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Peinlich: US-Finanzminister Mnuchin versucht den Crash zu erklären!

Wenn der US-Finanzminster die Lage schön redet und meint, die Märkte würden sich irren, muß es schlimm stehen um den US-Aktienmarkt..

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Als es an der Wall Street noch so schön rund lief und die Märkte die Steuergeschenke der Trump-Administration feierten, gab US-Finanzminister Mnuchin – der „go to guy der Wall Street innerhablb der Trump-Administration – ein Interview mit dem US-Finanzsender CNBC. Die US-Märkte, so Mnuchin, wären ein Beleg dafür, wie großartig die Trump-Regierung doch arbeite:

„There’s a lot of confidence in the Trump administration and in the desire to invest in the U.S. This is a very competitive place to do business. We’ve got great companies, and you see that reflected in the markets.“

Mnuchin: We ‚absolutely‘ view the stock market as a report card from CNBC.

Aber auf einmal, vor allem seit Oktober, ist scheinbar die Trump-Administration aus Sicht der Wall Street nicht mehr ganz so großartig wie zuvor. Neben der Fed ist es vor allem der Handelskrieg gegen China, der die Kurse belastet – und dieser Handelskrieg, das leugnen nicht einmal die heftigsten Fakten-Leugner unter den Trump-Anhängern, geht vom US-Präsidenten aus!

Nicht zufällig zählt Steve Mnuchin daher zu jenen in der Trump-Administration, die wirklich an einem Deal mit China interessiert sind (neben Larry Kudlow). Immer wieder sucht Mnuchin den Kontakt zu den chinesischen Verhandlungspartnern – hat aber gegen die „Anti-China-Hawks“ in der Trump-Administration einen schweren Stand (Peter Navarro, John Bolton, Robert Lighthyzer).

Vollends aufgeschreckt hat Mnuchin nun die Reaktion der Märkte auf die Aussagen der Fed bzw. von Jerome Powell. Also eilte er schnell zum Trump-freundlichen Sender Fox Business Network und gab Folgendes zum Besten:

– die Reaktion der Märkte sei völlig überzogen („I think the market reaction is completely overblown“)

– die Märkte seien offenkundig enttäuscht von Powells Kommentaren, vor allem von seinen Aussagen zur Reduzierung der Bilanzsumme

– man dürfe nicht nur auf die Headlines starren mit den zwei weiteren geplanten Zinsanhebungen in 2019

– die Fed sei „close to done“ mit den Zinsanhebungen: “So there’s clearly people on the committee who don’t think they need to raise rates much here.”

– die US-Aktienmärkte wären weiterhin extrem werthaltig

– wenn die Inflation niedrig bleibe, würde die Fed auch die Zinsen nicht weiter anheben müssen

Wie schlimm die Lage an den US-Aktienmärkten also bereits ist, zeigen die Aussagen des US-Finanzministers Mnuchin überdeutlich, der den Märkten nun faktisch vorwirft, dass sie sich irren würden (weil sie übertreiben). Während also die Märkte völlig Recht gehabt hätten mit ihren Allzeithochs wegen Trump, irren sie sich also jetzt. Soso.

Wann war eigentlich der letzte Jubel-Tweet von Trump über den Dow Jones? Wohl schon ein bißchen her..

2 Kommentare

2 Comments

  1. Altbär

    21. Dezember 2018 13:08 at 13:08

    Ja die Aktienmärkte haben falsch reagiert indem sie schuldenfinanzierte Steuererleichterungen u.schuldenfinanzierte Aktienrückäufe mit Kurssteigerungen belohnt haben.
    In den USA gibt es anscheinend die besten Universitäten, wo solche Wirtschaftsführer gebildet werden.
    Jetzt läuft die Rückabwicklung dieser fatalen Misswirtschaft, nicht mehr u.nicht weniger.
    Da das Pendel meistens auf beide Seiten übertreibt , bleibt noch Fallhöhe übrig.Auch sind wir jetzt in einem Bereich wo Enthebelung u.Margin-Calls noch nachwirken könnten, sowie der Knall wenn die überbewerteten
    Firmen-Anleihen implodieren.
    Ja klar bei den Kursanstiegen hat niemand gefragt ob es fundamental gerechtfertigt sei, jetzt bei den Kurseinbussen werden uns alle Trümer erzählen, dass die Baisse übertrieben sei.
    Also jetzt heisst es die Konsequenzen der negierten Realtät ertragen.

  2. Altbär

    21. Dezember 2018 13:21 at 13:21

    Korrigenda,Trümer ist nicht etwa ein neues Wort für“ naive Schönredner“
    sondern — es sollte Träumer heissen.

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Markus Koch LIVE zum Wall Street-Start: Kommt die US-Zinssenkung?

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Markus Koch spricht aktuell im Live-Video zum Start der Wall Street. Fed und G20 sind aktuell wichtige Themen. Im Detail spricht er über die Wahrscheinlichkeit für diese Woche, ob die Zinsen durch die Fed gesenkt werden.

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Markus Krall im Interview – wenn schwarze Schwäne Junge kriegen

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Haben Sie Markus Krall schon einmal erwischt, dass er etwas behauptete, was sich in einem Fakten-Check als falsch heraus gestellt hätte? Wir jedenfalls nicht..

Markus Krall hat bekanntlich kürzlich das Buch „Wenn schwarze Schwäne Junge kriegen“ veröffentlicht – darin zeigt er, wie durch die Geldpolitik der Notenbanken die „kreative Zerstörung“ im Sinne Schumpeters aufgehoben wird, sodass eine „Zombifizierung“ der Wirtschaft stattfindet mit Fehlallokationen von Kapital.

Nun sind wir mit eben dieser Geldpolitik der Notenbanken an einem Kulminationspunkt: trotz Null- oder sogar Negativzinsen erreichen die Inflationserwartungen heute (gemessen an den 5y5y-forwards) in der Eurozone mit 1,12% heute ein neues Allzeittief:


(Blau Euro-Dollar-Kurs; rot die Inflationserwartungen für die Eurozone in fünf Jahren für die dann folgenden fünf Jahre)

Krall zeigt einmal mehr, dass die Banken immer mehr unter Druck kommen werden – in den letzten Tagen betonten führende EZB-Notenbanker wieder und wieder, welch tolle Instrumente man noch im Köcher habe, um die Problem zu lösen. Man will also die Dosis einer nachweislich nicht wirkenden, sondern eher giftigen Medizin weiter erhöhen – viel Glück dabei!
Und die Deutsche Bank lagert langlaufende, wohl toxische Derivate aus – auch das ein sicher sehr gutes Zeichen (die Deutsche Bank-Aktie steigt heute deswegen – wir wünschen den Aktionären der Deutschen Bank ebenfalls viel Glück!):

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Notenbanken: Sind die Hoffnungen der Märkte berechtigt? Konjunkturdaten sind noch zu gut..

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Von Naeem Aslam, chief market strategist bei ThinkMarkets

Die europäischen Märkte und US-Futures beginnen die Woche recht positiv. Während der Woche wird der Schwerpunkt weiterhin auf den Zentralbanken und ihrer Geldpolitik liegen.

Betrachtet man die bisherige Entwicklung der Aktienmärkte seit Jahresbeginn, so stieg der S&P 500 Index um 15,16 Prozent, der Dow Jones um 11,84 Prozent – und der Nasdaq ist im bisherigen Jahresverlauf um 17,5 Prozent gestiegen. Der Volatilitätsindex VIX ist im bisherigen Jahresverlauf dagegen um fast 39,89 Prozent gesunken. Denken Sie daran, dass dies alles inmitten der verschärften geopolitischen Spannungen und des anhaltenden Handelskrieges zwischen den USA und China geschieht. Dies zeigt, dass die Anleger nach wie vor sehr daran interessiert sind, riskantere Anlagen zu halten, da die als sicher eingestuften Derivate wie Gold im bisherigen Jahresverlauf nur um 4,42 Prozent gestiegen sind.

 

Alles dreht sich um die Fed-Sitzung

Die Anleger setzen weitgehend auf ein wichtiges Ereignis: Die Zentralbanken werden aufgrund der Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in Bezug auf die Geldpolitik weiterhin dovish bleiben. Dies zeigt sich am Anleihenmarkt – die deutsche Bundrendite ist mit einem Rekordwert von -0,25 Prozent weiter in den negativen Bereich gefallen. Ähnlich ist die 10-jährige Rendite der US-Treasuries eingebrochen, sie ist in weniger als 6 Monaten von 3,15 Prozent um gut 100 Basispunkte gesunken und hat das Niveau von 2,08 Prozent erreicht.

Händler wetten, dass die Federal Reserve in diesem Jahr für ihre Geldpolitik eine Trendwende einleiten wird, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir eine Zinssenkung durch die Fed sehen. Es besteht kein Zweifel, dass die Schwäche des Dollar-Index, der den Goldpreis nach oben getrieben hat, hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, dass Spekulanten in diesem Jahr mindestens zwei Zinssenkungen der Fed erwarten.

Allerdings hat der Dollar-Index in den letzten Tagen einen Teil seiner Verluste wieder ausgeglichen. Dies zeigt, dass die Devisenhändler nicht wirklich auf der Seite der Spekulanten stehen. In diesem Sinne ist die für Mittwoch geplante FOMC-Pressekonferenz von großer Bedeutung: Die Fed kann wirklich „kaltes Wasser“ auf die Markterwartungen von zwei Zinssenkungen für 2019 setzen. Die Fed war vom ersten Tag an sehr deutlich: Ihr Schritt ist stark von der Stärke der Wirtschaftszahlen abhängig, und eine so massive U-Wende in Bezug auf ihre Geldpolitik zu nehmen, wird von den Wirtschaftszahlen nicht unterstützt!

 

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