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Tesla-Quartalszahlen: Verlust verdreifacht wie erwartet, Produktion nicht im Zeitplan – UPDATE 22:45 Uhr

Die Tesla-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Claudio Kummerfeld

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am

Die Tesla-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 3,41 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 2,69/erwartet 3,1-3,3).

Der Verlust (angepasst nach Non GAAP) liegt bei 3,35 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal -1,33/erwartet 3,26-3,60). Der tatsächliche Verlust liegt bei 4,19 Dollar nach 2,04 Dollar vor einem Jahr (erwartet 4 Dollar oder mehr).

Neues zum Produktionsziel 5000 Stück vom Modell 3 pro Woche bis Ende Juni? Dazu sagt Tesla in seiner Headline-Aussage aktuell, dass man im April eine Wochenproduktion von 2270 Stück pro Woche erreicht habe – dies wäre der dritte Wochenwert über 2000 Stück hintereinander gewesen, so Tesla. Frage: Soll das jetzt eine Erfolgsmeldung sein? Denn eigentlich wollte man bis Ende März auf 2500 Stück pro Woche kommen!

In Cash hatte Tesla nach eigenen Angaben Ende März 2,7 Milliarden Dollar.

Ein positives Nettoeinkommen nach GAAP und einen positiven Cash Flow will im 3. und 4. Quartal 2018 erreichen.

Die Aktie notiert nachbörslich mit +1,54%.

UPDATE 22:45 Uhr

Zum Modell 3 das aktuelle Zitat aus dem Tesla-Bericht (Produktion läuft super, Verlust in Produktion verwandele sich bald in Gewinne):

We made significant progress on the Model 3 ramp in the second half of Q1, and the momentum continued into early Q2. Prior to a planned shutdown in mid-April to further increase production, we produced more than 2,000 Model 3 vehicles for three straight weeks, and we hit 2,270 in the last of those weeks. Even at this stage of the ramp, Model 3 is already on the cusp of becoming the best-selling mid-sized premium sedan in the US, and our deliveries continue to increase. Consumers have clearly shown that electric vehicles are simply more desirable when priced on par with their internal combustion engine competitors while offering better technology, performance and user experience. If we execute according to our plans, we will at least achieve positive net income excluding non-cash stock based compensation in Q3 and Q4 and we expect to also achieve full GAAP profitability in each of these quarters. This is primarily based on our ability to reach Model 3 production volume of 5,000 units per week and to grow Model 3 gross margin from slightly negative in Q1 2018 to close to breakeven in Q2 and then to highly positive in Q3 and Q4. Ultimately, the growth of Model 3 and the profit associated with it will help us accelerate the transition to sustainable energy even faster.

Man plane (!) das Ziel von wahrscheinlich 5000 Autos pro Woche beim Modell 3 in 2 Monaten zu erreichen, also irgendwann im Juli? Zitat:

We continue to target Model 3 production of approximately 5,000 per week in about two months, although our prior experience has demonstrated the difficulty of accurately forecasting specific production rates at specific points in time because of the exponential nature of the ramp. In order to achieve this production rate, we plan to take additional days of downtime during Q2, just like we did in Q1.

Im laufenden 2. Quartal plane man die Produktion an insgesamt 10 Tagen stillzulegen. Dies sei nötig um die Produktion für größere Mengen anzupassen. Schafft man da schon wieder eine Argumentation, warum im 2. Quartal Mengenvorgaben nicht erreicht werden? Weil man für mehr Wachstum die Produktion umstellen musste?

Jetzt um 22:45 notiert die Aktie nachbörslich mit +1,1%.

Zum Vergrößern bitte die Grafiken anklicken.

Tesla-Quartalszahlen

Hier die Vergleiche rot markiert zwischen GAAP und Non GAAP-Verlust.

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Aktien

Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

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am

Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Value-Werte auf der Überholspur

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Es gibt gute Konjunkturindikatoren aus Deutschland und Asien. Laut Markus Koch sind die Value-Werte jetzt auf der Überholspur.

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fashionette: Onlineshop für Luxus-Shopping geht an die Frankfurter Börse

Claudio Kummerfeld

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Bürotürme in Frankfurt

fashionette ist kein normaler Onlineshop für Klamotten und Schuhe. Nein, hier werden nur hochpreisige Handtaschen, Schuhe, Schmuck etc verkauft. Darauf hat sich die Düsseldorfer fashionette AG spezialisiert. Man konzentriert sich auf die Region Deutschland, Österreich und Schweiz. Nach eigenen Angaben bietet das Portal 11.000 Artikel von 150 Premium- und Luxus­marken, und hat pro Monat mehr als 3 Millionen Seitenaufrufe. Die Umsatzerlöse lagen im Jahr 2019 bei 73 Millionen Euro, und der Gewinn (EBITDA) lag bei 6,8 Millionen Euro. Das entspricht einer Marge von 9,3 Prozent.

Die Deutsche Börse hat heute offizielle Angaben zur Aktienzeichnung und zum ersten Handelstag an der Börse für das Unternehmen veröffentlicht. Die Aktienzeichnung für den Börsengang der fashionette AG (ISIN: DE000A2QEFA1) an der Frankfurter Wertpapierbörse ist heute gestartet und wird voraussichtlich bis zum 27. Oktober andauern. Inklusive der Mehrzuteilungsoption werden bis zu 3.605.000 Aktien angeboten, die Bookbuilding-Spanne liegt bei 30,00 bis 38,00 Euro je Aktie. Der erste Handelstag der fashionette AG im Segment Scale ist laut der Deutschen Börse für den 29. Oktober geplant.

Beim Klick an dieser Stelle finden sie alle Detaildaten zu dieser Emission bei der Frankfurter Börse.

Der Börsengang von fashionette hat einen Gesamtumfang von bis zu 137 Millionen Euro. Aber der Großteil der Papiere werden vom aktuellen Hauptaktionär Genui verkauft, womit ein Großteil der Emission nicht in der Firma landet, sondern an den Altaktionär fließt. Im Unternehmen werden von der Emission wohl 36-46 Millionen Euro ankommen.

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