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Rezession – Krise erfaßt jetzt Mittelstand

Deutschland rutscht immer tiefer in die Rezession –  die Krise erreicht nach der deutschen Bauwirtschaft nun auch den deutschen Mittelstand!

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Jahrelang gab es in Deutschland einen Boom, aber nun schlittert das Land offenkundig immer tiefer in die Rezession –  die Krise erreicht nach der deutschen Bauwirtschaft nun auch den deutschen Mittelstand! Das zeigt der heute veröffentlichte KfW-ifo-Mittelstandsbarometer: erstmals seit viereinhalb Jahren rutscht das mittelständische Geschäftsbarometer unter die Nullinie, die Erwartungen sind nun beinahe so pessimistisch wie bereits bei den deutschen Großunternehmen:

„Die in den Großunternehmen schon länger negative Stimmung greift mit rund einem halben Jahr Verzögerung nun auch auf den Mittelstand über. Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen fällt im August um 4,2 Zähler beziehungsweise das Doppelte einer üblichen Monatsveränderung auf -1,5 Saldenpunkte, das erste unterdurchschnittliche Ergebnis seit Februar 2015. Damit setzt sich der Abwärtstrend seit dem Rekordhoch vor elf Monaten in beschleunigtem Tempo fort.“

Sowohl die aktuelle geschäftslage als auch die Geschäfsterwartungen der mittelständischen Unternehmen deutenn klar auf eine Rezession Deutschland im 3.Quartal:

„Die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage verringert sich um beachtliche 5,1 Zähler auf jetzt noch 10,1 Sal-denpunkte. Der anhaltende Verfall der Lageurteile lässtein wirtschaftlich schwaches drittes Quartal befürchten, nachdem die Wirtschaftsleistung schon im zweiten Quartal leicht rückläufig war. Gleichzeitig sinken die mittelständischen Geschäftserwar-tungen um ebenfalls sehr deutliche 3,5 Zähler gegenüber Juli. Mit nunmehr -12,3 Saldenpunkten rutschen sie noch tiefer unter die Nulllinie und nähern sich damit den schon seit dem Frühjahr ausgesprochen pessimistischen Erwartungen der großen Unternehmen an.“

Lange war der binnenwirtschaftliche Sektor in Deutschland robust – sichtbar etwa in den stets deutlich besseren Einkaufsmanagerindex für den Sektor Dienstleistung als für den Gewerbe-Sektor. Nun aber spricht vieles dafür, dass angesichts des Niedergangs der deutschen Exportwirtschaft „die Binnenwirtschaft sich inzwischen ebenfalls an der außenwirtschaftlichen Schwäche angesteckt hat“.

Mit anderen Worten: es ist jetzt nur eine Frage der Zeit, bis auch der Binnenkonsum von der Krise voll erfaßt wird. Ausschlaggabend für die heftige Stimmungsabkühlung sind laut KfW-ifo „die flaue Weltkonjunktur, die Eskalation der Handelskonflikte und der Brexit“. Es herrscht ein Klima der Unsicherheit:

„Die auf zyklische Investitionsgüter spezialisierte deutsche Industrie hat es auch deshalb schwer, weil viele Unternehmen in Deutschland und weltweit Investitionsentscheidungen zurzeit aufschieben dürften, bis sich der Nebel der politischen Unsicherheit zumin-dest wieder etwas lichtet.“

Und damit rutscht Deutschland aller Voraussicht nach in die Rezession:

„Nicht mehr nur in den großen, sondern auch in den mittleren und kleinen Unternehmen ist die wirt-schaftliche Stimmung nunmehr unterkühlt. Damit fügt sich ein weiteres wichtiges Puzzleteil in das Konjunkturbild für das zweite Halbjahr 2019 ein. Mit zunehmender Deutlichkeit zeichnet sich darin eine technische Rezession ab, also mindestens zwei negative Quartalswachstumsraten in Folge.“

 

Gibt es dennoch einen Hoffnungsschimmer? Ja, meint KfW-ifo:

„Dabei gehen wir davon aus, dass die Brexit-Schäden selbst bei einem noch immer möglichen Ausscheiden des Vereinigten Königreichs ohne Vertrag letztlich begrenzt bleiben und sich die Handelskonflikte im Vorfeld der für den 3. November 2020 terminier-ten US-Wahl zumindest etwas entspannen, weil die Trump-Administration im Wahlkampf sicherlich mit guten Konjunktur- und Aktienmarktzahlen glänzen will.“

Man kann nur hoffen, dass das mehr ist als nur Zweckoptimisus angesichts einer Rezession, die so vor einigen Monaten kaum jemand voraus gesehen hatte..

Deutschland rutscht in die Rezession und die Krise erfaßt jetzt auch den deutschen Mittelstand

20 Kommentare

20 Comments

  1. Pingback: Die Nachrichten vom 9. September 2019 | das-bewegt-die-welt.de

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    Karl Stülpner

    9. September 2019 13:09 at 13:09

    Kaum jemand vorausgesehen?
    In den freien Medien wird die kommende Rezession schon Monate, wenn nicht gar Jahre vorausgesehen und diskutiert.
    Hauptursache ist auch nicht der böse POTUS oder der böse Brexit. Hauptursache ist das ungedeckte Papiergeldsystem, das am Ende eines Zyklus angekommen ist. Nullzins, Negativzins, Euro-Rettung, Gelddrucken ohne Ende; dazu CO2-Klimawahn, Dieselverteufelung und Islamisierung des Westens. DAS sind die Ursachen für die Rezession.

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      tm

      9. September 2019 16:10 at 16:10

      „wenn nicht gar Jahre vorausgesehen“

      🙂 Na das ist dann ja eine super Prognose: Irgendwann in den kommenden Jahren wird es eine Rezession geben – tja, wer hätte das gedacht?

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        Karl Stülpner

        11. September 2019 15:07 at 15:07

        Nun, wenn die Rezession mit rechts- und vertragswidrigen Methoden aufgeschoben wird, z.B. „Eurorettung“, Negativzins oder Gelddruck-Orgie, und das in einem kriminellen Umfang, den normal denkende Menschen mit gesundem Rechtsempfinden nicht einmal ansatzweise für möglich gehalten haben, dann kann so eine Prognose auch mal ein paar Jahre zu früh gestellt werden.

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          leftutti

          11. September 2019 19:52 at 19:52

          @Karl Stülpner, bisher war ich immer der Ansicht, Rezessionen wären natürliche und wiederkehrende Phasen in Wirtschaftszyklen. Und dass es die Aufgabe von Notenbanken sei, diesen entgegenzuwirken. Die getroffenen Maßnahmen mögen sicherlich umstritten, ärgerlich, kontraproduktiv oder sinnlos sein. Rechtswidrig sind sie sicherlich nicht. Mit Bezug auf Ihren ersten Kommentar ganz oben würde ich rechtswidrig gerne umformulieren in widerlich rechts.

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      leftutti

      9. September 2019 16:16 at 16:16

      @Karl Stülpner, was die enormen volkswirtschaftlichen Schäden durch den Klimawa(h)n(del) angeht, kann ich Ihnen nur beipflichten. Als Stichpunkte seinen nur einmal Landwirtschaft, Viehzucht und Forstwirtschaft, Fischerei, Stürme, Hochwasser, Überflutungen, Erdrutsche, Brände, Trinkwasser, Infrastrukturschäden, Seuchen, Krankheiten etc. genannt.
      Hier einmal eine ganz interessante Studie amerikanischer Behörden, die bekanntermaßen ja nicht unbedingt als tiefgrüne, ideologisch motivierte Umweltschützer bekannt sind:
      https://nca2018.globalchange.gov/

      Warum genau eine sog. „Dieselverteufelung und Islamisierung des Westens“ eine Rezession in höherem Maße herbeigeführt haben sollen, als global wirksame Faktoren wie der Handelskrieg zwischen den zwei größten Wirtschaftsmächten oder die völligen Unwägbarkeiten und Planungsunsicherheiten durch den Brexit, werden Sie uns sicher noch erläutern und belegen.

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        Martin

        9. September 2019 18:02 at 18:02

        @leftutti Das ein Klimawandel mit Folgeschäden stattfindet, ist klar. Die Ursache ist bei weitem nicht im Spurengas CO2 zu suchen, sondern in der steigenden Population „Mensch“, welche durch die steigende Verstädterung, Länderbrauch, Nahrungsproduktion und andere Resourcen dazu beiträgt. Es hilft nichts, wenn Deutschland sich kastaneit und ändere im wesentlichen Umfang weitermachen. Damit ist auch der 2. Punkt adressiert. Migration in die Sozialsysteme durch schlecht gebildete und integrierte Migranten ( ich spreche nicht von Flüchtlingen ) sind Kostenfaktoren, die eine Gesellschaft Schultern muss, und die Geldmittel für Investitionen blockieren. Zudem verfällt das Bildungssystem, so dass absehbarer Zukunft qualifizierte Absolventen Mangelware werden. Somit war diese Rezession vorhersehbar und ist, was den Punkt 2 betrifft, hausgemacht. Hinzu kommt noch die zunehmend technik- und leistungsfeindliche Einstellung eines Großteils der Bevölkerung mit dem Hang zum Sozialismus, der historisch schon öfters gescheitert ist, aber man will es erneut wissen.

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          leftutti

          9. September 2019 19:36 at 19:36

          @Martin, ich fasse Ihre Aussage zusammen: Wir haben unbestreitbar einen Klimawandel. Die Ursache ist eindeutig menschgemacht, durch Verstädterung. Landverbrauch etc. Klimaschädliche Gase wie CO2, Methan etc. haben damit aber nichts zu tun. Der eigentlich signifikante Zusammenhang zwischen Erwärmung und dem explosionsartigen Anstieg von Treibhausgasen ist rein zufällig.
          https://scripps.ucsd.edu/programs/keelingcurve/wp-content/plugins/sio-bluemoon/graphs/co2_10k.png
          https://de.wikipedia.org/wiki/Globale_Erw%C3%A4rmung

          Ja, aber woran liegt der Temperaturanstieg dann? Weil so viele neue Menschen mit einer Körpertemperatur von 37°C ständig weiterheizen?

          Zu Ihrem Punkt 2: Geldmittel für Investitionen werden seit offizieller Einführung der schwarzen Null im Jahre 2009 und eigentlich schon einige Jahre länger blockiert. Also schon fast eine Generation vor der Flüchtlingswelle. Das Gleiche gilt für Bildung, Qualifikation und Infrastruktur.

          Ein sehr interessanter Punkt ist die zunehmend technik- und leistungsfeindliche Einstellung eines Großteils der Bevölkerung mit dem Hang zum Sozialismus. Auf welchen Quellen beruht diese Einschätzung?

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    asisi1

    9. September 2019 13:54 at 13:54

    Ich finde es richtig gut, das es jetzt die vollkommen verblödeten nicht selbstständig denkenden Mittlelschichtler erwischt. Von solchen dummen Idioten habe ich die Nase voll. Sie ignorieren jede vernünftige Ansicht. letztens erzählte mir so ein mir bekannter VOllidiot: Die AfD will wieder KZs bauen!

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      Michael

      9. September 2019 14:33 at 14:33

      @asisi1, Ihnen ist aber der Unterschied zwischen Mittelschicht und Mittelstand schon bekannt?

      Über 99 Prozent aller Unternehmen in Deutschland sind Mittelständler. Sie erwirtschaften mehr als die Hälfte der Wertschöpfung, generieren über 97% der deutschen Exporte, stellen fast 60 Prozent aller Arbeitsplätze und rund 82 Prozent der betrieblichen Ausbildungsplätze bereit.

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    Politologe

    9. September 2019 15:22 at 15:22

    @ asisi1, Da machen sie es sich ein wenig einfach. Dass Vollidioten hauptsächlich in der Mittelschicht anzutreffen sind ist eine schlechte Erfahrung von Ihnen ,die nicht haltbar ist.
    Meine Erfahrung ist, dass in der Unterschicht viel komisches Verhalten zu beobachten ist,dass teilweise mit Geldmangel zu entschuldigen ist.Was ich eher verurteile ist, dass sehr Begüterte ( eher Oberschicht ) arrogantes u.geldgieriges Verhalten an den Tag legen, was mich abstösst.
    In meiner Umgebung sind die sogenannten Mittelschichtler, meistens kleine KMU ,u. eher vernünftige Leute.
    Übrigens in meinem Land werden über 90% der Arbeitsplätze von KMU Firmen zur Verfügung gestellt, Viele machen auch noch Politik u. sind auch dort viel vernünftiger als Vollprofis.
    Ich komme aus der unteren Mittelschicht, gemäss ihrer Definition wäre ich also nur halb verblödet !

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    Beobachter

    9. September 2019 15:45 at 15:45

    Wenn es den Mittelstand erwischt, dann wird es weltweit keinen Schönredner mehr geben ,der die Rezession wegreden kann. ( Ausser Kudlow )Wie schon die Vorposter erwähnten,sind es hauptsächlich die Mittelständler ,die das ganze Kartenhaus noch zusammenhalten.Nicht nur die meisten Arbeitsplätze stellen sie zur Verfügung, sondern auch ein Grossteil der Steuern wird von „ DEN VOLLKOMMEN VERBLÖDETEN“
    bezahlt, da die Unterschicht logischerweise nicht viel bezahlen kann, u.die Oberschicht ( die weniger Blöden) eher irgendwo ein Schlupfloch finden.

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    Gadsby

    9. September 2019 16:12 at 16:12

    Viele Mittelständer kommen aus der Babyboomer-Generation (Jahrgang 46 – 64) Da diese langsam in die Pension gleiten, wird die letzten Jahre kaum noch investiert, möglicherweise mit ein Grund für die Rezession.

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      Michael

      9. September 2019 17:37 at 17:37

      @Gadsby, nach dem aktuellsten Mittelstandsbericht der KfW-Bank (von 2018 für das Jahr 2017) sind die Investitionen bei den KMU auf erneutem Rekordstand seit 2004.

      Die Investitionen der mittelständischen Unternehmen haben im Jahr 2017 wiederholt Schwung erhalten. Mit dem vierten Anstieg in Folge haben die Investitionen in neue Anlagen und Bauten (Bruttoanlageinvestitionen bzw. Neuinvestitionen) einen Wert von 176 Mrd. EUR erreicht. Das sind 7 Mrd. EUR bzw. 4 % mehr als im Jahr zuvor und der höchste von den KMU gemeldete Wert seit 2004.
      https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/Konzernthemen/Research/PDF-Dokumente-KfW-Mittelstandspanel/KfW-Mittelstandspanel-2018.pdf

      Die Anzahl der Investoren ist dabei rückläufig, was aber nicht so sehr auf die bevorstehende Privatrente der ursprünglichen Firmengründer, als vielmehr auf politische und ökonomische Unsicherheiten zurückzuführen sein dürfte. Ein Teil der KMU sind zudem Zulieferfirmen der Großindustrie und somit aufgrund der Spezialisierung seit jeher alternativlos von deren wirtschaftlicher Entwicklung abhängig.

      Es wird ganz allgemein nur wenige Unternehmer aus den Jahrgängen 46 – 64 geben, denen nicht das Wohl und Wehe ihres selbst aufgebauten Unternehmens, ihrer erfolgreichen Lebensgeschichte, ihrer Arbeitnehmer und die Nachfolge durch Erben, verdiente Mitarbeiter oder zumindest Verkauf sehr am Herzen liegt.

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        Gadsby

        9. September 2019 20:51 at 20:51

        Es steht oben im Beitrag, dass Investitionsentscheidungen zurzeit aufgeschoben werden.

        • Avatar

          Michael

          9. September 2019 23:28 at 23:28

          @Gadspy, korrekt, aber im Zusammenhang mit weltweiten Investitionsentscheidungen … bis sich der Nebel der politischen Unsicherheit zumindest wieder etwas lichtet.

          Also global, wegen Handelskrieg, Brexit, nicht wegen Rentenalter.

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    Christoph

    9. September 2019 16:29 at 16:29

    Eine Rezession ist die normalste Sache der Welt. Medien und Politiker tun so, als ob der Weltuntergang bevorsteht. Bissel Sachlichkeit würde der Sache gut tun. Und bitte, bitte keine bescheuerten Konjukturprogramme!
    2017 war doch ein super Jahr, wenn wir in 2019 etwas schrumpfen (es geht ja nur um zehntel Prozent), dann sind wir immer noch besser dran als 2017.
    Denke Schumpeter würde mir zustimmen 😉 Ob unser Finanzsystem das übersteht, steht auf einem anderen Blatt… vielleicht wird da aber eh schon lange Insolvenzverschleppung betrieben…

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    horsthanau

    11. September 2019 22:23 at 22:23

    Die linksgrünen Sozialisten haben die Briten aus der EU getrieben und demontieren jetzt die Autoindustrie durch den Klimaschutzwahn. Statt sparsamen Dieselautos wird der staatliche Wassertaxi-Dienst für Greta und die Fachkräfte gefördert.

  9. Avatar

    Thomas

    12. September 2019 17:06 at 17:06

    • Avatar

      vendy

      13. September 2019 20:19 at 20:19

      Es geht dabei nur um die blauen gasgefüllten Ballons 😨

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Europa

Aktuell: Deutsche Industrie besser, Dienstleister schwächer als erwartet

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Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für Deutschland (Markit PMI; Februar) veröffentlicht:

Verarbeitendes Gewerbe 47,8 (Prognose war 44,8; Vormonat war 45,3)

Dienstleistung 53,3 (Prognose war 53,8; Vormonat war 54,2)

Gesamtindex 51,1 (Prognose war 50,8; Vormonat war 51,2)

Dazu kommentiert Phil Smith von Markit, das die Daten erhebt:

„Die PMI-Vorabschätzungen zeigen, dass die Wirtschaftskraft Deutschlands auch im Februar wieder leicht zugelegt hat, und dies trotz der neuerlichen Rückschläge beim Exportneugeschäft infolge des Ausbruchs der Corona-Epidemie. Laut der befragten Industrieunternehmen hielten sich Produktionsunterbrechungen bislang weitgehend im Rahmen, wenngleich dies erst der Anfang einer potenziell länger andauernden Geschichte sein könnte. Den aktuellen Umfrageergebnissen zufolge legte die Binnennachfrage solide zu. So blieb der Servicesektor auf Wachstumskurs, obwohl die Touristenzahlen zurückgingen, und auch in der Industrie verlangsamte sich der Auftragsrückgang trotz sinkender Exportneuaufträge. Wider alle Erwartungen stieg der Industrie-PMI sogar auf ein 13-Monatshoch, wozu alle fünf der in die Berechnung des Hauptindexeseinfließenden Unterindizes beitrugen. Ein Großteil des Index-anstiegs geht allerdings auf das Konto des (inversen) Indexes Lieferzeiten, der wegen Lieferunterbrechungen in China eine deutliche Zunahme der Lieferprobleme signalisiert.“

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Erzeugerpreise nach vier Monaten Deflation überraschend im Plus – ein Grund!

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Vier Monate lang lagen die deutschen Erzeugerpreise im Minus mit -0,2%, -0,7%, -0,6% und -0,1%. Und jetzt hat das Statistische Bundesamt heute früh die Erzeugerpreise für den Monat Januar veröffentlicht. Sie steigen im Jahresvergleich um 0,2%, und im Monatsvergleich sogar um 0,8%. Einen höheren Preisanstieg des Gesamtindex gegenüber dem Vormonat hatte es letztmalig im April 2011 gegeben (+0,9 %). Wie kann das sein, dass es aktuell so stark nach oben geht im Monatsvergleich? Die Statistiker benennen dafür einen expliziten Grund. Hauptverantwortlich für diesen Anstieg waren die um 3,6 % höheren Preise für elektrischen Strom und Dienstleistungen der Elektrizitätsversorgung.

Was ist zu beachten? Wir haben es bei anderen Preisstatistiken in den letzten Tagen auch schon erwähnt, so auch heute. Man achte auf den in den letzten Wochen dramatisch gefallenen Ölpreis. Man darf wohl vermuten, dass die Erzeugerpreise und auch die gesamten Verbraucherpreise dank Öl für den Monat Februar deutlich schwächer gemeldet werden?

Für den Jahresvergleich sind aus der heutigen Veröffentlichung folgende Aussagen interessant. Zitat von den Statistikern:

Verbrauchsgüter waren im Januar 2020 um 3,6 % teurer als im Januar 2019. Gegenüber dem Vormonat Dezember 2019 stiegen diese Preise um 0,1 %. Nahrungsmittel waren 5,2 % teurer als im Vorjahresmonat. Schweinefleisch kostete 35,2 % mehr als vor einem Jahr, Zucker 16,6 % mehr. Billiger als im Januar 2019 waren insbesondere Butter (-17,9 %) und Kartoffelerzeugnisse (-8,3 %).

Energie insgesamt war 1,0 % billiger als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Vormonat Dezember 2019 stiegen die Energiepreise um 1,9 %. Ohne Berücksichtigung von Energie waren die Erzeugerpreise 0,7 % höher als im Januar 2019. Gegenüber Dezember 2019 stiegen sie um 0,5 %.

Erzeugerpreise im Langfristchart

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Aktuell: ZEW Index schwach – Einbruch der Stimmung bei Exporteuren

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Der ZEW Index (Februar; Konjunkturerwartungen) ist mit +8,7 deutlich schwächer ausgefallen ausgefallen als erwartet (Prognose war +21,5; Vormonat war 26,7).

Die Einschätzung der aktuellen Lage ebenfalls schwächer, sie liegt bei -15,7 (Prognose war -10,3; Vormonat war -9,5).

Dazu kommentiert das ZEW: besonders starker Stimmungseinbruch in exportintensiven Branchen; Wirtschaft entwickelte sich Ende 2019 und Anfang 2020 schlechter als erwartet Lage „fragil“, Coronavirus belastet die Aussichten..

Der ZEW Index mißt die Stimmung von Analysten hinsichtlich der deutschen Wirtschaft

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