Folgen Sie uns

Allgemein

Ukraine: Putin verkündet Klage vor Gericht, Jazenjuk antwortet „we´re fully armed“

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Im Streit um die von Russland gehaltene ukrainische Anleihe im Wert von 3 Milliarden US-Dollar, die in 10 Tagen fällig wird, haben beide Seiten die Eskalationsstufe weiter raufgeschraubt. Dabei sind die 3 Milliarden eher nebensächlich – für beide Seiten geht es um Grundsätzliches. Wladimir Putin wies gestern seinen Finanzminister an die Ukraine bei Nichtzahlung zu verklagen. Ukraine-Premier Jazenjuk antwortete prompt in einem mehr als aggressiven Ton, denn seine Verhandlungsposition hat sich über Nacht verbessert…

Wladimir Putin will von der Ukraine sein Geld zurückhaben
Wladimir Putin will von der Ukraine die vereinbarten 3 Milliarden Dollar zurückhaben, oder sonst klagen – die Position der Ukraine hat sich aber verbessert. Foto: Kremlin.ru / Wikipedia (CC BY 4.0)

Dieses Drama, das sich um etwas viel Größeres als „nur“ 3 Milliarden Dollar dreht, eskaliert jetzt wieder ein Stück mehr. Der IWF hatte sich vorgestern als politischer Player (!) mit eingeschaltet und mal eben seine (strikten?) Regularien geändert. Fortan kann der IWF offiziell Staaten weiterhin Geld leihen, die gegenüber anderen Staaten ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Das ist keine Kleinigkeit. Egal ob man pro Ukraine oder pro Russland ist oder zwischen den Stühlen steht – dass der IWF sich so eindeutig politisch einspannen lässt für die Ukraine, ist mehr als überraschend. Denn betrachtet man die Griechenland-Krise, benimmt sich der IWF dort strikter als jeder Sachbearbeiter im Bauamt.

Nachdem russische Offizielle sofort nach der IWF-Verkündung empört reagiert hatten, setzte sich ihr Unmut gestern fort, da man ja in Moskau weiß, was das zu bedeuten hat. Auch wenn die Ukraine diese 3 Milliarden Dollar am 20. Dezember nicht zurückzahlt, und auch wenn sie dann offiziell mit dem Stempel „Staatspleite“ leben muss, kann sie trotzdem liquide bleiben, weil der IWF ja weiterhin seine Hilfskredite an die Ukraine ausschüttet. Das erhöht natürlich drastisch die Wahrscheinlichkeit dafür, dass Ukraine-Premier Jazenjuk seine ständigen Ankündigungen wahr macht und einfach nicht zahlt. Deshalb sagte Russlands Präsident Wladimir Putin gestern in einer Kabinettssitzung zu seinem Finanzminister Anton Siluanov „Ziehen Sie vor Gericht“. Soweit soll es kommen, wenn am 20. Dezember noch kein Geld geflossen ist. Wie wir gestern berichteten, muss Russland dann aufgrund der Anleihebedingungen vor einem ordentlichen britischen Gericht klagen. Premierminister Medwedjev sagte noch ergänzend er sehe fast keine Möglichkeit mehr, dass es eine gütliche Einigung mit der Ukraine geben wird. Finanzminister Siluanov legte gegenüber der „FT“ nach und brachte die Frage nach der Unbefangenheit des IWF auf, Zitat:

„We are concerned that changing this policy in the context of Ukraine’s politically charged restructuring may raise questions as to the impartiality of an institution that plays a critical role in addressing international financial stability.“

Das große Ganze

Und da kommen wir zu den im Hintergrund schlummernden tatsächlichen Problemen dieses Konflikts. Russland hatte bereits Ratenzahlung angeboten, 3 X 1 Milliarde Pro Jahr Zahlung, wenn der Westen dafür bürgt. Vor Kurzem hat der Kreml mitgeteilt, dass die Ukraine dieses Angebot abgelehnt hatte. Ukraine-Premier Jazenjuk lies jetzt verkünden Russland könne ja nach wie vor das Angebot eines Schuldenschnitts annehmen, dass die sonstigen Gläubiger (Verzicht auf 20% der Summe + Laufzeitverlängerung) angenommen hatten. Das wäre für Wladimir Putin aber ein enormer Gesichtsverlust gegenüber der Weltöffentlichkeit und der eigenen Bevölkerung, und das noch gegenüber einem Land, mit dem man derart verfeindet ist wie der Ukraine. Daher kann es zu einer weiteren Bewegung Russlands nicht kommen, da man sich nicht lächerlich machen kann/darf. Man wird also die Klage einreichen, da am 20. Dezember wohl nicht gezahlt wird.

Die Ukraine hatte ein anderes großes Anliegen. Seit Monaten wurde gerungen, wie die Liquidität für den Staat gesichert werden und wie die Gläubiger zufriedengestellt werden können. Das Problem löste man durch den erwähnten Schuldenschnitt, eben bis auf die von Russland gehaltene Anleihe. Das übergeordnete Problem ist aber, dass man auf dem internationalen Kapitalmarkt weiter als solvent angesehen werden will. Man wusste in Kiew, würde man Moskau´s Anleihen nicht bedienen, wäre man wahrscheinlich abgeschnitten von frischen Krediten und Anleiheemissionen. Aber genau dieses Problem wurde wie vorher beschrieben vorgestern durch den IWF gelöst. Von daher hat sich die Verhandlungsposition der Ukraine schlagartig verbessert. Das man schlicht und einfach eine Zahlungsverpflichtung ignoriert, ist eine ganz andere Sache. Es geht der Ukraine nicht um Moskau, sondern darum weiter vom Westen Geld erhalten zu können.

Die Position der Ukraine hat sich schlagartig verbessert

Kaum hat sich die Position der Ukraine schlagartig verbessert, kommen von Premierminister Jazenjuk extrem offensive Töne. In einer offiziellen Mitteilung lässt er verlautbaren Russland könne doch dem Schuldenschnitt zustimmen – eine andere Möglichkeit gebe es für Russland nicht (Erpressung?). Wolle Russland die Ukraine verklagen, „dann sei man für einen Rechtsstreit gewappnet, man sei voll bewaffnet“. Nicht gerade eine besonders diplomatische Ausdrucksweise, egal wie man zum Ukraine-Russland-Konflikt steht. Im offiziellen Statement der Ukraine weist man auch ohne Umschweife auf die neueste IWF-Entscheidung hin, und dass es für den IWF deshalb keinen Hinderungsgrund mehr gäbe weiter an die Ukraine zu zahlen. Auch damit schießt man gegen Moskau als indirekter Hinweis darauf, dass man jetzt nicht mehr zwingend an Russland zurückzahlen muss. Hier die offizielle Stellungnahme der ukrainischen Regierung von gestern Abend:


Arseniy Yatsenyuk: Russia won’t be offered other conditions of debt restructuring. They are on the table. If Russia decides to file a lawsuit we’re fully armed

According to a new policy of the IMF, if Russia continues to refuse restructuring of Ukraine’s debt, it won’t be an obstacle to the International Monetary Fund to prolong the cooperation program with Ukraine, announced Prime Minister of Ukraine Arseniy Yatsenyuk at a Government meeting on Wednesday, 9 December. Arseniy Yatsenyuk reminded that the International Monetary Fund had altered its policy regarding the relations of the IMF with other countries, including Ukraine: „Under this policy, in case Russia further refuses to restructure the debt on the same terms, other creditors have accepted, it won’t be an obstacle to the International Monetary Fund to continue the program of cooperation with Ukraine.

He stressed that Ukraine’s position „remains unchanged“: „We offered to all international creditors to hold restructuring. All responsible international bond-holders accepted the proposal of Ukraine. Our suggestion to others who have not accepted our restructuring plan remains on the table. Russia can’t and won’t be offered other conditions to the restructuring than other creditors. Therefore, if Russia is ready to accept the terms of the restructuring, please do. If Russia files a lawsuit against Ukraine, we are ready to have legal proceedings with Russia, we are fully armed,“ stressed Arseniy Yatsenyuk.


13 Kommentare

13 Comments

  1. Avatar

    Gabriel Scheer

    10. Dezember 2015 15:07 at 15:07

    Es ist schon irgendwie bedenklich, wie die Russen ständig an der Nase durch die Straßen geführt werden. Fast immer haben Sie das nachsehen.
    Die Türkei war ein geschickter handlanger der Nato, es wurde lediglich vorgegaukelt das man an der SouthStream interressiert sei. Die Griechen haben statt des Austritts aus der EU und Hilfestellung der Russen auf anraten der Amerikaner darauf verzichtet. Jetzt müssen die Griechen bis auf das äusserste bluten. Die Nato Osterweiterungsvereinbarung wurde wissentlich übergangen, und und und.
    Also entweder sind die Russen so naiv, das es weh tun müsste oder Sie haben nur ein ausgeprägtes Kurzzeitgedächtnis. Ich verstehe es nicht!

    • Avatar

      joah

      10. Dezember 2015 15:45 at 15:45

      Man wird auch manchmal eines besseren belehrt, daß die Dinge nicht so sind, wie sie scheinen zu sein. Parallelen zu einem Illusionisten sind in diesem großen Spiel sicherlich nicht zu fern.

      • Avatar

        Thomas

        10. Dezember 2015 20:18 at 20:18

        @ Joah:
        Wie meinst du das denn?
        Sind die Russen nicht so dumm, werden sie etwa unterschätzt oder denkst du eher, dass es den Russen recht geschieht, dass sie so übers Ohr gehauen werden?

        Ich für meinen Teil halte es für eine Katastrophe!
        Es wird mit der Entscheidung mehr oder weniger belohnt, dass man gegen Russland ist. Irgendwann denkt vielleicht mal irirgend so ein Idiot, wenn ich was militärisch unternehme, werde ich noch mehr belohnt und irgendwann können auch die Russen nicht mehr zurückschrecken und dann kracht es. So was ähnliches geschah ja beim Abschuss des Bombers.

  2. Avatar

    Cheffe

    10. Dezember 2015 15:55 at 15:55

    Grundsätzlich ist das schon eine Frechheit gegenüber Russland. Allerdings war die Einverleibung der Krim durch Russland auch eine Frechheit. Im Prinzip wären dann jetzt eigentlich beide Seiten quitt.

    • Avatar

      Jana

      10. Dezember 2015 16:13 at 16:13

      Die gesamte Krim-Bevölkerung hat sich für diese Zugehörigkeit ausgesprochen. Kurz davor wurde die legitime Regierung in Kiew gestürzt. Also ist die Halbinsel Krim zurück nach Hause gekehrt. Das ist keine Frechheit, sondern ein logischer Schritt!

      • Avatar

        Christiana

        10. Dezember 2015 23:47 at 23:47

        Der IWF zwingt Griechenland mit unnachgiebigen Forderungen in die Knie, und die Ukraine???? die darf alles! Da muss Jazenjuk Schulden nicht zurückzahlen, darf sogar FORDERN(!!) ,dass die EU die Sanktionen gg Russland noch verschärft……….Wieso kuschen wir denn vor diesem “ Möchte-gern-Staat“?Herrlich war das Video anzusehen, in dem Obama den aufdringlich wartenden Poro einfach ignorierte!!

  3. Avatar

    Ehrlich

    10. Dezember 2015 17:20 at 17:20

    Herr Cheffe ,

    ich glaube Sie lesen noch zuviel Bild.Sonst könnte nicht so eine Antwort kommen.
    Auch die beiden Komiker von der Sendung “ die Anstalt “ haben bewiesen das der Chef das ZDF ist.Ein bisschen besser verpackt das der nicht ganz so versierte Bürger es nicht so mit bekommt.Denn das ZDF kann nicht über seine Lügenpropaganda springen aber die menschen mit dieser Sendung täuschen.Das war auch nicht die Erste von den Beiden.

  4. Avatar

    jfk

    10. Dezember 2015 17:38 at 17:38

    Ich frage mich, wieso der Erdgashahn noch offen ist für die Ukrofaschisten !?

    • Avatar

      Willi

      10. Dezember 2015 20:44 at 20:44

      Na weil vielleicht außer Faschisten dort Millionen normale Menschen leben, die mit nazis nichts am Hut haben…

  5. Avatar

    Kritix

    10. Dezember 2015 21:35 at 21:35

    Von Jatz wissen wir was er ist: Ein Bankster, der in die Politik „aufgestiegen“ ist bzw. wurde und gegen den derzeit wegen massiven Korruptionsverdachts ermittelt wird. Seine „Fuck Russia“-Politik entspricht Kleinhänschens Stinkefinger und Drohung mit dem großen Bruder. Der eigentliche Skandal ist die kriminelle Positionierung des IWF: Hier wird überdeutlich, wie sehr das Finanzgebaren des IWF von den Kreisen der Hochfinanz und (Neocon-)Politik beeinflusst wird (und übrigens immer wurde). Man lässt sich immer offener gehen und schert sich je nach Opportunität nicht mehr um Regeln. Wo ist der Aufschrei der Banken? Ach so, gleiches Gängelband, da wird nichts kommen (wäre doch was für Weidmann??). Putin sollte gleich den IWF mitverklagen – und konsequent den Gashahn rechts herum drehen bis zum Anschlag. Den Gefallen eines Waffenganges wird er den interessierten Kreisen aber nicht tun. Dafür ist er zu klug. Die Vorbereitung einer Alternative zum abgewirtschafteten Dollar-System laufen bereits. Alles in allem (incl. Syrien und Irak) brennt trotzdem die Lunte. Wer kann sie austreten? Merkel/Steinmeier sicher nicht, sie treten chronisch daneben…

    • Avatar

      Frau Holle

      13. Dezember 2015 22:14 at 22:14

      Ferkel und Schweinmeier treten chronisch daneben,……ist das Vowurf, Feststellung oder Lob???

      Fürs danebentreten bzw reintreten werden die beiden schlieeslich bezahlt

      siehe FERKEL will Sturz Assads

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

Europäisches Arbeitsmarktbarometer: Aussichten gut? Dazu zwei Anmerkungen

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Tochter der Bundesagentur für Arbeit, hat heute das neue europäische Arbeitsmarktbarometer veröffentlicht. So will man zusammen mit anderen europäischen Arbeitsmarkt-Institutionen einen besseren Ausblick geben, wie die Lage am Arbeitsmarkt in ganz Europa wohl in den nächsten Monaten aussehen wird. Denn das IAB sagt selbst, dass das seit Jahren einmal im Monat veröffentlichte deutsche Arbeitsmarktbarometer diese Funktion gut erfülle.

Die Skala für dieses neue europäische Arbeitsmarktbarometer reicht von 90 bis 110 Indexpunkten. Bei 100 ist die Aussicht neutral. Darüber verbessert sich der Arbeitsmarkt in Europa, darunter verschlechtert er sich. Das als solches offiziell bezeichnete „European Labour Market Barometer“ lag im September bei 98,7 Punkten. Gegenüber dem Vormonat ist es damit um 0,8 Punkte gestiegen. Nach dem tiefen Absturz des Arbeitsmarktindikators im April um 6,9 auf 93,5 Punkte wurde mittlerweile ein erheblicher Teil des Rückgangs wieder ausgeglichen, so die IAB heute. Beim Klick an dieser Stelle können Sie sich die ausführliche Meldung auf 4 Seiten durchlesen.

Zwei Anmerkungen zum europäischen Arbeitsmarktbarometer

Wir haben da nur zwei Anmerkungen zu diesem neuen Arbeitsmarktbarometer für Europa. Als erstes wäre da die Erkenntnis, dass es sich gar nicht um ein richtiges flächendeckendes Barometer handelt. Daten für diese Erhebung kommen nämlich nur aus Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Island, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Österreich, Portugal, Tschechien, Zypern und Polen. Wie soll bitteschön ein ernsthaftes Lagebild über den europäischen Arbeitsmarkt erstellt werden, wenn für die EU die zwei, dritt- und viertgrößte Volkswirtschaft fehlt, nämlich, Frankreich, Italien und Spanien?

Aber gut, sei es drum. Was noch auffällt bei diesem neuen europäischen Arbeitsmarktbarometer: Man schaue auf dem Chart aus der IAB-Veröffentlichung. Er zeigt die Entwicklung des neuen Index seit dem Jahr 2018. Man sieht die aktuelle Erholung vom Corona-Crash, und dass der Index fast wieder die 100 Punkte-Schwelle erreicht hat. Viel interessanter finde ich aber den Verlauf dieses Index in den Jahren 2018 und 2019. Da sieht man einen kontinuierlichen Abwärtstrend, der den Index ab Mitte 2019 sogar schon in den Negativbereich brachte. Schon deutlich vor der Coronakrise gab es eine Rezession in der europäischen Industrie, die vom Dienstleistungssektor und vom Bauboom überdeckt wurde. Diese Rezession sieht man hier in Form eines ständigen Rückgangs im Arbeitsmarktbarometer. Jetzt wird alles zugeschüttet, mit mehr Notenbankgeld und Staatsschulden als jemals zuvor, damit wir ja eine V-förmige Erholung bekommen, in möglichst allen Bereichen der Volkswirtschaft.

Chart zeigt neues europäisches Arbeitsmarktbarometer seit 2018

weiterlesen

Allgemein

Marcel Fratzscher im Interview: Marktversagen, Börse, Staatshilfen, Globalisierung uvm

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Marcel Fratzscher als Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wurde von der FAZ schon mal als Claqueur der SPD bezeichnet. Wer den Begriff nicht kennt: Ein Claqueur ist jemand, der auf Kommando Beifall klatscht. Und so hat Herr Fratzscher den Ruf, vor allem bei wirtschaftspolitischen Meinungen und Inhalten der SPD jede Menge Lob zu verteilen und die Thesen auch mit seinen fachkundigen Aussagen zu untermauern. Man munkelt in Berlin und Frankfurt schon seit geraumer Zeit, dass der gute Herr Fratzscher eine Karriere als Notenbanker oder in einem Ministerium anstrebt. Aber sind das nur Gerüchte? In den politischen Zeitgeist würde er sicher gut passen.

Marcel Fratzscher wurde schon von vielen anderen Kommentatoren sehr kritisch beäugt, aber auch von unserer Redaktion. Zum Beispiel sagte er im September, dass er keine Zombieunternehmen in Deutschland entdecken könne. Nur um wenige Tage später vom Problem der Zombieunternehmen zu reden. Generell ist er dem Lager der „Experten“ zugehörig, die der Meinung sind, dass man mit genug neuen Schulden so ziemlich alles regeln kann. Gibt es nur genug Nachfrage, lösen sich alle Probleme von selbst? Und die zusätzlichen Staatsschulden, die sind ja sowieso kein Problem bei den Nullzinsen? So einfach kann die Welt sein.

Aktuell hat Marcel Fratzscher dem auf YouTube bestens bekannten Interview-Format „Jung und Naiv“ ein 145 Minuten langes Interview gegeben. Die Leitlinie kommt relativ weit am Anfang des Interviews. Der Markt hat versagt. Also, wohin soll es seiner Meinung nach gehen? Mehr Regulierung, mehr Planwirtschaft? Thilo Jung spricht mit Marcel Fratzscher über Themen wie die Aktienmärkte und ob sie sich von der Realwirtschaft abgekoppelt haben, über die Coronakrise, Staatshilfen, die Klimakatastrophe, Autoindustrie, Konsumverzicht, Globalisierung, die Ungleichheit von Vermögen, Steuern uvm.

Wir können Ihnen an dieser Stelle nicht knallhart empfehlen 145 Minuten Marcel Fratzscher am Stück anzuschauen. Diese Entscheidung müssen Sie schon selbst treffen. Aber auch bei „Experten“, die wir kritischer sehen wie einen Herrn Fratzscher, gilt das selbe wie bei Hans-Werner Sinn, Markus Krall oder Clemens Fuest. Auch wenn man als Zuhörer die Meinung des Interviewten nicht teilt, so erweitert das Zuhören doch den Horizont.

Marcel Fratzscher
DIW-Chef Marcel Fratzscher. Foto: SPÖ Presse und Kommunikation – ExpertInnen Austausch anlässlich der Kurt Rothschild Preisverleihung, 27.09.2017 CC BY-SA 2.0

weiterlesen

Allgemein

T1Markets Erfahrungen – Auf einen Blick

Avatar

Veröffentlicht

am

Werbung

T1Markets ist ein Onlinebroker, mit dem CFDs gehandelt werden können. Der Hauptsitz befindet sich auf Zypern, also innerhalb der EU. Dadurch ist er nicht nur durch die dortigen Cysec lizensiert, sondern ebenfalls durch die ESMA reguliert. Ein hoher Schutz für Anleger ist demnach gewährt.

Ein breites Portfolio von über 300 Basiswerten steht zur Verfügung. Dazu gehören diverse Aktien, Indizes, Devisen, Rohstoffe und auch Kryptowährungen.

Auch in der Wahl des Kontos bietet T1Markets 3 unterschiedliche Möglichkeiten, um jedem Nutzer eine breite Auswahl zu bieten (hier geht es zur Anmeldung). Auch ein islamisches Konto kann eröffnet werden. Außerdem erhält jeder Account automatisch für 7 Tage ein Demokonto, mit dem risikolos getestet werden kann. Auf Anfrage kann dieser Zeitraum durch den Support verlängert werden.

Besonders durch das umfassende kostenlose und deutsche Weiterbildungsprogramm hebt sich T1Markets von seiner Konkurrenz ab. Dadurch können Sie Ihre Fähigkeiten erweitern und erfolgreicher werden.

Die Vorteile

– Kostenloses 7tägiges Demokonto
– Großes und vielfältiges Weiterbildungsangebot
– Große Anzahl an Basiswerten
– Unterschiedliche Accounts in Abhängigkeit von Erfahrung
– Sehr guter Kundensupport
– Hoher Sicherheitsstandard und transparentes Risiko

T1Markets – Sicherheit

T1Markets wird durch die Cysec (Cyprus Securities and Exchange Commission) auf Zypern reguliert. Als Teil der EU unterliegt der Broker ebenfalls den, durch die MIFID II vorgeschriebenen, Regelungen der europäischen Finanzaufsicht ESMA.

So müssen beispielsweise die eingezahlten Gelder der Trader separat vom Betriebsvermögen des Brokers auf Konten verwaltet werden, um im Falle einer Insolvenz die Anleger zu schützen. Außerdem ist es für den Broker Pflicht, Teil des Einlagensicherungsfonds ICF zu sein, sodass Kundengelder bis 20.000 € abgesichert sind.

Darüber hinaus ist der Hebel durch Vorgaben der Aufsichtsbehörden für private Trader begrenzt, damit diese sich nicht zu leicht verschulden können.

Gleichzeitig nutzt T1Market sichere SSL-Verschlüsselungen und zertifizierte Server, um die Daten der Kunden zu schützen.

T1Markets – Handelsangebote und Konditionen

Das Angebot von T1Markets ist vielfältig und mit über 300 Assets sowohl für Einsteiger als auch für Profis attraktiv.

So können CFDs beispielsweise auf Aktien und Indizes wie der Dow Jones oder der DAX gehandelt werden. Grundsätzlich bietet der Broker eine breite Auswahl, sodass eine Spezialisierung möglich ist.

Zur Auswahl stehen unter anderem:

Advanced Micro Devices
Alibaba Group Holding LTD
Amazon Corp.
American Express Co.
Aphria Inc.
Apple Inc.
ArcelorMittal steel
AT&T Inc.
Berkshire Hathaway (B) Inc.
The Boeing Co.
Budweiser Brewing Company
BWX Technologies, Inc
Capri Holdings LTD
Caterpillar Inc.
Chevron Corporation.
China Mobile LTD
Cisco Systems Inc.
Citigroup Inc.
The Coca-Cola Co.
Corbus Pharmaceuticals Holding
Canadian Solar Inc.
The Walt Disney Co.
eBay Inc.
Exxon Mobil Corp.
Facebook Inc.
Ferrari N.V.
First Solar Inc.
Goldman Sachs Group Inc.
Google Inc.
GoPro Inc.
GW Pharmaceuticals
Harley Davidson Inc.
Hasbro Inc.
Hershey Co.
Horizons Medical Marijuana Life Sciences
Hewlett – Packard Co.
Johnson & Johnson
JP Morgan Chase & Co.
Liberty Global PLC
LINE Corp.
Lockheed Martin Corp.
Lyft Inc.
MasterCard Inc.
Macy’s Inc.
Manchester United PLC
Morgan Stanley
Microsoft Corp.
Netflix Inc.
Nike
Nokia Corp.
Nintendo LTD
NVIDIA Corp.
PepsiCo
Petroleo Brasilero SA
Pfizer Inc.
Procter & Gamble Co.
Pinterest, Inc.
Philip Morris International
Qualcomm Inc.
Raytheon Co.
Regeneron Pharmaceuticals Inc.
Royal Caribbean Cruises LTD
Starbucks Corp.
The Scotts Miracle Gro Company
Snapchat
Sony Corp.
Spotify Technology S.A.
SunPower Corporation
Tesla Motors Inc.
Teva Pharmaceutical Industries LTD
Tilray Inc.
Tencent Music Entertainment
Toyota Motor Corp.
Twitter Inc.
Uber Technologies, Inc.
Proshares Ultra Bloomberg Cruid OIL
Verizon Communications Inc.
Visa Inc.
Wal-Mart Stores Inc.
Yandex N.V.

Wenn Sie den Forexmarkt bevorzugen, so finden Sie bei T1Markets ebenfalls eine bunte Mischung aus den gängigsten Währungspaaren und einigen Exoten. Grundsätzlich sollte hier auf den Spread geachtet werden, da dieser sich zwischen den einzelnen Paaren stark unterscheidet.

Folgenden Währungspaare stehen zum Handeln zur Verfügung:

EUR/USD
GBP/USD
USD/JPY
AUD/USD
EUR/CHF
EUR/GBP
NZD/USD
EUR/JPY
USD/CAD
USD/CHF
AUD/CAD
AUD/CHF
AUD/JPY
AUD/NZD
CAD/CHF
CAD/JPY
CHF/JPY
EUR/AUD
EUR/CAD
EUR/NZD
GBP/AUD
GBP/CAD
GBP/CHF
GBP/JPY
GBP/NZD
NZD/CAD
NZD/CHF
NZD/JPY
USD/HKD
USD/SGD
EUR/DKK
EUR/HUF
EUR/NOK
EUR/PLN
EUR/SEK
EUR/TRY
USD/DKK
USD/HUF
USD/MXN
USD/NOK
USD/PLN
USD/RUB
USD/SEK
USD/TRY
USD/ZAR
USD/INR
GBP/TRY
EUR/ZAR
GBP/ZAR
EUR/SGD

Für alle Rohstofffans bietet der Broker ebenfalls ein umfassendes Portfolio. Von Gold über Silber bis hin zu Kaffee, Sojabohnen und Orangensaft können Basiswerte aus dem Rohstoff- und Metallbereich gehandelt werden.

Auch am neuen digitalen Trend nimmt T1Markets teil und bietet eine gute Auswahl an Kryptowährungen, auf die CFDs gehandelt werden können.

Folgende Währungspaare stehen im Kryptomarkt zur Verfügung:

Bitcoin vs. US Dollar, Euro, Great Britian Pound
Ethereum vs. US Dollar, Euro, Great Britian Pound
Litecoin vs. US Dollar, Euro, Great Britian Pound
DASH vs. US Dollar, Euro, Great Britian Pound
Ripple vs. US Dollar, Euro, Great Britian Pound
Ethereum Classic vs. US Dollar, Euro, Great Britian Pound
Bitcoin Gold vs. US Dollar
Stellar Vs. US Dollar
Cardano Vs. US Dollar
Bitcoin Cash ABC vs. US Dollar
Bitcoin Cash SV vs. US Dollar
IOTA Vs. US Dollar
Lisk Vs. US Dollar
NEO Vs. US Dollar
QTUM Vs. US Dollar
NEM Vs. US Dollar
Zcash vs. US Dollar
Verge Vs. US Dollar
Siacoin Vs. US Dollar
Monero vs. US Dollar

Diese Basiswerte können mit verschiedenen Konten gehandelt werden. Die Art des Kontos richtet sich vor allem nach dem Erfahrungslevel und der Häufigkeit der Trades im Monat.

Silberaccount – Für Einsteiger

Das Silberkonto ist für alle Einsteiger gedacht, die nur wenige Trades im Monat machen und zunächst testen möchten, ob das Handeln mit CFDs für sie profitabel ist. Der minimale Spread liegt hier bei 0,07. Natürlich kann bereits ab dem Einstiegsaccount ein Demokonto kostenlos für 7 Tage genutzt werden. So können Sie risikofrei testen, ob der Handel mit CFDs Ihnen zusagt.

Goldaccount – Für angehende Profis

Der Goldaccount ist für alle, die sich entschieden haben, den Handel mit CFDs ausgiebiger zu nutzen. Ab diesem Konto stehen die Weiterbildungsangebote uneingeschränkt zur Verfügung. So können Fähigkeiten verbessert und das Handeln erfolgreicher werden. Der minimale Spread beträgt hier nur noch 0,05 und ein Swap-Discount von 25% ist möglich.

Platinaccount – Für Experten

Für alle erfahrenen Trader gibt es das Platinkonto, der mehrere Trades im Monat vorsieht. Der minimale Spread sinkt weiter auf 0,03 und der Swap-Discount steigt auf 50%. Außerdem gibt es in diesem Account einen größeren Hebel.

Alle Konten können kostenlos eröffnet werden und die Mindesteinzahlungssumme liegt bei 250 USD. Für professionelle Trader bietet T1Markets ein besonderes Konto mit speziellen Konditionen. Auf dieses müssen Sie sich jedoch mit Nachweis entsprechender Erfahrungen bewerben. Ein 7tägiges Demokonto gibt es automatisch bei jedem Account. Auf Wunsch kann dieses über den Support auch verlängert werden.

T1Markets – Handelsplattformen
Insgesamt bietet T1Markets 2 Plattformen an, mit denen Nutzer handeln können.

Der MT4-Webtrader ist eine webbasierte Plattform. Unabhängig vom Endgerät kann mit jedem Browser auf die Plattform zugegriffen und gehandelt werden. Diese Flexibilität erleichtert vielen das Trading. Beispielsweise kann in einem Konto sowohl von zu Hause aus als auch im Büro getradet werden. Umfangreiche Indikatoren und Analysemöglichkeiten stehen zur Verfügung, sodass sich kein Nachteil zu einer Softwarelösung ergibt.

Die Vorteile des Webtraders:

– Einfache Nutzung
– Umfangreiche Indikatoren und Analysen
– Kostenloses Demokonto
– Flexibilität
– Zugriff von jedem Endgerät

Für alle, die sich noch mehr Flexibilität wünschen, gibt es eine App, die sowohl für Applegeräte als auch für Androidnutzer zur Verfügung steht. So kann auch auf Reisen oder von unterwegs gehandelt werden. Neben einer Vielzahl an Indikatoren können auch Pushnachrichten über aktuelle Marktgeschehnisse und politische Entscheidungen empfangen werden. So sind Sie auch mit der App bestens gerüstet, um erfolgreich mit CFDs zu handeln.

T1Markets – Demokonto und Schulungen

T1Markets ist einer der wenigen Broker mit einem umfangreichen Lernprogramm in deutscher Sprache. Nutzer sich kontinuierlich in unterschiedlichen Bereichen weiterbilden, um ihre Erfolgschancen weiter zu verbessern. Viele Themen werden in unterschiedlichen Leveln behandelt, sodass auch erfahrene Trader von dem Weiterbildungen profitieren können.

Die Themen sind vielfältig und behandeln u.a.:

– Hinzufügen von Indikatoren in den Charts
– Trading-Psychologie
– Kapitalmanagement und Risikomanagement
– nlagestrategien für Einsteiger
– Technische Analysen

Ein kostenloses Demokonto wird jedem Account hinzugefügt. Für 7 Tage kann risikofrei getestet werden. Bei Bedarf verlängert der Support die Testphase.

T1Markets – Kontoeröffnung, Einzahlung und Auszahlung

Aufgrund der strengen gesetzlichen Vorgaben der EU muss jeder neue Kunde eine Compliance-Prüfung durchlaufen. So wird sichergestellt, dass Sie die Risiken verstanden haben und Sie dann erst traden dürfen.

Bei der Eröffnung des Kontos werden von Ihnen Nachweise der persönlichen Daten verlangt. Die Kontoeröffnung bei T1Markets ist einfach. Zur Legitimation braucht der Broker die Vorder- und Rückseite des Personalausweises sowie einen Wohnsitznachweis. Danach erfolgt die Wahl des Kontos und die Einzahlung von 250 USD kann per Kreditkarte, E-Wallet und Banküberweisung erfolgen.

Auszahlungen erfolgen gebühren- und provisionsfrei.

Einzahlungen können über verschiedene Wege erfolgen:

Visa / Mastercard
Neteller
Skrill
Wirecard
DECTA
Orangepay
Trustly
VPay

Gebühren

Grundsätzlich erhebt T1markets lediglich einen Spread bei jedem Trade. Einzahlungen werden zeitnah und ohne Gebühren gutgeschrieben. Die Mindesteinzahlungssumme liegt bei 250 USD. Abhebungen nehmen bis zu 5 Tage in Anspruch und je nach Art und Anbieter können hier Gebühren anfallen.

Außerdem kann es sein, dass eine Auszahlungsgebühr in Höhe von 50 EUR (oder entsprechend in einer anderen Währung) erhoben wird, wenn bei Auszahlungswunsch kein Trade im Vorfeld platziert wurde. So schützt der Anbieter sich davor, als Zwischenlager für Gelder genutzt zu werden, da für ihn jedes Mal Gebühren anfallen, die er durch keinen Spread ausgleichen kann, und so Verluste macht.

Grundsätzliche sollte man sich auch über die Gebühren bei Nichtnutzung im Klaren sein. Das ist eine monatliche Gebühr, die auf ein Handelskonto entfällt, das für einen Zeitraum von 60 Kalendertagen nicht genutzt wurde (Handel/Einlagen/Auszahlungen) und ein Guthaben aufweist:

Über 61 Tage: Inaktivitätsgebühr von 160 EUR
Über 91 Tage: Inaktivitätsgebühr von 120 EUR
Mehr als 181 Tage: Inaktivitätsgebühr von 200 EUR
Mehr als 271 Tage: Inaktivitätsgebühr von 500 EUR

T1Markets – Kundenservice und Support

Den Kundenservice erreichen Sie an 5 Tagen für 24 Stunden per Kontaktformular, E-Mail, Telefon oder Live Chat verfügbar.

T1Markets – Fazit

T1Markets ist aus unserer Sicht ein seriöser Broker, der transparent mit Risiko und Kosten umgeht. Durch seinen Hauptsitz innerhalb Europas unterliegt er den strengen Auflagen der EU. Außerdem nutzt er modernste Firewalls, um Ihre Sicherheit und die Ihrer Daten sicherzustellen.
Außerdem bietet er ein großes Portfolio an Assets, die Sie an 5 Tagen in der Woche handeln können. Alle wichtigen Märkte werden dabei abgedeckt und geben so jedem Nutzer einen großen Freiraum. Auch die Kontenstruktur ist an die Bedürfnisse der Kunden angepasst. Gleichzeitig bietet das umfangreiche Weiterbildungsangebot auch unerfahrenen Trader die beste Grundlage, um erfolgreich mit CFDs zu handeln.

Die Gebührenstruktur ist übersichtlich, lediglich bei den Spreads sollte man vor dem Handeln genau hinschauen, da diese stark variieren können.

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen