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Rocket Internet will eigene Aktien unter dem aktuellen Kurs zurückkaufen

Rocket Internet macht auch weiterhin Verlust. In seiner heute veröffentlichten Mitteilung nennt man es etwas netter ausgedrückt „Fortschritte auf dem Weg zur Profitabilität“. Na gut, so kann man es…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Rocket Internet macht auch weiterhin Verlust. In seiner heute veröffentlichten Mitteilung nennt man es etwas netter ausgedrückt „Fortschritte auf dem Weg zur Profitabilität“. Na gut, so kann man es auch sehen. Immerhin, die Verluste verringern sich spürbar. Zitat Rocket Internet von heute:

In 2017 ging Rocket Internets Konzernumsatz auf 36,8 Millionen Euro zurück (50,4 Millionen
Euro in 2016). Hauptgrund waren vor allem Entkonsolidierungen, Verkäufe und
Schließungen von zuvor vollkonsolidierten Beteiligungen. Der Konzernverlust betrug -6,0
Millionen Euro in 2017 im Vergleich zu -741,5 Millionen Euro in 2016. Der Gewinn pro Aktie
war 2017 mit 0,01 Euro pro Aktie leicht positiv.

Rocket Internet mit merkwürdigem Manöver

Nach eigenen Angaben verfügte man Ende März über liquide Mittel von 2,7 Milliarden Euro. Warum dieses Geld in Investitionen pumpen, wenn man doch besser eigene Aktien zurückkaufen kann? Denn der Aktienkurs sieht mau aus seit dem Börsengang im Jahr 2014. Er fiel von 42 auf jetzt 25 Euro. Verringert man die Zahl im Umlauf befindlicher Aktien, steigt der Anteil der verbleibenden freien Aktionäre an der Firma, womit jede einzelne Aktie theoretisch wertvoller wird – und auf der Angebotsseite fällt Verkaufsmasse weg, womit der Börsenkurs tendenziell leichter steigen kann. Wird das etwas nützen?

In einem recht merkwürdigen Schritt hat Rocket Internet heute nicht verkündet einfach Aktien zurückkaufen zu wollen über die Börse. Nein, man macht den Aktionären ein Angebot seine Aktien bei der Firma anzudienen, und zwar für 24 Euro, und somit 1,28 Euro unter dem aktuellen Börsenkurs. Wer würde das freiwillig tun? Nun, wohl nur ein Großaktionär, der gerne aus der Aktie aussteigen möchte. Er würde wissen, dass er bei einem Ausstieg mit seinem großen Block an Aktien den Kurs wohl massiv in den Keller bringt, vielleicht sogar deutlich mehr als auf 24 Euro. Von daher macht folgende Info schon Sinn.

Die PLDT Online Investments hat laut Rocket Internet zugestimmt 6,8 Millionen Aktien an Rocket zurückzugeben für einen Kursabschlag von 1,28 Euro, und somit einen Verkaufskurs von 24 Euro. Hier ein paar weitere Details zu dem Gesamtvorgang von Rocket Internet im Wortlaut:

Der Vorstand der Rocket Internet SE (ISIN DE000A12UKK6 / WKN A12UKK) hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter Ausnutzung der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 2. Juni 2017 heute beschlossen, maximal bis zu 15.472.912 Aktien der Gesellschaft (dies entspricht maximal bis zu 9,37 % des eingetragenen Grundkapitals der Gesellschaft) im Rahmen eines öffentlichen Aktienrückkaufangebots gegen Zahlung eines Angebotspreises in Höhe von EUR 24,00 zurück zu erwerben.

Die größte Aktionärin der Gesellschaft, Global Founders GmbH, die 37,07 % der Aktien der Gesellschaft hält, hat sich gegenüber der Gesellschaft unwiderruflich verpflichtet, das Aktienrückkaufangebot für die von ihr gehaltenen Aktien nicht anzunehmen.

Die Annahmefrist beginnt am 17. April 2018, 00:00 Uhr (MESZ) und endet voraussichtlich am 2. Mai 2018, 24:00 Uhr (MESZ). Sofern im Rahmen des Angebots mehr als 15.472.912 Aktien zum Rückkauf eingereicht werden, werden die Annahmeerklärungen im Verhältnis der 15.472.912 Aktien zur Anzahl der insgesamt zum Rückkauf von den Aktionären eingereichten Aktien, berücksichtigt.

Wir meinen: Einfach über die Börse die Aktien aufkaufen zu aktuellen Preisen hätte mehr gebracht um den Kurs zu pushen, als ein Angebot unter dem aktuellen Kurs anzubieten. Schon merkwürdig!

Rocket Internet
Die Aktie von Rocket Internet seit dem Börsengang 2014.

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Aktien

Tesla: Frank Thelen ist voll des Lobes über den „Battery Day“ -Video

Claudio Kummerfeld

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Innenansicht eines Tesla-Autos

Für die Börsianer war der diese Woche stattgefundene „Battery Day“ von Tesla eine Enttäuschung. Die Produktion viel günstigerer Autos mit sehr langer Batterielaufzeit dauere noch drei Jahre. Und zack, die Aktie von Tesla fiel spürbar. Aber der aus der „Höhle der Löwen“ bekannte Investor und Tech-Experte Frank Thelen singt im folgenden Instagram-Video ein Loblied auf den Battery Day von Tesla. Er sieht hier von A-Z ein sensationelles Konzept, und einen großen Schub hin zu einem wirklich erschwinglichen Auto. Dass so ein riesiger Sprung nach vorne nun mal nicht sofort funktioniere, sondern drei Jahre dauere, sei ganz normal. Aber sehen Sie selbst.

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Aktien

Aktien: Vermögensreport offenbart, Deutsche investieren mehr

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

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Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

Die Deutschen entdecken ihre Liebe zu Aktien

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Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

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Von

Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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