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Steuern: Der große Skandal zu Lasten der Privatanleger

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Das Thema Steuern wird den deutschen Privatanleger massiv beeinträchtigen

Nach monatelangen Spekulationen gibt es nun eine ziemlich klare Situation zum Thema Steuern für Privatanleger, die mit Derivaten spekulieren. Es kann zu einer unglaublichen Situation kommen beziehungsweise es wird zu dieser Situation kommen. Viele Anleger werden das Problem haben, dass sie in einem Börsenjahr mehr Verluste als Gewinne machen, und dennoch müssen sie Steuern zahlen. Aber das ist nur ein Szenario. Einfach unfassbar, ein echter Skandal! Ja, dass ein Gesetzgeber sowas überhaupt verabschieden kann, ist ein echter Skandal.

Man übertrage dieses Prinzip mal auf Steuern für Unternehmen, wie zum Beispiel die Gewerbesteuer. Ein Unternehmen macht in einem Geschäftsjahr netto (!) insgesamt gesehen einen Betriebsverlust, muss aber dennoch Gewerbesteuer zahlen. Das wäre undenkbar und würde den Wirtschaftsstandort Deutschland zerstören. Aber für die Börsenanleger wendet man dieses Prinzip nun an. Das deutsche Einkommensteuergesetz §20 können Sie beim Klick an dieser Stelle nachlesen. Ab Januar 2021 wird dieses Gesetz erweitert (§ 20 Absatz 6 Satz 4). Bevor wir unseren Kommentar abgeben, lesen Sie folgenden Wortlaut, um den das Gesetz erweitert wird.

“Verluste aus Kapitalvermögen im Sinne des Absatzes 2 Satz 1 Nummer 3 dürfen nur in Höhe von 10.000 Euro mit Gewinnen im Sinne des Absatzes 2 Satz 1 Nummer 3 und mit Einkünften im Sinne des § 20 Absatz 1 Nummer 11 ausgeglichen werden; die Sätze 2 und 3 gelten sinngemäß mit der Maßgabe, dass nicht verrechnete Verluste je Folgejahr nur bis zur Höhe von 10.000 Euro mit Gewinnen im Sinne des Absatzes 2 Satz 1 Nummer 3 und mit Einkünften im Sinne des § 20 Absatz 1 Nummer 11 verrechnet werden dürfen.”

Mehr Steuern zahlen als man Gewinne gemacht hat

Sie haben das nicht verstanden? Kein Problem, das liegt wohl an der juristischen Formulierung dieses Gesetzeszusaztes, wo auf andere Gesetze und Paragraphen verwiesen wird – wodurch man gar nicht mehr genau versteht, was sich denn praktisch ändern wird. Also hier im Klartext: Ab Januar nächsten Jahres dürfen Verluste aus Termingeschäften nur noch mit Gewinnen aus Termingeschäften verrechnet werden. Noch wichtiger: Pro Jahr dürfen nur noch 10.000 Euro Verluste mit Gewinnen verrechnet werden. Macht man 15.000 Euro Verlust, kann man im Folgejahr die überschüssigen 5.000 Euro gegen die Gewinne des nächsten Jahres verrechnen. Nur dumm, wenn man jahrelang in Folge mehr Verluste als Gewinne macht.

Die praktische Folge: Es kann passieren, dass sie Steuern auf Gewinn-Trades zahlen, obwohl sie insgesamt mehr Verluste als Gewinne gemacht haben. Was für ein Irrsinn. Aber er wird Realität. Machen Sie zum Beispiel 30.000 Gewinn in einem Jahr, und mit anderen Trades machen Sie 50.000 Euro Verlust, dann können sie von den 50.000 Verlust nur 10.000 gegen die Gewinne stellen. Sie müssen dann auf einen Gewinn von 20.000 Euro Steuern zahlen, obwohl sie unterm Strich insgesamt 20.000 Euro Verlust in diesem Börsenjahr gemacht haben. Von den 50.000 Euro Verlust können sie dann je 10.000 Euro auf die vier folgenden Jahre schieben. Wie gesagt… nur dumm, wenn sie in diesen Jahren auch weniger Gewinn als Verlust machen.

Und noch schlimmer: Wer hohe Gewinne einfährt und kleinere Gewinne, ist noch schlimmer dran. Nehmen wir an Sie machen 150.000 Euro Gewinn, und mit anderen Trades verlieren Sie im selben Jahr 130.000 Euro. Von diesen 130.000 Euro Verlust dürfen Sie nur 10.000 Euro gegen die Gewinne stellen. Sie zahlen also 25% Abgeltungssteuer auf einen Gewinn von 140.000 Euro. Sie zahlen 35.000 Euro Steuern. Sie haben aber nur 20.000 Euro Nettogewinn gemacht, müssen nun aber 35.000 Euro Steuern zahlen. 15.000 effektiver Verlust in einem Börsenjahr nach Steuern, obwohl sie vor Steuern netto 20.000 Euro Gewinn gemacht haben. Das ist ein Skandal, der jeglichem gesunden Menschenverstand widerspricht, und wo man sich fragt, welcher Staatssekretär oder Ministerialbeamte sich das ausgedacht hat.

CFDs, Hebelzertifikate etc betroffen

Wird dieses Gesetz einer gerichtlichen Klärung standhalten? Kaum vorstellbar. Man kann nur hoffen, dass dagegen geklagt wird, oder dass doch noch jemand in Berlin im Laufe dieses Jahres aufwacht. Die “ARD Börse” hat auch schon über diese Neuerung zum Thema Steuern berichtet. Man betitelt das Thema aber eher harmlos mit der Headline “Verlustverrechnung für Termingeschäfte wird erschwert”. Erschwert? Wie nett ausgedrückt. Eine Katastrophe ist das. Wozu soll ein Trader da überhaupt noch traden? Will den Gesetzgeber den dummen unbeholfenen Bürger über solch eine Bestrafung vom ach so schlimmen Börsenhandel entwöhnen?

Eine jüngst veröffentlichte Presseanfrage an des Bundesfinanzministerium ergab, dass Termingeschäfte betroffen sind, womit “sämtliche als Options- oder Festgeschäft ausgestaltete Finanzinstrumente sowie Kombinationen zwischen Options- und Festgeschäften” gemeint sind. Der Anleger darf also davon ausgehen: Neben Futures und Optionen fallen Optionsscheine, Hebelzertifikate und CFDs unter diese neue Steuergesetzgebung.

11 Kommentare

11 Comments

  1. Avatar

    Zimmermann

    20. Januar 2020 10:22 at 10:22

    Ich habe das ja schon desöfteren geschrieben. Wir werden von Idioten regiert. Das bestätigt sich jeden Tag. Wer diese Dumm-Michl noch wählt,, spreche ich einen gesunden Menschenverstand ab. Es schlägt dem Fass den Boden aus, dass dieses Parlament Gesetze erlässt, die nach gesundem Menschenverstand nicht Verfassungskonform sind. Einfach Unglaublich! Aber ich befürchte Schlimmes, dass die damit noch durchkommen.

    • Avatar

      berti

      20. Januar 2020 10:42 at 10:42

      Da muss jemand klagen, dann können die damit doch nicht durchkommen, das ist doch verfassungswidrig.

      • Avatar

        Gerhard Stasch

        21. Januar 2020 10:29 at 10:29

        Ihr wart alle immer schön brav wählen und jetzt wirds gefressen

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    centime

    20. Januar 2020 10:45 at 10:45

    Jetzt sind kreative Ideen gefragt, kein lamentieren, z.Bsp. wie wird man als professioneller Händler eingestuft oder was gibt es für Alternativen.
    Die Quittung gibt es in einem Jahr an der Wahlurne, ich werde es nicht vergessen.

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    Scheer

    20. Januar 2020 14:01 at 14:01

    Ich halte dagegen. Die Poltik macht schon seit jahrzenten Unfug – geändert hat sich dadurch nicht wirklich viel, weder bei der Wählerschaft noch in der Politik.
    In dieser Welt ist jeder in seinem frei gewählten Hamsterrad und trägt zu dem Unfug durch Handlungsverweigerung bei.
    Ich finde das Zitat von Boeing ganz treffend: “Diese wird von Clowns entworfen, die wiederum von Affen beaufsichtigt.”
    Da könnten wir von den Franzosen ein gutes Stück abschneiden.

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    Gixxer

    20. Januar 2020 20:05 at 20:05

    Wenn ich das richtig sehe, werden größere Verluste ja auf mehrere Jahre verteilt. Also bei 100.000 Verlust kann ich 10 Jahre lang je 10.000 abschreiben. Es wird dann sicher argumentiert, dass man so ja nichts verloren hat. Man hat ja alles abschreiben können. Dumm wäre dann nur, wenn ich im ersten Jahr 100.000 Gewinn und auch 100.000 Verlust mache und in den folgenden Jahren keine Gewinne und Verluste. Dann muss ich nämlich in dem einen Jahr 90.000 versteuern, obwohl ich keinen Gewinn gemacht habe und in den Folgejahren habe ich nichts von den möglichen Abschreibungen. Sehe ich das so richtig?

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    Gixxer

    20. Januar 2020 21:40 at 21:40

    Wenn ich das hier

    https://boerse.ard.de/anlagestrategie/steuern/verlustverrechnung-verbaende-laufen-sturm100.html

    richtig verstanden habe, gilt es nur bei Totalverlusten. Demnach wäre es zwar immer noch schlimm, aber nicht mehr ganz so oft der Fall. Man muss eben nur kurz vor dem Totalverlust verkaufen.

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    Fynn

    26. Januar 2020 17:01 at 17:01

    Aber man kann trotz mit diesem Gesetz auch sehr profitabel sein. Es tut zwar weh, aber es geht.
    Beispielrechnung:

    Du machst 100k Gewinn und 10k Verlust in einem Jahr. Das sind 90k Nettogewinn. 10k vom Verlust kannst du den Gewinnen gegenrechnen. Also musst du auf 90k Steuern zahlen. 25% sind dann 22,5k. Bei 90k Nettogewinn und 22,5k Steuern sind das immer noch 65k nach Steuern.

    Falls ein Denkfehler drin ist, bitte ich um Antwort.

    • Avatar

      Torsten

      26. Januar 2020 18:56 at 18:56

      Falsch! Wenn du 100k mit Optionsscheinen Gewinn machst und 10k mit Aktien verlierst kannst du nix gegenrechnen und zahlst auf 100k die 25k Steuern, bleiben 75k Gewinn und 10k Verlust übrig, also 65k insgesamt. GGÜ jetzigem Zustand 2,5k weniger.

      PS: 90k minus 22,5k sind 67,5k :)

      Wenn du 30k mit Optionsscheinen Gewinn machst und 10k mit Aktien verlierst zahlst auf 30k die 7,5k Steuern, bleiben 22,5k Gewinn und 10k Verlust übrig, also 12,5k insgesamt. GGÜ jetzigem Zustand 10k weniger.

      Wenn du 10k mit Optionsscheinen Gewinn machst und 10k mit Aktien verlierst zahlst auf 10k die 2,5k Steuern, bleiben 7,5k Gewinn und 10k Verlust übrig, also 2,5k Verlust insgesamt. GGÜ jetzigem Zustand 2,5k weniger.

      Je kleiner der Abstand zwischen Gewinn und Verlust ist je ungünstiger wird es. Der Dumme ist der “Kleinzocker”.

      Es ist ganz einfach, KEINE VERLUSTE machen. :))

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    Tim

    29. Januar 2020 09:42 at 09:42

    Hallo Herr Fugmann,

    vielleicht können Sie mal Ihre Leser/Zuseher auf folgendes Video hinweisen, das auf N-TV ausgestrahlt wurde, in der die ganze Problematik mal aus Sicht des Derivate-Verbands dargestellt wird – sehr informativ:

    https://www.n-tv.de/21538592

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      Markus Fugmann

      29. Januar 2020 09:43 at 09:43

      @Tim, danke für den Hinweis, das kucke ich mir an..

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Corona-Krise und das dauerhaft veränderte Konsumverhalten

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Erst war es aus der Not geboren: Viele Menschen, die eigentlich viel lieber in Geschäften eingekauft hatten und nicht im Online-Handel, mussten sich durch den Lockdown in der Corona-Krise zwangsläufig umorientieren. Werden diese alle wieder ins alte Konsumverhalten zurückkehren? Neueste Studien zeigen: Davon ist nicht auszugehen.

Corona-Krise: Umfragen nicht im Sinne des stationären Handels

Bisher schob man es zum großen Teil auf die Maskenpflicht: Die gebremste Shoppinglust mit einem Utensil, welches nicht nur Kommunikation und Atmung beim lustbetonten Einkaufsbummel behindert, sondern auch so etwas wie eine psychologische Falle darstellt: Hier lauert eine Gefahr für mich, aufpassen, nicht leichtsinnig werden! Wenngleich es noch keine großen wissenschaftlichen Nachweise gibt, dass es in Geschäften zu größeren Infektionen mit Covid-19 gekommen ist, bleibt die Maskenpflicht noch eine Zeit bestehen. Spannend wird es im Hochsommer, wenn das Personal in Räumen ohne Klimatisierung den Schutz über acht Stunden am Tag tragen muss.

Auch wenn immer mehr Lockerungen im Gespräch sind, erschrecken Umfragen in Deutschland, wie auch in Europa, den stationären Einzelhandel. Viele Kunden haben sich an den Online-Handel gewöhnt und werden wohl auch nach der Corona-Krise nicht mehr so häufig zum Shoppen gehen.

Die bisherigen Verkaufsumsätze liegen unter den Erwartungen des Handels, man hofft auf die Rückkehr zu alten Gewohnheiten. Der Konsum als Ganzes wird dabei wieder auf alte Höhen klettern, sollte es nicht zu weiteren Einschränkungen wegen Corona kommen. Aber die aktuelle Umfrage der Unternehmensberatung Alvarez & Marsal dürfte der Branche nicht gefallen:

23 Prozent der Deutschen wollen weniger in Geschäften einkaufen, mehr über online shoppen, aber insgesamt weniger ausgeben.
Auch in anderen europäischen Ländern (Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, Schweiz) brachte die Studie ähnliche Ergebnisse. Im Ausland fürchtet man die Folgen der Corona-Krise stärker – Verlust des Arbeitsplatzes, Vermögenseinbußen –  so dass viele Kunden nur das Nötigste eingekauft haben. 41 Prozent der Befragten wollen auch in naher Zukunft erst einmal abwarten – auf eine Besserung der wirtschaftlichen Lage.
Die Furcht vor einer zweiten Welle ist überall zu verspüren. Kein Wunder, in der täglichen Berichterstattung ist es ständiges Thema. Verfügbarkeitsheuristik, nennt es die Psychologie, wenn Ereignisse so oft wiederholt werden, dass es im Gedächtnis fest verankert wird.

Zunahme des Online-Handels

Der Lockdown hat in vielen Bereichen die Digitalisierung angeschoben – nicht nur bei Microsoft, wo der CEO Nadella behauptet hat, die Corona-Krise hätte die Entwicklung von zwei Jahren komprimiert auf wenige Monate -, auch beim Handel. Auch eine weitere Umfrage bestätigt diese Annahme: Bei einer Befragung von 2500 Konsumenten durch den Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland, erzählten über 50 Prozent der Menschen, dass sie künftig mehr online kaufen würden, die Coronazeit habe sie überzeugt.

Beispielsweise habe die Online-Plattform der Otto-Gruppe in kurzer Zeit eine Million Kunden hinzugewonnen. Wie wollen die Geschäfte auf diese Entwicklung reagieren? Verkleinerung der Verkaufsflächen, Rationalisierungen, neue Ideen beim Verkauf der Produkte?

Fazit

Sehr oft ist derzeit die Rede davon, was die Corona-Krise für Langfristfolgen in der Gesellschaft zeitigen wird. Home Schooling, Home Office, Video-Besprechungen, Änderungen im Reiseverhalten oder auch beim Shopping. Letzteres dürfte sehr wahrscheinlich werden, zu sehr hat die Corona-Krise selbst Technikmuffel von der Bequemlichkeit der Methode überzeugt.

Wie lange wartet man schon auf einen radikalen Rationalisierungsschnitt im Einzelhandel durch automatisierte Zahlungssysteme an den Kassen? Und jetzt auch noch der Umbruch durch den Versandhandel. Was aber geschieht mit der Einzelhandelsbranche, den zahlreichen Geschäften und ihren vielen Beschäftigten?

Die Corona-Krise verändert das Konsumverhalten dauerhaft

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EZB-Bilanz +53 Milliarden Euro in einer Woche – Anleihekäufe waren nicht der größte Posten!

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Der EZB Tower in Frankfurt

Die Bilanz der EZB wird einmal pro Woche veröffentlicht. Jetzt liegt uns die Bilanz mit Stand 3. Juli vor. Sie klettert immer weiter, auf ein derzeitiges Allzeithoch von 6,289 Billionen Euro. Noch im Februar waren es 4,7 Billionen Euro. In der folgenden Originaltabelle der EZB zeigen wir die aktuellste Aktiva der Bilanz. Die Bilanzsumme stieg im Wochenvergleich um 52,8 Milliarden Euro. Wie üblich dieser Tage würde man denken, dass diese Steigerung herrührt durch die ständigen Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank, die sich aufgrund der Beschlüsse in Folge der Coronakrise um insgesamt 1,35 Billionen Euro ausweiten werden. Aber nein, diese Bilanz ist anders. Die Anleihekäufe machen nur den zweitgrößten Zuwachsposten aus mit +33,48 Milliarden Euro.

Der größte Posten war ein Plus von 38,95 Milliarden Euro beim Bilanzposten Gold. Weil der Goldpreis so gut gestiegen ist, und weil gerade Quartalsende war, wurden die Goldbestände der EZB neu bewertet. Der Wertzuwachs durch den Preisanstieg bei Gold wird in der Bilanz jetzt mit 38,95 Milliarden Euro quasi nachgebucht, wodurch die Bilanz um diesen Wert ansteigt. So trägt der steigende Goldpreis zu einem kräftigen Bilanzzuwachs bei der EZB bei. Abseits dieser beiden großen Posten gibt es noch viele kleinere Änderungen, wodurch insgesamt ein Zuwachs von 52,8 Milliarden Euro im Wochenvergleich herauskommt. Die Bilanz der EZB macht jetzt 53 Prozent der Wirtschaftsleistung der Eurozone aus. Im Vergleich dazu liegt die Bank of England bei 31 Prozent, die Fed bei 33 Prozent, und die Bank of Japan bei exorbitanten 119 Prozent.

Daten zur aktuellsten EZB-Bilanz

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Dirk Müller zum Wasserstoff-Hype: Warum man jetzt nicht einsteigen sollte

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Wir hatten erst vorgestern über die Aussagen von Dirk Müller berichtet,über die Wahnsinns-Hausse der letzten Wochen in den USA, wo teilweise Minderjährige mit den Kreditkarten ihrer Eltern die Börse stürmen, und wo Millionen von Menschen mit Kleinstbeträgen wie wahnsinnig Börsenkurse pushen. Heute spricht Dirk Müller im folgenden Video über den aktuellen Hype rund um das Thema Wasserstoff. Diese Woche wurde der Hype nochmal kräftig befeuert durch die erst gestern präsentierten großen Pläne der EU, dass man bis 2050 klimaneutral werden wolle, und das mit Wasserstoff. Gigantische Milliardenprogramme sollen von Staaten und Unternehmen in Europa aufgelegt werden.

Also, ist das nun auch der große Start für den Hype rund um Wasserstoff-Aktien? Oder läuft er schon, und Anleger, die sich hier noch nicht auskennen, kommen zu spät? Genau davor warnt Dirk Müller im folgenden Video. Er beschreibt diese jetzige Euphorie und vergleicht sie mit Themen wie 3D-Druck oder Cannabis-Aktien. Jetzt sei der Markt für Anleger schon zu teuer. Man müsse nun erst einmal auf die Marktbereinigung warten, die nach der Euphorie einsetze. Er beschreibt auch Phasen der Markteuphorie, wie es sie in anderen Bereichen schon gegeben habe, die nun auch so beim Wasserstoff ablaufen würden.

Wasserstoff Tankstelle in Belgien
Eine Wasserstofftankstelle in Zaventem Belgien. Foto: Dr. Artur Braun (Arturbraun) CC BY-SA 4.0

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