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Türkei: Arbeitsmarkt und Agrarpreise mit katastrophalen Daten

Aus der Türkei kommen ganz aktuell wirklich sehr schlechte Daten auf den Tisch. Die Statistiker melden für Januar eine offizielle Arbeitslosenquote für die Türkei von 14,7%, was 3,9 Prozentpunkte mehr sind als im Januar 2018. Der Chart zeigt den kontinuierlichen Aufwärtstrend! Selbst im Monatsvergleich geht es spürbar nach oben mit der Arbeitslosigkeit. Außerhalb der Landwirtschaft liegt die Arbeitslosenquote sogar bei 16,8%, was 4,1 Prozentpunkte mehr sind als vor einem Jahr. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei 26,7% (+6,8 Prozentpunkte).

Türkei Arbeitslosenquote

Aktuell wurden auch die Produzentenpreise für Agrarprodukte in der Türkei vermeldet für den Monat März. Im Jahresvergleich legen die Preise um 27,3% zu. Der Chart zeigt in lila die Preisentwicklung in den ersten drei Monaten 2019, und in blau das Gesamtjahr 2018. Bei 7,7% lag die Teuerungsrate noch vor einem Jahr, und jetzt schon 27,3%. Das ist einfach unglaublich. Die Produzenten müssen natürlich diese Steigerungen auf die Einzelhändler und damit auf die Endverbraucher umlegen, was letztlich in weiter kräftig steigenden Verbraucherpreisen (Inflation) münden wird.

Aber bei den massiven Bemühungen der Regierung Erdogan wird es immer schwieriger für Einzelhändler stark steigende Preise an die Endkunden weiterzureichen. Somit bleiben die steigenden Preise bei den Einzelhändlern hängen. Bewahrt der türkische Staat die Verbraucher vor den steigenden Preisen, bedeutet das massive Probleme für die Unternehmer, die nun zunehmend schwindende Gewinne oder wohl eher Verluste einstecken müssen. Aber, ach ja, der türkische Finanzminister startete erst letzte Woche mit Rekapitalisierungsmaßnahmen für staatliche Banken.

Folgen auch bald private Banken? Das könnte zunehmend nötig werden bei steigenden Kredit-Ausfallraten bei Unternehmenskrediten. Die türkische Lira ist übrigens seit Wochen kontinuierlich am Fallen. Immer nur ganz wenig, aber dafür kontinuierlich. Kostete 1 Euro im Februar noch glatt 6 Lira, so sind es jetzt schon 6,57 Lira. Bis zum alten Tiefpunkt bei über 8 Lira für 1 Euro aus August 2018 ist es noch eine lange Strecke, aber im Augenblick gibt es kein Anzeichen einer Besserung.



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