wieder Backwardation herrscht.

Oil-demand

Oil outlook

Öl

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