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Märkte

Ölpreis: Der doppelte Aufwärts-Push geht weiter

Claudio Kummerfeld

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Beispielbild für eine Ölpumpe

Der Ölpreis zeigt sich nun unmittelbar vor dem Jahresende richtig robust. Wie wir schon letzte Woche berichteten, hat der US-Dollar daran maßgeblich seinen Anteil. Der folgende Chart zeigt eindrucksvoll, wie stark der US-Dollar gefallen ist. Hier sieht man den Dollar-Index (Währungskorb des Dollar gegen andere Hauptwährungen) im Verlauf der letzten zehn Tage. Der Dollar-Index fällt von Donnerstag bis heute von über 97,25 auf 96,37 Indexpunkte. Ein schwacher Dollar stärkt alles, was gegen den Dollar gehandelt wird. Das spricht also auch für einen steigenden Ölpreis. Warum fällt der Dollar so deutlich? Dazu schrieb Markus Fugmann heute früh, auszugsweise hier nochmal im Wortlaut:

Warum wird der Dollar abverkauft? Die Märkte ahnen, dass die Fed ihre Absichten in Sachen Zinsanhebungen komplett begraben hat und in 2020 die Füsse still halten wird. Wenn die Fed etwas unternimmt bei den Leitzinsen, dann eher eine Senkung als eine Anhebung. Und damit schwindet der Zinsvorteil des Dollars immer mehr im Vergleich zu anderen Währungen.

Dollar-Index im Verlauf der letzten zehn Tage

Ölpreis wird von sinken den Lagerbeständen gestützt

Am letzten Freitag wurden die staatlich ermittelten Lagerbestände für Rohöl in den USA veröffentlicht mit einem Rückgang von 5,5 Millionen Barrels. Dies war deutlich mehr als erwartet (-1,7 Mio), aber auch weniger als vorher vom privaten Institut API ermittelt (-7,9 Mio). Dennoch: Nach den staatlichen Lagerdaten konnte sich der Ölpreis übers Wochenende gut halten. Schwankte WTI-Öl am Freitag immer noch knapp unter 62 Dollar, so notierte der Preis vorhin im Hoch bei 62,32 Dollar. Aktuell rutscht er ab auf 61,75 Dollar, was aber nur daran liegt, dass der US-Aktienmarkt vorhin zur Eröffnung plötzlich etwas abgerutscht ist. Der Ölpreis kann also auch schnell wieder nach oben drehen.

Im folgenden Chart sieht man den WTI-Ölpreis seit August. Man sieht links im Chart das Hoch aus September bei über 63 Dollar, wo der Kurs gerade hinläuft. Es war das Hoch direkt nach den Angriffen auf die saudischen Öl-Anlagen. Der Markt hat es jetzt zum Jahresende also weit gebracht. Die OPEC hat ihre Kürzungen mengenmäßig ausgeweitet, und die zumindest für diesen Moment anzunehmende Entspannung im Handelskrieg gibt Anlass zur Hoffnung für mehr globale Öl-Nachfrage.

Aktuell helfen wie gesagt der schwache US-Dollar und die rückläufigen Lagerbestände, die entweder für mehr Öl-Nachfrage, weniger Produktion, oder beides gleichzeitig sprechen. Im Moment scheint so ziemlich alles für einen weiter steigenden Ölpreis zu sprechen (wir geben hier keine Kauempfehlung ab!). Aber es gibt nach wie vor Risikofaktoren wie zum Beispiel Donald Trump, der jederzeit den Handelskrieg wieder verschärfen kann… und zack, Aktienkurse und Ölpreis sacken schnell ab.

Ölpreis WTI seit August 2019

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Gold/Silber

Dax & Wall Street: Korrektur in Pause oder schon vorbei? Gold & Silber vor Kursexplosion?

Rüdiger Born

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Der Dax und die Wall Street sind nicht in bester Verfassung, immerhin ging es die letzten Tage mehrheitlich und stärker nach unten als gen Himmel. Doch reicht es nicht langsam mit der Korrektur? Tatsächlich scheint sich jedenfalls die Abwärtsbewegung langsam abzuschwächen, was die ersten Optimisten auf den Plan ruft. Doch wie wahrscheinlich ist es denn, dass das Tief schon gefunden ist? Auch noch eine ganz andere Variante scheint hier möglich und würde geradezu perfekt in das Umfeld vor der Präsidentschaftswahl in den USA passen.

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Gold und Silber sind und bleiben Parademärkte und werden gerade in diesen sehr eigenartigen Zeiten als echte Alternativen gehandelt. Doch jüngst waren beide Edelmetalle eher schwach. Hat das was zu bedeuten oder steht eine Kursexplosion an? Tatsächlich sprechen nun einige Indizien eine klare Sprache und lassen schon bald auf mehr hoffen. Zeit also, einen genaueren Blick zu wagen, um sich rechtzeitig in Position zu bringen.

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Finanznews

Aktienmärkte: Die US-Wahl – Anmerkungen! Marktgeflüster (Video)

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Für die Aktienmärkte ist die US-Wahl der große Unsicherheitsfaktor – dabei ist vielleicht gar nicht so entscheidend, wer gewinnt, sondern ob möglichst zeitnah klar ist, wer der Sieger ist. In vielen US-Bundeststaaten werden Briefwahl-Zettel bis viele Tage nach der Wahl anerkannt (sofern sie spätestens am Wahltag abgestempelt sind), und es sind vor allem viele der sogenannten swing states, in denen das der Fall ist. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch soll die erste Debatte zwischen Trump und Biden stattfinden – das könnte dann ein echter game changer sein (vor allem wenn, was viele US-Demokraten befürchten, Biden keine gute Figur machen wird..

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Tesla: Frank Thelen ist voll des Lobes über den „Battery Day“ -Video

Claudio Kummerfeld

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Innenansicht eines Tesla-Autos

Für die Börsianer war der diese Woche stattgefundene „Battery Day“ von Tesla eine Enttäuschung. Die Produktion viel günstigerer Autos mit sehr langer Batterielaufzeit dauere noch drei Jahre. Und zack, die Aktie von Tesla fiel spürbar. Aber der aus der „Höhle der Löwen“ bekannte Investor und Tech-Experte Frank Thelen singt im folgenden Instagram-Video ein Loblied auf den Battery Day von Tesla. Er sieht hier von A-Z ein sensationelles Konzept, und einen großen Schub hin zu einem wirklich erschwinglichen Auto. Dass so ein riesiger Sprung nach vorne nun mal nicht sofort funktioniere, sondern drei Jahre dauere, sei ganz normal. Aber sehen Sie selbst.

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