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Robert Halver: „Niedrigzinsen für immer“

Es ist einfacher, Zahnpasta aus der Tube zu drücken, aber viel schwerer, sie wieder in die Tube zu bringen! Über das Experiment der Notenbanken, die ultralaxe Geldpolitik zurück zu fahren..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Robert Halver, stets im Dauer-Bullen-Modus unterwegs, wird nun etwas vorsichtiger – aber er erwartet keinen Einbruch an den Aktienmärkten. Die Notenbanken wollten Übertreibungen vermeiden, daher träten sie etwas auf die Bremse. Die Notenbanken wollten ihr eigenes Rettungswerk nicht gefährden, daher würden sie einen Mittelweg fahren. Daher sieht Halver zwar eine Korrektur voraus, jedoch keinen Crash.

Hat Halver recht? Vielleicht – vielleicht aber auch nicht. Denn Halvers Argumentation setzt voraus, dass die Notenbanken uneingeschränkt die Kontrolle über die Märkte behalten. Aber genau diese Kontrolle, so meinen wir, könnte ihnen unter bestimmten Umständen entgleiten. Denn die Rückführung der ultralaxen Geldpolitik ist, wie Halver selbst meint, ein gigantisches Experiment – Halver selbst meint, dass es einfacher sei, Zahnpasta aus der Tube zu drücken, aber viel schwerer, sie wieder in die Tube zu bringen! Und Experimente wie die Rückführung eines bisher nie dagewesenen Experiments könne eben auch scheitern – wie jedes Experiment:

https://youtube.com/watch?v=Y7o5cXM5b2c%3Fecver%3D1


Der EZB Tower
Foto: Epizentrum – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=38317255

12 Kommentare

12 Comments

  1. Avatar

    Marko

    10. Juli 2017 16:31 at 16:31

    Schöner Artikel, nur ist eben so, dass die Notenbanken reagieren müssen. Die EZB als letzte „Machtinstantz“, natürlich auch irgendwann.
    Eine ultralaxe Geldpoltik ist auf alle Fälle auf lange Sicht schädlich, eben weil ich als Notenbank durch QE – Programme, negative Einlagezinssätze usw. den Markt verfälsche, einen sogenannten „Gewöhnungsekeffekt“ erziele.
    Viele jüngere Mechschen fragen sich heute , 5 % Zinsen, nie gehört ? Ich krieg doch so ne Immobilie für nen Appel und nen Ei ?

    Und natürlich ist der Aktienmarkt mit nach oben gelaufen, akzeptiert, aber eines ist sicher : Der Aktienmarkt ist längst nicht so schnell nach oben gerannt wie die Anleihenmärkte. Deswegen, fällt der Aktienmarkt nicht (saisonal bedingt wäre dies jetzt logisch), jetzt ist die EZB dran.
    Eine FED-Zinserhöhung (0,25 %) im September ist sowieso in den Markt eingepreist, da reagiert Frankfurt noch lange nicht, bemerkenswert ist die Stärke des EURs… Die EZB wird mit hoher Wahrscheinlichkeit, diese negativen Einlagenzinssätze, nebst die QE- Programme zurückhehmen, eine erste Zinserhöhung der EZB (0,25 %) im März 2018 erscheint mir wahrscheinlich.

  2. Avatar

    gerd

    10. Juli 2017 17:21 at 17:21

    Die Rückführung wäre ein Problem. Völlig aufgebauscht.

    Wenn die Zeit reif ist – und die Notenbanken das wollen, dann werden sie das einfach machen. Und keiner wird es merken, wenn es vollzogen ist.
    Das ist fast so easy wie ein Hafengeburtstag. Oh nee, pardon, das hat jemand anders gesagt und war auf was ganz anderes gemünzt.

    Nein, ernsthaft, „wir erleben den trägsten Zinserhöhungsprozess, den es je gab“, sagt Herr Halver.
    Das könnte von mir sein.
    Aber Rückführungsprozess im Zusammenhang mit ner Zahnpastatube zu erwähnen, hört sich zwar griffig an, ist aber völlig daneben. Kann man eher mit ner Talsperre vergleichen aus der gezielt und bei Bedarf Wasser abgeleitet wird bzw. erneut gespeichert wird. Wenn man das rechtzeitig macht, gibts auch keinen Dammbruch.

    Fast so schön wie die QE-Politik der Notenbanken ist die Flutung des Sylvensteinspeichers am Fuße des Karwendelgebirges. Damit hält man wenn notwendig das Wasser der Isar zurück, so dass es im weiteren Verlauf Richtung München nicht zu Überflutungen kommt. Und wenn es zu trocken wird, führt man dem Fluss das Wasser wieder zu, damit für die Freizeit-Flößer von Wolfratshausen nach München gewährleistet ist, dass diese allzeit eine handbreit Wasser unterm Kiel vorfinden. Evtl. auch noch aus anderen Gründen.

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    Dieter G.

    10. Juli 2017 17:38 at 17:38

    Für nen Appel ja, für ein Ei nicht. Die Immo-Preise sind selbst hier im Bergischen Land explodiert. Du kannst ´ne Hütte für 200 TSD Euro kaufen, natürlich nicht renoviert bzw. saniert. Und jetzt lass mal die allgemeine Preisentwicklung ansteigen. Ein bisschen Energie hier, ein wenig Lebensmittel dort, und bums…krachen die Finanzierungen in sich zusammen.

    Verschärft kommt hinzu, dass mit den langfristigen Kreditierungen relativ kurzlebige Güter (Auto, Einrichtung etc.) finanziert wurden. So zumindest die Info unseres Bankmenschen. Will heissen, etliche Haushalte sind bis Unterkante-Lippe überschuldet, und nicht verschuldet.

    Sollte es jetzt zu einer Abschwächung der Wirtschaftsleistung kommen, besteht die Gefahr einer Kettenreaktion. Ich vermute, dies ist auch der EZB bekannt.

    Nicht auszudenken was passiert, wenn der kuriose Vorschlag von Lagard umgesetzt würde, die Häuslebesitzer per Zwangshypothek in die Haftung zu nehmen. Ist zwar im GG verankert, aber ausmalen möchte ich mir das nicht.

    Alles in Allem….toi…toi…toi

    Liebe Grüße…Dieter

    • Avatar

      Marko

      11. Juli 2017 00:13 at 00:13

      Es geht um die Finanzierung der Immobilien, welche durch die ultralaxe Geldpoltik der EZB-Notenbank wohl nicht so teuer ist.

      Ansonsten wäre der Anleihenmarkt nämlich billig. Marktdivergenzen ? Schon mal davon was gehört ?

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    gerd

    10. Juli 2017 18:10 at 18:10

    Hi, Dieter,
    wir sind alle kleine Sünderlein… war immer so, war immer so.
    Ach ja, das sollte sich beziehen auf:“…, etliche Haushalte sind bis Unterkante-Lippe überschuldet, und nicht verschuldet.“
    Gruß gerd

  5. Avatar

    Wolfgang M.

    10. Juli 2017 18:15 at 18:15

    Es ist ein Kommentar mit Argumenten, die hier schon genannt wurden, die aber das Dilemma der Notenbanken gut darlegen. Auf der einen Seite merken diese, dass die ultralaxe Geldpolitik die Graphen der Aktienmärkte in Richtung Exponentialfunktion treibt mit bekannten Folgen. Auf der anderen Seite können die Zinsen diesseits und jenseits des Atlantik nicht schnell angehoben werden und das QE-Programm nicht rasch zurückgefahren werden ohne dass dies wiederum zu Crashreaktionen führt. In den USA träte eine sich bereits andeutende Rezession in recht kurzer Zeit auf (will die Fed schon aufgrund ihres Auftrags verhindern), in Europa würden Staaten in extreme Not geraten, allen voran Italien – mit dem einheimischen Schutzpatron Draghi. Deshalb glaube ich, dass Halver recht hat mit seiner Projektion sehr langsam steigender Zinsen – wie übrigens von PK hier in diesem Forum schon lange erläutert wurde. Was bedeutet das?Aus meiner Sicht wird den Notenbanken eine Korrektur gar nicht so ungelegen kommen – aufgrund der milden hawkishen Töne und dem Bestreben der Indizes immer wieder zur 200-d-line zurückzukehren. Was aus meiner Sicht mittelfristig sehr für eine Fortsetzung der Aktienhausse spricht ist jedoch das Zinsniveau, unter Berücksichtigung der Inflationsrate. Wie soll da Rendite generiert werden für alle Vorsorgesysteme, Kapitalsammelstellen u.s.w. in den Industrieländern? Die Notenbanken sitzen in der Klemme und jede Bemerkung könnte von den Märkten im Sommer negativ ausgelegt werden. Das Experiment (Entblähung) könnte noch ein längeres Leben haben mit niedrigen Zinsen. Dabei sollte ein übergeordnetes Ziel der NB nicht vergessen werden und das lautet: Staatsentschuldung durch finanzielle Repression mit Abwertung des Geldvermögens der (Klein)Sparer. Gruß

  6. Avatar

    Altbär

    10. Juli 2017 19:12 at 19:12

    Nach diesem längsten Tiefzins u.kreditgetriebenen Rally braucht es keinen schwarzen Schwan u.keinen Krieg,ich komme wieder mit der uralten Platte „BUCHGEWINNE „Es braucht nur einen Auslöser von einem der Dickfische u.dann gibt es einen ganz friedlichen Wettlauf u.alle möchten ihre Buchgewinne möglichst gut einlösen,die Letzten die jetzt noch auf Anraten der vielen Profiberater Aktien kaufen werden dann wieder von den Hunden gebissen ! !

  7. Avatar

    Lars

    10. Juli 2017 21:54 at 21:54

    Italien ist nicht der kranke Mann der EU-Zone, sondern schon immer, seit jeher, der krankheitserregende Parasit, der nicht nur bremst, sondern andere infiziert. Eine Zecke, die nicht nur Blut saugt, sondern ernsthafte Krankheiten überträgt…

    Die fünf Großen Tech-Konzerne tendieren ebenfalls in diese Richtung, dass die Konzerne mit ihrer bestehenden Strategie noch lange Substanz haben, bezweifle ich im Gegensatz zum großen Profi-Analysten…

    Draghi und der trägste Zinserhöhungszyklus aller Zeiten, solange dieser Mafiosi an der Macht bleibt, da kann man nur zustimmen. Gegenüber ihm ist die Schnecke ein wildes Tier :)
    Geldpolitik ist ein Experiment, eine Zahnpastatube, aus der man sie drücken kann. Hat hier noch jemand das Gefühl, dass mit dem Geld von Vielen Lotto für Wenige gespielt wird?

    Im Hintergrund des gesamten Interviews ertönen Jubelschreie wie in einem Fußballstadion. Die Gelder von 80 Millionen Steuerzahlern haben vermutlich gerade gegen die von 6 Fatfingern verloren.

  8. Avatar

    Walter Schmid

    10. Juli 2017 22:54 at 22:54

    Oh, Halver rudert zurück. Das gibt zu Denken.

  9. Avatar

    PK

    11. Juli 2017 07:46 at 07:46

    vielen Dank an FMW für das Einstellen dieser sehr ausgewogenen und meines Erachtens zu 100% zutreffenden Meinung von Robert Halver. Es ist schön, daß hier neben den Florian Homms (bei dessen Hedgefondskollaps Anleger Milliarden verloren haben) auch solche ganz moderaten Töne hier endlich mal Gehör finden.

  10. Avatar

    Altbär

    11. Juli 2017 13:06 at 13:06

    @P.K
    1.Die sogenannten moderaten Töne von R..Halver sind weit weniger bullish als früher.
    2.Wenn Herr Homm früher schlechte Ergebnisse hatte, ( wer hatte das schon nicht) u.daraus gelernt hat ,muss das nicht negativ sein.
    3.Immerhin sagt er es sei unmöglich die Zahnpaste in die Tube zurückzubringen, was auch mit einer gewissen Kapitulation vergleichbar wäre ! !

  11. Avatar

    berti

    11. Juli 2017 13:36 at 13:36

    Ja,Robert net bullish, auch noch nie so richtig erlebt…

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Tesla, Zoom, Salesforce

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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IHS Markit-Kauf für 44 Milliarden Dollar – wie man gigantisch wächst ohne neue Schulden

Claudio Kummerfeld

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New York Downtown bei Nacht

In der Branche für Finanzdaten, Börsendaten und ökonomischen Analysedaten nimmt die Konzentration auf wenige große Anbieter immer mehr zu. Es gibt Bloomberg, Reuters, große Börsenanbieter wie die Deutsche Börse oder Euronext, und es gibt gerade den Versuch der London Stock Exchange den Datenanbieter Refinitiv für 27 Milliarden Euro zu übernehmen. Jetzt legt S&P Global (gehört zur Standard & Poors-Gruppe) nach und kauft den Datenanbieter IHS Markit. Und das für satte 44 Milliarden Dollar.

IHS Markit war Ende letzter Woche an der Börse noch 37 Milliarden Dollar wert. S&P Global lag bei 82 Milliarden Dollar. Wie schafft man es so viel Geld auszugeben, mal eben 44 Milliarden Dollar? Nun, in diesem Fall ist das gar kein Problem. Man „kauft“ per Aktientausch. Ein richtiger Kauf ist es dann gar nicht. Man fusioniert, und der „Käufer“ erhält an der neuen Firma die Aktienmehrheit. Oder besser gesagt, die bisherigen Aktionäre des größeren Fusionspartners halten dann später auch die Mehrheit am neuen Unternehmen.

So kommt es, dass die bisherigen Aktionäre von S&P Global an der neuen Firma 67,75 Prozent der Anteile halten werden, und die bisherigen Aktionäre von IHS Markit 32,25 Prozent. So haben alle was davon, und die Firma hat keine gestiegene Verschuldung durch diese Transaktion. So können große Konzerne schnell weiter wachsen, ohne sich zu verschulden.

Ganz anders lief es vor vier Jahren bei Bayer, wir erinnern uns alle mit Grausen an die Zeit danach. Die Leverkusener kauften Monsanto für 66 Milliarden Dollar in Cash. Dafür musste man damals eine Brückenfinanzierung über 57 Milliarden US-Dollar aufnehmen, also Kredite. So brockt man sich jede Menge Probleme ein, wenn man seine bisherige Aktionärsstruktur beibehalten will.

Will man extern kräftig zukaufen, muss man sich dann wie Bayer massiv verschulden. Um die Last zu reduzieren, muss man dann brutal einsparen, einzelne Sparten verkaufen usw. Gerade große Konzerne mit stark steigenden Aktienkursen können sich über den Weg des Kaufs mit eigenen Aktien (Fusion) andere Unternehmen einfach und bequem einverleiben. Dann werden die Aktionäre der bisherigen Konkurrenzfirma einfach zu Miteigentümern des eigenen Unternehmens gemacht. Und zack, der Konzern wächst kräftig, ohne dabei neue Schulden machen zu müssen. Natürlich hat der einzelne Altaktionär nach der Transaktion weniger Eigentum am Konzern. Aber dafür ist der Konzern an sich ja auch spürbar gewachsen, wodurch eine Kompensation stattfindet. Langfristig können über diese Methode die ganz großen Konglomerate entstehen.

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