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Steinhoff-Aktie +47% in drei Tagen: Pennystock im Aufwind, Tafelsilber wird zu Cash gemacht

In den letzten drei Handelstagen macht die Steinhoff-Aktie ein Plus von 47%. Das ist prozentual enorm, im Aktienkurs dieses Pennystocks aber eben nur...

FMW-Redaktion

Steinhoff verscherbelt nach und nach sein Tafelsilber. Das kann man so oder so betrachten. Da die Firma immer noch nicht damit herausrückt, wie kaputt die Bilanz nun wirklich ist, kann man bei einzelnen Fortschritten stets nur mutmaßen, ob sie als positiver Fortschritt zu werten sind, oder als weiterer Beleg eines Notverkaufs. So auch heute. Steinhoff International gibt bekannt, dass man über ein Bookbuilding-Verfahren (Auktion) gegenüber institutionellen Anlegern 29,5 Millionen Aktien von im Besitz befindlichen Aktien der Investmentgesellschaft PSG verkaufen will.

Man erwähnt gleich dazu, dass man nicht verkaufen werde, wenn der Preis nicht stimme. Das ist wohl nur ein normales Aufplustern, um den Investoren anzudeuten, dass sie ihre Gebote nicht all zu tief ansetzen sollen. Denn jeder weiß ja: Steinhoff ist in einer Zwangslage, und die könnte man ja versuchen auszunutzen, in dem man schön niedrig bietet. Vermutlich wird ein Verkaufspreis ganz grob geschätzt um die 500 Millionen Euro erzielt. Wie viel Geld die gesamte Steinhoff-Gruppe durch die Bilanzprobleme noch benötigt? Es bleibt weiterhin ein großes schwarzes Loch, eine große offene Frage!

Bodenbildung in der Steinhoff-Aktie?

Betrachten wir uns den folgenden Chart der Steinhoff-Aktie, wo man den ganzen Zeitraum betrachten kann, seitdem die Aktie im Dezember brutal einbrach. Ganz vorsichtig kann man an zwei Punkten eine Bodenbildung aus dem Chart herauslesen (wenn man es denn will). Am 20. Dezember war das Tief bei 0,25 Euro, und am 16. Januar gab es das zweite Zwischentief bei 0,36 Euro. In den letzten drei Handelstagen macht die Steinhoff-Aktie ein Plus von 47%. Das ist prozentual enorm, im Aktienkurs dieses Pennystocks aber eben nur ein Anstieg von 0,38 auf 0,56 Euro.

Bis die Öffentlichkeit nicht endlich mal erfährt, welche Dimensionen der Bilanzskandal hat, bleibt die Steinhoff-Aktie ein brutaler Zocker-Pennystock. Besonders ist bei dieser Aktie, dass quasi wöchentlich neue kleine Detailinfos hinzukommen, die der Aktie eine neue Richtung geben können. Ein neues Gläubiger-Treffen soll es Ende dieser Woche geben. Vorsicht bleibt geboten. Die Aktie ist momentan nur was für Zocker mit viel Lust auf hohe Kursschwankungen!


Die Steinhoff-Aktie seit Anfang Dezember.



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