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Märkte

Warum der Ölpreis aktuell noch weiter ansteigt

Claudio Kummerfeld

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Eine Öl-Pumpe

Seit Wochenanfang steigt WTI-Öl durchgehend an von 52 auf aktuell 53,56 Dollar. Anfang letzter Woche waren es noch Niveaus um 48,50 Dollar. Gestern sprachen wir über die Gründe für den Tag für Tag weiter steigenden Ölpreis – mit Kommentar von Eugen Weinberg. Der schwache Dollar, die seit zwei Wochen fallenden Lagerbestände für Öl in den USA, die großen Stimulus-Hoffnungen an den neuen US-Präsidenten, und vor allem die zusätzlichen freiwilligen Kürzungen der Öl-Fördermenge durch Saudi-Arabien (minus 1 Million Barrels pro Tag für Februar und März) helfen dem Ölmarkt derzeit weiter nach oben.

Frische API-Daten helfen Ölpreis

Vor allem der letzte Faktor wird wohl seit Tagen dem Ölpreis auf die Beine helfen. Das möchten wir an dieser Stelle erneut betonen. Aber gestern Abend kam ein weiterer ganz frischer Faktor hinzu. Nachdem die offiziellen Öl-Lagerbestände in den USA in den letzten vier Wochen durchgehend um insgesamt gut 18 Millionen Barrels gefallen sind (hier mehr Details), vermeldete das private American Petroleum Institute (API) gestern um 22:30 Uhr einen erneuten wöchentlichen Rückgang der Lager für die USA um weitere 5,8 Millionen Barrels (erwartet waren -2,7).

Heute Nachmittag erhalten wir die offiziellen Lagerdaten um 16:30 Uhr. Aber die API-Daten deuten auf den fünften Rückgang in Folge hin. Sinkende Lagerbestände bedeuten mehr Öl-Nachfrage, weniger Angebot, oder beides gleichzeitig. Das ist gut für den Ölpreis. Daher konnte WTI-Öl seit gestern Abend nach der API-Veröffentlichung auch von 53,13 auf 53,90 Dollar steigen (wie gesagt, aktuell 53,56 Dollar). Vorher werden heute um 14:30 Uhr in den USA noch wichtige Inflationsdaten für Dezember veröffentlicht. Ob sie auf den Ölmarkt Einfluss nehmen werden, ist ungewiss. Der folgende Chart zeigt WTI-Öl seit dem 22. Dezember. Man sieht seit dem 5. Januar den klaren Aufwärtstrend im Ölpreis.

Analystenkommentar

Hier noch ein ganz aktueller Kommentar von Naeem Aslam von Avatrade zum Thema Öl. Die Höchststände im Ölpreis liegen seiner Meinung nach vor allem daran, dass die Händler optimistisch in Bezug auf das Wirtschaftswachstum sind. Sie würden wissen, dass die Ausbalancierung des Marktes unter Kontrolle sei, und die Nachfrage steige. Trotz all der strengen Coronavirus-Maßnahmen sei der Verkehr auf den Straßen viel höher als bei allen vorherigen Lockdowns. Das bedeute, dass die Verbraucher aktiv unterwegs sind (mehr Öl-Nachfrage).

Chart zeigt Kursverlauf im Ölpreis seit dem 22. Dezember

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Finanznews

Aktienmärkte: Ich werde bullisch – schnell verkaufen! Marktgeflüster (Video)

Wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen! Deshalb werde ich jetzt extrem bullisch – Aktien steigen immer!

Markus Fugmann

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Die Konjunktur in den USA brummt, wie heutige Daten zeigen – also werde ich jetzt bullisch für die Aktienmärkte! Denn wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen, oder? Dazu kommt jetzt auch noch der Stimulus in den USA – besser geht nicht! Und nächste Woche werden Apple, Facebook und Tesla ihre Zahlen berichten – das wird sicher extrem bullisch werden, denn die tollen Zahlen sind bestimmt noch nicht ausreichend eingepreist, oder? Ausserdem: Aktien steigen immer – das zeigt schon der Blick in die Geschichte! Und heute ist Janet Yellen als Finanzministerin bestätigt worden – können Sie sich an einen einzigen Tag erinnern, an dem die Aktienmärkte gefallen sind, als Yllen noch Fed-Chefin war? Eben..

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Allgemein

Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände +4,4 Mio Barrels (jetzt 486,6 Mio)

Claudio Kummerfeld

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Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 486,6 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 4,4 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei -1,1 lagen.

Die Benzinbestände wurden im Vergleich zur Vorwoche mit -0,3 Millionen Barrels veröffentlicht. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche lagen bei +2,8 Millionen Barrels.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit +2,6 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (-0,3 erwartet).

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung mit -7 Cents bei 52,43 Dollar.


source: tradingeconomics.com

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