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Twitter verdoppelt Zeichenzahl pro Tweet von 140 auf 280: Ist das der große Durchbruch für das Nutzerwachstum?

Bei Twitter durfte man bisher immer nur 140 Zeichen in einem Tweet verwenden. Das nervte viele User, und vor allem neue User mussten sich ganz schön anstrengen eine vielleicht komplexe Aussage in so wenige Worte zu quetschen. Bei Donald Trump…

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FMW-Redaktion

Bei Twitter durfte man bisher immer nur 140 Zeichen in einem Tweet verwenden. Das nervte viele User, und vor allem neue User mussten sich ganz schön anstrengen eine vielleicht komplexe Aussage in so wenige Worte zu quetschen. Bei Donald Trump war es der Aufreger der Öffentlichkeit, dass er hochkomplexe Themen in nur 140 Zeichen unterbrachte, in seiner simplen oberflächlichen Art. Bei den Stamm-Usern von Twitter wurden aber eben diese maximal 140 Zeichen zu dem Markenzeichen schlechthin.

Denn die Begrenzung auf nur 140 Zeichen hat einen riesigen Vorteil: Simplifikation. Man muss als Konsument nicht ellenlange und oft einschläfernde Texte lesen. Der Autor ist gezwungen sich ganz kurz zu fassen, mit einer Kernaussage! Der Leser kann die harte Kern-Info in ein, zwei kurzen Sätzen schnell konsumieren, und so eine kurze Botschaft ist auch zum Verbreiten (Retweeten) ideal geeignet.

Nun hat Twitter heute Nacht die Grenze verdoppelt von 140 auf maximal 280 Zeichen pro Tweet. Auch wenn die Verkündung schon von Ende September stammt, ist sie aber erst jetzt wirksam geworden. Durch diesen Extra-Platz können neben längeren Texten nun auch deutlich mehr Hashtags (#) pro Tweet untergebracht werden, was möglicherweise zu einer deutlich größeren Flut von Twitter-Trends und damit auch mehr Traffic führen könnte.

Twitter-Chef Jack Dorsey meint dazu, dass diese alte Grenze eh willkürlich bei 140 Zeichen gezogen wurde, und viele Nutzer zu sehr einschränkte. Ursprünglich basierte das Tweeten auf der Basis von SMS-Nachrichten, daher stammte die Zahl von 140 Zeichen pro Tweet. Man blieb aber ganze zehn Jahre lang daran hängen. Es ist sehr gut möglich, dass der Nutzen von jetzt 280 Zeichen für Twitter als Unternehmen deutlich größer sein wird als die Verprellung mancher alt eingesessener Stammnutzer. Länger als 280 sollte es aber wirklich nicht werden, denn Twitter´s Markenzeichen ist nun mal die Funktion eines Kurznachrichtendienstes, wo kurze schnelle News publiziert werden.

Die große Frage lautet: Bringt diese Ausweitung der Zeichengrenze den Durchbruch für Twitter bei der Zahl neuer Nutzer? Möglich wäre es, sicher ist das aber nicht. Erste Anzeichen ob das wirkt, wird man eventuell sehen können, wenn Twitter Anfang 2018 seine Nutzerzahlen für das aktuell laufende Quartal veröffentlicht. Bisher waren die Nutzerzahlen nämlich von Quartal zu Quartal nur um jeweils wenige Millionen Nutzer langsam angestiegen. Steigt die Userzahl jetzt sprunghaft an, könnte das der Aktie gut tun.

Die Twitter-Aktie war gestern Abend nachbörslich 1,4% im Plus.

Und wie reagieren die Nutzer auf diese Neuerung? Hier ein paar Beispiele von deutschen Twitterern.


Die Twitter-Zentrale in San Francisco. Foto: MatthewKeys / Wikipedia (CC BY 3.0)

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Das ist der größte Börsengang aller Zeiten

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Lieber Börsianer,

heute feiert der saudische Ölgigant Aramco seinen Börsengang an der Börse Tadawul in Riad. Die nackten Zahlen beeindrucken. Insgesamt wird das Unternehmen knapp 3,5 Milliarden Aktien für einen Preis von umgerechnet 7,68 Euro an die Investoren verkaufen. Damit erlöst die saudische Königsfamilie für die Staatskasse rund 30 Milliarden US-Dollar. Somit stellt dieser Börsengang noch jenen von Alibaba weit in den Schatten. Zur Erinnerung: Die Chinesen holten sich 2014 in New York rund 25 Milliarden US-Dollar.

Ungeachtet der Milliarden-Erlöse werden tatsächlich nur knapp 2 % des Staatsunternehmens privatisiert. Per saldo wird Aramco an der Börse Riad nun mit einem Wert von 1,55 Billionen Euro bewertet. Zum Vergleich: Damit ist das saudische Ölunternehmen so viel wert wie Microsoft und Facebook zusammen. Trotzdem will sich in Riad nicht so recht Feierstimmung einstellen. Das Königshaus hatte nämlich ursprünglich für Aramco einen Börsenwert von 2 Billionen US-Dollar eingeplant. Aber vor allem internationale Investoren wollten diesen Preis nicht mitgehen, sodass Riad den Verkaufspreis senken musste. Das sind die Kritikpunkte der angelsächsischen Groß-Investoren…..

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Deutsche Bank: Weniger Kapital nötig, Milliardeneinsparungen, Aktie fällt

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Deutsche Bank Hochhäuser in Frankfurt

Die Deutsche Bank hat heute auf den ersten Blick so einiges an guten Nachrichten verkündet – aus Sicht der Aktionäre. Da wäre zum einen die in der Tat gute Nachricht, dass die EZB als zuständige Aufsichtsinstitution für Großbanken die Kapitalanforderungen für die Deutsche Bank gelockert hat. Die Mindestkapitalanforderung für die harte Kernkapitalquote (CET 1) sinkt zum 1. Januar 2020 von 11,84 Prozent auf 11,59 Prozent. Die neuen Anforderungen wurden im Rahmen des 2019 durchgeführten Überprüfungs- und Bewertungsprozesses der Aufsicht (Supervisory Review and Evaluation Process – SREP) festgelegt. Die niedrigere Mindestkapitalanforderung reduziert jene Schwelle, unterhalb der die Deutsche Bank verpflichtet wäre, den ausschüttungsfähigen Höchstbetrag zu berechnen.

Deutsche Bank will noch mehr sparen, aber so richtig!

Die Deutsche Bank hat heute im Rahmen einer Investorenversanstaltung offiziell neue Sparanstrengungen verkündet um die Renditeziele trotz verschlechtertem Umfeld halten zu können. Und genau da ist das Problem. Die Deutsche Bank-Aktie notiert aktuell 0,75% niedriger als gestern, weil der Markt offenbar den Beteuerungen der DB nicht glauben will. So sagt sie, Zitat auszugsweise:

Wir bekräftigen dennoch unser Ziel, bis 2022 eine Eigenkapitalrendite von acht Prozent zu erwirtschaften – auch wenn das angesichts dieses Umfelds nun ein ehrgeizigeres Ziel ist. Wir haben bereits Maßnahmen ergriffen, um die Ertragsausfälle durch die Niedrigzinsen zu kompensieren.

Die Kosteneinsparungen in der Bank müssen enorm sein, um die folgenden Ziele zu erreichen. Zitat DB:

Gleichzeitig lassen wir konzernweit bei unserer Kostendisziplin kein bisschen nach. Wir sind auf einem guten Weg, die bereinigten Kosten für das Gesamtjahr 2019 wie geplant auf 21,5 Milliarden Euro zu begrenzen. Im kommenden Jahr sollen die Kosten bis auf 19,5 Milliarden Euro sinken – und fast die Hälfte der dafür nötigen Einsparungen haben wir praktisch schon erreicht, weil viele bereits umgesetzte Maßnahmen erst im kommenden Jahr voll wirksam werden. Wir müssen aber auch darüber hinaus unverändert diszipliniert bleiben, um die Kosten bis 2022 wie geplant auf 17 Milliarden Euro zu senken. Dank unserer detaillierten Pläne und angesichts dessen, was wir bisher schon geschafft haben, sind wir auch dafür zuversichtlich. Wir haben es wirklich selbst in der Hand.

Zum Beispiel wird angeblich auch erwogen Postbank und Deutsche Bank-Filialen zusammenzulegen, da wo schon jetzt die Standorte beider Konzern-Marken relativ nahe beieinander liegen. Offiziell bestätigt ist dies aber noch nicht. Auch lässt sich erahnen, was noch angedacht ist, wenn man zwischen den Zeilen lesen kann. Die „Berater“ müssen noch mehr verkaufen (Beraten), und weiter eingespart wird auch bei der IT. Zitat auszugsweise von der DB:

Für unsere Privatkundenbank, allen voran in Deutschland, sind die niedrigen Zinsen eine besondere Herausforderung. Wir sind jedoch zuversichtlich, diesen Gegenwind zumindest teilweise ausgleichen zu können, indem wir intensiver mit unseren Kunden zusammenarbeiten. Sie erwarten von uns Beratung, wie sie der Zinsfalle entkommen und in rentierlichere Anlagen umschichten können. Wobei wir hier in diesem Jahr schon viel geleistet haben. Unsere deutsche Vertriebsmannschaft hat ein exzellentes Ergebnis erzielt – mit Zuwächsen beim Kreditvolumen und beim verwalteten Vermögen. Gleichzeitig können wir hier noch viel effizienter werden. Die Möglichkeit dazu ergibt sich aus dem Zusammenschluss von Deutscher Bank und Postbank. Ob in der Zentrale, den Filialen oder bei den IT-Systemen – wir können mit Blick auf die Kosten überall noch besser werden. Große Chancen sehen wir auch im Geschäft mit vermögenden Kunden, dem Wealth Management. Hier haben wir seit Jahresbeginn die Zahl unserer Berater um 13 Prozent gesteigert. Das macht sich bereits bemerkbar – in Form von zusätzlichen Mittelzuflüssen.

Die Deutsche Bank wird also weiter kräftig sparen. Nur die Börsianer scheinen aktuell nicht daran zu glauben, dass die Kostensenkungsziele bis 2022 wie angesprochen erreicht werden können. Sonst wäre die Aktie heute vielleicht im Plus, und nicht mit 0,75% im Minus.

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Markus Koch LIVE vor Handelsstart in New York – Handelskrieg Deadline im Fokus

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Markus Koch meldet sich aktuell zum Start an der Wall Street. Am Sonntag gibt es eine wichtige Deadline zum Handelskrieg, was von ihm besprochen wird.

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