Folgen Sie uns

Allgemein

Räuberbande in Nadelstreifen zockt 32 Milliarden Euro beim deutschen Steuerzahler ab: Zeit sich zu empören! TV-Hinweis für heute Abend

Auch wenn wir nicht die größten Freunde von zwangsweise gebührenfinanziertem Fernsehen sind, so müssen wir jetzt mal Werbung für eine heutige Ausstrahlung in der ARD machen. Und auch wenn der eine oder andere TV-Konsument es schwer ertragen kann…

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Auch wenn wir nicht die größten Freunde von zwangsweise gebührenfinanziertem Fernsehen sind, so müssen wir jetzt mal Werbung für eine heutige Ausstrahlung in der ARD machen. Und auch wenn der eine oder andere TV-Konsument es schwer ertragen kann die Moderatorin Anja Reschke zu sehen: Um 22 Uhr wird die ARD-Sendung „Panorama“ berichten unter dem Titel

„Milliarden aus der Staatskasse: Auf der Spur der Steuerräuber“

„Die Zeit“ hat mit NDR/Panorama gemeinsam recherchiert, was gestern schon vorab veröffentlicht wurde. Eine Bande von Betrügern, die nur ein Dutzend Mann groß sein soll, habe seit 2001 den deutschen Staat um bis zu 32 Milliarden Euro betrogen. Das ergebe sich aus umfangreichen Recherchen. Die Banker sollen in London sitzen. Dorthin habe man sich bei Dividendenzahlungen Erstattungen des deutschen Fiskus zahlen lassen, obwohl die Dividenden vorher nie an den Fiskus abgeführt wurden.

Bei diesen Cum-Ex-Geschäften werden rund um die Dividenden-Termine Aktien so oft zwischen einzelnen Investoren hin und her gebucht, dass die Finanzbehörden offensichtlich verwirrt werden sollten. Wer zu welchem Zeitpunkt genau der Inhaber der Aktien waren, und wie oft welche Bank Steuern abgeführt hat, sollte so wohl verschleiert werden. Laut NDR sagt der Finanzwissenschaftler Christoph Spengel hierzu, dass dies der größte Steuerskandal in der Geschichte der Bundesrepublik sei.

Vereinfacht kann man sagen, dass es so lief: Eine Steuer auf Dividenden, die nur einmal an den deutschen Fiskus abgeführt wurde, wird von ausländischen Investoren aber mehrfach vom Fiskus als Erstattung zurückgefordert. So konnten Milliarden an völlig überhöhten Steuererstattungen eingesackt werden, was anscheinend durch Verschleierung oder sonstigen Gründen nicht auffiel.

Das Geld, das dem deutschen Staat zustand, hätten sich Banken, Börsenmarkler und Anwälte über Jahre eingesteckt. In der Londoner Finanzszene soll es sich um eine wirkliche kleine „Bande“ von Investmentbankern gehandelt haben, die sich rund um den Dividendenstichtag hoch konspirativ abgesprochen haben soll. Mehrere Mitglieder dieser mutmaßlichen Bande seien derzeit dabei gegenüber der Staatsanwaltschaft in Köln Aussagen zu machen.

Unsere Fragen: Wie viel Geld davon kann sich der deutsche Staat zurückholen? Welche Banken waren letztlich involviert? Haben deren Vorstände von diesen Betrügereien wie immer nichts gewusst? Wie lange gehen die Beteiligten ins Gefängnis? Vielleicht gibt es ein paar schriftliche Ermahnungen und ein paar Sozialstunden, die in einer Einrichtung nach eigener Wahl abgeleistet werden können? Wir sind gespannt, mit welchen harten Strafen die deutsche Justiz bei solchen Geldsummen versuchen wird Täter und Hintermänner (Bankvorstände?) zu bestrafen.

Wir werden (und Sie vielleicht auch) hoffen heute Abend bei Frau Reschke mehr zu erfahren. So wertvoll die umfassende Recherche-Tätigkeit des NDR in dieser Sache auch sein mag – die Tatsache, dass man dafür zwangsweise zahlen muss, wird dadurch trotzdem nicht schöner!


Die City of London. Foto: © User:Colin and Kim Hansen / Wikipedia (CC BY-SA 4.0)

Quelle: Die Zeit / NDR

14 Kommentare

14 Comments

  1. Avatar

    Walter

    8. Juni 2017 19:05 at 19:05

    Anja Reschke da bin ich raus

    • Avatar

      Michael

      8. Juni 2017 22:06 at 22:06

      Ich schau es mir dennoch an, ohne sture Voreingenommenheit gegenüber einzelnen Personen. Ist ja nur die Moderatorin…

  2. Avatar

    Michael

    8. Juni 2017 23:46 at 23:46

    32 MiIlliarden, das sind 400,- € für jeden einzelnen deutschen Bürger, ob Kind, Hausfrau, Arbeiter, Angestellter, Rentner, Pensionär, Selbständiger, Freiberufler, Gewerbetreibender oder Börsenzocker.
    Vermutlich 1000,- EUR und noch viel mehr für jeden steuerzahlenden Bürger!
    Der rasende Rollstuhl sollte sich massiv dahinter klemmen, anstatt MIllionen Geringverdienern das Leben aus den Adern zu saugen.

  3. Avatar

    Lars

    9. Juni 2017 00:24 at 00:24

    Ein authentischer und objektiver Bericht, basierend auf Fakten seitens der Finanzbehörden. Die populistische Rechte (Alternative für Denken) wird nun wieder Pseudowissenschaft, Demagogie und Propaganda bemühen, um die ARD pauschal als kommunistisch-linksradikalen Sender abzutun und die beteiligten Journalisten in schlechtes Licht zu rücken.
    Ich freue mich auf die fundierten Argumente und Quellenangaben, die bald folgen werden.

    • Avatar

      Petkov

      9. Juni 2017 07:37 at 07:37

      Der Bericht in der 2. Steuerschaden ist im Rahmen der Quellensteuerverrechnung entstanden. D.h. kein Bürger hat direkt Steuern verbrennen müssen wie das beim massenhaften Asylmissbrauch ist. Die Banken haben einfach weniger Steuern abgeführt, was ein indirekter Schaden ist und bei weitem nicht so dramatisch wie die Dutzende Milliarden pro Jahr für Asylbetrüger, deren Ziel die Unterwanderung der deutschen Sozialsysteme und eine feindselige Parallelexistenz zur christlichen Kultur ist.

      • Avatar

        Petkov

        9. Juni 2017 07:39 at 07:39

        Uuups… FEHLER. Text wurde abgeschnitten. BItte nicht veröffentlichen. Tut mir Leid. Danke

      • Avatar

        Petkov

        9. Juni 2017 07:48 at 07:48

        In meinem Beitrag oben wurde viel Text abgeschnitten. Habe ich übersehen. Tut mir, Leid für die schlechte Lesbarkeit bzw. die fehlende Sorgfalt vor der Veröffentlichung.
        Viele Grüße

      • Avatar

        Rainer Köhler

        9. Juni 2017 11:21 at 11:21

        Also zu einem peinlichen Kommentar fällt einem nur wirklich nichts mehr ein.

        Ich hoffe, man hört es bis zu Ihnen klatschen: *facepalm*.

        • Avatar

          Petkov

          9. Juni 2017 20:29 at 20:29

          Hehe :-) Ist so köstlich. Erfahrungsgemäß sind die Facepalm-Clowns die ersten, die im reellen Leben die Hosen voll machen und mucksmäuschenstill sind. Lassen Sie sich von Merkels Propagandanstalten weiterhin ins Hirn scheißen und legen Sie sich nicht mit mir an. Denn dabei können Sie nicht gut wegkommen.

      • Avatar

        Michael

        9. Juni 2017 12:58 at 12:58

        So ein Schwachsinn! Die Banken haben nichteinfach weniger Steuern abgeführt, sondern es wurden etwa 32 Milliarden vom Fiskus zurückgefordert!!
        „Dorthin habe man sich bei Dividendenzahlungen Erstattungen des deutschen Fiskus zahlen lassen, obwohl die Dividenden vorher nie an den Fiskus abgeführt wurden.“
        Einen direkteren und dramatischeren Schaden kann es gar nicht geben.

        • Avatar

          Petkov

          9. Juni 2017 20:20 at 20:20

          Michael, wie konnten Sie diesen Bullshit als Zitat auskotzen? Wie können Dividenden an den Fiskus fließen? Wat er selber Aktionär? Wir beide wissen, dass Sie beim Thema ein Laie sind, bitte halten Sie sich zurück. Ich finde Sie zu sympathisch, um Sie platt zu machen.

    • Avatar

      Petkov

      9. Juni 2017 21:35 at 21:35

      Noch mal die Bitte um Entschuldigung für den technischen Fehler. Das ist mein ursprünglicher Beitrag:
      Die Anstalt für repressives Denken (ARD) hat erwartungsgemäß zwei grundlegende Aspekte geschickt kaschiert:
      1. Die Cum/Ex-Geschäfte nutzten eine Lücke in der steuerlichen Bewertung von Wertpapiertransaktionen unmittelbar vor dem Dividendenstichtag aus. Nicht jedes Cum/Ex-Geschäft wurde in betrügerischer Absicht getätigt. Dieser dilettantische Regulierungsfehler war dem Finanzministerium sehr früh bekannt. Grundsätzlich gilt: Allein die Entstehung dieses offensichtlichen Schlupflochs zeugt von grassierender Inkompetenz und Denkschwäche innerhalb des Ministeriums. Jeder dressierte Affe wäre darauf gekommen, dass die damalige Regelung Tür und Tor für Missbrauch öffnete. Dabei wäre die Lösung unglaublich einfach: alle Aktiengeschäfte, bei denen der Dividendenstichtag zwischen Kauf- und Valutatag liegt, sind gesondert auszuweisen. Dann käme keiner auf die Idee, zu beschei… ähh zu betrügen.

      2. Der Steuerschaden ist im Rahmen der Quellensteuerverrechnung entstanden. Es wurde kein einziger Cent aus irgendeinem Steuertopf angezapft, sondern einfach etwas weniger zugeführt. D.h. kein Bürger hat direkt Steuern verbrennen müssen wie das beim massenhaften Asylmissbrauch ist. Die Banken haben einfach weniger Abgeltungssteuer abgeführt, was ein indirekter Schaden ist und bei weitem nicht so dramatisch wie die Zig-Milliarden pro Jahr für Asylbetrüger, deren Ziel die Unterwanderung der deutschen Sozialsysteme und eine feindselige Parallelexistenz zur christlichen Kultur ist.

      Damit kein Missverständnis entsteht: ich verurteile die Cum/Ex-Betrüger scharf, aber das ist eigentlich Schnee von Vorvorvorgestern und die Reprotage auf ARD hat ein einziges Ziel: ausgerechnet am Wahltag in GB das hohe Interesse für populistische Ablenkungsmanöver zu nutzen. Die Islamkommunistin im Kanzleramt kennt sich auf dem Gebiet aus.

  4. Avatar

    Tom

    9. Juni 2017 08:24 at 08:24

    Ins Gefängnis sollte Herr Schäuble, der diesem Treiben jahrelang tatenlos zugesehen hat!

  5. Avatar

    Gerd

    9. Juni 2017 19:15 at 19:15

    Habe mir das Sensationfilmchen angesehen.
    Mehr ist es nicht.

    Die berichteten Fakten hätte man in 3 Minuten vortragen können. Alles drumherum waren keine Fakten und diente nur der Filmdramaturgie.
    Aber wie meinte Frau Reschke, sie hoffe ja mit dem Film das Interesse der Zuschauer zu wecken.
    In Wirklichkeit geht ja auch kein Reporter davon aus, dass man ausgerechnet ihm in aller Öffentlichkeit Dinge erzählen würde, mit denen sich der Interviewte selbst beschuldigen oder belasten würde. Schön für die Filmemacher, dass sie auf die Art und Weise mal wieder auf Gebührenzahlerkosten in der Welt herumkommen konnten:

    Bis zur Minute 5:45 gab es nur Konkunktive, Annahmen und Unterstellungen (und auch danach keine Beweise, nichts Greifbares):

    -Hat sich abgesetzt (in die Schweiz mit fantastischem Panorama). Evtl ist er schlichtweg umgezogen, weil es ihm da gefällt?
    -ausgeplündert haben s o l l
    -Der V e r d a c h t: sie wollten sich Steuern erstatten lassen, die sie nie bezahlt hatten
    -In Wirklichkeit ist es komplizierter. V i e l l e i c h t deswegen ließen sich viele Jahre lang Milliarden scheffeln
    –Und auch unsere Bande s o l l es so versucht haben
    –Einer s o l l die Idee gehabt haben
    –Mit deren Geld s o l l e n Börsenhändler dann Aktien gehandelt haben

    Das war noch nicht mal Lügenfernsehen – und doch hatte
    der Zuschauer hinterher den Eindruck, dass da Steuern zweifelsohne hinterzogen wurden bzw. Gelder strafbarerweise abkassiert wurden. Und zwar in einer Höhe, wie es sonst nirgends passiert.
    Mal abwarten, was und ob da am Ende wirklich was Strafbares rauskommt.

    Übrigens wird seit zwei Jahren mindestens der selbe Betrag pro Jahr ausgegeben. Und das ist bestätigt und keine bloße Unterstellung – für Angelegenheiten, die die öffentlichen Haushalte aufs äußerste belasten. Freiwillig.
    Ob das notwendig ist?

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

Arbeitsmarkt positiv gestimmt? Mehr neue Jobs bei IT als Entlassungen in der Gastronomie?

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Laptop mit Aufklebern

Kann das wirklich sein? Ist es das vorgezogene Weihnachtswunder am deutschen Arbeitsmarkt, mitten im zweiten Lockdown? Wenn man ein Wirtschaftsforschungsinstitut für verlässlich und seriös hält, dann doch in erster Linie das ifo-Institut! Und man möchte den Forschern bei ifo wirklich nichts Böses unterstellen. Aber ist es wirklich realistisch, dass die Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt derzeit sogar besser wird, weil die IT-Dienstleister mehr neue Stellen schaffen wollen, als gleichzeitig in Restaurants, Bars, Hotels, Reisebüros etc verloren gehen?

Kann man sich das vorstellen? Gibt es überhaupt zehntausende oder hunderttausende neue IT-Experten in Deutschland, die auch so viele neue Stellen besetzen können? Ist die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen wirklich so stark gestiegen in den letzten Wochen? Klar, dank Corona verlagert sich sehr viel des Geschäftslebens ins Internet. Aber wirklich, nochmal mit gesundem Menschenverstand nachgedacht: Können diese neuen Jobs hunderttausende Jobs ersetzen, die bei Gastro und Co verloren gehen? Es fällt wirklich schwer das zu glauben.

Aber das ifo-Institut hat sich das nicht ausgedacht. Nein, man macht für sein Beschäftigungsbarometer Umfragen bei ca 9.500 Unternehmen. Sie werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Also, kann das wirklich sein? Die IT fängt den Arbeitsmarkt auf in dieser Krise? Hier die Aussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

Etwas mehr deutsche Unternehmen als im Oktober denken über Neueinstellungen nach. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im November auf 96,7 Punkte gestiegen, von 96,4 Punkten im Oktober. Die zweite Welle hat vorerst keine größeren negativen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Die Entwicklung ist jedoch über die Branchen hinweg sehr heterogen.

In der Industrie ist das ifo-Barometer leicht gestiegen. Jedoch ist die Zahl der Unternehmen mit Entlassungsplänen weiterhin größer als die jener, die mit steigenden Mitarbeiterzahlen rechnen. Die Dienstleister planen eher Mitarbeiter einzustellen. Getragen wird die Entwicklung vor allem von den IT-Dienstleistern. In der Reisebranche und dem Gastgewerbe dagegen sind Entlassungen nicht zu vermeiden. Im Handel hat das Barometer leicht nachgegeben. Dort planen die Firmen derzeit mit konstanten Mitarbeiterzahlen. Die Bauindustrie sucht weiter neue Mitarbeiter, um ihre aktuellen Aufträge abarbeiten zu können.

Hier die vier Einzelsektoren mit einzelnem Chart:

Grafiken zeigen Beschäftigungsbarometer für den deutschen Arbeitsmarkt

weiterlesen

Allgemein

Markus Krall und Marc Friedrich: Crash 2021, Gelddrucken ersetzt Denken

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Krall spricht über die Hyperinflation, in der Geld entwertet wird

Markus Krall und Marc Friedrich unterhalten sich im folgenden Gespräch über die aktuelle Krise, den möglicherweise anstehenden großen Crash, und die Zeit danach. Einig sind sich die beiden, dass es 2021 los gehen wird mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch. Markus Krall formuliert es recht klar, dass die Wirtschaftskrise längst da sei. Sie sei nur noch nicht bilanziert worden. Durch Maßnahmen wie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sei die Krise bei Unternehmen und in Bankbilanzen nur noch nicht richtig transparent sichtbar.

Markus Krall und Marc Friedrich sehen die Hyperinflation

Markus Krall kann man aufgrund seiner zahlreichen Tweets über die Corona-Maßnahmen der Politik kritisch betrachten. Das sollte Kommentatoren und geneigte Beobachter aber nicht davon abhalten, seinen höchst interessanten Aussagen zur wirtschaftlichen Gesamtsituation zuzuhören, die er seit Monaten öffentlich präsentiert. Denn er ist absoluter Bankeninsider, und hat die letzten Jahre eine große Bankenkrise vorhergesagt. Zusammen mit Marc Friedrich bespricht er im folgenden Video Punkt für Punkt wichtiger Themen rund um die aktuelle Krise und zukünftige Entwicklungen.

Wichtig ist, was die nächsten Quartale passieren wird. Einig sind sich Marc Friedrich und Markus Krall, dass wir derzeit in einer deflationären Phase sind, auf die zwingend eine kräftige Inflation folgen soll. Nur wie schnell die Preise in eine Hyperinflation umschlagen, das könne man nicht genau vorhersehen. Entscheidend hierbei ist unter anderem, wann die Geldumlaufgeschwindigkeit anspringen müsste. Sehen Sie beim Klick an dieser Stelle genau zu diesem Punkt interessante Ausführungen von Hans-Werner Sinn.

Die EZB als großes Problem

Ein wichtiger Punkt im Gespräch zwischen Markus Krall und Marc Friedrich ist auch die zentral wichtige Rolle der EZB. Sie arbeite derzeit am digitalen Euro. Die EZB wisse, dass eine Hyperinflation (hier die Begriffserklärung) drohe. Sie wisse auch, dass die Leute aus dem Geld fliehen würden, wenn sie das Vertrauen darin verlieren. Mit einem digitalen Euro hätte die EZB Kontrolle über das gesamte Konsumverhalten der Menschen, und könnte zum Beispiel bestimmen, wie viel Geld die Bürger maximal in einem bestimmten Zeitraum ausgeben dürfen. Die Rolle der EZB insgesamt sehen die beiden grundsätzlich mehr als kritisch.

Der große Knall

Markus Krall macht wenig bis gar keine Hoffnung auf eine Rettung unseres jetzigen bestehenden Geldsystems. Der große Crash werde kommen. Je länger EZB und Politik die Probleme hinauszögern würden, desto schlimmer werde der unausweichliche große Knall sein. Immer mehr gesunde Firmen würden sich derzeit anstecken, weil sie als Lieferant zum Beispiel unwissentlich Forderungen gegenüber Zombieunternehmen aufbauen würden, die Forderungen nicht begleichen können. Auch wenn man die Aussicht der beiden auf eine Hyperinflation und einen großen Systemkollaps nicht zwingend teilen muss, so sind ihre Ausführungen und die Zustandsbeschreibungen der aktuellen Lage doch hochinteressant!

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Allgemein

US-Häusermarkt kurz vor Katastrophe – einen Hoffnungsschimmer gibt es

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Typische Bauweise am US-Häusermarkt

Am US-Häusermarkt könnte in den nächsten Wochen und Monaten eine Katastrophe eintreten. Millionen Amerikanern droht Zwangsräumung oder Zwangsvollstreckung. Denn zum einen endet im März eine Frist von maximal 12 Monaten, die es Hausbesitzern erlaubte ihre Hypothekenzahlungen auszusetzen, wenn sie durch die Corona-Pandemie in Not geraten. Kreditnehmer, die sich zu Beginn des Programms angemeldet hatten, könnten ab März 2021 von einer Zwangsvollstreckung bedroht sein.

Noch wichtiger für den US-Häusermarkt ist: Die landesweit gültige vorübergehende Aussetzung der Zwangsräumungen (mit dem Ziel, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen) endet am 31. Dezember. Der Zeitpunkt ist fast schon dramatisch, da gut 12 Millionen Amerikaner zu diesem Zeitpunkt Ansprüche auf Arbeitslosenunterstützung verlieren dürften.

Der US-Kongress könnte eigentlich für eine Verlängerung von Nothilfen sorgen. Aber zum Jahreswechsel befindet sich Washington DC mitten in einer toten Phase, wo Joe Biden zwar schon gewählt, aber eben noch nicht im Amt ist. Alles hängt in der Schwebe. Erst vor Kurzem wurden vom staatlichen „US Census Bureau“ Umfragedaten veröffentlicht aus dem Befragungszeitraum 28. Oktober bis 9. November, welche die Dramatik am US-Häusermarkt aufzeigen.

Etwa 5,8 Millionen Personen gaben demnach an, dass ihnen in den nächsten zwei Monaten mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eine Zwangsräumung oder Zwangsvollstreckung droht. Das macht ein Drittel der 17,8 Millionen Erwachsenen in Haushalten aus, die mit Miet- oder Hypothekenzahlungen in den USA im Rückstand sind.

Gut die Hälfe der Haushalte in Staaten wie Nevada oder Florida, welche derzeit mit ihren Zahlungen im Rückstand sind, sehen eine hohe Wahrscheinlichkeit für ihre Zwangsräumung im Januar. Florida ist am Schlimmsten betroffen mit 51,2 Prozent (bei der vorigen Umfrage nur 32 Prozent). Das bedeutet de facto, das gut 3,5 Prozent aller Haushalte in Florida glauben, dass sie in den nächsten zwei Monaten von einer Zwangsräumung betroffen sein könnten.

Hoffnung für US-Häusermarkt dank Joe Biden?

Joe Biden wird am 20. Januar als US-Präsident seine Arbeit aufnehmen. Vorher kann er nichts machen. Er kann eine Last-Minute-Rettung für den US-Häusermarkt sein – kann, aber nicht muss. Die Demokraten möchten die US-Bevölkerung richtig kräftig unterstützen mit neuen Staatshilfen. Aber die Republikaner, die in den letzten Monaten ebenfalls schon gigantischen Rettungssummen zustimmten, zeigten sich zuletzt eher ablehnend. Und jetzt wo ihr Kandidat Donald Trump die Präsidentschaftswahl verloren hat, können sie sich im Kongress in die Blockierer-Haltung begeben. Aber kann Joe Biden mit einer auch von den Republikanern akzeptierten neuen Finanzministerin Janet Yellen (ehemalige Notenbankchefin) doch noch neue Rettungs-Billionen aus dem Kongress rausklopfen?

Kann Joe Biden auf den allerletzten Drücker Ende Januar Millionen Amerikaner und den US-Häusermarkt vor einem Kollaps retten? Oder kommt alles ganz anders, und dank im Dezember beginnenden Impfungen erholt sich die Konjunktur in den USA derart schnell, dass viele Amerikaner neue Jobs erhalten? Die Banken verzichten auf Zwangsräumungen, und die überschuldeten Hausbesitzer, die auf dem letzten Loch pfeifen, dürfen in ihren Häusern bleiben? Das wäre auch möglich. Aber es wird eine verdammt enge Kiste!

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage