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Putins Schlag gegen USA: Rausschmiß der US-Ratingagenturen – und Gründung einer russischen!

Redaktion

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FMW-Redaktion

Was macht man, wenn man Wladimir Putin heißt und genervt ist von den Abstufungen amerikanischer Ratingagenturen, die Russland auf „junk“ abgestuft haben? Man schmeißt sie einfach raus! Erster Schritt: man ändert die Regeln. Zweiter Schritt: man gründet eine eigene Ratingagentur – unter dem Namen ACRA (Analytical Credit Rating Agency). Im zweiten Halbjahr soll ACRA an den Start gehen, geplant ist der Juli.

Laut der russischen Notenbank Bank of Russia wolle man eine Ratingagentur schaffen, die „unabhängig von geopolitischen Risiken“ sei. Im Klartext heißt das: die nicht amerikanischen Interessen folgt. Denn als der Westen unter Führung der USA nach der Krim-Annexion Sanktionen gegen Russland verhängte, spielten die amerikanischen Ratingagenturen das Spiel sofort mit: sie stoppten die „coverage“, also die Ratingeinschätzungen gegenüber jenen russischen Oligarchen und ihrer Unternehmen, die auf der Sanktionsliste standen – womit sie für internationale Investoren tabu wurden. So etwa bei den staatlichen Banken Bank Rossiya und der SMP Bank.

Dann folgte durch die amerikanischen Agenturen der nächste Schlag: S&P und Moody´s senkten Russlands Rating, erstmals seit gut zehn Jahren, auf „junk“. Das verteuerte die Kreditkosten Russlands weiter – die Begründung der Ratingagenturen: der tiefe Ölpreis, und eben die Folgewirkungen der westlichen Sanktionen. Das, sagt Moskau, war klar politisch motiviert!

Wladimir-Putin
Hat faktisch die amerikanischen Ratinagenturen aus Russland rausgeschmissen: Wladimir Putin
Foto: Kremlin.ru / Wikipedia (CC BY 4.0)

Also änderte Moskau die Spielregeln: Die US-Ratingagenturen wurden verpflichtet, sich eine offizielle Genehmigung für den Fortbetrieb ihrer Ratingagenturen in Russland einzuholen. Moody´s und Fitch lehnten das ab – und wollen sich nun aus Russland zurück ziehen. Der Platzhirsch der Branche, S&P, ist noch in Verhandlungen mit der russischen Regierung.

Moskau wiederum sagt: wir müssen einen fairen Wettbewerb der Ratingagenturen ermöglichen, also müssen wir die neue, russische Ratingagentur gegen die übermächtige Konkurrenz aus den USA unterstützen, sonst hätte die neue Ratingagentur keine Chance. Und nur eine unabhängige Agentur wie die ACRA sei in der Lage, objektive Bewertungen etwa für russische Banken abzugeben, die frei von politischen Interessen seien.

Interessant ist, dass der neue Chafe der ACRA ein Amerikaner ist! Es ist Karl Johansson, der für Ernst & Young die russische Regierung beraten hatte. Anteilseigner von ACRA sind vorwiegend russische Banken wie etwa die Sberbank – das ist nicht gerade ein zuverlässiges Indiz für echte Objektivität oder Freiheit von politischen Interessen.

Aber darum geht es nicht: Putin will zeigen, das er nicht mehr bereit ist, die Dominanz der amerikanischen Ratingagenturen zu akzeptieren. Und der Westen wird ACRA nicht ernst nehmen, weil sie als Erfüllungsgehilfe Moskaus gelten wird. Aber so geht eben das Spiel..

27 Kommentare

27 Comments

  1. Avatar

    Jörg

    18. März 2016 13:01 at 13:01

    „…nach der Krim-Annexion“
    Liebe FMW-Redaktion: bitten nicht die Nato-Propaganda einfach nachplappern!
    Die Krim wurde nicht von Rußland, sondern von der Ukraine annektiert. Und zwar unter dem KPdSU-Generalsekretär Chruschtschow, der selbst ein Ukrainer war. Die damalige Annektion und insbesonderre die diktatorich angeordnete „Ausbürgerung“ der russischen Krimbewohner (die praktisch alle die russische Staatbürgerschaft hatte) war – ohne deren Befragung! – selbstverständlich völkerrechtswidrig und rechtsunwirksam!
    Daran änderte auch ein Vertrag zwischen Rußland und der Ukraine von Anfang der 1990er Jahre nichts, bei dem es um gelagerte Nuklearwaffen ging und bei dem – gleichsam in einem Nebensatz – die damalige Grenze zwischen Rußland und der Ukraine betätigt wurde.

    Nun hat vor kurzen die Abstimmung auf der Krim stattgefunden, und Chruschtschows diktatorische Aktion des massenweisen Entzugs der russischen Staatbürgerschaft der Krimbewohner (und der Territorialannektion durch die Ukraine) wurde gerade nicht von den Bürgern der Krim mehrheitlich angenommen, sondern – im Gegenteil – grandios abgeschmettert.
    Aber auch jetzt hatte Rußland die Krim nicht „annektiert“. Vielmehr hatten die Krimbewohner selbst(!!) ihr Zugehörigkeit zu Rußland eindrucksvoll bekundet.
    Also nix mit „Krim-Annexion“ durch Rußland.

    Hawaii z. b. allerdings wurde hingegen tatsächlich durch die USA mit übermächtigem und grausamen Einsatz von Militärgewalt annektiert. Die allein legitimen Bewohner Hawaiis, die Hawaiianer, wurden vom washingtoner Regime anschließend enteignet und sie leben bis heute in Slums an den trostlosesten Ecken der Inseln.

    • Avatar

      Hans Hubert

      18. März 2016 15:09 at 15:09

      1.Chruschtschow hat die Krim verschenkt.
      2. Er ist und war Russe, geboren in „Kalinowka“, Russland (bzw. Sowjetunion)
      3. Die Krim war mehr oder weniger autonom
      4. Putins „kleine, grüne Männchen“ haben unter Mißachtung sämtlicher Stationierungsverträge die Abgeordneten des Krimparlaments zusammengetrieben und bedroht, um sofort abstimmen zu lassen.
      5. Lassen sie doch den sowjetischen „Whatabouttismus“ (Hawaii? häh?).
      6. Aber wenn wir schon dabei sind: Selbstbestimmungsrecht der Völker, ja? Wann bekommen Dagestan und Tschetchenien ihre Freiheit, für die sie schon seit den 90ern kämpfen?

      • Avatar

        Walter

        18. März 2016 16:49 at 16:49

        und wann bekommt Deutschland seine Freiheit und ist kein USA besetztes Land??????

        • Avatar

          Hans Hubert

          18. März 2016 17:39 at 17:39

          #whataboutismus

      • Avatar

        Mr. Jones

        18. März 2016 17:27 at 17:27

        Punkt 2. 17. April 1894 (nach dem nachrevolutionaeren Kalender): Nikita Sergejewitsch Chrustschow wird in Kalinowka/Kalyniwka/Ukraine als Bergmannssohn geboren. Geburtsdatum wird bei Wiki mit 15. April angegeben. Chrustschow ist und war Ukrainer!
        https://www.google.de/maps/place/Kalyniwka,+Winnyzja,+Ukraine/@49.4550269,28.4732605,12.25z/data=!4m2!3m1!1s0x472d155de8f61b77:0x46e1aefab9279eea

      • Avatar

        hel657

        18. März 2016 18:34 at 18:34

        in Referendum auf Krim in Januar 1991 haben sich die Menschen gegen eine Eingliederung an Ukraine entschieden ( 98%). Sie wollten Teil der russischen Republik sein.

      • Avatar

        dieter Schärf

        18. März 2016 19:11 at 19:11

        Chrustschow war Ukrainer! Guten Morgen!

      • Avatar

        Jörg

        18. März 2016 22:20 at 22:20

        Zu „1.Chruschtschow hat die Krim verschenkt“: Das beweist doch, daß die Annexion der Krim durch die Ukraine völkerrechtswidrig und – insbesondere- rechtunwirksam war. Wenn die Merkel Helgoland an die Briten „verschenkte“, wäre das allein rechtsunwirksam!
        (welches Rechts- und Demokratieverständnis haben sie eigentlich Hans Hubert?!)

        Zu „2. Er ist und war Russe“: Nein, seine Nationalität war ukrainisch: „Nikita Chruschtschow stammte aus einer westrussischen Bauernfamilie, die 1908 in das Donezbecken in der Ukraine übersiedelte“ – – siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Nikita_Sergejewitsch_Chruschtschow .

        Zu „4. Putins „kleine, grüne Männchen“ haben unter Mißachtung sämtlicher Stationierungsverträge die Abgeordneten des Krimparlaments zusammengetrieben und bedroht, um sofort abstimmen zu lassen“:
        Lassen sie doch ihre haltlose Hetze, Hans Hubert! Außerdem hätten sie ja dann immer noch(!) für(!) die „Sezession“ (siehe oben) von der Ukraine und für den Anschluß an die russische Föderation – und nicht dagegen – gestimmt!
        Wie schon gesagt: Eine überflüssige Abstimmung, da ein rechtmäßige Ausbürgerung als russische Bürger und eine rechtmäßige Territorialabtretung an die Ukraine nie erfolgt war.
        Allerdings hätten sie Chruschtschows „Abtretung“/Annexion genehmigen (eine „Genehmigung“ ist eine nachträgliche „Zustimmung“) können. Genau das aber passierte ja gerade nicht!

        Zu „5. Lassen sie doch den sowjetischen „Whatabouttismus“ (Hawaii? häh?)“:
        Häh???
        Wer gegen Annexionen – gewaltsamen zudem – ist, kann doch zu Hawaii nicht schweigen!
        Wieso sind sie über die gewaltsame Annektion Hawaiis nicht empört??!!
        Ich bin auch nicht „sowjetisch“.

        Zu „6. Aber wenn wir schon dabei sind: Selbstbestimmungsrecht der Völker, ja? Wann bekommen Dagestan und Tschetchenien ihre Freiheit, für die sie schon seit den 90ern kämpfen?“:
        Sie sind doch frei. Außerdem: Sezessionsbestrebungen wurden allein vom US-Israelischen Imperium künstlich initiiert (mithilfe von saudisch-wahabitischen Söldnern)..
        Außerdem: Lassen sie doch den sowjetischen „Whatabouttismus“! Und wenn es schon
        sein muß, dann fordern Sie, Hand Hubert, doch Freiheit für Korsika, die Brettonen und Nordirland. Das liegt doch wenigstens noch in der EU – und ist gar nicht weit weg.. Und verlangen sie die Rückführung der vertriebenen Serben, Juden und Zigeuner (Sintis& Roma) in den Kosovo, damit da die wirklichen Mehrheitsverhältnisse wieder stimmen – und es allen Kosovaren wieder gut geht und sie nicht vor den Nato-eingesetzten Gangstern hierher flüchten müssen!

        • Avatar

          Mell

          26. März 2016 06:01 at 06:01

          Danke für die klaren worte.

      • Avatar

        SteffenSchwedka

        19. März 2016 08:19 at 08:19

        Ich verweise auf Dr. Daniele Ganser hin bezüglich des Ukraine-Konfliktes. Die US-Amerikaner sind ein Meister des sogenannten „Regime Change“.

      • Avatar

        The truther

        19. März 2016 23:02 at 23:02

        Glatte Lüge!… Oder mild ausgedrückt Unwissenheit.! Laut unabhängigen OSZE Beobachtungen, wurde niemand gezwungen abzustimmen…. Und selbst wenn es so gewesen wäre, hebelt es nicht die Überwältigende Mehrheit der Abstimmung der Krim Bevölkerung aus!
        Das was dort war ist eine völkerrechtlich legitime Abstimmung des Volkes und keine Annexion durch Russland. The Truther

        • Avatar

          The truther

          19. März 2016 23:05 at 23:05

          Nachtrag :
          Mein voriger Kommentar gilt Hans Hubert vom 18.3. The Truther

      • Avatar

        Willi

        21. März 2016 08:47 at 08:47

        Hans nicht nur Bild Zeitung lesen und ZDF gucken ok, dann sieht die Welt schon wieder ganz anders aus…

  2. Avatar

    KK

    18. März 2016 13:29 at 13:29

    Na, wem gehören denn die westlichen Ratingagenturen –

    na ja, anders gefragt:

    wie gut hatten diese formidablen Sterngucker, die doch in alles Einblick hätten – sonst wären sie ja zum ‚ r a t e n ` ungeeignet ….

    na ja, die sahen doch vor 2008 vollständig klar, hatten das entsprechende Fachwissen und warnten, warnten, warnten, aber niemand wollte diese exzellenten Experten hören ?? – Nicht ? Nein ? Ja was denn !

    • Avatar

      Bobo

      19. März 2016 08:47 at 08:47

      Die verbrieften und hinterher verwursteten Immo-Kredite hatten alle das höchste Rating. Es gab nicht die leiseste Warnung der Agenturen, im Gegenteil AAA. Max Otte hat gewarnt, und alle die auf ihn gehört hatten konnten satte Gewinne einfahren.

  3. Avatar

    SecurityScout

    18. März 2016 13:32 at 13:32

    Sezession nennt man das und nicht Annexion der Krim.

    Sezession

    Eine Sezession ist die Abspaltung eines Landesteils (und der in diesem lebenden Bevölkerung) von einem Staat, um in der Folge einen neuen, unabhängigen Staat gründen zu können.

    Ein berühmtes historisches Beispiele ist etwa die Sezession der Südstaaten der USA, die sich im 19. Jahrhundert aus dem Staatenbund lösten, um weiter Sklavenhandel und -haltung betreiben zu können. Zwischen 1860 und 1861 traten neben Alabama, Mississippi und Texas neun weitere Staaten aus der Union aus, woraufhin ein erbitterter Sezessionskrieg ausbrach, der 1865 schließlich mit der Wiederherstellung der Einheit endete.

    Auch aktuell existieren in vielen Teilen der Welt Sezessionsbewegungen. So plant etwa Grönland die Unabhängigkeit von Dänemark, Aktivisten setzen sich – auch mit Gewalt – für die Lösung der kurdischen Siedlungsgebiete von der Türkei ein und viele Katalanen würden eine Unabhängigkeit Kataloniens von Spanien begrüßen.

    Ursprung des Wortes ist das lateinische secessio (Trennung).

    • Avatar

      Reinhold Buchmüller

      18. März 2016 19:36 at 19:36

      Das stimmt aber nur zum Teil, da Krim kein eigenständiges Land sein wollte, sondern an den Rußland anschließen. Wenn wir schon bei Terminologie sind, dann bitte sauber.

  4. Avatar

    Johannes Normann

    18. März 2016 16:33 at 16:33

    Was soll das dümmliche „Krim-Annexion“. Annektiert wurde ein Großteil der Ukraine und zwar von den USA.

    • Avatar

      N.Ritter

      18. März 2016 17:03 at 17:03

      Annexion ist -rechtlich gesehen- hier auch der falsche Begriff. Aber Marionettenstaat oder Protektorat trifft es ganz gut. Wenn Finanzministerin Jaresko Premierministerin wird, wie inzwischen diskutiert wird, könnte man auch Kolonie sagen.

  5. Avatar

    N.Ritter

    18. März 2016 16:59 at 16:59

    Auch China hat ja schon vor längere Zeit eine eigene Ratingagentur gegründet. Das Problem ist, dass man dadurch die Platzhirsche nicht so einfach los wird. Regulierte Investoren wie Pensionsfonds oder Versicherungen dürfen i.d.R nur in Papiere investieren, die von mindestens zwei „registrierten Ratingagenturen“ bewertet sind. Und registriert sind aktuell z.B. in der EU ausschließlich Agenturen aus EU, USA und Japan – und einer Ausnahme aus Mexiko. Für Zugang zu westlichem Kapitalmarkt wird ein Rating einer russischen und einer chinesischen Agentur wohl nicht reichen.

  6. Avatar

    Ehrlich

    18. März 2016 18:01 at 18:01

    Frage : Warum benötigt man eine Ratingagentur?

    Schaut mal bei Wikipedia. Für mich eine überflüssige Firma.

    Sie will Gewinn machen.Na also.

  7. Avatar

    Brandtner Alfred

    18. März 2016 21:46 at 21:46

    Ich finde es gut wen die USA zurückgedrängt werden. Sie dominieren schon zu stark Europa und EU, nicht nur politisch sondern auch Militärisch und machen dadurch im Falle einer Eskalation Europa zum Schlachtfeld!

  8. Avatar

    Daniel

    18. März 2016 22:34 at 22:34

    Seit der Finanzkrise haben die amerikanischen Ratingsagenturen ihre Kredibilitaet verloren.

  9. Avatar

    Bobo

    19. März 2016 09:03 at 09:03

    Nur mit Rating der großen 3 Ratingagenturen ist ein Handel an den amerikanischen finanzmärkten von den USA erlaubt. Ein russisches oder chinesisches Rating nutzt da garnichts, es sei denn, man handelt in Rußland oder China. Für die BRICS-Staaten also durchaus interessant.

  10. Avatar

    Helmut

    20. März 2016 07:48 at 07:48

    Altkanzler Schröder:
    Der Kosovo ist eine Blaupause für die Krim.

  11. Avatar

    Helmut

    20. März 2016 08:05 at 08:05

    Die Agression gegen Russland hat einen ganz anderen Grund.
    Putin: Die USA sind Parasiten der Weltwirtschaft.

    Die USA zwingt die Welt mit Hilfe der NATO den Dollar als Welthandelswährung zu Halten. FED Verweigerer die in ihrer eigenen Währung abrechnen wollten waren: Nordkorea, Irak, Iran, Lybien, Kuba, Afganistan, Sudan.
    Ist kein Krieg möglich werden Sanktionen verhängt!

    Die USA kann somit Geld drucken ohne eine Infalation zu bekommen.
    Alleine unter Obama von 10 auf 18 Billionen Dollar Schulden.
    Auch wir finanzieren mit dem Handelsbilanzüberschuss die völkerrechtswidrigen Angriffskriege der USA.
    Putin hat vor 3 Jahren bereits eine Gesetzesvorlage für eine eigene von der FED unabhängige Zentralbank eingebracht. Somit wären die USA Pleite.

    Würde China nicht mehr in Dollar abrechnen oder die angehäuften US Anleihen abstoßen die durch die Handelsbilanz enstanden sind > USA geht Bankrott.

    Deshalb auch die Truppenverlegung der NATO an die Russischen Grenzen.
    Jeder auf der Welt muss verstehen wie die FED funktioniert.
    https://www.youtube.com/watch?v=ueWIAFTFr0o
    Es wird leider an keiner Uni oder Fakultät im In oder Ausland gelehrt….

  12. Avatar

    Eisenkrein

    25. März 2016 16:07 at 16:07

    Russland wäre ein verlässlicher Partner Deutschlands, leider kleben die Deutschen ´, oder besser gesagt die deutsche Regierung am A… der Amerikaner

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Amerikaner kaufen in der Coronakrise Waffen, Deutsche dagegen Toilettenpapier – wie Analysen aus dem Frühjahr gezeigt haben. Kurz vor den US-Wahlen steigt die Unsicherheit in vielerlei Hinsicht – und die Aktienkurse von Waffenherstellern. Waffenkäufe in den USA sind in Zeiten der Coronakrise schon seit längerer Zeit feststellbar –  jetzt aber gesellen sich noch weitere Ursachen dazu. Die Steigerungen bei den Kursen der Waffenfirmen brauchen sich nicht einmal hinter den Tech-Werten zu verstecken. Und wieder einmal könnte ein Regierungswechsel einen Boom auslösen.

Das Recht des Amerikaners zum Waffenbesitz

Wie oft wurde in den USA schon über eine Verschärfung des Waffenrechts diskutiert, zumeist im Zusammenhang mit Amokläufen! Stets beruft sich die US-Waffenlobby in Gestalt der NRA – National Rifle Association of America, Nationale Schützen-Vereinigung – auf das verfassungsrechtlich garantierte Recht der Amerikaner zum Waffenbesitz.

Im 2. Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten, verabschiedet bereits am 15. Dezember 1791 hieß es:

„Da eine wohlgeordnete Miliz für die Sicherheit eines freien Staates notwendig ist, darf das Recht des Volkes, Waffen zu besitzen und zu tragen, nicht beeinträchtigt werden.“ Obwohl es immer wieder Versuche gibt dieses uralte „Grundrecht“ abzuändern, unterstützen insbesondere die Republikaner mit ihrem Präsidenten Donald Trump die Interessen der NRA. Da ein Regierungswechsel zu den Demokraten sehr wahrscheinlich geworden ist, haben die Aktien von Waffenherstellern einen weiteren Aufwind bekommen – man erwartet Hamsterkäufe im Falle eines Wahlsiegs von Joe Biden.

Die Hausse der Revolveraktien im Jahr der Coronakrise – oder Amerikaner kaufen Waffen, Deutsche Toilettenpapier

So lautete eine etwas scherzhaft gemeinte Feststellung zu Zeiten des Lockdowns im April. Betrachtet man sich aber die Entwicklung der Aktien von Pistolen-, Revolver-, und Gewehrherstellern in den letzten neun Monaten, so erkennt man, dass dies kein billiger Kalauer gewesen ist. Im Übrigen waren die Regale mit dem Toillettenutensil eine Zeitlang wirklich Mangelware in Deutschland.

Die Performance:

Konnte der große S&P 500 in diesem Jahr bisher um sieben Prozent zulegen, so ging es mit den Aktien der weltbekannten Waffenfirma Smith&Wesson um 135 Prozent nach oben, die weniger bekannte Firma Sturm Ruger aus Southport (Connecticut) bringt es immerhin auf 51 Prozent. Allein im Monat Oktober ging es bereits um 8 beziehungsweise 9,5 Prozent nach oben.

Waren es im Spätwinter Sorgen der Amerikaner vor Plünderungen infolge der Coronakrise, später die Angst vor Unruhen im Lande wegen des gewaltsamen Todes des Afroamerikaners George Floyd, so fürchtet man sich jetzt vor einem möglichen Chaos nach dem 3. November, sollte es keinen eindeutigen Sieger geben. Zusätzlich sorgen sich die Waffennarren vor härteren Regelungen, insbesondere von Schnellfeuerwaffen, die für die Demokraten ein echtes Übel darstellen. In Deutschland würde manche Waffengattung unter die Regelungen des Kriegswaffenkontrollgesetzes (KrWaffKontrG ) fallen. Die Chefs der Waffen-Firmen in den USA hingegen freuen sich über die Nachfrage, man komme mit den Auslieferungen kaum hinterher.

Absonderliche Entwicklungen unter den Reps und Dems

Die eindeutige Positionierung von Demokraten und Republikanern haben in der Vergangenheit zu seltsamen Entwicklungen der Aktienkurse von Waffenfirmen geführt. Unter den acht Jahren von Präsident Barrack Obama stiegen die Aktien von Sturm Ruger um etwa 900 Prozent, weil der Demokrat zwar immer für schärfere Waffengesetze eintrat, dieses im Kongress aber nicht durchsetzen konnte. Unter Donald Trump stieg die Aktie dieser Firma nur um mickrige 16 Prozent, weil sich die NRA der Unterstützung des Präsidenten sicher sein konnte. Jetzt könnte Joe Biden aufgrund der Coronakrise ins Weiße Haus zurückkehren, um die Ideen von Barack Obama in die Tat umzusetzen.

Wozu brauchen die Amerikaner so viele Waffen?

Diese Frage kommt einem sofort in den Sinn, wenn man sich die Statistiken über den Waffenbesitz in den USA betrachtet – eine „kleine“ Privatarmee. 43 Prozent aller Amerikaner leben in einem Haushalt mit mindestens einer Schusswaffe. Es gibt in den USA 300 Millionen Waffen, Pistolen und halbautomatische Sturmgewehre.

Fazit

Es ist für uns Europäer schon eine schauerliche Vorstellung: Dass es in fast jedem zweiten Haushalt Schusswaffen gibt, dass Millionen von Amerikanern selbst im Handschuhfach ihres Wagens eine Waffe mitführen. Gerade in der jetzigen Situation eines gespaltenen Landes, in dem sich bestimmte Gruppierungen im Lande unversöhnlich und fanatisch gegenüberstehen, bei einem Präsidenten, der vieles gewähren lässt, um es höflich auszudrücken. Dazu die Coronakrise mit ihren wirtschaftlichen Folgen: Gestiegene Waffenkäufe und gestiegene Aktienkurse bei Smith&Wesson und Co, ob das nicht der gefährlichste Teil der Aktienhausse in den USA ist?

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