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US-Aktienmarkt – zuerst Blow-Off, dann Crash?

Hannes Zipfel

Veröffentlicht

am

Der US-Aktienmarkt entwickelt entgegen einer Vielzahl bedeutender Fakten ein Eigenleben und eilt von Rekordhoch zu Rekordhoch. Getrieben werden die Preise nahezu ausschließlich von der Hoffnung auf einen unmittelbar bevorstehenden Handelsdeal und der laxen Geldpolitik. Doch was passiert, wenn die Zölle nicht aufgehoben werden und die Zinsen am Kapitalmarkt weiter steigen?

Der US-Aktienmarkt ist euphorisiert von der Erwartung eines imaginären Handelsdeals

Umso öfter ein möglicher Deal zwischen den Konfliktparteien im Handelskrieg in die Zukunft verschoben wird, umso euphorischer werden die Anleger am US-Aktienmarkt. Umso mehr Forderungen die Chinesen für einen Phase-1-Deal stellen, umso umfangreicher muss der Deal doch ausfallen – so die Logik der Marktteilnehmer. Zusätzlich zu den möglichen positiven Impulsen für die US-Unternehmensgewinne aus dem Big-Deal haben die Notenbanken ja auch eine äußerst akkommodierende Geldpolitik implementiert. Ein echtes Goldlöckchen-Szenario also?

Wer ist naiver? Die Algos oder die humanoiden Spekulanten?

Diese Frage ist nicht so leicht zu beantworten. Zwar zeichnen die automatisierten Handelssysteme, kurz Algos genannt, mittlerweile für nahezu ein Drittel der Börsenumsätze verantwortlich, aber diese softwarebasierten Systeme wurden initial von Menschen programmiert. Die zum Teil mit KI (Künstlicher Intelligenz) ausgestatteten Systeme scheinen noch nicht so lernfähig zu sein, wie ein Mensch es in Anbetracht seiner Kreativität und seines Abstraktionsvermögens bereits ist.

Andererseits kann man sehr gute regelbasierte Handelsergebnisse auch ohne großen Schnickschnack erzielen, wie es aktuell z. B. der Bluestar-Trendindikator beweist, der nicht versucht, die täglichen Twitter-Tiraden von Präsident Donald J. Trump zu interpretieren. Die menschlichen Kollegen der Algos beweisen einmal mehr, dass Börse mit Ratio wenig zu tun hat. Wie im Casino setzten die Player bevorzugt auf die Serie (The Trend is Your Friend). Am Ende gewinnt immer das Casino – aber es ist wenigstens unterhaltsam. Algos sind in Spielcasinos verboten, an der Börse nimmt ihre Bedeutung hingegen zu. Doch momentan verhalten sie sich nicht anders als die holländischen Spekulanten währen der Tulpenmanie im siebzehnten Jahrhundert.

Die Faktenlage ist eindeutig – die Psychologie auch

Entweder sind die Algo-Systeme auf die falschen Parameter programmiert, oder sie sind mit der Komplexität der Börseneinflüsse noch überfordert und sollten sich lieber auf einfache technische Indikatoren fokussieren. Jedenfalls könnte ein simpler Algorithmus, der lediglich ein Dutzend Indikatoren berücksichtigt, aktuell kaum All-In gehen.

Rote Warnlampen leuchten jedenfalls bei mindestens zwölf Bewertungskriterien hell auf:

  1. US-Gewinnrezession mit weiteren zu erwartenden Ertragsrückgängen im vierten Quartal
  2. Dividendenrenditen im S&P 500 fallen unter den risikolosen Zinssatz
  3. S&P 500 KGV liegt 40 Prozent über dem historischen Durchschnitt
  4. Sentiment-Werte stehen jenseits von Gut und Böse (bei 91 von 100 Gier-Punkten)
  5. Fondsinvestments liegen nur knapp unterhalb der Vollinvestitionsquote
  6. Weiter abflauende Konjunkturdynamik (siehe GDPNow der Fed)
  7. Rekordniedriger Absicherungsbedarf (Vola-Index auf extremen Tiefstständen)
  8. Alle potenziell positiven Entwicklungen sind bereits mehrfach eingepreist
  9. Aktienrückkäufe nehmen tendenziell ab (u. a. wegen des Basiseffekts)
  10. China stellt im Handelskrieg aufgrund der vermuteten Schwäche der Trump-Administration immer höhere Forderungen
  11. Der Dollar steigt weiter an (Schlecht für hoch verschuldete Emerging Markets, schlecht für US-Exporteure)
  12. Die aktuellen Kursverluste am Anleihemarkt fressen die Gewinne am Aktienmarkt wieder auf und verteuern durch die Zinsanstiege Refinanzierungen und Neuverschuldungen.

Die Argumente der Bullen erinnern hingegen eher an Glaubensgrundsätze:

  1. Mit dem Abklingen des Handelskriegs steht die US-Wirtschaft glänzend da (es gibt sonst keine Herausforderungen)
  2. Die US-Notenbank wird jede Korrektur am Aktienmarkt sofort auffangen
  3. Wahlkampfjahre sind gute Aktienjahre
  4. The Trend is Your Friend
  5. Man muss kaufen, weil es teuer ist
  6. Cash-Burn-Rate schlägt KGV und PEG
  7. Über dem All-Time-High gibt es keine Widerstände mehr

Ich bin kein Algo, aber für mich sieht die ungleiche mengenmäßige qualitative Verteilung der Vor- und Nachteile in Bezug auf weiter steigende Notierungen des S&P 500 nach einem suboptimalen Chance-Risiko-Verhältnis aus. Natürlich ist Börse zu einem großen Teil Psychologie und nichts ist verlockender als steigende Kurse. Sonst hätte es die New-Economy Blase oder die Tulpenmanie nie gegeben.

Wie weit der jetzige Blow-Off, der nach dem Überwinden der bisherigen ATHs gestartet wurde, noch laufen kann, ist ungewiss. Klar ist nur, dass sich die Rallye bereits ihr eigenes Grab schaufelt – aus genau denselben Gründen wie vor Jahresfrist. Durch die Magnetwirkung der Aktienmärkte wird Liquidität aus anderen Märkten abgesaugt. Im Falle des Anleihemarktes mit seiner Funktion als Benchmark für Kreditzinsen ist das hoch gefährlich und sollte unbedingt im Auge behalten werden.

US-Aktienmarkt: Die Fed fängt die Kurse so schnell nicht auf

Die Gemengelage erinnert an Phasen in der Börsengeschichte, in der zu viel Hoffnung und Illusion in einem ungewöhnlich hohen Maße die harten Fakten beiseite wischen. Mittlerweile würde nicht einmal die Fed sofort reagieren, wenn der Markt 20 Prozent fällt, in Anbetracht der kurzfristig entstandenen Kursgewinne. Das Sicherheitsnetz (der Fed-Put) liegt einige Hundert Punkte tiefer im S&P 500, als die Marktteilnehmer dies glauben möchten. Die Sicherheit, in der sie sich wiegen, ist somit ein Stück weit eine Illusion.

Die jüngsten Zinssenkungen helfen dem Markt auch nicht mehr, da sich die Renditen am Kapitalmarkt über alle Laufzeiten hinweg zuletzt wegen der Umschichtungen aus Anleihen in Aktien stark nach oben bewegt haben. In einer so stark zinssensiblen, weil heillos überschuldeten Ökonomie wie den USA, ist das ein sich permanent verstärkender Belastungsfaktor für die Realwirtschaft und die die Kurse am US-Aktienmarkt. Denn nach wie vor stehen Aktien nicht konkurrenzlos auf dem Kurszettel der Börsen. Was heute teuer ist, kann morgen schnelle billiger werden – und umgekehrt.

Absichern!

Als Fazit bleit nur der gut gemeinte Rat, sich dringend gegen den irrationalen Überschwang am US-Aktienmarkt abzusichern, dann können Sie auch entspannt mit ihrem mittel- bis langfristig ausgerichteten Portfolio in Aktien investiert bleiben. Ich persönlich bevorzuge Gold als Absicherung. Wenn ihnen Gold nicht behagt, obwohl es nicht zuletzt wegen der aktuell negativen Korrelation zum US-Aktienmarkt als Hedge gut geeignet ist, dann nutzen Sie andere Möglichkeiten, die ich z. B. an Hand von Vola-Instrumenten hier kürzlich in einem Artikel skizziert haben.

 

Der US-Aktienmarkt eilt von Rekordhoch zu Rekordhoch

12 Kommentare

12 Comments

  1. Avatar

    Hesterberg

    9. November 2019 15:21 at 15:21

    Wieder eine tolle Zusammenfassung!
    Wer mit gesundem Menschenverstand die derzeitige Faktenlage bewertet, kann sich über die jüngsten Kursanstiege der Aktienmärkte nur wundern. Wer in Gottes Namen kauft jetzt Aktien, wo doch die Vernunft und alle Vergangenheitsbetrachtungen eindeutig darauf hindeuten, dass es früher oder später zu einem gewaltigen Crash kommen wird und er umso heftiger ausfallen wird, je höher die Kurse noch steigen? Wenn ich einen Grund dafür in der Vergangenheit immer wieder ausmachen konnte, so ist es der fehlende Weitblick, der dem Durchschnittsanleger nicht innewohnt. Es fehlt ihm schlicht und einfach an Vorstellungskraft.

    • Avatar

      Columbo

      9. November 2019 20:39 at 20:39

      @Hesterberg

      „ früher oder später zu einem gewaltigen Crash kommen wird“

      Das „später“ ist halt das Problem. Viele sind zehn Jahre und länger an der Seitenlinie gewesen, weil sie vom nahenden Crash überzeugt waren. Entgangene Gewinne sind schwieriger zu verschmerzen als Verluste, heißt es.
      Aber wer weiß, vielleicht klappt es ja jetzt😉.

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        BrettonWood

        10. November 2019 08:29 at 08:29

        Mmh nein, verluste sind schwieriger zu verscherzen wie entgangene gewinne heisst es…

    • Avatar

      BrettonWood

      10. November 2019 08:36 at 08:36

      Ich teile Ihre Meinung, Aber die grosse Grettchenfrage ist doch, wann ist später, früher wohl eher weniger denn dann hätte das ganze schon 2008 krachen müssen. Die Frage ist wie lange kann der Michel von den Notenbanken noch in Sicherheit gewiegt werden, ohne Panik wird es keinen Crash geben und Panik gib erst dann wenn die Leute amsgt um ihr erspartes haben, Fundamental aollte man schon 10 Jahre Ansgt haben, spätestens seit die Regierung sagen musste unsere Einlagen sind sicher….

      Ich kann mir durchaus vorstellen das der Michel nochmals 10 Jahre
      Mit Xanax ruhig gehalten wird und nichts passiert…

      Meine These ist sowieso das durch die ganze Zukäufe von Notenbanken und Staatsfonds (die sowieso nie mehr als Verkäufer auftreten) noch ao wenig des Marktes im Handel ist, die Notenbanken und Staatsfonds werden auch beim Crash nicht verkaufen ganz im Gegenteil werden Sie dann auf die Käuferseite stehen, wiederinmal und Kufkurse stellen, und solange das so ist kann ja gar nichts crashen….und die Notenbanken können ja unbegrenz kaufen es gibt also kein Ende bis die Wirtschaft zu 100% dem Staat gehört….

      Wann fällt dem Michel auf das er sein Leben & seine Gesundheit gür Euros vertuhen muss, während andere viel buntes papier bedrucken?

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    Hesterberg

    9. November 2019 15:31 at 15:31

    Es ist gewissermaßen wie mit einem frisch verliebten Paar, welches 4 Wochen nachdem sie sich kennengelernt hatten, vor den Traualtar zieht. Sie können sich in ihrer Verliebtheit und Begeisterung einfach nicht vorstellen, dass ihr Glück jemals endet. Alle Warnhinweise und Erfahrungswerte werden schlicht und einfach komplett ausgeblendet. Genau die gleiche Unvernunft zeigt sich an den Aktienmärkten.

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    Torsten

    9. November 2019 19:16 at 19:16

    https://youtu.be/gvUd7uBMRS8

    eine der besten Szenen um die Wallstreet zu verstehen :)

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    BrettonWood

    10. November 2019 08:27 at 08:27

    Ein Jahrzehnt nach der globalen Finanzkrise steht der amerikanische Hypothekenmarkt vor einem Déjà-vu. Während es um mit Subprime-Krediten unterlegte Anleihen längst still geworden ist, gewinnt eine neue Art von Hochrisiko-Wertpapier an Popularität.

    Kreditinstitute bündeln Hypothekenkredite an bonitätsschwache Kunden, die zu normalen Darlehen keinen Zugang haben. Die resultierenden Wertpapiere werden in der Branche „Non-QM Bonds“ genannt – Bonds aus nicht qualifizierten Hypotheken.

    Das Emissionsvolumen solcher Papiere kletterte in diesem Jahr um 44 Prozent und damit so stark wie noch nie, seit Non-QMs nach der Finanzkrise in Mode kamen. Seit Jahresbeginn wurden Hochrisiko-Kredite über mehr als 18 Milliarden Dollar auf diese Art gebündelt und an Investoren verkauft.

    https://www.cash.ch/news/politik/finanzmaerkte-deja-vu-am-us-hypothekenmarkt-hochrisiko-bonds-sind-zurueck-1427070

    Ich glaube es einfach nicht….

    • Avatar

      Torsten

      10. November 2019 11:59 at 11:59

      man muss nix glauben, es gibt nur 2 Wege:
      1. Crash mit ggf. schwerer Krise, Bürgerkrieg etc.
      2. Reduzierung von Liquidität durch gerechte Steuern und Reduzierung der Vermögensungleichgewichte ( mehr Steuern weniger Staatsschulden

      Bekämpfung von Korruption und Krieg ist ein dauerhaftes Anliegen egal ob1. oder 2.

  5. Avatar

    Hesterberg

    10. November 2019 17:24 at 17:24

    @Columbo @BrettonWood
    Ja, die Frage ist tatsächlich „Wann ist später?“ Seit 2011 sehe ich schon für den Euro keine Zukunft mehr und dennoch feiern die Aktienmärkte seither ein Hoch nach dem Anderen. Ich hätte es nicht für möglich gehalten und so ist mir ein Vermögen an nicht gemachten Gewinnen entgangen. Allerdings muss jedem Anleger natürlich auch klar sein, dass Gewinne nur Gewinne sind, wenn man sie realisiert hat. Die entscheidende Frage ist also „Wann realisiere ich meine Gewinne, bevor ein todsicher irgendwann kommender Einbruch sie mir wieder wegnimmt?“ Diese Frage muss man sich natürlich nicht nur bei Aktien, sondern auch bei Immobilien und Edelmetallen stellen. Ich lasse mich aber durch meinen vorzeitigen Ausstieg aus dem Aktienmarkt nicht beirren. Ich glaube nicht an die Allmacht der Notenbanken, ich glaube an die Kräfte des freien Marktes, verlasse mich auf gesunden Menschenverstand und bin völlig davon überzeugt, dass es Aktien bald mit einem Abschlag von mindestens 50% oder mehr geben wird. Meine Immobiliengewinne habe ich inzwischen fast alle realisiert, denn aus meiner Überzeugung wird auch die Immobilienblase platzen. Und was mir nicht mehr gehört, kann der Staat auch nicht mehr enteignen. Nur wenn sie wieder billig sind, kaufe ich wieder Immobilien. Gleiches gilt für Aktien. Meine Philosophie ist Cash halten (Rohstoffwährungen bevorzugt), die Investition in Edelmetalle (außer Palladium) und ausgesuchte Wachstumsaktien, letztere abgesichert durch Shortpositionen auf die US-Indizes.

    • Avatar

      Spiritus Sanctus

      10. November 2019 19:30 at 19:30

      @Hesterberg, hätte, hätte, Fahrradkette, oder wie man in Bayern sagt, wenn da Hund ned gschissn hätt, hätt er an Hasn dawischt ;)

      Ich kenne mehr als genug Leute, die vor 20 Jahren Aktien gekauft haben und noch heute am fast vollständigen Verlust Ihres Ersparten knabbern, falls die grandiosen börsennotierten Firmen von damals überhaupt noch existieren. Was die Indizes angeht, gehe ich mit Ihnen konform: Es kommt auf den Betrachtungs- und Anlagezeitraum an. Wann wird gekauft, wann wird verkauft? IM DAX sehen wir seit 2007 eine „Performance“ von etwa 4,5% p.a. Abzüglich erheblicher Gebühren in den 12 Jahren wäre das Resultat alles andere als ein Vermögen.

      Zudem hätte ein fast andauernd euphorisierter Anleger erst einmal die Nerven beweisen müssen, den Crash von 2009 auszusitzen, wenn er sein sauer verdientes Geld und die temporären virtuellen Gewinne dahinschmelzen sieht. Was heißt schmelzen, im Chart einen Wasserfall hinabstürzen. Gleiches gilt für die zahlreichen knackigen Korrekturen danach, die man technisch noch nicht als Crash bezeichnet.

      Was Immobilien angeht, gratuliere ich Ihnen zu Ihrer Entscheidung. Solange es nur Spekulationsobjekte waren, an denen Ihr Herz nicht hing, sollten Sie sich über die gigantischen Gewinne freuen, anstatt zu grübeln, ob noch ein paar Prozent mehr drin gewesen wären.

      Ich persönlich glaube bei dem Thema aber nicht an die Kräfte des freien Marktes, auch nicht an den gesunden Menschenverstand. Ich glaube an die Gier, die Angst, die Panik, die Euphorie und das immerwährend gleiche Ende danach.

  6. Avatar

    Banks

    11. November 2019 03:54 at 03:54

    wie weit ein blow off gehen kann? 5% ist doch kein blow off :D Im Sommer 1988 haben auch alle gedacht der Nikkei kann nicht mehr steigern weil es gegen alle Vernunft ist. Trotzdem steigt dann der Irrsinn noch weitere 37% bis der Crash kommt. :P

  7. Avatar

    Prpgnosti

    11. November 2019 12:26 at 12:26

    @ Banks, es gibt einige nachvollziehbare Gründe warum nach 11 Jahren Kunnstrallye u.400 bis 500 %
    Anstieg der Blow off nicht mehr so heftig sein wird, wenn er denn überhaupt kommt.
    – Früher waren die Börsen noch regional, (US Crash 1987 , Japan Crash anfangs 90 er Jahre.)
    – Leute die damals über 80% verloren haben ,können oder wollen jetzt nicht mehr kaufen.
    -Damals waren die Märkte durch „ natürliche Dummheit „ so hoch gepusht worden, man nimmt an dass mit der heutigen „ künstlichen Intelligenz „ die Blödheit einige Prozent weniger sein müsste.
    -Früher hatte es unter den Politikern u.Notenbänkern noch einige ehrenwerte Persönlichkeiten, denen man vertrauen konnte.
    – Die heutige Elite tummelt sich teilweise in der Hochfinanz statt in den
    HOCHSICHERHEITSGEFÄNGNISSEN herum.
    -Dass einige der dicksten DICKFISCHE fast täglich kritische Kommentare über die bürgerkrigsfördernde Umverteilung abgeben könnte auch noch einige Käufer abschrecken.
    P.S Bitte googeln: Ray Dalio- News

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Aktienmärkte: Lockdown – weiter bergab für Dax &Co? Videoausblick

Markus Fugmann

Veröffentlicht

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Der nächste Lockdown (in einer etwas milderen Version im Vergleich zum März) steht bevor – und besonders die Aktienmärkte in Europa reagieren darauf mit Schwäche! Der Dax nun 9% unter seinem Stand vor zwei Wochen – heute dürften neue Corona-Maßanhmen nicht nur in Deutschland, sondern auch in Frankreich beschlossen werden. Am Besten halten sich wieder einmal US-Tech-Aktien, aber die Aktienmärkte warten nun auf den „Super-Donnerstag“ mit den Zahlen von Apple, Amazon, Alphabet und Facebook. Und natürlich auf die US-Wahl. Wie würden die Aktienmärkte reagieren, wenn doch Trump gewinnen würde? Knackpunkt bleibt nach wie vor die Hoffnung auf den großen Stimulus nach der US-Wahl..

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DAX daily: Der Dax stürzt nachbörslich unter die 12.000er Marke

Stefan Jäger

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am

Nach dem schwachen Wochenauftakt bleibt der Dax auch am Dienstag und Mittwochmorgen unter Druck. Infolgedessen fiel der deutsche Leitindex auf ein Vier-Monats-Tief und notierte gestern nur noch knapp über der 12.000er Marke. Dabei sah es zur Börseneröffnung gar nicht so schlecht aus, als der Index ein Tageshoch bei 12.223 erreicht hatte. Von dort aus ging nämlich nur noch abwärts bis zum Tagestief bei 12.034. Es ist, als ob derzeit ein Deckel auf den Aktienmärkten liegt. Der ungewisse Ausgang der US-Wahl sowie die Angst vor weiteren Corona-Einschränkungen verunsichert die Anleger zunehmend. Der Dax schloss den Handel mit einem Verlust von 113 Punkten (-0,93 %) bei 12.063. Nachbörslich ist der deutsche Leitindex noch kräftig unter die Räder gekommen. Dabei hat er die runde 12.000 unterschritten und fiel ohne Gegenwehr bis zur Marke von 11.943. In der Nacht ging es dann noch deutlich tiefer.

News und fundamentale Daten

Nachdem in Frankreich die Kliniken bereits an ihre Grenzen gestoßen sind, denkt man dort offenbar über einen Kurz-Lockdown nach. Die Angst wächst, dass diese Situation auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern eintreten kann. Heute findet hierzulande die Corona-Konferenz statt, dabei dürfte der Bund zusätzliche Maßnahmen beschließen, die unser Leben weiter einschränken und dadurch die wirtschaftliche Erholung einbremst.

Zudem stehen ein paar Wirtschaftsdaten aus den USA auf dem Programm, bevor es morgen am Super-Donnerstag mächtig rund geht. Dann erscheinen nämlich zahlreiche Konjunkturdaten sowie die Quartalszahlen der vier Tech-Riesen Apple, Alphabet, Facebook und Amazon. Zuvor werden heute um 13:30 Uhr die US-Warenhandelsbilanz sowie die Einzelhandelsbestände ohne Fahrzeuge veröffentlicht. Danach folgen um 15:30 Uhr noch die Rohöllagerbestände.

Gestern kurz nach Börsenschluss hat Microsoft seine Quartalszahlen veröffentlicht. Nicht nur beim Umsatz, sondern auch beim Ergebnis je Aktie konnte der Software-Riese die Erwartungen der Analysten schlagen. Damit gehört auch Microsoft zu den 85 % der Unternehmen, die in der laufenden Berichtssaison die Prognosen überbieten konnten. Auffällig ist, dass es trotz guter Zahlen nicht zu weiteren Kurssteigerungen reicht. Das bedeutet, dass die Anleger die guten Ergebnisse bereits eingepreist haben, daher ist die Gefahr einer Enttäuschung wesentlich größer, das hat auch SAP in dieser Woche gezeigt.

Darüber hinaus legen heute mehrere deutsche Unternehmen ihre Zahlen vor. Aus dem Dax sehen wir die Berichte von BASF, Delivery Hero, Deutsche Bank und Deutsche Börse und aus der zweiten Reihe von Puma, Telefonica und DWS. Zudem gibt es noch Zahlen von Boeing, eBay, General Electric, Gilead Sciences, MasterCard und Visa. Damit sehen wir heute schon sehr interessante Quartalsberichte, die aber im Grunde nur das Warm-Up Programm für morgen darstellen.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Knapp eine Stunde vor Börseneröffnung notiert der Dax nicht nur unter der 12.000er Marke, sondern nahe der 11.800. Für die Bullen wäre es wichtig die runde 12.000er Marke zurückzuerobern. Ansonsten besteht die Gefahr das der Dax weiter nach unten durchgereicht wird. Der Dax befindet sich vorbörslich an der Unterstützung bei 11.833 bis 11.820. Geht es noch tiefer, dann ergeben sich weitere Ziele auf der Unterseite bei 11.780 und 11.718. Darunter befindet sich dann erst wieder an der 11.592 eine Unterstützung.

Sollte der Dax einen Erholungsversuch starten, dann muss er die Marken bei 11.875 und das Nachthoch bei 11.961 überschreiten. Dadurch hätte er die Chance die 12.000 zu überwinden. Bei 12.033 liegt dann der nächste Widerstand. Hier könnte er bereits wieder den Rückwärtsgang einlegen. Überschreitet er jedoch die Marke, dann folgen bei 12.090 und bei 12.145 weitere Hürden.

DAX daily: Tagesausblick 28.10. - M30-Chart - Dax stürzt ab

Heutige Pivot Punkte (PP):

12.393 – Pivot Punkt R2

12.170 – Pivot Punkt R1

12.055 – Pivot Punkt

11.831 – Pivot Punkt S1

11.717 – Pivot Punkt S2

Dax Unterstützungen (US):

11.820 – Monatstief Okt. 19

11.760 – 138,2 % Extension (Hoch 13.460)

11.718 – 161,8 % Extension (Hoch 12.279)

11.592 – 161,8 % Extension (Hoch 13.460)

Dax Widerstände (WS):

11.895 – Vorbörse

11.961 – Nachthoch

12.033 – 100 % Extension (Hoch 13.460)

12.090 – WS aus dem H1-Chart

12.145 – Volume-Profile (VOP)

12.254 – Tief 30.07. / vorbörsliches Hoch

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Aktienmärkte: Nach oben ist der Deckel drauf! Marktgeflüster (Video)

Normalerweise starten die Aktienmärkte in der Woche vor den US-Wahlen eine impulsive Rally. Aber vieles spricht dafür, dass das in diesem Jahr nicht so ist!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Normalerweise starten die Aktienmärkte der Wall Street in der Woche vor den US-Wahlen eine impulsive Rally. Aber vieles spricht dafür, dass das in diesem Jahr nicht so ist! Denn nach wie vor hält sich das „große Geld“ zurück, so lange nicht klar ist, ob das Ergebnis der Wahl (von Trump) angefochten wird und dann eine lange Periode der Unsicherheit (mit Kursverlusten) droht. Daher ist mit guter Wahrscheinlichkeit bis mindestens zum US-Wahltermin bei jeder Rally der Aktienmärkte „der Deckel drauf“. Der Dax bleibt nach dem gestrigen Abverkauf schwach und angeschlagen – die Gefahr von Lockdowns bleibt in Europa ein dominierendes Thema..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

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