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US-Aktienmarkt – zuerst Blow-Off, dann Crash?

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Der US-Aktienmarkt entwickelt entgegen einer Vielzahl bedeutender Fakten ein Eigenleben und eilt von Rekordhoch zu Rekordhoch. Getrieben werden die Preise nahezu ausschließlich von der Hoffnung auf einen unmittelbar bevorstehenden Handelsdeal und der laxen Geldpolitik. Doch was passiert, wenn die Zölle nicht aufgehoben werden und die Zinsen am Kapitalmarkt weiter steigen?

Der US-Aktienmarkt ist euphorisiert von der Erwartung eines imaginären Handelsdeals

Umso öfter ein möglicher Deal zwischen den Konfliktparteien im Handelskrieg in die Zukunft verschoben wird, umso euphorischer werden die Anleger am US-Aktienmarkt. Umso mehr Forderungen die Chinesen für einen Phase-1-Deal stellen, umso umfangreicher muss der Deal doch ausfallen – so die Logik der Marktteilnehmer. Zusätzlich zu den möglichen positiven Impulsen für die US-Unternehmensgewinne aus dem Big-Deal haben die Notenbanken ja auch eine äußerst akkommodierende Geldpolitik implementiert. Ein echtes Goldlöckchen-Szenario also?

Wer ist naiver? Die Algos oder die humanoiden Spekulanten?

Diese Frage ist nicht so leicht zu beantworten. Zwar zeichnen die automatisierten Handelssysteme, kurz Algos genannt, mittlerweile für nahezu ein Drittel der Börsenumsätze verantwortlich, aber diese softwarebasierten Systeme wurden initial von Menschen programmiert. Die zum Teil mit KI (Künstlicher Intelligenz) ausgestatteten Systeme scheinen noch nicht so lernfähig zu sein, wie ein Mensch es in Anbetracht seiner Kreativität und seines Abstraktionsvermögens bereits ist.

Andererseits kann man sehr gute regelbasierte Handelsergebnisse auch ohne großen Schnickschnack erzielen, wie es aktuell z. B. der Bluestar-Trendindikator beweist, der nicht versucht, die täglichen Twitter-Tiraden von Präsident Donald J. Trump zu interpretieren. Die menschlichen Kollegen der Algos beweisen einmal mehr, dass Börse mit Ratio wenig zu tun hat. Wie im Casino setzten die Player bevorzugt auf die Serie (The Trend is Your Friend). Am Ende gewinnt immer das Casino – aber es ist wenigstens unterhaltsam. Algos sind in Spielcasinos verboten, an der Börse nimmt ihre Bedeutung hingegen zu. Doch momentan verhalten sie sich nicht anders als die holländischen Spekulanten währen der Tulpenmanie im siebzehnten Jahrhundert.

Die Faktenlage ist eindeutig – die Psychologie auch

Entweder sind die Algo-Systeme auf die falschen Parameter programmiert, oder sie sind mit der Komplexität der Börseneinflüsse noch überfordert und sollten sich lieber auf einfache technische Indikatoren fokussieren. Jedenfalls könnte ein simpler Algorithmus, der lediglich ein Dutzend Indikatoren berücksichtigt, aktuell kaum All-In gehen.

Rote Warnlampen leuchten jedenfalls bei mindestens zwölf Bewertungskriterien hell auf:

  1. US-Gewinnrezession mit weiteren zu erwartenden Ertragsrückgängen im vierten Quartal
  2. Dividendenrenditen im S&P 500 fallen unter den risikolosen Zinssatz
  3. S&P 500 KGV liegt 40 Prozent über dem historischen Durchschnitt
  4. Sentiment-Werte stehen jenseits von Gut und Böse (bei 91 von 100 Gier-Punkten)
  5. Fondsinvestments liegen nur knapp unterhalb der Vollinvestitionsquote
  6. Weiter abflauende Konjunkturdynamik (siehe GDPNow der Fed)
  7. Rekordniedriger Absicherungsbedarf (Vola-Index auf extremen Tiefstständen)
  8. Alle potenziell positiven Entwicklungen sind bereits mehrfach eingepreist
  9. Aktienrückkäufe nehmen tendenziell ab (u. a. wegen des Basiseffekts)
  10. China stellt im Handelskrieg aufgrund der vermuteten Schwäche der Trump-Administration immer höhere Forderungen
  11. Der Dollar steigt weiter an (Schlecht für hoch verschuldete Emerging Markets, schlecht für US-Exporteure)
  12. Die aktuellen Kursverluste am Anleihemarkt fressen die Gewinne am Aktienmarkt wieder auf und verteuern durch die Zinsanstiege Refinanzierungen und Neuverschuldungen.

Die Argumente der Bullen erinnern hingegen eher an Glaubensgrundsätze:

  1. Mit dem Abklingen des Handelskriegs steht die US-Wirtschaft glänzend da (es gibt sonst keine Herausforderungen)
  2. Die US-Notenbank wird jede Korrektur am Aktienmarkt sofort auffangen
  3. Wahlkampfjahre sind gute Aktienjahre
  4. The Trend is Your Friend
  5. Man muss kaufen, weil es teuer ist
  6. Cash-Burn-Rate schlägt KGV und PEG
  7. Über dem All-Time-High gibt es keine Widerstände mehr

Ich bin kein Algo, aber für mich sieht die ungleiche mengenmäßige qualitative Verteilung der Vor- und Nachteile in Bezug auf weiter steigende Notierungen des S&P 500 nach einem suboptimalen Chance-Risiko-Verhältnis aus. Natürlich ist Börse zu einem großen Teil Psychologie und nichts ist verlockender als steigende Kurse. Sonst hätte es die New-Economy Blase oder die Tulpenmanie nie gegeben.

Wie weit der jetzige Blow-Off, der nach dem Überwinden der bisherigen ATHs gestartet wurde, noch laufen kann, ist ungewiss. Klar ist nur, dass sich die Rallye bereits ihr eigenes Grab schaufelt – aus genau denselben Gründen wie vor Jahresfrist. Durch die Magnetwirkung der Aktienmärkte wird Liquidität aus anderen Märkten abgesaugt. Im Falle des Anleihemarktes mit seiner Funktion als Benchmark für Kreditzinsen ist das hoch gefährlich und sollte unbedingt im Auge behalten werden.

US-Aktienmarkt: Die Fed fängt die Kurse so schnell nicht auf

Die Gemengelage erinnert an Phasen in der Börsengeschichte, in der zu viel Hoffnung und Illusion in einem ungewöhnlich hohen Maße die harten Fakten beiseite wischen. Mittlerweile würde nicht einmal die Fed sofort reagieren, wenn der Markt 20 Prozent fällt, in Anbetracht der kurzfristig entstandenen Kursgewinne. Das Sicherheitsnetz (der Fed-Put) liegt einige Hundert Punkte tiefer im S&P 500, als die Marktteilnehmer dies glauben möchten. Die Sicherheit, in der sie sich wiegen, ist somit ein Stück weit eine Illusion.

Die jüngsten Zinssenkungen helfen dem Markt auch nicht mehr, da sich die Renditen am Kapitalmarkt über alle Laufzeiten hinweg zuletzt wegen der Umschichtungen aus Anleihen in Aktien stark nach oben bewegt haben. In einer so stark zinssensiblen, weil heillos überschuldeten Ökonomie wie den USA, ist das ein sich permanent verstärkender Belastungsfaktor für die Realwirtschaft und die die Kurse am US-Aktienmarkt. Denn nach wie vor stehen Aktien nicht konkurrenzlos auf dem Kurszettel der Börsen. Was heute teuer ist, kann morgen schnelle billiger werden – und umgekehrt.

Absichern!

Als Fazit bleit nur der gut gemeinte Rat, sich dringend gegen den irrationalen Überschwang am US-Aktienmarkt abzusichern, dann können Sie auch entspannt mit ihrem mittel- bis langfristig ausgerichteten Portfolio in Aktien investiert bleiben. Ich persönlich bevorzuge Gold als Absicherung. Wenn ihnen Gold nicht behagt, obwohl es nicht zuletzt wegen der aktuell negativen Korrelation zum US-Aktienmarkt als Hedge gut geeignet ist, dann nutzen Sie andere Möglichkeiten, die ich z. B. an Hand von Vola-Instrumenten hier kürzlich in einem Artikel skizziert haben.

 

Der US-Aktienmarkt eilt von Rekordhoch zu Rekordhoch

12 Kommentare

12 Comments

  1. Avatar

    Hesterberg

    9. November 2019 15:21 at 15:21

    Wieder eine tolle Zusammenfassung!
    Wer mit gesundem Menschenverstand die derzeitige Faktenlage bewertet, kann sich über die jüngsten Kursanstiege der Aktienmärkte nur wundern. Wer in Gottes Namen kauft jetzt Aktien, wo doch die Vernunft und alle Vergangenheitsbetrachtungen eindeutig darauf hindeuten, dass es früher oder später zu einem gewaltigen Crash kommen wird und er umso heftiger ausfallen wird, je höher die Kurse noch steigen? Wenn ich einen Grund dafür in der Vergangenheit immer wieder ausmachen konnte, so ist es der fehlende Weitblick, der dem Durchschnittsanleger nicht innewohnt. Es fehlt ihm schlicht und einfach an Vorstellungskraft.

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      Columbo

      9. November 2019 20:39 at 20:39

      @Hesterberg

      „ früher oder später zu einem gewaltigen Crash kommen wird“

      Das „später“ ist halt das Problem. Viele sind zehn Jahre und länger an der Seitenlinie gewesen, weil sie vom nahenden Crash überzeugt waren. Entgangene Gewinne sind schwieriger zu verschmerzen als Verluste, heißt es.
      Aber wer weiß, vielleicht klappt es ja jetzt😉.

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        BrettonWood

        10. November 2019 08:29 at 08:29

        Mmh nein, verluste sind schwieriger zu verscherzen wie entgangene gewinne heisst es…

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      BrettonWood

      10. November 2019 08:36 at 08:36

      Ich teile Ihre Meinung, Aber die grosse Grettchenfrage ist doch, wann ist später, früher wohl eher weniger denn dann hätte das ganze schon 2008 krachen müssen. Die Frage ist wie lange kann der Michel von den Notenbanken noch in Sicherheit gewiegt werden, ohne Panik wird es keinen Crash geben und Panik gib erst dann wenn die Leute amsgt um ihr erspartes haben, Fundamental aollte man schon 10 Jahre Ansgt haben, spätestens seit die Regierung sagen musste unsere Einlagen sind sicher….

      Ich kann mir durchaus vorstellen das der Michel nochmals 10 Jahre
      Mit Xanax ruhig gehalten wird und nichts passiert…

      Meine These ist sowieso das durch die ganze Zukäufe von Notenbanken und Staatsfonds (die sowieso nie mehr als Verkäufer auftreten) noch ao wenig des Marktes im Handel ist, die Notenbanken und Staatsfonds werden auch beim Crash nicht verkaufen ganz im Gegenteil werden Sie dann auf die Käuferseite stehen, wiederinmal und Kufkurse stellen, und solange das so ist kann ja gar nichts crashen….und die Notenbanken können ja unbegrenz kaufen es gibt also kein Ende bis die Wirtschaft zu 100% dem Staat gehört….

      Wann fällt dem Michel auf das er sein Leben & seine Gesundheit gür Euros vertuhen muss, während andere viel buntes papier bedrucken?

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    Hesterberg

    9. November 2019 15:31 at 15:31

    Es ist gewissermaßen wie mit einem frisch verliebten Paar, welches 4 Wochen nachdem sie sich kennengelernt hatten, vor den Traualtar zieht. Sie können sich in ihrer Verliebtheit und Begeisterung einfach nicht vorstellen, dass ihr Glück jemals endet. Alle Warnhinweise und Erfahrungswerte werden schlicht und einfach komplett ausgeblendet. Genau die gleiche Unvernunft zeigt sich an den Aktienmärkten.

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    Torsten

    9. November 2019 19:16 at 19:16

    https://youtu.be/gvUd7uBMRS8

    eine der besten Szenen um die Wallstreet zu verstehen :)

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    BrettonWood

    10. November 2019 08:27 at 08:27

    Ein Jahrzehnt nach der globalen Finanzkrise steht der amerikanische Hypothekenmarkt vor einem Déjà-vu. Während es um mit Subprime-Krediten unterlegte Anleihen längst still geworden ist, gewinnt eine neue Art von Hochrisiko-Wertpapier an Popularität.

    Kreditinstitute bündeln Hypothekenkredite an bonitätsschwache Kunden, die zu normalen Darlehen keinen Zugang haben. Die resultierenden Wertpapiere werden in der Branche „Non-QM Bonds“ genannt – Bonds aus nicht qualifizierten Hypotheken.

    Das Emissionsvolumen solcher Papiere kletterte in diesem Jahr um 44 Prozent und damit so stark wie noch nie, seit Non-QMs nach der Finanzkrise in Mode kamen. Seit Jahresbeginn wurden Hochrisiko-Kredite über mehr als 18 Milliarden Dollar auf diese Art gebündelt und an Investoren verkauft.

    https://www.cash.ch/news/politik/finanzmaerkte-deja-vu-am-us-hypothekenmarkt-hochrisiko-bonds-sind-zurueck-1427070

    Ich glaube es einfach nicht….

    • Avatar

      Torsten

      10. November 2019 11:59 at 11:59

      man muss nix glauben, es gibt nur 2 Wege:
      1. Crash mit ggf. schwerer Krise, Bürgerkrieg etc.
      2. Reduzierung von Liquidität durch gerechte Steuern und Reduzierung der Vermögensungleichgewichte ( mehr Steuern weniger Staatsschulden

      Bekämpfung von Korruption und Krieg ist ein dauerhaftes Anliegen egal ob1. oder 2.

  5. Avatar

    Hesterberg

    10. November 2019 17:24 at 17:24

    @Columbo @BrettonWood
    Ja, die Frage ist tatsächlich „Wann ist später?“ Seit 2011 sehe ich schon für den Euro keine Zukunft mehr und dennoch feiern die Aktienmärkte seither ein Hoch nach dem Anderen. Ich hätte es nicht für möglich gehalten und so ist mir ein Vermögen an nicht gemachten Gewinnen entgangen. Allerdings muss jedem Anleger natürlich auch klar sein, dass Gewinne nur Gewinne sind, wenn man sie realisiert hat. Die entscheidende Frage ist also „Wann realisiere ich meine Gewinne, bevor ein todsicher irgendwann kommender Einbruch sie mir wieder wegnimmt?“ Diese Frage muss man sich natürlich nicht nur bei Aktien, sondern auch bei Immobilien und Edelmetallen stellen. Ich lasse mich aber durch meinen vorzeitigen Ausstieg aus dem Aktienmarkt nicht beirren. Ich glaube nicht an die Allmacht der Notenbanken, ich glaube an die Kräfte des freien Marktes, verlasse mich auf gesunden Menschenverstand und bin völlig davon überzeugt, dass es Aktien bald mit einem Abschlag von mindestens 50% oder mehr geben wird. Meine Immobiliengewinne habe ich inzwischen fast alle realisiert, denn aus meiner Überzeugung wird auch die Immobilienblase platzen. Und was mir nicht mehr gehört, kann der Staat auch nicht mehr enteignen. Nur wenn sie wieder billig sind, kaufe ich wieder Immobilien. Gleiches gilt für Aktien. Meine Philosophie ist Cash halten (Rohstoffwährungen bevorzugt), die Investition in Edelmetalle (außer Palladium) und ausgesuchte Wachstumsaktien, letztere abgesichert durch Shortpositionen auf die US-Indizes.

    • Avatar

      Spiritus Sanctus

      10. November 2019 19:30 at 19:30

      @Hesterberg, hätte, hätte, Fahrradkette, oder wie man in Bayern sagt, wenn da Hund ned gschissn hätt, hätt er an Hasn dawischt ;)

      Ich kenne mehr als genug Leute, die vor 20 Jahren Aktien gekauft haben und noch heute am fast vollständigen Verlust Ihres Ersparten knabbern, falls die grandiosen börsennotierten Firmen von damals überhaupt noch existieren. Was die Indizes angeht, gehe ich mit Ihnen konform: Es kommt auf den Betrachtungs- und Anlagezeitraum an. Wann wird gekauft, wann wird verkauft? IM DAX sehen wir seit 2007 eine „Performance“ von etwa 4,5% p.a. Abzüglich erheblicher Gebühren in den 12 Jahren wäre das Resultat alles andere als ein Vermögen.

      Zudem hätte ein fast andauernd euphorisierter Anleger erst einmal die Nerven beweisen müssen, den Crash von 2009 auszusitzen, wenn er sein sauer verdientes Geld und die temporären virtuellen Gewinne dahinschmelzen sieht. Was heißt schmelzen, im Chart einen Wasserfall hinabstürzen. Gleiches gilt für die zahlreichen knackigen Korrekturen danach, die man technisch noch nicht als Crash bezeichnet.

      Was Immobilien angeht, gratuliere ich Ihnen zu Ihrer Entscheidung. Solange es nur Spekulationsobjekte waren, an denen Ihr Herz nicht hing, sollten Sie sich über die gigantischen Gewinne freuen, anstatt zu grübeln, ob noch ein paar Prozent mehr drin gewesen wären.

      Ich persönlich glaube bei dem Thema aber nicht an die Kräfte des freien Marktes, auch nicht an den gesunden Menschenverstand. Ich glaube an die Gier, die Angst, die Panik, die Euphorie und das immerwährend gleiche Ende danach.

  6. Avatar

    Banks

    11. November 2019 03:54 at 03:54

    wie weit ein blow off gehen kann? 5% ist doch kein blow off :D Im Sommer 1988 haben auch alle gedacht der Nikkei kann nicht mehr steigern weil es gegen alle Vernunft ist. Trotzdem steigt dann der Irrsinn noch weitere 37% bis der Crash kommt. :P

  7. Avatar

    Prpgnosti

    11. November 2019 12:26 at 12:26

    @ Banks, es gibt einige nachvollziehbare Gründe warum nach 11 Jahren Kunnstrallye u.400 bis 500 %
    Anstieg der Blow off nicht mehr so heftig sein wird, wenn er denn überhaupt kommt.
    – Früher waren die Börsen noch regional, (US Crash 1987 , Japan Crash anfangs 90 er Jahre.)
    – Leute die damals über 80% verloren haben ,können oder wollen jetzt nicht mehr kaufen.
    -Damals waren die Märkte durch „ natürliche Dummheit „ so hoch gepusht worden, man nimmt an dass mit der heutigen „ künstlichen Intelligenz „ die Blödheit einige Prozent weniger sein müsste.
    -Früher hatte es unter den Politikern u.Notenbänkern noch einige ehrenwerte Persönlichkeiten, denen man vertrauen konnte.
    – Die heutige Elite tummelt sich teilweise in der Hochfinanz statt in den
    HOCHSICHERHEITSGEFÄNGNISSEN herum.
    -Dass einige der dicksten DICKFISCHE fast täglich kritische Kommentare über die bürgerkrigsfördernde Umverteilung abgeben könnte auch noch einige Käufer abschrecken.
    P.S Bitte googeln: Ray Dalio- News

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Coronavirus: Was erwartet „Big Money“ – Crash oder Erholung?

Das Coronavirus hat die Investoren auf dem falschen Fuß erwischt und den schnellsten Crash seit 1929 ausgelöst. Haben wir die Tiefs bei den Aktienindizes schon gesehen?

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Das Coronavirus hat die Investoren auf dem falschen Fuß erwischt und den schnellsten Crash seit 1929 ausgelöst. Die wohl am meisten gestellten Frage von Anlegern lautet derzeit wohl: Haben wir die Tiefs bei den Aktienindizes schon gesehen oder geht es noch viel stärker abwärts? Dies kann natürlich kein Mensch seriös beantworten, egal welcher Methode er sich auch bedient. Aber interessant ist es dennoch, was große Investoren in naher Zukunft erwarten, denn schließlich sind sie es, die mit ihren großen Anlagesummen die Märkte bewegen. Deshalb sind Umfragen und der Vermögensverwaltern interessant.

Coronavirus: Die große Skepsis , auch unter den Großen

Der Crash der Aktienindizes im schnellsten Tempo aller Zeiten hat Spuren hinterlassen, auch in der Zuversicht der Großanleger. Wie eine Befragung von Boston Consulting Group (BCG) im März bei 150 Investoren ergab – die nicht weniger als vier Billionen Dollar in ihren Portfolios halten – rechnen diese zwar mit einem Ende der wirtschaftlichen Vollbremsung bis Ende des dritten Quartals, aber nur ein Sechstel der Verwalter geht davon davon, dass es bereits dann wieder mit dem gewohnten Gewinnwachstum weitergeht. Die Hoffnung auf eine schnelle, V-förmige Erholung nach dem Coronavirus ist also verflogen. 60 Prozent der Vermögensverwalter glauben an weiter fallende Kurse bis Jahresende, ein Viertel von ihnen ist für die Periode neutral gestimmt. Und das ist das Neue an der Situation: Der Glaube an die Allmacht der Notenbanken hat durchd as Coronavirus schwer gelitten, zusammen mit den Konjunkturprogrammen der Regierung könne das laut Befragten nur für eine Verhinderung des ganz großen Crash sorgen. Was heißt das jetzt in konkreten Zahlen?

Für den S&P 500 sehen die Großinvestoren weiteres Abwärtspotenzial auf durchschnittlich 2062 Punkte, einige rechnen mit noch tieferen Kursen bis knapp 1800 Punkte. Angesichts des Schlusskurs beim Leitindex der Welt von 2541 Punkten am gestrigen Tag, wäre dies doch noch ein gewaltiger Vermögensverlust bei dem immer noch über 20 Billionen Dollar schweren Index.

Es wären natürlich keine professionellen Vermögensverwalter, wenn sie für die weitere Zukunft keinen Optimismus verspürten.

Über die Hälfte glaubt für 2021 wieder an steigende Kurse – und erst recht für das Jahr 2022. Eine neue Bescheidenheit scheint eingekehrt zu sein, wenn man sich die Prognose von 3075 Punkte für den S&P 500 in drei Jahren betrachtet, denn diese Kennzahl liegt immer noch etwa 10 Prozent unter dem Höchsstand der Börse von Mitte Februar 2020. Für das aktuelle Jahr ist man äußerst bescheiden geworden. Laut BCG fordert eine Mehrheit der Großinvestoren die Firmen innerhalb des nächsten Vierteljahres auf, ihre Geschäftsergebnisse anzupassen, ohne sich aber der Illusion hinzugeben, dass diese in diesem Jahr noch erreicht werden können.

Der Buyback-Boom ist vorbei

Die neue Bescheidenheit der Vermögensverwalter nach dem Crash erkennt man an ihrer Forderung, dass die Firmen für Liquidität sorgen und damit sogar Investitionen verschieben sollten, wenn dies für absehbare Zeit von Vorteil sei. Außerdem solle man Aktienrückkäufe zurückfahren und sogar Dividendenkürzungen hält man für akzeptabel.

Wenn das „Financial Engineering“ für den S&P 500 für die weitere Zukunft drastisch gekürzt würde, entfiele ein bedeutsamer Kurstreiber für die Märkte.

Schließlich haben diese in den Jahren 2019 (806 Milliarden Dollar) und 2018 (729 Milliarden Dollar) für einen Großteil der Indexgewinne gesorgt.

Fazit

Was soll man von dieser Umfrage halten? Sehr oft sind Ergebnisse solcher Umfragen als Kontraindikation zu sehen, zumindest bei eindeutiger oder extremer Positionierung. Aus der Märzbefragung hingegen ist große Unsicherheit, aber auch große Vorsicht zu entnehmen. Das Coronavirus und seine Folgen ist für jeden Investor – selbst für Warren Buffett, der bereits sechs oder sogar sieben Rezession erleben musste – Neuland. In den kommenden Wochen wird sich vermutlich in den Zentralen der Geldsammelstellen fast extremer Wankelmut breit machen (müssen). Auf der einen Seite werden die negativsten Konjunktur- und Unternehmensmeldungen im April auf die Manager einprasseln, die sie jemals in ihrem Leben lesen mussten. Auf der anderen Seite sehen sie die gewaltigsten Stützungsprogramme, die Regierungen und Notenbanken jemals auf den Weg gebracht haben.

Und nicht zuletzt muss man das mathematisch-medizinische Konstrukt einer bisher nicht erlebten Pandemie verdauen, welches in Kürze Meldungen der Niedergeschlagenheit, aber auch der Hoffnung produzieren wird.

„Wo Gefahr herrscht, wächst das Rettende auch“, schrieb einst der vor 250 Jahren geborene Dichter Hölderin. Auf die heutige Situation bezogen, könnte dies so etwas bedeuten wie: Irgendwann werden sich die Hoffnungssignale schlagartig so verstärken, dass das neu geschaffene und das geparkte Geld an die Märkte zurückfließt und einen Crackup-Boom nach dem Abflauen des Coronavirus auslöst. Jedoch gefolgt von starker Inflation und einem erneuten Test der Finanzmärkte mit ihrem FIAT-Money. Derzeit gibt es kaum Anhaltspunkte und frühere Beispiele, wie sich die Börsen kurzfristig entwickeln könnten. Eine Eigenschaft der Wertpapierbörsen funktioniert gerade nicht: Börsen können blitzschnell Informationen verarbeiten und deren mögliche Auswirkungen auf die Zukunft, aber keine Ereignisse. Und so ein Ereignis ist das Coronavirus.

Bei Covid-19 gibt es keine Insider, die von ihren frühen Kenntnissen (und auch Beziehungen) profitieren könnten. Vielleicht bedeutet das aktuell wenigstens ein wenig Chancengleichheit zwischen den Großen und den Kleinen..

Das Coronavirus hat einen Crash ausgelöst - wie geht es jetzt weiter?

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Aktienmärkte: Voraussetzungen für eine Trendwende! Videoausblick

Die Aktienmärkte konnten auch gestern wieder zulegen. Aber ist das bereits die Trendwende, wie viele glauben? Noch fehlen entscheidende Voraussetzungen

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Die Aktienmärkte konnten auch gestern wieder zulegen – und damit die massiven Verluste seit Jahresbeginn wieder etwas eingrenzen. Aber ist das bereits die Trendwende, wie viele glauben? Danach sieht es nicht aus – vielmehr fehlen noch entscheidende Voraussetzungen, dass die Aktienmärkte wirklich eine Trendwende schaffen können. Eine davon ist, dass die von Regierungen und Notenbanken versprochenen Gelder auch wirklich schnell und effektiv ankommen – unser Finanzsystem ist darauf aber nicht ausgelegt. Weitere Voraussetzug ist eine Trendwende vor allem bei Corona-Zahlen in den USA (vor allem New York) – ist der Peak wirklich Mitte April erreicht, wie die Trump-Administration annimmt? Nach wie vor spricht auch die Positionierung der Investoren für eine Trendwende..

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Aktienmärkte: Im April kommen neue Tiefs! Marktgeflüster (Video)

Die Aktienmärkte dürften im April neue Tiefs erreichen – trotz der jüngsten Rally. Der Liquiditäts-Tsunami liegt hinter uns, der ökonomische Schmerz noch vor uns

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Die Aktienmärkte dürften im April neue Tiefs erreichen – trotz der Rally der letzten Woche und dem heutigen positiven Handelsverlauf. Der wichtigste Grund dafür, warum die Aktienmärkte jetzt noch keinen Boden ausbilden werden, ist: der Liquiditäts-Tsunami durch Notenbanken und Regierungen liegt bereits hinter uns, der ganz große ökonomische Schmerz jedoch noch vor uns! Heute wirkt noch der Liquiditäts-Rückenwind druch Fed und Co – sowie das „rebalancing“ von institutionellen Playern zum Monatsende. Aber je länger die Corona-Krise dauert, umso heftiger wird vor allem für US-Unternehmen der Schmerz, weil die Substanz so schwach ist (Cash-Reserven gering, Verschuldung hoch). Das bedeutet: das, was Notenbanken und Regierungen bisher getan haben, wird mittelfristig nicht reichen..

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