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Ungewöhnliche Prognose (Teil3): Flash-Crash beim S&P 500 mit -25%

Peter Garnry von der Saxo Bank, eigentlich ein eingefleischter Bulle, sieht für das Jahr 2018 eine große Chance für einen Flash-Crash, der den S&P 500 um 25% abstürzen lassen wird. Einer der Auslöser, so Garnry, dürften die sogenannten risk-parity funds sein, also sehr weit verbreitete Anlagemodelle, die Aktien und Anleihen kaufen, letztere als Absicherung für fallende Aktienmärkte..

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FMW-Redaktion

Peter Garnry von der Saxo Bank, eigentlich ein eingefleischter Bulle, sieht für das Jahr 2018 eine große Chance für einen Flash-Crash, der den S&P 500 um 25% abstürzen lassen wird. Einer der Auslöser, so Garnry, dürften die sogenannten risk-parity funds sein, also sehr weit verbreitete Anlagemodelle, die Aktien und Anleihen kaufen, letztere als Absicherung für fallende Aktienmärkte. Diese risk-parity funds aber geraten immer dann in Schwierigkeiten, wenn Aktien und Anleihen gleichzeitig – so wie bei den Turbulenzen im August 2015, als China in einem großen Abwertungsschritt den Yuan abwertete (und zur Stützung des Yuan amerikanische und europäische Staatsanleihen verkaufte).

Beschleunigt wird der absehbare Abverkauf auch durch die massiven Short-Bestände im VIX – mit der Strategie, die Volatilität zu shorten, konnte man in den letzten Jahren sehr gutes Geld verdienen, aber das Boot ist inzwischen so voll, dass es zu kentern droht!

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Beobachter

    11. Dezember 2017 13:22 at 13:22

    Habe ich doch schon mehrmals erwähnt.
    Durch die künstlich tiefen Zinsen sind alle Anlagen (AKTIEN,ANLEIHEN,SCHROTTANLEIHEN, IMMOBILIEN) gleichzeitig gestiegen. Bei normalen, durch starke Wirtschaft gestiegenen Aktienkursen wären Anleihen u.ev. sogar Immobilien gegenläufig, d.h. höhere Zinsen = tiefere Bonds u.weniger steigende Immopreise.
    Jetzt besteht genau das Problem wie P.Garnry beschreibt,dass irgendwann alle Anlageklassen zusammen fallen, was immense Vermögensverluste bringt u.ev. durch Margin Calls sogar einen Schneeballeffekt haben kann.
    Ob Aktien oder Anleihen oder sonst ein Ereignis ( Bitcoin von 100 000 auf 90 000 ? ) der Auslöser ist ,ist völlig egal.
    Es hat zwar schon Kommentare gegeben, die meinten dass die Notenbanken alles auffangen könnten.
    Nach der Erfahrung der EZB mit Steinhof -Anleihen glaube ich dass die Notenbanken nicht mehr jeden Mist kaufen können u.wollen.
    Das ist schon lange meine Meinung, es freut mit ,dass mit P.Garnry schon ein zweiter so denkt. Bis anhin haben natürlich all diese Bänker mit ihren Ansichten geholfen diesen einmaligen Wahnsinn soweit zu treiben.

    • Avatar

      Patrick Miller

      11. Dezember 2017 13:34 at 13:34

      Der erzählt TOTALEN Mist, ich war schon 1987 bei dem Crash dabei, und der war heftig…. man muss nur immer kaufen und long sein, ganz EINFACH

  2. Avatar

    Altbär

    11. Dezember 2017 15:53 at 15:53

    @Patrick Miller, jetzt Aktien kaufen ? ja klar !Warren Buffett u.Co. werden dankbar sein, die sind nämlich froh wenn ihnen jemand hilft die hohen Buchgewinne in Realgewinne umzuwandeln.Wenn sie von 1987 reden u.ein alter Fuchs sein wolllen ,sollten Sie auch wissen ,dass es ca.alle 7Jahre eine grössere Korrektur gibt, ein schlauer Fuchs würde mindestens versuchen diese nicht mitzumachen.Ich nehme an ,dass Sie auch ein Bitcoin-Jünger sein könnten.

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Amerikaner kaufen in der Coronakrise Waffen, Deutsche dagegen Toilettenpapier – wie Analysen aus dem Frühjahr gezeigt haben. Kurz vor den US-Wahlen steigt die Unsicherheit in vielerlei Hinsicht – und die Aktienkurse von Waffenherstellern. Waffenkäufe in den USA sind in Zeiten der Coronakrise schon seit längerer Zeit feststellbar –  jetzt aber gesellen sich noch weitere Ursachen dazu. Die Steigerungen bei den Kursen der Waffenfirmen brauchen sich nicht einmal hinter den Tech-Werten zu verstecken. Und wieder einmal könnte ein Regierungswechsel einen Boom auslösen.

Das Recht des Amerikaners zum Waffenbesitz

Wie oft wurde in den USA schon über eine Verschärfung des Waffenrechts diskutiert, zumeist im Zusammenhang mit Amokläufen! Stets beruft sich die US-Waffenlobby in Gestalt der NRA – National Rifle Association of America, Nationale Schützen-Vereinigung – auf das verfassungsrechtlich garantierte Recht der Amerikaner zum Waffenbesitz.

Im 2. Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten, verabschiedet bereits am 15. Dezember 1791 hieß es:

„Da eine wohlgeordnete Miliz für die Sicherheit eines freien Staates notwendig ist, darf das Recht des Volkes, Waffen zu besitzen und zu tragen, nicht beeinträchtigt werden.“ Obwohl es immer wieder Versuche gibt dieses uralte „Grundrecht“ abzuändern, unterstützen insbesondere die Republikaner mit ihrem Präsidenten Donald Trump die Interessen der NRA. Da ein Regierungswechsel zu den Demokraten sehr wahrscheinlich geworden ist, haben die Aktien von Waffenherstellern einen weiteren Aufwind bekommen – man erwartet Hamsterkäufe im Falle eines Wahlsiegs von Joe Biden.

Die Hausse der Revolveraktien im Jahr der Coronakrise – oder Amerikaner kaufen Waffen, Deutsche Toilettenpapier

So lautete eine etwas scherzhaft gemeinte Feststellung zu Zeiten des Lockdowns im April. Betrachtet man sich aber die Entwicklung der Aktien von Pistolen-, Revolver-, und Gewehrherstellern in den letzten neun Monaten, so erkennt man, dass dies kein billiger Kalauer gewesen ist. Im Übrigen waren die Regale mit dem Toillettenutensil eine Zeitlang wirklich Mangelware in Deutschland.

Die Performance:

Konnte der große S&P 500 in diesem Jahr bisher um sieben Prozent zulegen, so ging es mit den Aktien der weltbekannten Waffenfirma Smith&Wesson um 135 Prozent nach oben, die weniger bekannte Firma Sturm Ruger aus Southport (Connecticut) bringt es immerhin auf 51 Prozent. Allein im Monat Oktober ging es bereits um 8 beziehungsweise 9,5 Prozent nach oben.

Waren es im Spätwinter Sorgen der Amerikaner vor Plünderungen infolge der Coronakrise, später die Angst vor Unruhen im Lande wegen des gewaltsamen Todes des Afroamerikaners George Floyd, so fürchtet man sich jetzt vor einem möglichen Chaos nach dem 3. November, sollte es keinen eindeutigen Sieger geben. Zusätzlich sorgen sich die Waffennarren vor härteren Regelungen, insbesondere von Schnellfeuerwaffen, die für die Demokraten ein echtes Übel darstellen. In Deutschland würde manche Waffengattung unter die Regelungen des Kriegswaffenkontrollgesetzes (KrWaffKontrG ) fallen. Die Chefs der Waffen-Firmen in den USA hingegen freuen sich über die Nachfrage, man komme mit den Auslieferungen kaum hinterher.

Absonderliche Entwicklungen unter den Reps und Dems

Die eindeutige Positionierung von Demokraten und Republikanern haben in der Vergangenheit zu seltsamen Entwicklungen der Aktienkurse von Waffenfirmen geführt. Unter den acht Jahren von Präsident Barrack Obama stiegen die Aktien von Sturm Ruger um etwa 900 Prozent, weil der Demokrat zwar immer für schärfere Waffengesetze eintrat, dieses im Kongress aber nicht durchsetzen konnte. Unter Donald Trump stieg die Aktie dieser Firma nur um mickrige 16 Prozent, weil sich die NRA der Unterstützung des Präsidenten sicher sein konnte. Jetzt könnte Joe Biden aufgrund der Coronakrise ins Weiße Haus zurückkehren, um die Ideen von Barack Obama in die Tat umzusetzen.

Wozu brauchen die Amerikaner so viele Waffen?

Diese Frage kommt einem sofort in den Sinn, wenn man sich die Statistiken über den Waffenbesitz in den USA betrachtet – eine „kleine“ Privatarmee. 43 Prozent aller Amerikaner leben in einem Haushalt mit mindestens einer Schusswaffe. Es gibt in den USA 300 Millionen Waffen, Pistolen und halbautomatische Sturmgewehre.

Fazit

Es ist für uns Europäer schon eine schauerliche Vorstellung: Dass es in fast jedem zweiten Haushalt Schusswaffen gibt, dass Millionen von Amerikanern selbst im Handschuhfach ihres Wagens eine Waffe mitführen. Gerade in der jetzigen Situation eines gespaltenen Landes, in dem sich bestimmte Gruppierungen im Lande unversöhnlich und fanatisch gegenüberstehen, bei einem Präsidenten, der vieles gewähren lässt, um es höflich auszudrücken. Dazu die Coronakrise mit ihren wirtschaftlichen Folgen: Gestiegene Waffenkäufe und gestiegene Aktienkurse bei Smith&Wesson und Co, ob das nicht der gefährlichste Teil der Aktienhausse in den USA ist?

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