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Gold/Silber

Smartphones: Speicher für Gold und allerlei weitere Metalle

Der Siegeszug der Smartphones hat einen Riesenhaufen wertvollen Elektroschrotts generiert..

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Smartphones sind wertvoll! Wer hat nicht mindestens eines in irgendeiner Schublade liegen? Ein altes Handy, von dem man hofft, es könne noch einen Wert repräsentieren, schließlich hört man doch oft davon, das sich darin Gold, Silber und allerlei „seltene Erden“ befinden. Das ist auch richtig, leider in zu geringer Menge, als dass für den Einzelnen eine Möglichkeit bestünde, damit Verkaufserlöse zu erzielen. Für die Großindustrie schon, angesichts der Menge der existierenden, aber nicht mehr gebrauchten Smartphones.

Das wertvolle Innere in Smartphones

Das Informationsportal „Informationszentrum Mobilfunk“ hat sich mit dem Inneren der Telefone beschäftigt und festgestellt, dass man bis zu 60 verschiedene Stoffe benötigt, um ein Smartphone herzustellen. Neben Kunstoffen und Keramik, vielen speziellen Metallen, Kobalt, Gallium, Indium, das teure Palladium, Spezialerdmetalle Neodymium und Cer, aber auch Kupfer, Aluminium sowie die für viele interessanten Edelmetalle wie Gold und Silber.

Was bringt die Verwertung?

Der Siegeszug der Smartphones hat einen Riesenhaufen wertvollen Elektroschrotts generiert. Allein in Deutschland liegen nach Schätzungen des Branchenverbandes Bitkom circa 72 Millionen ausrangierte Handys in Schubladen. Durch neue Technologien können heute jedoch bis zu 80 Prozent der Rohstoffe aus Mobiltelefonen wiederverwendet werden.

Lohnt es sich also auf den Verkauf der Inhaltsstoffe zu setzen?

Verbraucherschutzorganisationen haben berechnet:

In einem älteren Handy sind circa 250 Milligramm Silber, 24 Milligramm Gold und 9 Milligramm Palladium enthalten. Bei Smartphones liegen die Werte höher. Schätzungen zufolge enthält ein Gerät mit einem Gewicht von 110 Gramm in etwa 305 Milligramm Silber, 30 Milligramm Gold und 11 Milligramm Palladium.

Damit erkennt man sofort, dass sich bei derartig geringen Mengen an Gold und Silber ein Verkauf nicht lohnt. Selbst wenn es gelingen sollte, die Edelmetalle wieder zu Geld zu machen: Auch bei einem Goldpreis von 1500 Euro pro Feinunce käme nur ein magerer Eurobetrag (<1,50 €) zustande, bei Silber noch viel weniger.

Aber ein Geschäft im Großen

Auch wenn sich das Ausschlachten von Smartphones für private Nutzer nicht lohnt, für die Industrie ist es doch ein einträgliches Geschäft, dazu braucht man sich nur die gigantischen globalen Zahlen zu betrachten: Laut Statista gibt es rund drei Milliarden Smartphone-Besitzer weltweit. Bei einem Gerät pro Person, kann man allein von 90.000 kg Gold, gebunden in Smartphones ausgehen. Und bei einem Preis von 1.500 US-Dollar je Feinunze entspricht dies einem Goldwert von rund 4,3 Milliarden US-Dollar – und Gold ist nur eines von vielen wertvollen Grundstoffen.

Der Smartphone-Gigant Apple nutzt Recycling schon regelmäßig, anscheinend mit seinem Demontageroboter Daisy, der in der Lage sein soll, 15 verschiedene iPhone-Modelle mit einer Geschwindigkeit von 200 iPhone-Geräten pro Stunde zu demontieren und der Wiederverwertung zuzuführen, so eine Passage im jüngsten Umweltbericht des Branchenriesen.

Ergo: Schade, wird wohl der ein oder andere jetzt denken. Für den Einzelnen ist es unsinnig mit dem Ausschlachten von moderner Elektronik etwas verdienen zu wollen. Aber allein die unglaubliche Menge dieses Allerweltgegenstandes Smartphone verdeutlicht die Wichtigkeit der Wiederverwertung des Elektroschrotts. Wenn man jetzt versuchen sollte, über eine Milliarde Kfz peu à peu zu ersetzen und mit Batterien auszustatten, erst dann…!

Das Innere von Smartphones birgt Überraschungen

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Allgemein

Marc Friedrich mit 5 Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade

Redaktion

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Marc Friedrich

Der Bestsellerautor Marc Friedrich spricht in seinem aktuellen Video „Der größte Vermögenstransfer der Geschichte“ über viele aktuelle Kapitalmarktthemen. Vor allem geht es um die große Anfeuerung von bestimmten Assetklassen, verursacht durch die immer größeren Gelddruck-Orgien der Notenbanken.

Marc Friedrich mit 5 Investment-Ideen

Im späteren Verlauf des Videos spricht Marc Friedrich seine fünf Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade an. Auffällig dabei ist, dass die Kategorien Aktien und Immobilien nicht dazu gehören. Eben diese Assetklassen haben die letzten Jahre massiv von der Geldschwemme der Notenbanken profitiert. Marc Friedrich präferiert Gold, Silber, Bitcoin, Minenaktien und Diamanten. Gut, es sind doch Aktien vertreten, aber nicht als Gesamtkategorie, sondern nur weil es um Firmen geht, die Rohstoffe aus dem Boden holen.

Knappe Güter bevorzugen

Marc Friedrich spricht auch ganz konkret an, warum diese Ideen nach seiner Meinung die besten Investment-Ideen der nächsten Jahre sein sollen. Sie würden andere Assetklassen in der nächsten Dekade des „Vermögenstransfers“ outperformen. Sie seien (und das ist ein wichtiger Aspekt) begrenzt durch die Natur (Edelmetalle) oder durch die Mathematik (Bitcoin). Tja, und in der Tat, andere Assets wie das Fiat-Geld auf Bankkonten kann beliebig stark vermehrt werden. Je mehr Geld, desto stärker der Verwässerungseffekt, und desto stärker womöglich in Zukunft der Vertrauensverlust der Bürger in das Finanzsystem? Und alles was in seiner Menge limitiert ist, wird immer begehrter?

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Gold/Silber

Warum der Goldpreis nach einem Biden-Sieg kräftig ansteigen könnte

Claudio Kummerfeld

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Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis ist gestern weiter gestiegen auf bis zu 1.931 Dollar im Hoch. Heute Vormittag fällt er ein klein wenig zurück auf 1.917 Dollar. Aber er hält sich (unglaublich aber wahr) nach einer wochenlangen Qual um die 1.900 Dollar nun deutlich über dieser Marke. Seit Tagen schien es mit dem Goldpreis aufwärts zu gehen, weil die Hoffnungen zunahmen, dass es in Kürze eine Einigung in Washington DC geben würde für ein neues billionenschweres Konjunkturpaket.

Aber aktuell sieht es nicht nach einer Einigung aus. Der republikanische Mehrheitsführer im Senat hat durchblicken lassen, dass er vor der Wahl keine Abstimmung mehr über ein neues Stimulus-Paket zulassen will. Also egal ob sich Demokraten und Trump-Administration nun doch noch einigen, wird es vor der Wahl Anfang November wohl nichts mehr werden. Ein neuer Billionen-Stimulus würde bedeuten, dass die Wirtschaft angekurbelt würde, und damit tendenziell auch die Inflation in den USA steigen würde. Hinzu käme natürlich ein dramatischer weiterer Anstieg der US-Staatsverschuldung. Beides wäre gut für den Fluchthafen Gold, und der Goldpreis könnte wahrscheinlich profitieren.

Warum der Goldpreis kräftig zulegen könnte

Aber da dieses Szenario kurzfristig offenbar nicht funktioniert, schwächelt der Goldpreis heute. Aber wo die Stimulus-Hoffnung gerade abzuflauen scheint, da flammt sie gleich schon wieder auf. Denn es ist kein Geheimnis. Wie auch die SPD in Deutschland stärker als die CDU, so tendieren auch die Demokraten in den USA eher dafür deutlich mehr Schulden zu machen und mehr Staatsausgaben zu tätigen – die blinde Gläubigkeit an den Nachfrage-Push! Wo die Republikaner an ein „kleines Sümmchen“ denken, da haben Joe Biden und die Demokraten offenbar viel Größeres im Sinn.

So merkt der Commerzbank-Analayst Daniel Briesemann heute früh an, dass mit der US-Wahl die Karten neu gemischt werden. Sollte Joe Biden neuer US-Präsident werden und die Demokraten die Mehrheit im Senat erobern, könnte laut Daniel Briesemann ein noch viel größeres Fiskalpaket auf den Weg gebracht werden – die Rede sei von 5 Billionen US-Dollar. Davon sollte der Goldpreis grundsätzlich profitieren.

Meine Anmerkung dazu: Nehmen wir an Joe Biden gewinnt wirklich die Wahl. Dann gäbe es erst noch eine wochenlange Übergangsphase, bevor er wirklich als Präsident vereidigt wird. Dennoch könnte der Goldpreis nach Verkündung des Wahlergebnisses Anfang November nach oben springen, wenn konkreter verkündet wird, welchen Mammut-Stimulus er im Sinn hat. Es würde den US-Dollar womöglich weiter schwächen und den Goldpreis stärken.

US-Dollar

Wo wir schon beim US-Dollar angekommen sind. Seine Schwäche hatte jüngst dem Goldpreis nach oben geholfen. Von Montag früh bis gestern Abend war der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) deutlich gefallen von 93,75 auf 92,46 Indexpunkte. Seitdem konnte er auf dem Weg nach unten eine Pause einlegen und notiert jetzt bei 92,69 Indexpunkten. Dies hat für den jüngsten Rücksetzer im Goldpreis gesorgt. Im Chart sehen wir den Goldpreis-Verlauf der letzten 30 Tage. Ist die Marke von 1.900 Dollar nun wirklich, aber so richtig nachhaltig nach oben überlaufen worden? Und geht es nach einem möglichen Biden-Sieg wirklich kräftig bergauf?

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf der letzten 30 Tage

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