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Gold/Silber

Rüdiger Born: Dax und Dow-Chartbesprechung, Gold als “Trade des Tages”

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Im Dax gibt es aktuell eine gute Abwärtsdynamik. Die US-Indizes sehen anders aus. Dax und Dow bespreche im am Chart im Detail. Gold ist unser heutiger “Trade des Tages”. Die Idee ist klasse, und die möchte ich ebenfalls kurz am Chart ansprechen.

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Aktien

Geldanlage: Dieser Mix bringt seit 120 Jahren die besten Renditen!

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Geldanlage mit mehr oder weniger Risiko? Der Mix macht´s

Wenn sich eine Schweizer Bank mit Professoren aus London und Cambridge zusammentut, um langfristige Rendite-Entwicklungen verschiedener Anlageklassen über 120 Jahre zu untersuchen, dann sollten Anleger das Ergebnis genau studieren. Denn was 120 Jahre lang gute Renditen abwarf, ist aller Wahrscheinlichkeit nach auch die richtige Wahl für Ihre Geldanlage. Schauen wir uns also an, was die Credit Suisse herausfand.

Wenig überraschend lautet das Ergebnis, dass Aktien global gesehen vor Anleihen und vor Geldmarktpapieren liegen. Um die Inflation bereinigt, warfen Aktien seit dem Jahr 1900 jährlich eine Rendite von 5,2% ab. Anleihen, in die Versicherungen und Pensionsfonds besonders große Anteile des Anlagevermögens investieren, kamen hingegen nur auf 2%. Die vor allem zum kurzfristigen Parken von Cash-Reserven genutzten Geldmarktpapiere, in dem Fall Schatzwechsel, brachten es als ein Instrument der Geldanlage hingegen nur auf 0,8%.

In Japan liegen Aktien mit Anleihen seit 50 Jahren fast gleichauf bei der Geldanlage

Nun könnten sich alle Aktionäre beruhigt zurücklehnen und darauf hoffen, dass sie mit ihrer Geldanlage in 50 Jahren reich sein werden. Doch so einfach ist es nicht. Denken wir nur an folgendes Szenario: Aktien crashen und laufen dann für Jahrzehnte seitwärts. Dass das kein Szenario aus dem Märchenbuch oder von weitgehend unbekannten Märkten in irgendwelchen Schwellenländern ist, zeigt Japan. Dort ist genau das passiert.

Die Einzelauswertung für Japan zeigt, dass Aktien als Geldanlage über 120 Jahre gesehen dann immer noch eine üppige Rendite abwerfen. Doch 120 Jahre werden nur die wenigsten Anleger alt. Auf Sicht von 50 Jahren liegen in Japan bereits die Anleihen vorn, wenn auch knapp mit 3,8% zu 3,6% Rendite. Auf Sicht von 20 Jahren ist die mit Anleihen erzielte Rendite in Japan jedoch den Aktien meilenweit voraus. Während Aktienbesitzer nur eine Realrendite von 1,5% erzielen konnten, spielten Anleihen 3,7% pro Jahr ein. Geldmarktpapiere sind im Japan-Szenario in allen Zeithorizonten Kapitalvernichter gewesen. In 120 Jahren verloren Geldmarkt-Anleger 1,8% Realrendite pro Jahr. In 20 Jahren immerhin noch 0,1%. Nur auf Sicht von 50 Jahren konnte eine Mini-Rendite von 0,2% eingefahren werden.

Weltweit brachten Anleihen in 20 Jahren kaum noch Mehr-Rendite

OK, nun mag Japan ein besonderer Fall sein, oder nicht? Nein, weltweit haben Anleihen bei der Geldanlage Aktien in den vergangenen 20 Jahren geschlagen. Global gesehen konnten Anleger seit dem Jahr 2000 mit Anleihen 4,8% verdienen, mit Aktien jedoch nur 3,1%. Auch auf Sicht von 50 Jahren ist der Rendite-Vorsprung von Aktien nicht mehr so üppig, wie man glauben könnte. 5,5% für Aktien vs. 4,8% für Anleihen dürften den einen oder anderen Anleger zum Nachdenken bringen. Lohnt sich das höhere Risiko von Aktien wirklich, wenn auf Sicht von 50 Jahren nur ein Renditevorsprung von 0,7 Prozentpunkten pro Jahr dabei herausspringt?

Von allen untersuchten Märkten schaffte es nur einer, auch in den vergangenen 20 Jahren mit Aktien eine deutliche Mehr-Rendite gegenüber Anleihen zu erzielen: China. 9,6% Real-Rendite mit Aktien stehen nur 3,1% Real-Rendite mit Anleihen gegenüber. Doch Chinas Markt gleicht inzwischen weitgehend dem Japans, Westeuropas oder dem der USA: Die Unternehmen zeigen nur noch mageres Gewinnwachstum, die Wirtschaft wächst kaum noch, doch die Schulden steigen unaufhörlich. Das hat auch Folgen für die Geldanlage!

Geldanlage-Strategie für China: Anleihen kaufen!

Auch bei den Zinsen geht China bereits den westlichen und japanischen Weg. Der Leitzins sank von 5,1% im Mai 2015 auf 3,85% im Mai 2020 und erwartet wird eine weitere Absenkung auf 3,7% bis zum Quartalsende. Sinkende Zinsen bedeuten gleichzeitig auch steigende Preise für bereits früher herausgegebene Anleihen. Je länger die Restlaufzeit der Anleihen ist und je stärker die Zinsen sinken, umso größere Kurszuwächse kann ein Anleger mit diesen Papieren erzielen.

Eine aussichtsreiche Anlage-Strategie kann also darin bestehen, jetzt auf chinesische Anleihen zu setzen und sinkende Zinsen sowie damit einhergehend steigende Anleihe-Preise zu erwarten! Insgesamt erwarten die Studien-Autoren weltweit sinkende Real-Renditen in allen Anlage-Klassen. Je niedriger die Realzinsen sind, also die gezahlten Zinsen abzüglich Inflation, umso geringer würden auch die Real-Renditen der verschiedenen Anlageklassen ausfallen. Die Bäume wachsen bei der Geldanlage inzwischen nicht mehr in den Himmel. Zu erwarten sind künftig wohl eher bodennahe Sträucher.

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Gold/Silber

Goldpreis vor plötzlichem Anstieg? Die aktuelle Chance für Trader?

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Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis schwächelte zuletzt. Wir hatten es gestern angesprochen. Die Stimmung der Aktienanleger war die letzten Tage zu gut, auch ganz leicht steigende Renditen für Staatsanleihen sorgten dafür, dass Gold zuletzt für Anleger etwas weniger attraktiv war. Und so fiel der Goldpreis von 1.764 Dollar am 18. Mai auf 1.693 Dollar im Tief gestern Mittag. Aber wie wir gestern sagten, so wollen wir es heute wiederholen. Vor allem wegen der Gelddruck-Orgien der Notenbanken und den Schuldenanstiegen der Regierungen bleibt das Edelmetall attraktiv auf längere Sicht. Folgen weitere Kursanstiege?

Heute oder morgen plötzlicher Anstieg im Goldpreis?

Auch wir haben keine Glaskugel. Aber es besteht die Möglichkeit, dass der Goldpreis heute oder morgen plötzlich nach oben springt. Denn wie es die letzten Tage angedeutet wurde, hat der Volkskongress in Peking vor wenigen Stunden das “Sicherheitsgesetz” für Hongkong endgültig verabschiedet, was laut Kritikern einer Abschaffung von Freiheit, Demokratie und Menschenrechten in Hongkong gleichkommen soll (mehr dazu hier). Donald Trump hatte unlängst angekündigt, dass die USA mit Maßnahmen darauf reagieren werden.

US-Sanktionen gegen chinesische Politiker und Unternehmen sind denkbar, oder auch neue Zoll-Strafen gegen China. Oder auch eine US-Aufhebung des Sonderstatus für China, was Zoll-Nachteile bedeuten könnte. Die Verschärfung des Handelskriegs könnte unmittelbar bevorstehen. Trump sagte jüngst gegen Ende der Woche würde er Maßnahmen verkünden, wenn China das Gesetz verabschiedet. Nun ist es soweit. Und “Ende der Woche”, das ist dann ja wohl morgen? Oder doch schon heute Abend? Die Aktienkurse könnten fallen, und der Goldpreis ruckartig ansteigen. Nun warten die Marktteilnehmer gespannt auf weitere Tweets von Donald Trump oder offizielle Verlautbarungen aus seiner Administration. Bis jetzt hat sich der Goldpreis vom gestrigen Tief erholen können.

Eine Chance für Trader?

Aber noch hat der Markt nicht so wirklich auf die endgültige Verabschiedung des Sicherheitsgesetzes in China reagiert. Dieses Ereignis war natürlich schon erwartet worden. Aber nun steht die Trumpsche Ereigniskette (was für eine Wortkreation) an, und der Goldpreis könnte kräftig steigen! Heute früh kurz vor der Gesetzesverabschiedung in Peking notierte Gold bei 1.720 Dollar. Jetzt liegt der Kurs mit 1.721 Dollar auf dem selben Niveau. Also, ist dies eine Chance für Trader, die Gründe für einen steigenden Goldpreis suchen? Entscheiden Sie selbst! Und übersehen Sie bitte auch nicht, dass heute Punkt 14:30 Uhr deutscher Zeit mehrere wichtige Konjunkturdaten in den USA veröffentlicht werden. Sie können den Goldpreis auch beeinflussen.

Goldpreis im Verlauf der letzten 30 Tage

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Allgemein

Aktuell: Sicherheitsgesetz für Hongkong verabschiedet!

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Volkskongress in China beschließt Sicherheitsgesetz für Hongkong

Soeben wurde das neue sogenannte “Sicherheitsgesetz” für Hongkong durch Chinas Volkskongress (de facto durch die KP) verabschiedet. Diese Entscheidung war quasi der Abschluss des diesjährigen Volkskongresses. Damit sollen beispielsweise Aufruhr und Separatismus in Hongkong verfolgt werden. De facto, so meinen Kritiker, kann nun jegliche demokratische Aktivität, welche die Macht der Zentralregierung aus Peking vor Ort in Hongkong in Frage stellt, unter Strafe gestellt werden. Ist dies nun das Ende des Sonderstatus von Hongkong, das Ende der freien Rede, von Demonstrationen auf der Straße? Man darf es annehmen (lesen Sie hier einen Erfahrungsbericht vor Ort in Hongkong).

Nun, was hat es mit uns hier in Europa zu tun, oder was hat es mit Ihrer Geldanlage zu tun liebe Leserinnen und Leser, wenn China ein Gesetz für Hongkong beschließt? Nun, eine Menge! Hongkong ist neben Singapur das Wirtschaftszentrum in Südostasien, und eine Art Drehkreuz für Waren, Geld, Dienstleistungen. Es war die chinesische Insel der Rechtssicherheit für Investoren. Noch wichtiger: Donald Trump lies die letzten Tage schon ganz klar durchblicken, dass er Maßnahmen gegen China einleiten wird, falls man dieses Sicherheitsgesetz für Hongkong verabschieden würde. US-Sanktionen gegen chinesische Unternehmen oder Politiker können womöglich heute Abend oder morgen von Donald Trump verabschiedet werden. Oder neue Importzölle auf chinesische Waren? China hat bereits angekündigt, dass man so eine US-Reaktion entsprechend beantworten wird. Also, stehen wir unmittelbar vor einer neuen Eskalation im Handelskrieg, was man nach den desaströsen wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise nun wirklich nirgendwo gebrauchen kann?

Diese wohl kurz bevorstehende Eskalation zwischen China und den USA kann heute, morgen, und die nächsten Tage Aktienkurse zum Absacken bringen, wie auch den Ölpreis. Und der Goldpreis könnte als “Hort der Sicherheit” (Risk Off Trade) profitieren. Also, Augen auf! Aktuell reagiert der Dax sogar mit einem Anstieg von 30 Punkten, der Goldpreis verliert 2 Dollar. Also ist diese schlechte Nachricht noch nicht verarbeitet, oder besser gesagt: Die Angst vor einer negativen Auswirkung ist noch nicht im Markt angekommen.

 

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