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Warten auf das Statement zu den Gesprächen zwischen USA und China – nächster Trigger für die Märkte

Die in Kürze folgende Erklärung der USA und Chinas zu ihren Gesprächen – was zu erwarten ist und welche Markt-Reaktionen folgen dürften..

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Update 12.35Uhr: soeben wurde bekannt, dass das gemeinsame Statement erst am Donnerstag morgen Peking-Zeit veröffentlicht wird!

Laut Angaben des chinesischen Aussenministeriums sind die (vorbereitenden) Gespräche zwischen den Delegationen der USA und Chinas beendet, es werde „in Kürze“ eine gemeinsame Erklärung dazu geben. Mithin haben sich also die USA und China offenkundig auf eine Erklärung geeinigt – womit das Chaos vermieden wird, das nach dem G20-Gipfel in Buenos Aires eingetreten war, als beide Seiten völlig unterschiedliche Sichtweisen und Erklärungen abgegeben hatten. Nun aber sollen die Gespräche dann im Kabinetts-Rahmen fortgesetzt werden, auf Basis einer voherigen gemeinsamen Erklärung – das ist sicher ein Fortschritt.

Laut Insidern habe es bei einigen Punkten Annäherungen gegeben in den Bereichen Energie und Landwirtschaft, sprich die Chinesen dürften klar ihre Bereitschaft signalisiert haben, amerikanisches Gas und Sojabohnen etc. zu kaufen. Das ist jedoch die leichteste Hürde und tut den Chinesen nicht weh.

Anders sieht es da schon bei den eigentlich zentralen Fragen aus, die für die Amerikaner wichtig sind: die Öffnung des chinesischen Marktes und der Schutz geistigen Eigentums. Laut Insidern gebe es nach wie vor Differenzen bei „strukturellen Fragen“ – womit eben genau diese beiden Punkte gemeint sein dürften. Diese Fragen würden dann auf höherer Ebene besprochen, heißt es weiter laut Insidern.

Es ist also noch ein sehr weiter Weg bis zu einer irgendwie gearteten Lösung oder Einigung, aber immerhin scheint die Stimmung verbessert zu sein. Nach dem Abverkauf an der Wall Street, den Trump selbst durchaus auch (neben der Fed) auf seine eigene harte Haltung zu China zurück geführt hat, hat der US-Präsident nun mehrfach signalisiert, dass die Stützung des US-Aktienmarkts für ihn ein wichtiges Thema ist.

Daher dürfte die Bereitschaft Trumps zu einer Annäherung nach dem Abverkauf im Dezember nun also etwas höher sein als noch in Zeiten, als die US-Märkte noch auf Allzeithochs agierten und sich die Trump-Administration daher in einer Position der Stärke sah (daher stets der Verweis von Trump, Kudlow und anderen auf die schwachen Aktienmärkte Chinas als Beleg für deren wirtschaftliche Probleme und das Lobeslied auf die Wall Street als Beleg für den Erfolg der USA).

Gleichwohl handelt es sich im Kern um einen Machtkampf des alten Hegemons gegen den aufstrebenden Konkurrenz-Hegemon, was „strukturellen Streß“ mit sich bringt.

Was ist nun von der Abschlußerklärung zu erwarten? Eher weichgespülte Inhalte ohne konkrete Aussagen, aber eben auch vor allem das Signal, gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten. Das könnte dann die Risiko-Bereitschaft an den Märkten noch einmal kurzfristig befeuern, vor allem wenn ein konkreter Termin für die Fortsetzung der Gespräche auf Kabinetts-Ebene genannt würde.

Gleichwohl dürfte die sich dann eine vermutlich anschließende Rally an den Aktienmärkten doch begrenzt bleiben, weil den Märkten durchaus klar ist, dass eine echte Lösung noch sehr weit entfernt ist. Zu erwarten ist, dass das Statement vor Börseneröffnugn in den USA publiziert wird, zumal Peking 13 Stunden vor US-Ostküstenzeit ist und solche Statements eher nicht nach Mitternacht chinesischer Ortszeit veröffentlicht werden dürften (wir gehen daher ca. von 15Uhr deutscher Zeit aus, also 09Uhr New York-Zeit und 22Uhr Peking-Zeit).

Die Märkte können durchaus noch weiter steigen, sind jedoch im kurzen Zeitfenster schon überkauft nach den Anstiegen seit Jahresbeginn:

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Dax: Vergiftetes Geschenk der Fed – oder: sei vorsichtig, was du dir wünschst!

Der krampfhafte Versuch von Powell, Abwärtsrisiken klein zu reden, aber gleichzeitig eine Geldpolitik zu verkünden, die nur dann Sinn macht, wenn man eben von massiven Abwärtsrisiken ausgeht!

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Es gibt Geschernke, über die man sich lange freuen kann – und es gibt Geschenke, die nach außen hin hübsch aussehen, aber dennoch keinerlei Freude bereiten! Und das, was die Fed und Jerome Powell gestern verschenkt haben, gehört eindeutig zur zweiten Kategorie!

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Dabei stand das Geschenk doch so eindeutig auf dem Wunschzettel der Märkte – es war das Maximale, was sich die Perma-Bullen an dovisher Wende erhoffen konnten. Aber es ist wie im Leben manchmal auch: man sollte vorsichtig dabei sein, was man sich wünscht! Denn indem die Fed die Hoffnungen faktisch sogar übererfüllte, säte sie gleichzeitig den Zweifel – den Zweifel an der derzeitigen Wunschvorstellung der Märkte, dass es nach einem schwächeren ersten Qaurtal dann wieder schnell nach oben gehe und daher doch alles gut sei!

Vorgestern haben die Aussagen von FedEx diesen Biedermeier-Optimismus schon schwer angekratzt – und dann gestern der krampfhafte Versuch von Jerome Powell, die Abwärtsrisiken klein zu reden, aber gleichzeitig eine Geldpolitik zu verkünden, die nur dann Sinn macht, wenn man eben von massiven Abwärtsrisiken ausgeht!

Es sind die schlauen Anleihemärkte, die den Braten sehr schnell gerochen haben – bei den Aktienmärktn ist die Leitung gelegentlich ja etwas länger, und so dauerte es ein bißchen, bis die Wall Street ins Grübeln kam. Wenn nun reihenweise die Renditen der Anleihelaufzeiten bis sieben Jahre invertieren und damit so eindeutig die rote Warnleuchte „Rezession“ blinkt, dann sollte man schon einmal die Frage stellen, ob es in dieser Situation Sinn macht, nur ca. 4% unter dem Allzeithoch zu handeln (wie der S&P 500)!

Wohl eher nicht. Und eines haben die Märkte wohl auch noch nicht so recht auf dem Zeiger: selbst wenn es zu einem Deal zwischen den USA und China kommt, wird eine globale Rezession wohl kaum mehr zu vermeiden sein! Nur weil sich der Konflikt nicht weiter verschärft (wenn das Szenario der Optimisten stimmt), bringt das ja per se kein Wachstum, zumal Trump gestern klar gesagt hat, dass er nicht daran denke, die bisher erhobenen Zölle gegen China wieder abzuschaffen. China aber fordert, dass eben gerade die bisherigen Zölle abgeschafft werden, damit man bereit ist für diesen Deal.

Der Dax jedenfalls hat sein Kursziel erreicht:

Und prallt von dem erreichten Kursziel recht hart ab:

Shit happens. Aber nicht selten passiert das mit charttechnischer Ansage, so wie diesmal!

Wir gehen davon aus, dass der von der Fed indirekt geschürte Konjunktur-Pessimismus dem Dax nicht gerade gut tun wird..

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„Anzeichen von Panik“ bei der Fed? Videoausblick

Alle US-Staatsanleihen bis zu einer Laufzeit von sieben Jahren sind inzwischen invertiert, sprich die Bondmärkte erwarten eine Rezession..

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Die Fed zeigt „Anzeichen von Panik“, so gestern in einer ersten Reaktion auf die Aussagen der US-Notenbank der Chefvolkswirt der Targo-Bank, Otmar Lang. Das war ja auch die volle „dovishe Breitseite“: keine Zinsanhebung mehr in 2019, dazu ab Mai das Herunterfahren der Bilanzreduzierung. Vor allem die Devisenmärkte (Abverkauf des Dollar) und Anleihemärkte gerieten daraufhin in Aufruhr, alle US-Staatsanleihen bis zu einer Laufzeit von sieben Jahren sind inzwischen invertiert, sprich die Bondmärkte erwarten eine Rezession! Die Aktienmärkte freuten sich nur kurz – jetzt steht die drängende Frage im Raum: was weiß die Fed, was wir nicht wissen? Nun werden vor allem die US-Konjunkturdaten mit Argusaugen beobachtet..

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The Federal Reserve in Washington D.C. Photo: Dan Smith, Rdsmith4, and another Author / Wikipedia (CC BY-SA 2.5)

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Das Live-Webinar von Markus Fugmann zur FOMC-Entscheidung (zum nach-sehen)

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Das war das volle dovishe Programm: die Fed senkt ihre Erwartung für Zinsanhebungen von 2 auf 0, senkt die Wachstumsprognose für 2019, und will ab Mai die Bilanzreduzierung zurück fahren, sodass es dann ab Oktober 2019 keine Reduzierung mehr gibt..

Das alles noch einmal zum nachkucken mit Live-Kommentierung des FOMC-Statements und der Aussagen von Jerome Powell auf der PK durch Markus Fugmann sehen Sie unter folgendem Link:

https://www.youtube.com/watch?v=DkIKInaSAjQ

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