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Reinkarnation des Klassenfeindes & neue Prognose: EUR/USD vor Draghi!

Heute möchten wir Ihnen mitteilen…, dass Ihre Ersparnisse… weiterhin vernichtet werden. Ab wann gilt diese Regelung? Meiner Meinung nach… gilt das ab sofort. Könnte man die heutige EZB Pressekonferenz nicht einfach abkürzen, indem wir diese Textbausteine einfügen?

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Eine Analyse von forexhome.de

Heute möchten wir Ihnen mitteilen…, dass Ihre Ersparnisse… weiterhin vernichtet werden. Ab wann gilt diese Regelung? Meiner Meinung nach… gilt das ab sofort. Könnte man die heutige EZB Pressekonferenz nicht einfach abkürzen, indem wir diese Textbausteine einfügen?

In meinen Augen schon. Es wird wohl weitergehen mit dem billigen Geld. Keine Zinswende, kein Einstampfen der heimlichen Staatsfinanzierung, EUR/USD weiterhin im Fokus. Vielleicht läuft es auf eine Reduzierung der monatlichen Anleihekäufe hinaus, um der versprochenen Selbstregulierung der EZB zu folgen und nicht mehr als ein Drittel der jeweiligen Staatsanleihen zu kaufen, dafür jedoch über einen längeren Zeitraum. Herzlichen Glückwunsch liebe Anleger, Pensionskassen und Versicherungen: Das Geld ist futsch.

Ein Grund mehr sich den EUR/USD genauer anzuschauen und die jüngsten Analysen wieder in den Vordergrund zu rücken. Auf dem Girokonto kann man ja augenscheinlich nichts mehr erwarten.

Vorwärts immer, rückwärts nimmer?

Was der Mann im Synthetikanzug vor fast 30 Jahren sagte und Ausdruck einer Trotzhaltung war, gilt heute wieder. Dieses Mal für den ehemaligen Klassenfeind respektive dessen Reinkarnation in Form der Europäischen Zentralbank. Oder wie soll man die laufende Geldpolitik der EZB anders beschreiben? Aber der Kurs des EUR/USD scheint allen Rufen nach Parität zum Trotz genau das Gegenteil von dem zu veranstalten, was die fundamental orientierten Analysten im Kontext des Anleihekaufprogrammes prognostizierten.


(Alle Charts durch Anklicken vergörßern!)

Der Retest des vermeintlichen bearishen Fehlausbruchs Anfang des Monats scheint nun vollzogen und der EUR/USD konnte bereits kräftig zulegen. Damit folgt der Kurs den jüngsten Analysen und die Stabilisierung oberhalb des Weekly 233er EMAs wird die positiven Gedanken der Bullen sicherlich bestärken.

Dennoch bleibt der Beigeschmack einer fast vollständig konsolidierungsfreien Rallye seit Anfang April dieses Jahres, offener Retests der beiden verlassenen Flaggen, des überwundenen Widerstandes bei rund 1.14450 und der Trendwechsel-EMAs 55 und 89 sowie die Schwierigkeiten mit dem 289er und 300er Fibonacci Expansion Level.

Positives Bild und wichtige Barrieren

Wir hatten uns in meinen Signaldienst für ein Long-Setup entschieden, da der besagte vermeintliche bearishe Fehlausbruch auch im Tageschart deutlich zu erkennen war und ein erfolgreicher Retest jener Situation eine optimale Positionierungsmöglichkeit darstellte. (Mehr Infos hier: https://www.forexhome.de/handelssignale-forex-signaldienst-abonnieren/)

Natürlich ist die Ausgangslage weiterhin etwas wackelig, denn die ganze EZB-Draghi-Thematik könnte den Kurs noch einmal ins Trudeln bringen. Vor allem mögliche neue bullishe Bestrebungen des USD-Index werden höchstwahrscheinlich für mehr oder weniger große Turbulenzen sorgen. Zunächst gilt es die naheliegenden Barrieren bei rund 1.18460 und 1.18600 zu überwinden, bevor es anschließend zum ehemaligen Ausbruchsniveau der aufwärtsgerichteten Flagge bei ca. 1.19060 gehen sollte. Danach schauen wir uns die Sachlage noch einmal an. Den nicht weniger wichtigen Monatschart hatte ich in der letzten EUR/USD Prognose thematisiert. (Diese Einschätzung hat immer noch Bestand und ist hier zu finden: https://www.forexhome.de/eur-usd-prognose-heute-fehlausbruch-20171024/)

Dazu der Autor im Video:

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ADN-ZB/Dewag/25.11.1985
Günter Schabowski, Mitglied des Politbüros des ZK der SED und 1. Sekretär der Bezirksleitung Berlin der SED
Aufnahme: 4.5.1982

Sprach legendäre Sätze, die den Untergang der DDR einleiteten: Günter Schabowski
Von Bundesarchiv, Bild 183-1982-0504-421 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5422548

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Rüdiger Born: Aktuelle Lage im Dow, mögliche Idee für den Yen

Rüdiger Born

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Im folgenden Video schaue ich direkt am Chart auf die aktuelle Entwicklung im Dow Jones und seine Reaktion auf die US-Arbeitsmarktdaten. Auch überlege ich, ob im Yen ein interessanter Trade möglich sein könnte.

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Warum sich der Goldpreis vor dem Wochenende gestärkt zeigt

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Der Goldpreis zeigt sich auch heute gestärkt. Wir hatten es gestern bereits angesprochen. Der diese Woche gelaufene Aufwärtstrend im Gold scheint noch nicht nachhaltig zu sein, weil in den letzten Tagen die Anlegergelder weiterhin aus Gold-ETF abflossen. Von daher sollte man dem Aufwärtstrend bei Gold noch nicht blind vertrauen. Aber es ist ein ordentlicher Anstieg.

Der Goldpreis stürzte in den letzten Wochen fast 200 Dollar in den Keller, weil die Kapitalmärkte deutlich mehr Hoffnung auf die Corona-Imfpungen hatten, und daher bereit waren in riskantere Geldanlagen zu investieren. Gold war weniger interessant. Seit dieser Woche ist aber (wir erwähnten es gestern) die wichtige negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar wieder angesprungen. Der Dollar fiel immer weiter, und der Goldpreis stieg. Auch heute sehen wir eine weitere Dollar-Abwertung, und Gold (Montag noch bei 1.764 Dollar) konnte sich bis vorhin noch robust bei 1.840 Dollar behaupten (aktuell 1.836 Dollar).

Den Vergleichschart von gestern zwischen Gold und US-Dollar setzten wir hiermit aktualisiert fort. Die Trends sind weiterhin intakt – zumindest in diesem Augenblick. Wir sehen den gegenläufigen Verlauf seit Anfang der Woche. Auch wenn der Goldpreis ganz aktuell ein paar Dollar fällt, so ist die gegenläufige Bewegung im Gesamtbild der Woche erkennbar. Der US-Dollar befindet sich aktuell am tiefsten Punkt seit Frühjahr 2018. Diese Talfahrt hatten wir heute in einem separaten Artikel besprochen (mehr dazu hier).

Chart zeigt Goldpreis gegen US-Dollar seit Anfang der Woche

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Die Talfahrt des US-Dollar – was ist da los?

Claudio Kummerfeld

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Brennende US-Dollar Scheine

Der US-Dollar fällt, und fällt, und fällt. Im Chart sehen wir den Kursverlauf des Dollar-Index seit Ende 2017. Der Dollar-Index zeigt den Verlauf des US-Dollar gegen einen Korb aus anderen wichtigen Währungen wie Euro, Pfund, Yen etc. Aktuell ist die US-Währung auf den tiefsten Stand seit April 2018 gefallen.

Korrelation des US-Dollar zur Coronakrise

Ganz klar sieht man im Chart das Hoch des US-Dollar aus März 2020 bei 103,78 Indexpunkten. Bis jetzt ist es ein klarer Absturz auf aktuell 90,62 Punkte. Der Grund dafür ist offensichtlich. Der US-Dollar fungierte zum Ausbruch der Coronakrise als der globale Fluchthafen. Anleger flohen aus unsicheren Geldanlagen und unsicheren Schwellenländerwährungen, und parkten das Geld in der weltweit größten Reservewährung. Und je mehr Hoffnung auf eine Entspannung der Coronakrise aufkam, desto mehr verlor der US-Dollar wieder, weil die Anleger risikofreudiger wurden, und ihre Gelder umschichteten in riskantere Anlagen mit höherem Renditepotenzial, wie zum Beispiel Anleihen in Schwellenländern, wozu natürlich Dollar verkauft, und die jeweilige Landeswährung gekauft werden musste.

Bereits am 17. November, wo der US-Dollar noch höher notierte, besprach ich die bedrohliche Lage für den Greenback, und warum er womöglich nächstes Jahr abwerten könnte. Dieses Szenario scheint der Devisenmarkt jetzt vorweg zu nehmen. Neben der Entspannung der Coronakrise (Impfungen starten wohl noch im Dezember) steht womöglich nächstes Jahr auch ein stärkeres Wirtschaftswachstum außerhalb der USA an. Und vermutlich dürfte die weitere Staatsverschuldung und Gelddruckerei in den USA noch stärker laufen als in Europa, was den US-Dollar gegen den Euro noch schwächer dastehen lassen könnte.

Negativen Ausblick vorwegnehmen

Der anerkannte Experte Holger Zschaepitz von der WELT twitterte jüngst zum immer weiter fallenden US-Dollar, dass die Investoren am Devisenmarkt wohl den negativen Ausblick für die US-Währung für 2021 schon jetzt einpreisen würden. Man sehe bitte: Der Euro notiert aktuell gegen den US-Dollar mit 1,2161 auf dem höchsten Stand seit April 2018. Also sehen wir hier eine korrespondierende Schwäche des Dollar-Index wie auch des US-Dollar gegen den Euro. Kein Wunder, denn der Euro ist das absolute Schwergewicht im Dollar-Index als Gegenpart zum US-Dollar.

Die Experten der Commerzbank erwähnen ganz aktuell aus rein charttechnischer Sicht (!), dass Rückgänge im Währungspaar Euro gegen US-Dollar bei 1.1936 auf eine erste Unterstützung, und bei dem Tief vom 23. November und der 55- Tagelinie bei 1.1800/09 auf gute Unterstützung treffen. EUR/USD biete weiter Aufwärtspotential, solange sich der Markt über der 6-Monatsunterstützungslinie bei 1.1749 befinde.

Negative Faktoren für den US-Dollar

Aber gut, wir schauen hier ja auf das größere Bild für den US-Dollar, und das auch eher aus fundamentaler Sicht. Joe Biden dürfte als US-Präsident versuchen so kräftig wie nur irgendmöglich auf die Stimulus-Pumpe zu drücken, und die Fed dürfte ihn dabei mit der Druckerpresse ordentlich unterstützen. Es scheint zumindest so zu sein, dass dem US-Dollar kein bullisches Jahr 2021 bevorsteht. Und es scheint gemäß des aktuell immer weiter fallenden Greenback so auszusehen, dass die Trader am Devisenmarkt schon jetzt kräftig short dabei sind. Ebenso verstärken die Impfstoff-Hoffnungen wohl immer mehr den Risikohunger der Anleger, was bei den globalen Geldflüssen gegen den US-Dollar spricht.

Noch was: Alles was gegen den US-Dollar gehandelt wird, profitiert grundsätzlich von seiner Schwäche. So konnte diese Woche vor allem der zuletzt immer weiter schwächelnde Goldpreis (endlich?) von der Dollar-Schwäche profitieren. Und so stieg Gold diese Woche von 1.765 auf 1.840 Dollar. Erwähnenswert zur Dollar-Schwäche ist derzeit auch noch die aktuell eigenständige Pfund-Stärke.  Die Devisenmärkte sind optimistisch, dass in Kürze ein Brexit-Deal zwischen UK und EU zustande kommen wird. Dies preist man mit einem steigenden Pfund ein. Da das Pfund Teil des Währungskorbs im Dollar-Index ist, stellt dies einen weiteren schwächenden Faktor gegen den US-Dollar dar. Natürlich kann niemand vorhersagen, ob der US-Dollar die nächsten Monate wirklich weiter fallen wird. Aber Stand heute gibt es dafür einige gute Gründe.

Chart zeigt Verlauf im US-Dollar seit Ende 2017

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