Folgen Sie uns

Aktien

Pokemon Go: 50% der Aktienblase bei Nintendo ist schon geplatzt

Denn das ist so eine Sache mit Pokemon Go. Die App ist kostenlos. Nur Zusatzdienste kosten Geld – und es ist fraglich, wie viele User ihn zukünftig nutzen werden. Außerdem erhält Nintendo nur einen…

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Wir hatten den Pokemon Go-Hype, der voll auf die Nintendo-Aktie abstrahlte, in den letzten Tagen schon zwei Mal angesprochen. In unseren Artikeln ging es um den sensationellen Weg nach oben für die Aktie in wenigen Tagen (mehr als 100% Plus). Die Frage war: Wie lange geht es noch so weiter? Wann kommt der Einbruch? Oder kommt er gar nicht? Ende letzter Woche konnte der Markt selbst dieses übertriebene Level nicht mehr halten und brach schon ein. Am Wochenende kam jetzt noch Nintendo selbst hinzu und nahm seiner Aktie endgültig diese tolle Phantasie.

Die Firma sagt nämlich selbst, dass der Einfluss der zu erwartenden Erlöse durch Pokemon Go für Nintendo begrenzt sei. Das reichte. Die Aktie verlor heute in Tokyo 17,7%. Damit hat man jetzt etwas mehr als die Hälfte des Anstiegs der letzten Tage wieder verloren. Denn das ist so eine Sache mit Pokemon Go. Die App ist kostenlos. Nur Zusatzdienste kosten Geld – und es ist fraglich, wie viele User ihn zukünftig nutzen werden. Außerdem erhält Nintendo nur einen Teil der Einnahmen. Nintendo im Originalzitat:

„Niantic, Inc., a U.S.-based company, has begun to distribute the “Pokémon GO” application for smart devices in Japan today. This mobile game application is developed and distributed by Niantic, Inc. The Pokémon Company, which is an affiliated company of Nintendo Co., Ltd. (the “Company”), holds the ownership rights to Pokémon. The Pokémon Company is going to receive a licensing fee as well as compensation for collaboration in the development and operations of the application. The Company owns 32% of the voting power of The Pokémon Company. The Pokémon Company is the Company’s affiliated company, accounted for by using the equity method. Because of this accounting scheme, the income reflected on the Company’s consolidated business results is limited. Also, a peripheral device for use with the application, “Pokémon GO Plus,” which will be produced and distributed by the Company, is scheduled for release. All of the above are reflected in the financial forecast ending March 31, 2017 as set forth on April 27, 2016. Taking the current situation into consideration, the Company is not modifying the consolidated financial forecast for now. The Company will make a timely disclosure when the Company needs to modify its financial forecasts.“

Nintendo Pokemon Go
Die Nintendo-Aktie seit 5. Juli.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Emm wie Meikel

    25. Juli 2016 19:22 at 19:22

    Das Interesse an Pokemon Go versiegt ebenfalls rasch, scheinbar war es nur ein kurzer Hype:

    https://www.google.com/trends/explore#q=pokemon%20go&date=today%203-m

    Vielleicht wird es nochmal befeuert durch neue Inhalte oder dem Beseitigen der zahlreichen, technischen Unzulänglichkeiten der App. Ich vermute jedoch, das Ding ist gelaufen.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Markus Koch LIVE zum Handelsstart in New York – die Wirtschaft entscheidet und nicht die Wahlen

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Trump oder Biden, Rettungspaket JA oder NEIN? Egal was passiert, die Börse läuft weiter?

weiterlesen

Aktien

Coronakrise: Die unheimliche Hausse der Schusswaffen-Hersteller

Avatar

Veröffentlicht

am

Amerikaner kaufen in der Coronakrise Waffen, Deutsche dagegen Toilettenpapier – wie Analysen aus dem Frühjahr gezeigt haben. Kurz vor den US-Wahlen steigt die Unsicherheit in vielerlei Hinsicht – und die Aktienkurse von Waffenherstellern. Waffenkäufe in den USA sind in Zeiten der Coronakrise schon seit längerer Zeit feststellbar –  jetzt aber gesellen sich noch weitere Ursachen dazu. Die Steigerungen bei den Kursen der Waffenfirmen brauchen sich nicht einmal hinter den Tech-Werten zu verstecken. Und wieder einmal könnte ein Regierungswechsel einen Boom auslösen.

Das Recht des Amerikaners zum Waffenbesitz

Wie oft wurde in den USA schon über eine Verschärfung des Waffenrechts diskutiert, zumeist im Zusammenhang mit Amokläufen! Stets beruft sich die US-Waffenlobby in Gestalt der NRA – National Rifle Association of America, Nationale Schützen-Vereinigung – auf das verfassungsrechtlich garantierte Recht der Amerikaner zum Waffenbesitz.

Im 2. Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten, verabschiedet bereits am 15. Dezember 1791 hieß es:

„Da eine wohlgeordnete Miliz für die Sicherheit eines freien Staates notwendig ist, darf das Recht des Volkes, Waffen zu besitzen und zu tragen, nicht beeinträchtigt werden.“ Obwohl es immer wieder Versuche gibt dieses uralte „Grundrecht“ abzuändern, unterstützen insbesondere die Republikaner mit ihrem Präsidenten Donald Trump die Interessen der NRA. Da ein Regierungswechsel zu den Demokraten sehr wahrscheinlich geworden ist, haben die Aktien von Waffenherstellern einen weiteren Aufwind bekommen – man erwartet Hamsterkäufe im Falle eines Wahlsiegs von Joe Biden.

Die Hausse der Revolveraktien im Jahr der Coronakrise – oder Amerikaner kaufen Waffen, Deutsche Toilettenpapier

So lautete eine etwas scherzhaft gemeinte Feststellung zu Zeiten des Lockdowns im April. Betrachtet man sich aber die Entwicklung der Aktien von Pistolen-, Revolver-, und Gewehrherstellern in den letzten neun Monaten, so erkennt man, dass dies kein billiger Kalauer gewesen ist. Im Übrigen waren die Regale mit dem Toillettenutensil eine Zeitlang wirklich Mangelware in Deutschland.

Die Performance:

Konnte der große S&P 500 in diesem Jahr bisher um sieben Prozent zulegen, so ging es mit den Aktien der weltbekannten Waffenfirma Smith&Wesson um 135 Prozent nach oben, die weniger bekannte Firma Sturm Ruger aus Southport (Connecticut) bringt es immerhin auf 51 Prozent. Allein im Monat Oktober ging es bereits um 8 beziehungsweise 9,5 Prozent nach oben.

Waren es im Spätwinter Sorgen der Amerikaner vor Plünderungen infolge der Coronakrise, später die Angst vor Unruhen im Lande wegen des gewaltsamen Todes des Afroamerikaners George Floyd, so fürchtet man sich jetzt vor einem möglichen Chaos nach dem 3. November, sollte es keinen eindeutigen Sieger geben. Zusätzlich sorgen sich die Waffennarren vor härteren Regelungen, insbesondere von Schnellfeuerwaffen, die für die Demokraten ein echtes Übel darstellen. In Deutschland würde manche Waffengattung unter die Regelungen des Kriegswaffenkontrollgesetzes (KrWaffKontrG ) fallen. Die Chefs der Waffen-Firmen in den USA hingegen freuen sich über die Nachfrage, man komme mit den Auslieferungen kaum hinterher.

Absonderliche Entwicklungen unter den Reps und Dems

Die eindeutige Positionierung von Demokraten und Republikanern haben in der Vergangenheit zu seltsamen Entwicklungen der Aktienkurse von Waffenfirmen geführt. Unter den acht Jahren von Präsident Barrack Obama stiegen die Aktien von Sturm Ruger um etwa 900 Prozent, weil der Demokrat zwar immer für schärfere Waffengesetze eintrat, dieses im Kongress aber nicht durchsetzen konnte. Unter Donald Trump stieg die Aktie dieser Firma nur um mickrige 16 Prozent, weil sich die NRA der Unterstützung des Präsidenten sicher sein konnte. Jetzt könnte Joe Biden aufgrund der Coronakrise ins Weiße Haus zurückkehren, um die Ideen von Barack Obama in die Tat umzusetzen.

Wozu brauchen die Amerikaner so viele Waffen?

Diese Frage kommt einem sofort in den Sinn, wenn man sich die Statistiken über den Waffenbesitz in den USA betrachtet – eine „kleine“ Privatarmee. 43 Prozent aller Amerikaner leben in einem Haushalt mit mindestens einer Schusswaffe. Es gibt in den USA 300 Millionen Waffen, Pistolen und halbautomatische Sturmgewehre.

Fazit

Es ist für uns Europäer schon eine schauerliche Vorstellung: Dass es in fast jedem zweiten Haushalt Schusswaffen gibt, dass Millionen von Amerikanern selbst im Handschuhfach ihres Wagens eine Waffe mitführen. Gerade in der jetzigen Situation eines gespaltenen Landes, in dem sich bestimmte Gruppierungen im Lande unversöhnlich und fanatisch gegenüberstehen, bei einem Präsidenten, der vieles gewähren lässt, um es höflich auszudrücken. Dazu die Coronakrise mit ihren wirtschaftlichen Folgen: Gestiegene Waffenkäufe und gestiegene Aktienkurse bei Smith&Wesson und Co, ob das nicht der gefährlichste Teil der Aktienhausse in den USA ist?

Die Coronakrise und die Rally der Aktien der Schusswaffen-Hersteller

weiterlesen

Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart an der Wall Street – Autos, Banken, Energie: Dreht der Wind?

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Gibt es eine Umschichtung von Tech-Aktien eher zu „langweiligeren“ Aktien wie den Autotiteln? Daimler und andere Firmen melden gute Zahlen.

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen