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Indizes

Wall Street und Dax: Der Kampf jeder gegen jeden

Warum die Märkte derzeit so brutal agieren!

Markus Fugmann

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Was in den letzten Tagen an der Wall Street passierte war krass – und es ist nach wie vor krass! Nach dem größten Punktegewinn in der mehr als 100-jährigen Geschichte des Dow Jones mit einem Zugewinn von mehr als 1000 Punkten wurde gestern die Hälfte der Vortages-Gewinne wieder abgegeben – die US-Indizes waren lange fast 3% im Minus. Aber dann folgte beim Dow Jones in kurzer Zeit ein Anstieg von 900 Punkten – und sämtliche US-Indizes schlossen im Plus, am Deutlichsten der Dow mit einem plus von mehr als einem Prozent. Das war das stärkste intraday reversal seit dem Jahr 2010! Es purzeln also nach wie vor Rekorde in diesen krassen Märkten!

Dass derzeit etwas nicht ganz „normal“ ist, sieht man an der Punkte-Bandbreite bem Dow Jones – eine solche Häufung von starken Ausschlägen haben wir in dieser Form zuletzt in den Jahren 2008/2009 gesehen:


(Handelsspanne in Punkten beim Dow Jones; Chart: zerodhedge.com; durch anklicken vergrößern)

Was ist da los? Man könnte sagen: ein Kampf aller gegen alle. So sind amerikanische lizensierte Vermögensverwalter (CTAs) stark short positioniert – und wurden daher vorgestern und gestern hart erwischt. Auslöser der starken Rally im späteren Handel waren Käufe durch Algos – und es sind vermutlich die Algos der amerikanischen Pensonsionfonds.

Letztere hatten ihre Aktienquote zugunsten von Anleihen stark reduziert und müssen nun zum Ende des Jahres ihre Portfolios wieder ausbalancieren, sprich den Aktienanteil erhöhen. Schätzungen gehen davon aus, dass diese US-Pensionsfonds bis Jahresende US-Aktien im Wert von insgesamt 60 Milliarden Dollar kaufen werden – nun ist die Frage, wieviel ihres Pulvers schon bereits verschossen ist. Blickt man auf die Marktreaktionen in den eher liquiditätsarmen Tagen um Weihnachten herum, so scheint doch bereits einiges investiert worden zu sein – sonst würden solche massiven Bewegunen wie das gestrige reversal nicht passieren!

Jedenfalls erinnert die derzeitige charttechnische Lage beim S&P 500 an den Dezember des Jahres 2000 – auch damals erfolgte nach starkem Abverkauf eine Drehung nach oben, die bis ca. Mitte Januar 2001 andauerte – bevor es dann zum nächsten Abverkauf kam:

Im Vergleich zur Wall Street bewegt sich der Dax derzeit weniger heftig, wenngleich sich das aktuelle Chartmuster des deutschen Leitindex mit dem der US-Indizes doch stark ähnelt:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Gestern fiel der Dax auf den tiefsten Schlußkurs seit November 2016, alle 30 Dax-Werte waren negativ. Man hat derzeit das Gefühl, dass der Dax die massiven Erholungen der Wall Street nur mit angezogener Handbremse mitspielt, während er nach Süden mehr Bereitschaft zeigt, sich zu bewegen. Der Chart ist inzwischen regelrecht ausgebombt – Widerstand zunächst bei 10500 Punkten, Unterstützung das gestrige Tief im Bereich der Zone 10280 bis 10300 Punkte.

Die Wall Street wird weiter den Takt vorgeben – und dort kann die Erholung durchaus noch weiter gehen als eine Mischung von Algo-Käufen und Short-Squeeze. Aber eventuelle Anstiege sind nicht mehr als – hier wiederholen wir uns – Bärenmarktrallys, weil Bullenmärkte grundsätzlich anders „ticken“: sie sind schlicht weniger impulsiv und einfach viel konstanter..

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Aktien

Dax mit Crash? Mögliche Ausweitung der EZB-Maßnahmen, Ideen zu SAP und Allianz

Redaktion

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Gibt es im Dax einen neuen Crash? Diese Frage bespricht Manuel Koch im folgenden Video mit einer Expertin. Auch Thema seines Videos sind die ganz frisch verkündeten neuen Rettungsgelder für die Wirtschaft, damit der anstehende kleine Lockdown im November verkraftet werden kann. Wichtig ist auch die heute angedeutete Ausweitung der EZB-Maßnahmen im Dezember.

Manuel Koch bespricht im Video auch zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Die Aktien der Allianz seien eine Short-Chance per Stop-Sell-Order. Die Aktien von SAP seien ein Kauf per Stop-Buy-Order. Beide Ideen werden ausführlich begründet.

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Finanznews

Aktienmärkte: Erholung – aber dickes Warnsignal! Marktgeflüster (Video)

Die Aktienmärkte erholen heute sich nach dem gestrigen herben Abverkauf – aber dennoch ist das, was gestern passiert ist, ein wichtiges Warnsinal!

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte erholen sich nach mdem gestrigen herben Abverkauf heute – aber dennoch ist das, was gestern passiert ist, ein wichtiges Warnsinal: es gibt an den Märkten keine Fluchtmöglichkeiten mehr! Denn gestern fiel alles: die Aktienmärkte, aber auch Gold und Bitcoin – während Aneihen zwar zunächst zulegen konnten, dann aber auch diese Gewinne wieder abgaben (untere Grenze bei Renditen). Die einzige Fluchtmöglichkeit ist nun noch der (ziemlich ungeliebte) US-Dollar. Das bedeutet: wenn Panik aufkommen sollte, besteht ein großes Potential für eine Art „Aufwärts-Crash“ beim Dollar, weil dann alle durch die gleich Tür müssen. Nach wie vor gilt: solange nicht klar ist, was durch oder mit der US-Wahl passiert, sind Rallys der Aktienmärkte „gedeckelt“..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

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Indizes

Aktienmärkte: Stimulus – so sicher wie das Amen in der Kirche

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Im Artikel von Hannes Zipfel („Der Stimulus kommt garantiert!“) wird auf die überragende Bedeutung der Stimuli seitens der US-Regierung sowie der Federal Reserve hingewiesen: Ohne diese Billionen würden die so essenziellen Aktienmärkte der USA auf ganz anderen Höhen (oder besser: Tiefen) stehen.

Hierzu noch ein paar ergänzende Bemerkungen: Die Stimuli müssen kommen, angesichts der aufflammenden Pandemie, so dass der neuen (oder alten) US-Regierung sowie der Notenbank gar nichts anderes übrig bleibt, als zu „stimulieren und zu drucken“, was das Zeug hält.

Warum die Aktienmärkte Recht haben, wenn sie den Stimulus als sicher ansehen

Die offizielle Zahl der US-Arbeitslosen beträgt derzeit immer noch um die 11 Millionen Menschen. Wenn deren Unterstützung ausbleibt, wird der Konsum leiden, der 70 Prozent des US-BIP ausmacht. Die Erholung des Arbeitsmarkt wird durch die Infektionszahlen bestimmt,  und Fed-Chef Jerome Powell betont es immer wieder gebetsmühlenartig: Seinen gesetzlichen Auftrag, die Erreichung von „Maximum Employment.“

Die Coronakrise hat die amerikanischen Aktienmärkte in Mitleidenschaft gezogen: diese haben immer mehr an Marktkapitalisierung hinzugewonnen in den letzten Jahren und bringen inzwischen fast 40 Billionen Dollar auf die Waage und sind somit eine wichtige Quelle der US-Macht.

Dementsprechend ist ein nachhaltiges Absacken der Aktienmärkte nicht nur ein Problem für die oberen 50 Prozent und die Wall Street, sondern auch für die Renten-Sparpläne 401k, die Millionen Pensionäre versorgen müssen. Das ist also eine Doppel-Achillesferse der Vereinigten Staaten.

Sollte es nach einem Regierungswechsel zu einer Verweigerung der Unterstützung durch den Staat kommen, hat die blockierende Partei meiner Meinung nach bereits jetzt den schwarzen Peter für die nächsten (in 23 Monaten stattfindenden) Midterm Elections. Man hätte dann einen Schuldigen für das Elend der unteren Schichten – und was wird die Wall Street und das große (Spenden)Kapital machen für die Gouverneure und Senatoren, die mit dafür verantwortlich sind? Den Kapitalhahn zudrehen, beziehungsweise dies androhen, so wie man es im Dezember vor der großen Steuerreform gemacht hat. Ruckzuck war die Reform vor Weihnachten durch.

„Money makes the world go round“, …..wenn Konsum und Wall Street tangiert werden….auch die Demokraten und selbstverständlich die Republikaner sitzen auf Bergen von Aktien und profitieren direkt, wenn die Aktienmärkte steigen.

Die Wahl rückt angesichts der Situation im vierten Quartal 2020 fast ein bisschen in den Hintergrund.

Die Aktienmärkte erwarten weitere Stimulus-Maßnahmen

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