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Märkte

OPEC einigt sich auf Ausweitung der Fördermengenkürzung

Claudio Kummerfeld

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Das OPEC-Logo

Das ist mal eine Neuerung. Gestern Abend haben wir noch bis spät Abends auf die Pressekonferenz der OPEC gewartet, die nach der Sitzung immer direkt im Anschluss in Wien stattfindet. Diesmal fiel sie aber aus. Ein Novum! Man wird wohl heute eine offizielle PK veranstalten. Aber es gibt eine Entscheidung. Den wartenden Journalisten vor Ort wurde mitgeteilt, dass man sich darauf geeinigt habe die Fördermenge für Öl um 500.000 Barrels pro Tag zu kürzen – in den ersten drei Monaten des kommenden Jahres. Damit ist eine zusätzliche Kürzung zu den bisherigen 1,2 Mio Barrels pro Tag gemeint – jetzt also -1,7 Mio pro Tag.

Interessant dürfte auch folgende Frage sein: Länder vor allem wie Saudi-Arabien haben ihre Förderung bereits deutlich stärker gekürzt als notwendig. Sollten die Saudis (mal wieder) den Großteil dieser zusätzlichen Kürzung alleine wuppen müssen, kämen diese -500.000 Barrels pro Tag hinzu zur bereits tatsächlich gekürzten Menge, oder zur offiziell gekürzten Menge der Saudis? Diese Frage entscheidet dann darüber, ob diese ausgeweitete Kürzungsmenge für den realen Ölmarkt überhaupt einen Effekt hat in Form von weniger Angebot, um den Ölpreis nach oben zu pushen. Und werden die Saudis diese Detailfrage überhaupt ansprechen?

Heute findet das Meeting zwischen dem Öl-Kartell und den externen Partnern statt (Russland im Fokus). Die OPEC wollte dieses Mal wohl die Abstimmung mit Russland abwarten, bevor man die PK veranstaltet. Interessant wird wohl sein, wie ein Agreement mit Russland ausgestaltet werden wird. Denn die Spatzen pfeifen es schon von den Dächern. Russland will mehr Öl fördern. Wird man sich in Wien heute zusammen irgendeinen optischen Trick einfallen lassen, damit Russland real mehr Öl fördern kann, aber rein optisch weiter an Bord ist bei der großen Fördermengenkürzung? Der WTI-Ölpreis verharrt seit gestern Nachmittag fast tot um die 58,40 Dollar herum. Man möchte endlich Klarheit haben, aber die OPEC lässt den Markt warten.

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Der Dax heute mit dem stärksten Abverkauf seit März, aber auch die Wall Street heute stark unter Druck: Zur völligen Überraschung der Aktienmärkte kommt nun die zweite Corona-Welle in Europa, zunehmend aber auch in den USA mit voller Wucht und vor allem neuen Lockdown-Maßnahmen. Mit eben diesen neuen Maßnahmen aber steigt der Druck auf die Notenbanken (morgen EZB-Sitzung) zur Rettung. Und je tiefer die Aktienmärkte fallen, desto größer wird der Handlungsdruck. Dennoch: der Dax ist auch im europäischen Vergleich besonders schwach und hat nun 12% von seinem Hoch von vor zwei Wochen verloren – ist also nun offiziell in einer Korrektur. Retten morgen die Zahlen der US-Tech-Giganten?

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Rüdiger Born: Dax und S&P 500 im Absturz – Chance auf einen Dreh?

Rüdiger Born

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Die Aktienindizes fallen. Das schaue ich mir im folgenden Video direkt am Chart genauer an. Ob es nun eine Kaufchance zum Beispiel im Dax gibt, dieser Frage will ich nachgehen. Im S&P 500 schaue ich mir an, ob eine Zwischenrally möglich ist.

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Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände +4,3 Mio Barrels (jetzt 492,4 Mio)

Claudio Kummerfeld

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Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 492,4 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 4,3 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei +1,2 lagen.

Die Benzinbestände wurden im Vergleich zur Vorwoche mit -0,9 Millionen Barrels veröffentlicht. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche bei -1,0.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit +4,6 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (+1,2 erwartet).

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung mit +6 Cents auf 37,34 Dollar. Dazu muss man aber sagen, dass der Ölpreis im Verlauf des heutigen Tage bereits deutlich gefallen war.


source: tradingeconomics.com

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