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Europa

Verarbeitendes Gewerbe in Deutschland: Katastrophaler Rückgang

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Im Verarbeitenden Gewerbe sieht man den Konjunkturabschwung mit voller Härte. Ganz aktuell wurden die Auftragseingänge für den Monat Februar veröffentlicht. Zunächst der weniger wichtige Monatsvergleich von Januar auf Februar. Weniger wichtig ist er, weil saisonale Schwankungen immer einen verfälschten Eindruck liefern können. So geht der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe um 4,2% zurück, bei einer Erwartung von +0,3%.

Aber wirklich schlimm ist die aktuell veröffentlichte Zahl für den Jahresvergleich von Februar 2018 auf Februar 2019. Dort geht der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe nämlich um 8,4% zurück. Das kann man schon als Katastrophe bezeichnen! Der Jahresvergleich zeigt einen „ehrlichen“ Vergleich, weil die selben Monate verglichen werden, mit einem Jahr Abstand.

Die Grafik (reicht zurück bis ins Jahr 2011) zeigt gut den Abschwung bei den Auftragseingängen. Vor allem die Auftragseingänge aus dem Ausland stürzen steil ab. 8,4% weniger Auftragsvolumen binnen eines Jahres, das ist deutlich! Müssen sämtliche Ökonomen und Institute ihre Konjunkturprognosen bald erneut nach unten revidieren?

Verarbeitendes Gewerbe

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    asisi1

    4. April 2019 09:07 at 09:07

    Es ist doch alle in Ordnung. Es ist nur Schwarzmalerei. Das Geld kommt doch aufs Konto. Wir faffen das!

  2. Avatar

    Nonkonformist sagt

    4. April 2019 10:22 at 10:22

    Ist doch alles in Ordnung sagen mir doch immer meine Spezis vom Stammtisch so lange wir unser Bier trinken können ist alles Gut.
    Ja so schauts halt mal aus in Schland jeder ist sich der Nächste.
    Da kann man reden , aufklären und hinweisen wie man will Ergebnis NATA , NULL , Nothing interessiert doch kein Sch…..n und keiner hört zu !!!!!!!!!!!!!!!

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    Mike

    4. April 2019 10:23 at 10:23

    Man fragt sich doch welchen Sinn diese ganzen Experten haben, welche die Prognosen erstellen.
    Sie irren sich ja so gut wie immer.
    Wenn Ich meine Arbeit so verrichten würde, könnte Ich innerhalb kurzer Zeit Konkurs anmelden!

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    Genauer Falschschätzer

    4. April 2019 10:41 at 10:41

    @ Mike, meine Devise, „ UNGEFÄHR RICHTIG IST BESSER ALS GENAU FALSCH .Mit gesundem Menschenverstand kann man die Wirtschaft ungefähr voraussehen. Aber da wird ein riesiger Aufwand betrieben um auf 2 Kommastellen genau falsch zu liegen.Jetzt sind gerade wieder alle Institute mit ihren Weisen ( Waisen) daran ihre Zahlen herunterzuschätzen.
    Wäre auch einmal ein Thema, was nützen solche Leute? werden doch sonst alle unproduktiven Leute entlassen oder ausgelagert.

  5. Pingback: das-bewegt-die-welt.de

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    Wutbürger

    5. April 2019 00:09 at 00:09

    Aber das Wichtigste bleibt unerwähnt: das passiert bei den tiefsten Zinsen seit Adam und Eva! In dieser EZB mit ihren völlig leeren Pulverkammern müssen doch jetzt alle Hosen randvoll sein vor Angst, dass der Mr. Market nun doch mit der großen Depression unterm Arm erscheint, die vor 10 Jahren so großspurig mit dieser Technologie „Notenpresse“ (Copyright by Ben Bernanke) zugekleistert wurde!

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Europa

EU: Einzelhandelsumsätze schwach – Deutschland auch beim BIP in „Abstiegszone“

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Vor wenigen Minuten wurden die Einzelhandelsumsätze aus der Eurozone veröffentlicht: sie fielen mit -0,6% schwächer aus als erwartet (Prognose war -0,5%). Zum Vorjahresmonat stiegen damit die Einzelhandelsumsätze lediglich um +1,4% und damit deutlich weniger als die erwarteten +2,2%.

Dazu wurden der Vormonat September von zuvor +0,1% auf nun -0,2% nach unten revidiert.

Besonders schwach war mit -1,9% Deutschland und Irland – kein gutes Omen für das Weihnachtsgeschäft. Dazu Eurostat:

„Among Member States for which data are available, the largest decreases in the total retail trade volume were registered in Germany and Ireland (both -1.9%) and Finland (-1.2%). The highest increases were observed in Portugal (+2.1%), Poland (+0.9%), Belgium and Romania (both +0.8%).“

Die Einzelhandelsumsätze im Oktober waren schwach

Das BIP der EU fiel in der letzten Veröffentlichung mit +0,2% aus wie erwartet. Auch hier: Deutschland in Sachen Wachstum in der „Abstiegszone“, während die mittelosteuropäischen Staaten das stärkste Wachstum verzeichnen:

„Among Member States for which data are available for the thirdquarter of 2019, Poland (+1.3%), Hungary (+1.1%) and Estonia (+1.0%) recordedthe highest growth compared with the previous quarter, followed by Bulgaria, Croatia and Slovenia(all+0.8%). The lowest growth was observed in Germany, Italy and Austria (all +0.1%).“

Deutschland ist Schlusslicht beim BIP

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Europa

Auftragseingänge Industrie: Katastrophaler Rückgang!

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Das Statistische Bundesamt hat soeben die Auftragseingänge für die Industrie (Verarbeitendes Gewerbe) für den Monat Oktober veröffentlicht. Im Vergleich zu Oktober 2018 ist es ein katastrophaler Rückgang von 5,5% nach bereits -5,0% im Vormonat. Im Monatsvergleich von September zu Oktober ist es ein Rückgang von 0,4% (erwartet +0,3%). Dabei gibt es eine klare Zweiteilung nach Inlands- und Auslandsaufträgen, wie auch die folgende Grafik zeigt. Im Zitat von den Statistikern:

Im Oktober 2019 fielen die Aufträge aus dem Inland im Vergleich zum Vormonat um 3,2 %, die Auslandsaufträge erhöhten sich um 1,5 %. Dabei nahmen die Auftragseingänge aus der Eurozone um 11,1 % zu. Die Auftragseingänge aus dem restlichen Ausland fielen dagegen um 4,1 % gegenüber September 2019.

Auftragseingänge Industrie im Langfristchart

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Europa

Deutscher Maschinenbau meldet dramatischen Absturz – Krise weiter in vollem Gange!

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Wo einige Ökonomen dank des minimal im Plus gemeldeten BIP im 3. Quartal schon das Ende der Krise am Horizont sehen, da meldet die Industrie mehr als schlechte Daten. Neben Autos ist der Maschinenbau der zweite Kern der deutschen Industrie. Der Maschinenbau-Verband „VDMA“ hat vor wenigen Minuten aktuellste Daten für die Auftragseingänge für den Monat Oktober gemeldet. Sie liegen 11% unter dem Wert aus Oktober 2018. Katastrophal schlecht! Selbst der VDMA verweist auf Hoffnungen des Vormonats, dass die Krise sich abmildern könnte, weil der Rückgang im September nur noch bei -4% lag. Zitat VDMA:

„Die jüngsten Hoffnungszeichen auf ein Ende der konjunkturellen Talfahrt in der deutschen Industrie machen sich noch nicht in den Auftragsbüchern der Maschinenbauer bemerkbar“, sagte VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. Die Bestellungen aus dem Inland sanken im Oktober um 13 Prozent, die Nachfrage aus dem Ausland ging um 10 Prozent zurück. Aus den Euro-Ländern kamen 8 Prozent weniger Orders, aus den Nicht-Euro-Länder waren es 13 Prozent weniger. „Wir erleben auf vielen Feldern im Maschinenbau, dass Kunden ihre Investitionen zurückhalten. Grund dafür ist eine anhaltende Verunsicherung, wie es mit der Weltkonjunktur kurz- und mittelfristig weitergeht“, sagte Wiechers. Im Drei-Monats-Vergleich August bis Oktober 2019 lagen die Bestellungen ebenfalls um real 11 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Inlandsaufträge sanken um 11 Prozent, die Auslandsorders verbuchten ein Minus von 10 Prozent. Die Bestellungen aus den Euro-Ländern gingen um 6 Prozent zurück, aus den Nicht-Euro-Ländern kamen 12 Prozent weniger Aufträge.

Maschinenbau Beispielfoto

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