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Indizes

US-Berichtssaison – wiederholt sich ein Schema?

Kommt die Earnings Recession“ – oder wiederholt sich ein Prozedere, wie wir es bereits in den ersten beiden Quartalen des Jahres gesehen haben?

Wolfgang Müller

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Am morgigen Dienstag startet die US-Berichtssaison für das dritte Quartal mit den Ergebnissen der Großbanken so richtig durch und man erwartet insgesamt eine „Earnings Recession“, also sinkende Gewinne mit einem Minus von 4,1 Prozent. Aber wird es wirklich so kommen, oder wiederholt sich ein Prozedere, wie wir es bereits in den ersten beiden Quartalen des Jahres gesehen haben?

 

Das „geschickte“ Vorgehen der Firmen in der US-Berichtssaison

Mit der Wirtschaft der USA geht es bereits schon seit Oktober letzten Jahres tendenziell nach unten. Im Dezember 2018 kam es nach den vier Zinsanhebungen der Federal Reserve plus der Bilanzreduzierungen (auf Autopilot) zu einem heftigen Kursrutsch und zu einem Rezessionsszenario. Die Erwartungen für Q1 sanken, man erwartete ein Ergebnisminus von zwei Prozent, aber es wurde ein Plus von drei Prozent. Nach Bekanntgabe der Quartalsergebnisse stand plötzlich im BIP-Wachstum der US-Wirtschaft ein überraschendes Plus von 3,1 Prozent.

Im zweiten Quartal ging das Wachstum der US-Wirtschaft zwar auf 2,1 Prozent zurück, die Unternehmensergebnisse schlugen die vorher abgesenkten Erwartungen (FactSet sprach noch im Juni von einem Ergebnisrückgang im S&P 500 von 2,7 Prozent) mit über fünf Prozent plus gegenüber 2018 deutlich.

Jetzt beginnt traditionell die heiße Phase der US-Berichtssaison mit den Bank- und Finanzwerten:

15. Oktober: Citigroup, Goldman Sachs, JPMorgan, Morgan Stanley, Wells Fargo,
16. Oktober: Bank of America,
18. Oktober: American Express, BlackRock

Alles Riesen aus der Finanzbranche, die in den nächsten Tagen mit ihren Zahlen aufwarten. Die Ergebnisse spielen eine große Rolle für den S&P 500, denn: Über 60 Prozent der Gewinne kommen zwar von Industrieunternehmen, aber in guten Zeiten sind allein die Finanzwerte an der Wall Street für ein Viertel verantwortlich.

Fazit – die Lage vor der US-Berichtssaison

Eigentlich müsste es in der kommenden US-Berichtssaison schlechte Ergebnisse und damit entsprechende Enttäuschungen am Aktienmarkt geben, zu negativ ist das makroökonomische Umfeld mit den spürbaren Implikationen auf die US-Wirtschaft.

Jedoch darf man das Geschick der Amerikaner im „Financial Engineering“ nicht unterschätzen, denn es gibt nicht nur Aktienrückkäufe und allerlei Bilanzierungstricks – auch in punkto Erwartungen hinsichtlich der Unternehmensergebnisse geht man sehr gerissen vor. Mit den Mid-Quarter-Updates senkt man übertriebene Hoffnungen im Vorfeld. Haben nicht von 113 Unternehmen im S&P 500 bislang 82 vor Gewinnrückgängen gewarnt, wie Hannes Zipfel vorige Woche in einem Artikel berichtet hat?

Um dann vielleicht bei Bekanntgabe der Ergebnisse die tief gestapelten Aussichten übertreffen zu können?

Aber erheblich bedeutsamer als der Rückblick sollten die Ausblicke der Unternehmen auf die Quartale Q4 oder Q1 (2020) zu gewichten sein. Vor Kurzem ging man noch von einem Gewinnwachstum in Q4 von drei Prozent und zehn Prozent für Q1 im neuen Jahr aus. Ein Szenario, welches die Investoren glauben, ansonsten dürften die Kurse nicht auf diesen Höhen stehen.

Wir haben ohne Zweifel derzeit ein extremes Auseinanderklaffen an den Börsen zwischen den aktuellen Daten und den Erwartungen. Eine Schere, die sich weit geöffnet hat und die sich schließen muss. Aber da Wirtschaft und Börse unglaublich viel mit Psychologie zu tun hat (Ludwig Erhard: Wirtschaft ist zu 50 Prozent Psychologie, 1963), hängt Vieles vom weiteren Agieren eines Mannes ab, dessen Namen ich jetzt nicht nennen will..

 

Die US-Berichtssaison startet in dieser Woche

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Finanznews

Aktienmärkte: Ich glaube an die Jahresendrally! Marktgeflüster (Video)

Sehen wir nun also jetzt schon den Beginn der Jahresendrally, kommt jetzt also die weitere, ungebrochene Aufwärtsbewegung der Aktienmärkte?

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte heute einmal mehr stark – weil Trump nun den Übergang zu Biden ermöglicht hat und Janet Yellen wohl neue US-Finanzminsterin wird (allerdings überschätzen die Märkte ihre Möglichkeiten, sie muß sich mit Mitch McConell auseinandersetzen!). Sehen wir nun also eine Jahresendrally, also die ungebrochene weitere Aufwärtsbewegung? Eher unwahrscheinlich – zuvor braucht es eher noch einmal eine Korrektur der völlig überhitzten Aktienmärkte (vor allem Energie-Werte etc.), bevor dann eben diese Jahresendrally einsetzen kann. Was für diese Korrektur fehlt ist ein Katalysator, eine Meldung, die die bereits all-in Investierten auf dem falschen Fuß erwischt und aus dem Markt kegelt, bevor dann die starken Hände wieder kaufen..

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Gold/Silber

Aktuell: Dow mit Allzeithoch, Ölpreis steigt – warum der Goldpreis bei 1.800 Dollar hängt

Claudio Kummerfeld

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Aktuell tut sich einiges an den Märkten. Der Dow Jones hat vorhin mit 29.996 Punkten ein neues Rekordhoch erreicht. Die Aktienmärkte sind in guter Laune. Der Dax ist von seinem Hoch aus dem Frühjahr immer noch gut 500 Punkte entfernt, aber er klettert auch mit nach oben. Der Ölpreis steigt, der Goldpreis fällt weiter. Aber warum? Neben den positiven Corona-Nachrichten bringt heute eine weitere gute Nachricht neuen frischen Schub für die Aktienmärkte. Donald Trump macht nun offenbar den Weg frei für die Amtsübergabe an die Biden-Administration. Damit haben die Märkte mehr Sicherheit, dass in den USA wohl doch kein großes Chaos oder eine Verfassungskrise ausbrechen wird.

Außerdem scheint Joe Biden die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen zur neuen US-Finanzministerin machen zu wollen. Auch das freut den Markt. Die Geldflut kann weiter gehen, und die Konjunktur in den USA dürfte weiteren staatlichen Stimulus erhalten. Das pusht die Aktienmärkte, und auch der Ölpreis steigt kräftig. Alleine seit heute Nacht bei 43 Dollar steigt der WTI-Ölpreis aktuell auf 44,94 Dollar. Mehr Konjunktur-Stimulus bedeutet auch mehr Öl-Nachfrage. Logisch, dass da der Ölpreis ansteigt.

Goldpreis verliert gegen Aktienmärkte

Gold ist der Verlierer. In so einem positiven Umfeld schichten die Börsianer in risikoreichere Geldanlagen wie Aktien um, und der Goldpreis fällt. Nach positiven US-Konjunkturdaten von gestern war der Goldpreis bereits spürbar gefallen, von gestern 1.868 Dollar bis vorhin auf genau 1.800 Dollar im Tief. Ein große runde Marke ist immer wichtig für die Börsianer. Drüber und drunter liegen in der Regel viele Stop-Orders.

In den letzten Augenblicken kann der Goldpreis leicht auf 1.807 Dollar steigen, aber die Lage ist doch sehr wacklig. Es kann auch in Kürze einen Abwärtsschub unter 1.800 Dollar geben. Interessant: Die Bewegung im US-Dollar scheint derzeit weniger Einfluss auf den Goldpreis zu haben. Die negative Korrelation zwischen den beiden funktioniert diese Woche nicht so richtig. Vielmehr ist es aktuell eine negative Korrelation zwischen Gold und Aktienmärkten. Der Chart reicht bis Mitte letzter Woche zurück. Wir sehen den steigenden Dow Jones gegen den fallenden Goldpreis. Die aktuell gute Stimmung für risikoreichere Assets drückt gegen Gold.

Chart zeigt Kursverlauf von Dow Jones gegen Goldpreis seit letzter Woche

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Indizes

Rüdiger Born: Die aktuelle Lage bei Dow Jones und Nasdaq

Rüdiger Born

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