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Türkische Lira den zweiten Tag in Folge mit „Risk Off Trade“

Redaktion

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Gestern schon hatte die türkische Lira abgewertet, obwohl in der Türkei Feiertag war (wir berichteten). Keine Konjunkturdaten, keine News von der Zentralbank, keine Aussagen von Präsident Erdogan. Nichts. Wir berichteten schon gestern vom „Risk Off Trade“, der gerade in Gange ist. Vermeintlich schwache Währungen von Schwellenländern (zum Beispiel in dortigen Staatsanleihen angelegte Gelder) werden verkauft, und zügig umgeschichtet in vermeintlich Sichere Häfen wie den Schweizer Franken, Gold, Yen etc.

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Türkische Lira fällt zweiten Tag in Folge

Heute geht dieser Risk Off Trade weiter. Ohne neue Nachrichten gibt es einen zweiten kleinen, aber im Chart erkennbaren Schub gen Süden für die Lira. US-Dollar vs Türkische Lira stieg gestern von 5,49 auf 5,56. Heute gibt es den zweiten Schub von 5,56 auf bis zu 5,61. Die beiden Schübe sind gut sichtbar im folgenden Chart, der bis zu. 7. August zurückreicht. Schaut man auf den Euro vs Türkische Lira, dann ist das Chartbild identisch.

USD vs Türkische Lira seit 7. August

Im folgenden Chart sieht man seit dem 7. August den Verlauf des Dollar-Index, eines Währungskorbs des US-Dollar gegen große Leitwährungen wie dem Euro, Pfund, Yen etc. Es ist aktuell also keine positive Bewegung des US-Dollar, sondern eher eine schwächelnde Bewegung der Schwellenländer-Währungen (wie die türkische Lira), weil Anleger Gelder von dort abziehen, und erst einmal in vermeintlich sichere Häfen transferieren. Aus einem Risk Off-Trade kann schnell auch wieder ein Risk On-Trade werden. Aber momentan wird Geld abgezogen.

Dollar Index eher schwach

Risk Off Trade Erklärung

Über Risk Off-Trades hatten wir gestern schon berichtet, und mehrere Schwellenländer-Währungen in diesem Zusammenhang besprochen. Wenn globale Unsicherheit herrscht (gestern zum Beispiel die Hong Kong-Thematik), sind vermeintlich schwache Volkswirtschaften die ersten Opfer, weil Anleger dort Geld abziehen. Wer sich mit dem Thema Risk On und Risk Off etwas genauer befassen möchte, der klicke bitte hier für eine ausführliche grundsätzliche Beleuchtung dieses Themas. Hier einige interessante Auszüge zu dem Thema von KAGELS TRADING:

Ein Risk-off Marktumfeld wird so definiert, dass die Marktstimmung (Sentiment) negativ ist. Die Trader/Anleger/Investoren flüchten dann in vermeintlich sichere Währungen. Der Schweizer Franken (CHF) und der Japanische Yen (JPY) sind Währungen, die bei einer Risk-off Stimmung gekauft werden, da sie als sicherer Hafen eingeschätzt werden. Die Devisenpaare USD/CHF und USD/JPY würden sich somit abwärts bewegen. Ein Risk-off Sentiment drückt auf die US-Aktienindizes, wodurch auch der globale Aktienmarkt einen Schwächeanfall bekommt. Es ist kein Geheimnis, dass die weltweiten Finanzmärkte stark korrelieren. Insbesondere die Aktienmärkte der aufstrebenden Märkte (Emerging Markets) sollten stärkere Kursverluste aufweisen, da die Anleger bewährte Aktien kaufen und spekulativere Investments auflösen.

Das Währungspaar USD/CAD wird unter solchen Risk-off Marktverhältnissen in der Regel eher steigen, denn der Kanadische Dollar wird vom Ölmarkt beeinflusst, der bei Risk-off nachgeben kann. Ein klassisches Beispiel für diese Marktbewegungen waren die US-Präsidentschaftswahlen am 8. November 2017. Die Wahl von Donald Trump wurde von den Märkten als stärkeres Risiko angesehen als die Wahl von Hillary Clinton. Somit kam es zu den oben beschriebenen Risk-off Bewegungen, als immer mehr positive Nachrichten zu Trump veröffentlicht wurden. Während des ganzen Präsidentschaftsrennen konnten wir ein Risk-off Marktumfeld erleben, das bis zur Wahlnacht anhielt. Als dann aber klar wurde, dass Trump die Wahl gewinnen würde, drehte der Markt und statt Risk-off kam es nun zu einem Risk-on Sentiment. Im Einzelnen passierten folgende Bewegungen:

USD/CHF, USD/JPY, USD/CAD, Aktienmärkte stiegen
Gold und Zinsmärkte fielen

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Aktuell: EZB-Entscheidung veröffentlicht

Claudio Kummerfeld

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am

EZB-Tower in Frankfurt

Die EZB hat soeben ihre Entscheidung veröffentlicht.

Der EZB-Leitzins (Refinanzierungssatz) bleibt unverändert bei 0,00 Prozent. Der extrem wichtige Banken-Einlagenzins, auf den sich Banken bzgl. der Negativzinsen berufen, bleibt ebenfalls unverändert bei -0,50 Prozent. Die Marginal Lending Facility bleibt ebenfalls unverändert bei 0,25 Prozent.

Die Aufkauf- und Liquiditätsprogramme (PEPP, APP und TLTRO III) laufen wie bisher weiter.

Um 14:30 Uhr folgt die PK von Christine Lagarde. Wir berichten dann umgehend über alle interessanten Aussagen. Hier das offizielle Statement der EZB zur jetzigen Entscheidung:

(2) The Governing Council will continue its purchases under the pandemic emergency purchase programme (PEPP) with a total envelope of €1,350 billion. These purchases contribute to easing the overall monetary policy stance, thereby helping to offset the downward impact of the pandemic on the projected path of inflation. The purchases will continue to be conducted in a flexible manner over time, across asset classes and among jurisdictions. This allows the Governing Council to effectively stave off risks to the smooth transmission of monetary policy. The Governing Council will conduct net asset purchases under the PEPP until at least the end of June 2021 and, in any case, until it judges that the coronavirus crisis phase is over. The Governing Council will reinvest the principal payments from maturing securities purchased under the PEPP until at least the end of 2022. In any case, the future roll-off of the PEPP portfolio will be managed to avoid interference with the appropriate monetary policy stance.

(3) Net purchases under the asset purchase programme (APP) will continue at a monthly pace of €20 billion, together with the purchases under the additional €120 billion temporary envelope until the end of the year. The Governing Council continues to expect monthly net asset purchases under the APP to run for as long as necessary to reinforce the accommodative impact of its policy rates, and to end shortly before it starts raising the key ECB interest rates. The Governing Council intends to continue reinvesting, in full, the principal payments from maturing securities purchased under the APP for an extended period of time past the date when it starts raising the key ECB interest rates, and in any case for as long as necessary to maintain favourable liquidity conditions and an ample degree of monetary accommodation.

(4) The Governing Council will also continue to provide ample liquidity through its refinancing operations. In particular, the third series of targeted longer-term refinancing operations (TLTRO III) remains an attractive source of funding for banks, supporting bank lending to firms and households.

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Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

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am

Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

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Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Von

Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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