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Konjunkturdaten

US-Arbeitsmarktdaten im Detail: Neue Jobs beim Staat, aufm Bau, in der Pflege

Claudio Kummerfeld

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am

Die US-Arbeitsmarktdaten wurden vorhin veröffentlicht mit 224.000 neuen Stellen im Juni, was mehr ist als erwartet (+160.000). Beim Staat wurden 33.000 neue Stellen geschaffen (fast ausschließlich auf kommunaler Ebene). Somit gibt es 191.000 neu geschaffene Stellen im US-Privatsektor. Im Verarbeitenden Gewerbe wurden insgesamt 37.000 Stellen neu geschaffen. Im Untersektor Bergbau gingen 1.000 Jobs verloren. Auf dem Bau wurden 21.000 neue Stellen geschaffen. Die Industrie schuf 17.000 neue Stellen.

Zum Vergrößern bitte die Grafiken anklicken.

US-Arbeitsmarktdaten Juni

Verbleiben 154.000 neue Stellen bei Dienstleistungen. Hier erkennt man im Bereich „Einzelhandel, Transport und Lagerhäuser“ einen klassischen „Amazon-Monat“, so möchten wir es mal nennen. Der stationäre Einzelhandel verliert insgesamt 5.800 Stellen. Gleichzeitig schaffen Kurierdienste, Lagerhäuser etc gut 12.000 neue Stellen (folgenden Grafik).

Der Sektor „Professional and business services“ schafft 51.000 neue Stellen. Darunter fallen Jobs für Hausmeister, Müllabfuhr, aber auch Computerdesigner, Buchhalter etc. Der Bereich „Bildung und Pflege“ ist traditionell stark bei neu zu schaffenden Stellen in den USA, vor allem weil wegen der alternden Gesellschaft ständig neue Pflegekräfte benötigt werden. So stammen auch 50.500 der hier neu geschaffenen 61.000 Stellen aus dem Pflegesektor. Der Sektor „Freizeit und Bewirtung“ (Gastronomie, Freizeitparks etc) schafft traditionell auch stets viele neue Jobs in den USA. Mit einem Zuwachs von gerade mal 8.000 Stellen im Juni ist das ein extrem schwaches Ergebnis.

Kurz-Fazit: Die Produktion bringt diesmal viele neue Jobs, aber auch Pflege sowie diverse Dienstleistungsjobs. Ach ja, und der Staat hat auch mitgeholfen mit seinen 33.000 neuen Stellen!

Quelle: US BLS

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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Einkaufsmanagerindizes – anders als in Europa! Hoffnung auf Stimulus..

Markus Fugmann

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Soeben wurde die Einkaufsmanagerindizes für die USA (Markit PMI; Oktober) veröffentlicht:

Verarbeitendes Gewerbe: 53,3 (Prognose war 53,4; Vormonat war 53,2)

Dienstleistung: 56,0 (höchster Stand seit 20 Monaten! Prognose war 54,6; Vormonat war 54,6)

Gesamtindex: 55,5 (Vormonat war 53,2)

Damit zeigt sich in den USA ein anderer Trend: Dienstleistung, in Europa ganz schwach und von der Coronakrise schwer getroffen, hat in den USA bislang kaum Probleme. Aber: man hält sich vor den US-Wahlen zurück, der Optimismus gründet vor allem auf Hoffnungen, bald neue Stimulus-Gelder zu erhalten. Dazu schreibt Markit, das die Daten erhebt:

“The US economy looks to have started the fourth quarter on a strong footing, with business activity growing at a rate not seen since early 2019. The
service sector led the expansion as increasing numbers of companies adapted to life with COVID19, while manufacturing continued to report solid
growth amid rising demand from households and businesses.
“A slowdown in hiring and weaker new order inflows were in part attributable to hesitancy in decision making ahead of the presidential election. More encouragingly, business optimism surged higher, indicating that firms have become increasingly positive about prospects for the coming year amid hopes of renewed stimulus, COVID-19 containment measures gradually easing and greater certainty for businesses and households after the presidential elections.”

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Europa

Deutsche Wirtschaft: Schwache Dienstleister, starkes Gewerbe

„Dauerhafter Aufschwung ab jetzt zunehmend schwieriger“

Markus Fugmann

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Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für deutsche Wirtschaft (Markit PMI; erste Veröffentlichung für Oktober) veröffentlicht – einer der zentralen Indikatoren für die deutsche Wirtschaft:

Gesamtindex: 54,5 (Prognose war 53,2; Vormonat war 54,7)

Verarbeitendes Gewerbe: 58,0 (Prognose war 55,1; Vormonat war 56,4)

Dienstleistung: 48,9 (Prognose war 49,2; Vormonat war 50,6)

Damit bestätigt sich der Trend der letzten Zeit: Dienstleistung leidet, Gewerbe bleibt robust (noch?)

Kurz zuvor war der Einkaufsmanagerindex aus Frankreich mit 47,3 schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war 48,0)

(Hinweis: das ifo Institut hat soeben mitgeteilt, dass die ifo Umfrage erst am Montag veröffentlicht wird, im Videoausblick hatte ich gesagt, dass die Zahlen heute um 10Uhr veröffentlicht werden).

Dazu kommentiert Phil Smith von Markit, das die Daten erhebt: „dauerhafter Aufschwung ab jetzt zunehmend schwieriger“

„Die deutsche Wirtschaft hält sich angesichts der zweiten Corona-Infektionswelle erfreulicherweise ziemlich wacker, wie der Oktober-Flash zeigt.
Obwohl einige Dienstleistungsunternehmen unter den neuen Restriktionen und der zunehmenden Unsicherheit im Zusammenhang mit der ‘zweiten Welle’ leiden, hielten sich die Geschäftseinbußen hier insgesamt noch in Grenzen. Gleichzeitig hat die boomende Industrie der Konjunktur ordentlich Auftrieb verliehen. Folglich sieht es zunehmend nach einer Wirtschaft der zwei Geschwindigkeiten aus. Das verarbeitende Gewerbe ist bisher weniger stark von den neuen Restriktionen betroffen als der Servicesektor und hat zudem enorm vom wieder
florierenden Welthandel profitiert. Da sich immer mehr Industrieunternehmen dem Wachstumsniveau von vor der CoronavirusPandemie nähern oder es sogar schon erreicht haben, wird ein dauerhafter Aufschwung ab jetzt zunehmend schwieriger. So sind die Erwartungen der Hersteller im Oktober auch erstmals seit siebenMonaten wieder leicht gesunken. Dennoch, Sorgenkind Nummer eins bleibt der Dienstleistungssektor.”

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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Erstanträge besser als erwartet – Folgen für Stimulus?

Redaktion

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am

Von

Die US-Erstanträge (jobless claims) auf Arbeitslosenhilfe (für die letzte Woche) steigen nur um 787.000 (offizielle Prognose war 860.000, Vorwoche war 898.000, nun auf 842.000 nach unten revidiert).

Die fortgesetzen Anträge (continuing claimes) liegen mit 8,373 Millionen ebenfalls deutlich unter der Erwartung (Prognose war 9,50 Millionen; Vorwoche war 10,018 Millionen, nun auf 9,397 Millionen nach unten revidiert).

Gute Daten – aber senkt das die Notwendigikeit für weiteren Stimulus?
So oder so – es gibt viele Berichte über betrügerische Anträge – so sind in Arizona ca. 90% der Anträge abgeöehnt worden. Dazu vermutlich auch Probleme in Kalifornien..

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