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Anleihen

Pure Panik am italienischen Anleihemarkt – kann Auftrag für Regierungsbildung für Cottarelli helfen?

Das ist pure Panik, was aktuell am italienischen Anleihemarkt passiert!

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Das ist pure Panik, was aktuell am italienischen Anleihemarkt passiert! Die Rendite der 10-jährigen italienischen Staatsanleihe steigt um 34 Basispunkte auf nun 2,692%! Das ist eine gigantische Bewegung in so kurzer Zeit, und das nach den anfänglichen Gewinnen heute Morgen!


(Chart durch anklicken vergrößern)

Das ist ein Blutbad vor allem für Italiens Banken, die vollgesogen sind mit italienischen Staatsanleihen – Intesa Sanpolo mit 81,4 Milliarden in italienischen Staatsanleihen, die UniCredito mit 54 Milliarden:

Und die Verluste sind herb etwa bei Intesa Sanpolo:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Nun die Eilmeldung: Italiens Staatspräsident Matarella erteilt Carlo Cottarelli den Auftrag zur Regierungsbildung – und eine leichte Beruhigung bei Italiens Anleihen wie hier der 10-jährigen:

Es wird sich sehr bald zeigen, ob die leichte Beruhigung von Dauer sein wird – die Chancen scheinen gering, dass Cottarelli die erforderlichen Mehrheiten zustande bring! Sollte ihm dies nicht gelingen, so Cottarelli in einer ersten Reaktion auf seinen Auftrag zur Regierungsbildung, gebe es nach August Neuwahlen..

 

Carlo Cotarelli
Di Niccolò Caranti – Opera propria, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=40702780

3 Kommentare

3 Comments

  1. Pit M.

    28. Mai 2018 16:09 at 16:09

    Unfassbar aß hier so los ist mittlerweile – auch in GB die Verhaftung von Tommy Robinson, ein islamkritischer Journalist. 13 Monate per Schnellverfahren dafür das er vor einem Gericht über einen Prozess Berichtet hat. Und das Gericht hat dann noch erlassen das die Medien in England nicht darüber berichten dürfen. Eine sog. Reporting Ban.
    In den sozialen Netzwerken und in der alternativen Medienszene ist desiegen der Teufel dort los.
    https://philosophia-perennis.com/2018/05/27/fox-news-britische-justiz-verhaengte-nachrichtensperre-im-fall-tommy-robinson/

    Sehr schnell gab es einen Protest vor T. Mays Amtssitz in der Downing Street. Aber auch hier schweigen die Medien. Unglaublich.
    https://youtu.be/hu-5zGAlMSg

  2. Marko

    28. Mai 2018 17:21 at 17:21

    Welche Euphorie ?

    Das Italien jetzt so reagiert, ist eine Überraschung ? Was leider Fakt ist, für die Italianer, die EZB hat vorgesorgt.

    Jetzt würde mich mal interessieren, ob die Italiener wirklich „all-in“ gehen sollten, dies würde bedeuten : der Rausschmiss aus dem EUR !

    Liebe Italiener, viel Spass mit der „Klopapierwähung“ „neue Lira“ ! Den obligatorischen „Bank-run“ gibts noch obendrauf als Zuckerli ! Und der Witz wäre, die Italiener hätten den EUR immer noch ! Garantiert !
    Wer „besitzt“ eigentlich die italienischen Banken ? Wer hat die italienische Finanzindustrie zugeballert mit EUR ?

    Wie gesagt, wer einen kompletten Staat an die Wand fahren will…

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Anleihen

Florian Homm über die größte Finanzierungswelle aller Zeiten

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Die Rückzahlung von Schulden bzw. die Refinanzierung von Unternehmen könnten das große Thema der nächsten Jahre werden! Denn in den nächsten fünf Jahren, so Homm, müssen 13 Billionen Euro bei einem gesamten globalen BIP von 80 Billionen Euro refinanziert werden. Was bedeutet das?

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Anleihen

Italien mit doppeltem EZB-Problem

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Die neuen (!) Staatsanleihen-Aufkäufe der EZB durch Gelddrucken (Aufkaufprogramm PSPP) sind Ende Dezember beendet worden. Der weitere Bilanzausbau wird damit gestoppt (bisher entstand ein Aufkaufvolumen von 2,6 Billionen Euro). Es werden also keine frisch aus dem luftleeren Raum geschaffenen Euros mehr verwendet um vor allem Staatsanleihen aus Italien, Frankreich oder Spanien zu kaufen (Griechenland war wegen schlechter Bonität nicht Teil des Aufkaufprogramms).

Das ist natürlich in erster Linie für Italien ein Problem, das quasi nur noch vom Käufer namens EZB lebte (vereinfacht ausdrückt). Wer wollte sonst in großem Umfang italienische Schulden kaufen außer der EZB? Da hat man nun sein erstes Problem. Aber halt. Ganz so schlimm kommt es ja doch nicht, weil die EZB ja zugesagt hat zurück erhaltene Gelder von auslaufenden Anleihen gleich neu zu investieren? Also alles halb so schlimm?

Dann hätte man nämlich ein wunderbares Kreislaufsystem. Sagen wir mal vereinfacht die EZB hat vor drei Jahren eine italienische Staatsanleihe gekauft, die jetzt ausläuft. Italien zahlt an den Gläubiger EZB am Fälligkeitstag die Nominalschuld zurück, und bietet zeitgleich neue Anleihen an. Die EZB nimmt ihren Erlös, und kauft sofort die neue Anleihe. So hat Italien doch eigentlich kein Problem, und kann theoretisch endlos mit der EZB im Tandem umschulden?

Eigentlich schon. Aber erstens gibt es das Problem, dass Italien wegen fehlender neuer Käufe keine höhere Staatsverschuldung über die EZB finanzieren kann, sondern nur Altschulden umschuldet. Und zweitens hat die EZB auch zugesagt, dass sie ihre Bestände an den Kapitalschlüssel angleichen will. Jedes Mitgliedsland der EZB besitzt gemessen an seiner Größe auch einen entsprechend großen oder kleinen Anteil an der EZB.

Bisher waren Länder wie Italien in den Käufen der EZB über-repäsentiert im Vergleich zu ihrem EZB-Anteil. Die EZB hat versprochen ihre gehaltenen Anleihen wieder anzupassen, so dass der Anteil gehaltener Anleihen dem Länderanteil der Staaten an der EZB entspricht. Von daher wird die EZB nun bei ihrer Re-Investition auslaufender Anleihen weniger italienische Anleihen kaufen. Dafür wird sie mehr Anleihen kaufen müssen vor allem aus Ländern wie Deutschland.

Also wird Deutschland, das eh kein Problem hat neue Anleihen am Markt zu verkaufen, mit verstärkter Nachfrage der EZB noch niedrigere Renditen bei Neuemissionen durchsetzen können, und der Markt wird sie akzeptieren. Italien hingegen wird wohl zunehmend ein Problem bekommen, ob es genug kaufwillige Banken bei Neuemissionen gibt. Denn die EZB tritt mit ihren Anleihekäufen nie bei Emissionen auf, sondern immer erst am Sekundärmarkt, also im freien Anleihehandel nach einer erfolgreicher Emission.

Wenn Banken nun aber wissen, dass ihnen die EZB kurz nach der Emission die Italien-Bonds nicht mehr aus der Hand reißen wird, dürften sie sich auch vermehrt zurückhalten bei Neuemissionen. Das dürfte die Renditen für italienische Schulden möglicherweise nach oben treiben. Man darf vermuten, dass die EZB diese Umschichtung von Italien-Anleihen hin zu deutschen Anleihen über einen langen Zeitraum verträglich strecken wird. Also kann es zu einem langsamen schleichenden Anstieg in den Renditen italienischer Anleihen kommen?

Gestern stieg die zehnjährige italienische Rendite von 2,71% auf 2,90% in der Spitze (aktuell 2,86%). Hat da schon so manchem Bond-Trader gedämmert, was in Italien-Bonds nach und nach anstehen dürfte in den nächsten Monaten? Im Chart sieht man die Rendite seit Januar 2018.

Italien 10 Year bond yield

Italien EU Frankreich
© European Union, 2017 / Source: EC – Audiovisual Service / Photo: Mauro Bottaro

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Anleihen

Obama, Trump und die Schulden der USA

Über Schulden-Macher..

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Ein Beitrag von Thomas Müller

Der EX-Präsident Obama hat von Januar 2015 bis Oktober 2016 – also in 22 Monaten – insgesamt 895 Mrd. USD Schulden gemacht. Nun könnte man solche Zahlen sicherlich in einem anderen Blick sehen, wenn die US-Wirtschaft lahmen würde oder wenn Trump viel in Infrastruktur investieren würde – oder wenn er vorher angekündigt hätte, das Defizit zu erhöhen. Aber das Gegenteil ist richtig: Trump hat eine gut laufende Wirtschaft geerbt und schafft es offenbar nur mit Mühe und neuen Schulden, diese weiter am Laufen zu halten. Statt in Infrastruktur zu investieren, erhöht er die Rüstungsausgaben massiv und senkt die Steuern für Reiche. Angekündigt hatte er dagegen, die US-Staatsschulden nicht etwa zu erhöhen, sondern in acht Jahren auf Null zu senken.

Nun halte ich die seit gefühlt Jahrzehnten kursierenden Prophezeiungen über eine Staatspleite der USA zwar aus diversen Gründen für Unsinn, dennoch bleibt es ein gefährlicher Kurs. Obama hat 2009 mitten in der tiefsten Rezession seit 80 Jahren mit einem hohen Defizit begonnen und es dann Jahr für Jahr bis 2015 abgebaut. Trump hingegen steigert das Defizit bereits von Beginn an – und das während einer guten konjunkturellen Phase. Was wird also geschehen, wenn sich die bereits langsam abzeichnende Konjunkturabkühlung manifestiert?

Ob es nun kurzfristig zu einer Rezession kommt, ist zwar schwer zu sagen, es spricht jedoch sehr viel für eine deutliche Verlangsamung des Wachstums im kommenden Jahr. Trump wurde vor zwei Jahren gewählt und ist nun seit 22 Monaten im Amt. Die Verschlechterung würde ihn also mitten im Wahlkampf für die zweite Amtszeit treffen.

In gewisser Weise ist Trump zwar unberechenbar, doch können wir sicher sein, dass er die Verantwortung für die schlechtere Konjunktur nicht bei sich suchen wird. Vermutlich wird er leugnen, dass es überhaupt schlechter geworden ist, so wie er aktuell auch nicht einräumt, dass die Schulden höher und der Jobaufbau schwächer sind als zuvor. Ich vermute, auch wenn er eine konjunkturelle Abkühlung zunächst leugnen wird, wird er darauf mit noch mehr neuen Schulden reagieren. Im günstigsten Fall fließt das Geld dann wirklich in Infrastrukturprojekte, im ungünstigeren Fall erneut in Rüstung und weniger Steuern für Reiche. In jedem realistischen Szenario wird die Staatsschuldenquote jedoch am Ende von Trumps (erster) Amtszeit höher sein als am Beginn.

 

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Foto: Matt H. Wade, CC BY-SA 3.0

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