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USA – Itˋs the stock market, stupid!

Warum für die Amerikaner so viel auf dem Spiel steht derzeit!

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Was ist wirklich wichtig in den USA? „Itˋs the economy stupid!“, so lautete eine Bemerkung des ehemaligen US- Präsidenten Bill Clinton, auf eine Frage nach dem entscheidenden Etwas, aber heutzutage dürfte noch etwas anderes Bedeutung erlangt haben, nach einem Anstieg in unglaubliche Dimensionen.

USA – der Vermögenszuwachs durch die US-Aktienmärkte

Auch wenn ich schon einige Kommentare zu dem Thema verfasst habe („Das Billionen-Dollar-Risiko“), so erscheint es mir wichtig, angesichts der Diskussionen über den Handelsstreit und der Frage, wer am längeren Hebel sitzt, die Größenordnungen noch einmal aufzuzeigen. Auch wenn uns bei Kennzahlen in zweistelliger 10-hoch-12-Dimension der präfrontale Cortex schlapp macht. Zwar haben die USA mit ihrem Dollar als Weltleitwährung und dem überaus dominanten Aktienmarkt eine Ausnahmestellung in der Welt erreicht, aber zugleich sind sie damit verwundbar geworden. Hier ein paar Fakten:

Die Welt-Marktkapitalisierung aller von der World Federation of Exchanges gelisteten Börsen betrug vor einem Jahr ca. 84,9 Billionen Dollar. Der Anteil der Marktkapitalisierung der USA stieg auf über 35 Billionen US-Dollar. Ein Wert von über 41 Prozent, der seither sogar noch gestiegen ist. Auch ablesbar am MSCI World, bei dem der US-Anteil schon über 60 Prozent beträgt.

Der Gesamtwert der US-Aktienmärkte hat sich seit dem Tief im März 2009 vervierfacht und das bedeutet für mehr als die Hälfte der Amerikaner, die Aktien oder Aktienfonds besitzen, einen unglaublichen Vermögenszuwachs. Auch wenn man dies in Relation zum US-BIP von zuletzt 20,5 Billionen Dollar setzt.

Im Vergleich dazu Deutschland: Unser BIP betrug im Jahr 2018 – 3,344 Billionen Euro, die deutschen Aktienmärkte hatten eine Marktkapitalisierung von gerade mal 2,2 Billionen Euro. Chinas Börsen kamen zu diesem Zeitpunkt auf eine Marktkapitalisierung von 8,6 Billionen Dollar, inklusive Hongkong 12,8 Bio.$. Das chinesische BIP entsprach 13 Billionen Dollar.

Aus diesen Größenordnungen wird klar, was eine ausgewachsene Baisse an den US-Börsen für Verluste für die Aktienbesitzer auslösen würde. Ein Einbruch wie zur Finanzkrise (57 Prozent) hätte einen Vermögensverlust von fast 20 Billionen Dollar zur Folge. Soviel wie die Summe aller in einem Jahr in den USA produzierten Waren und Dienstleistungen und deutlich mehr als das BIP Chinas.

Bei Gegenüberstellung dieser Zahlen wird aber auch deutlich, wie abhängig die gesamte US-Gesellschaft vom Zustand ihrer Wertpapiermärkte geworden sind. Donald Trump hat durch seine Steuerreform nochmals für einen Extraschub gesorgt. Die Firmen haben eifrig eigene Aktien zurückgekauft und nicht wie gewollt investiert, die Staatsschulden sind durch die Steuerausfälle in die Höhe geschnellt.

Fazit

Donald Trump rühmt sich, dass während seiner kurzen Amtszeit die Aktienkurse um fast 40 Prozent gestiegen sind. Dabei hat er einen Handelsstreit mit China vom Zaum gebrochen, der zwar in vielen Punkten gerechtfertigt ist, schließlich hält sich der Emporkömmling seit Jahren nicht an die Regeln der WTO. Aber durch sein unabgestimmtes Vorgehen beieinträchtigt er die Weltwirtschaft – Stichwort Fed-Studie, die die Kosten auf  850 Milliarden Dollar berechnet – und damit auch seine eigene Wirtschaft. Er reitet mit seinen Eskalationen auf einem Pulverfass – überzieht er, wird ihn auch die Fed nicht retten können.

Itˋs the stock market, Mr. President!

In den USA sind die Finanzmärkte von überragender Bedeutung für den Wohlstand der Bevölkerung

4 Kommentare

4 Comments

  1. Macwoiferl

    11. September 2019 09:20 at 09:20

    Das weiß er und deswegen treiben die Algomaten auch schon wieder nach oben.
    DAX 12.600 plusplus, Dow 27.000 plusplus sehr nahe, es wird jetzt wochenlang nur UP gehen.
    Es regieren das Ministerium für Kurspflege mit seinen Trading-Algorithmen. Raus mit den Shorties.
    Allerdings eine Milchmädchenrechnung.
    Denn die Amis haben ihr „Vermögen“ tüchtig beliehen!
    Es MUSS nach oben gehen, weil sonst die Luft zum Atmen (Konsum auf Pump) fehlt.
    Ein kurzer Blick auf die Schuldenuhr (usdebtclock.org) verdeutlicht:
    2008 war nur ein Übungslauf.
    In Deutschland ist es anders: Dort wirtschaftet man von der Substanz.
    Die Elterngeneration hat aufgebaut und nun wird von den Erben „gelebt“… da verliert die Rezession ihren Schrecken.

    Echtes Wachstum jedenfalls steckt nicht hinter dem Börsenboom.
    Sage ich ja dauernd hier und nun @Wolfgang Müller auch…
    Die Apple Watch mit dem größeren Display und das I Phone X sind die einzigen Innovationen des vergehenden Jahrzehnts.
    Woher soll also Wachstum kommen?

  2. Kritisch on fire

    11. September 2019 09:28 at 09:28

    In unzähligen Kommentaren, Presseberichten, etc., wird immerwieder darüber berichtet wie unfair doch die sog. Billiglohnländer seien, wenn sie nach jahrelangem Technologietransfer und Ausnützung eben dieser billigen, „verlängerten Werkbank“ durch die Industrienationen eben diese Länder selbst immer stärker mit eigenen Produkten auf den Markt drängen. Das ist bei China so und war und ist so bei den postkommunistischen Ländern. KEINER der Kritiker merkt dabei an, welch enorme Gewinne durch Ausnützung dieser Billig-Produzenten erwirtschaftet wurden! KEINER möchte wahr haben, dass dies der Preis für jahrelange Vorteile ist. ALLE Nutznießer dieser „Ausbeutungen“ beschweren sich fürchterlich darüber und ziehen wie Karawanen immer weiter, von Land zu Land. War es in der Vergangenheit Asien so wird es in Zukunft der afrikanische Kontinent sein. Immer mit den gleichen Vorzeichen und am Ende mit dem gleichen Ergebnissen und Erkenntnissen. Dass dabei eine Spur der Verwüstung (Nichteinhaltung von Umweltstandards, Menschenrechten, etc.)hinterlassen wird ist den Industrienationen scheißegal. Ich bin schon neugierig wie es wird wenn nur noch verbrannte Erde übrig ist und keine weiteren Ziele für die „Heuschreckenschwärme“ bestehen. Und warum das alles? Ja, dem schnöden Mammon hinterherjagend. Weil es ja so wichtig ist noch eine Milliarde mehr zu besitzen. Vielleicht wäre es ja hilfreich den Treibern dieses Wahnsinns einmal zu verdeutlichen, dass das letzte Hemd keine Taschen hat!

  3. Altbär

    11. September 2019 09:50 at 09:50

    Es schadet Nichts, diese Dimensionen wieder einmal durch die Börsianer-Hirne laufen zu lassen.
    Auch die Anhänger der MMT sollten ein wenig nachdenken.Es wäre natürlich positiv ,wenn diese illusorischen Buchgewinne real durch echte Firmengewinne entstanden wären.
    Aber Kredit-u.zinsgetriebene, steuersenkungsgetriebene u.aktienrückkaufgetriebene Börsengewinne
    sind nicht nachhaltig u.sind vorgezogener Konsum.Alle Permabullen können W.Müller dankbar sein für diese Zahlen, sie haben jetzt noch einige Tage Zeit um auszusteigen, aber bitte nicht Alle gleichzeitig,denn eine Übertreibung nach unten würde eine Korrektur von 60 bis 70% bedeuten.
    Die Amis sind jetzt im Dilemma, dass eine Korrektur um mehr als 20% nicht mehr erträglich wäre,
    die meisten andernLänder haben solche Korrekturen noch ausgehalten.
    Wunderbare Aussichten, fast die Hälfte der Welt- Marktkapitalisierung ist HEISE LUFT, das ist auch der Grund für die KLIMAERWÄRMUNG !

  4. Hesterberg

    11. September 2019 11:43 at 11:43

    Werter Herr Müller, schreiben Sie bitte ruhig immer wieder über dieses Pulverfass, auf dem die Amerikaner (und damit wir alle) sitzen. Vor großen Gefahren muss immer wieder erneut gewarnt werden! Sonst geraten sie allzu schnell in Vergessenheit.

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